Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten. ( J. D. Rockefeller, Milliardär )

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Dauerbrenner Geldanlage: Wohin mit meinem Geld?

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Optionshandel: Wenig bekannte, seriöse Alternative bei der Geldanlage

Viele Menschen in Deutschland treibt heute die Frage um, wie sie ihr Geld anlegen sollen. Die beharrliche Nullzins-Politik der EZB und eine spürbar steigende Inflation machen das Thema ganz aktuell. Waren bis vor kurzem noch Bauspar-Verträge eine der wenig verbleibenden guten Anlage-Möglichkeiten, so sind auch diese aufgrund eines aktuelle BGH-Urteils jetzt passé: Bausparkassen dürfen hochverzinste und damit teure Altverträge kündigen, wenn sie zehn Jahre lang nicht abgerufen werden. Was also tun? Sind Immobilienkauf sowie Aktien, Fonds und Edelmetalle eine gangbare Alternative? Oder sollten sich Anleger vielleicht das Thema Optionshandel einmal genauer ansehen– eine Geldanlage, die in Deutschland noch nahezu unbekannt ist? Dabei sind Optionen so etwas wie der „hidden champion“ in puncto Geldanlage. Der Fokus hierbei liegt auf einem seriösen, adäquaten Risiko- und Money-Management. Damit lassen sich solidere und höhere Gewinne erwirtschaften als mit Aktien – bei einem deutlich geringeren Risiko. Und es lohnt sich: Realistische Renditen übersteigen die eines Tageskontos um ein Vielfaches.

Die dauerhafte Nullzins-Politik der EZB lässt die deutschen Sparer schon lange nach Alternativen zum Klassiker Sparbuch oder Girokonto Ausschau halten. Nach Jahren ohne nennenswerte Inflation ist diese zumindest in Deutschland in diesem Jahr wieder deutlich angestiegen – und lässt nun keinen Zweifel mehr daran, dass das Geld „im Sparstrumpf“ eindeutig an Wert verliert. Den niedrigen Zinsen zum Trotz erreichten die Ersparnisse der Deutschen Ende 2015 mit 5,3 Billionen Euro einen neuen Höchstwert, wie der Bankenverband bekannt gab. Spitzenreiter sind dabei Versicherungen und Pensionskassen, in denen über zwei Billionen Euro liegen. Fast ebenso viel liegt in Spar-, Sicht- und Termineinlagen. Mit Zinssätzen von bestenfalls 1,8 Prozent für 10.000 Euro auf drei Jahre ist in diesem Segment für Sparer nicht mehr viel zu erreichen.

Hidden Champion: Seriöser Optionshandel

Neben Investmentfonds, deren häufige Underperformance des Marktes – von ein paar löblichen Ausnahmen abgesehen – schon häufig dokumentiert wurde, gibt es tatsächlich noch eine Geldanlage, die viel zu wenig Beachtung findet: der Optionshandel – eine spannende und vor allem risikoarme Anlageform, deren Strategien sich relativ leicht erlernen lassen und die einem echte Wettbewerbsvorteile an der Börse gibt– sofern man sie beherrscht. Wichtig hierbei ist, diese Anlageform seriös und systematisch und nicht rein spekulativ einzusetzen. Optionen werden häufig mit Optionsscheinen, binären Optionen und bestimmten Zertifikaten (sog. Hebelprodukte) in einen Topf geworfen. Optionen unterscheiden sich aber grundlegend in verschiedenen Merkmalen: Im Gegensatz zu Hebelprodukten sind Optionen standardisiert, d. h. bei Optionen steht jederzeit fest, mit was und zu welchen Preisen von allen Beteiligten an der Börse gehandelt wird. So kann niemand, der an dem Optionshandel beteiligt ist, von unvorhergesehenen Vertragsbedingungen überrascht werden. Sobald eine Option an der Börse gelistet wird, muss sie sich dem Regelwerk der Börse unterwerfen. Bei Hebelprodukten gilt es, zwingend in das Kleingedruckte hineinschauen, um genau über seine Rechte und Pflichten Bescheid zu wissen.

Vorteile gegenüber Aktien und Hebelprodukten

Bei Optionsscheinen kann der Anleger darüber hinaus nur als Käufer auftreten und diese lediglich erwerben. Damit zusammenhängend stellt sich die Frage, mit wem der Anleger überhaupt handelt. Hebelprodukte werden immer von einem Emittenten bezogen, der den Preis für seine Produkte selbst festlegt. Optionen hingegen werden direkt an der Börse gehandelt. Damit erfolgt auch die Preisbildung bei Optionen an der Börse durch Angebot und Nachfrage – also eine faire und transparente Preisbildung. Bei Optionen ist der Händler zudem viel flexibler. Der Anleger kann Optionen sowohl kaufen als auch verkaufen. Letzteres wird auch Optionen-Schreiben genannt. Das eröffnet eine neue Welt an Möglichkeiten. Im Verkauf oder „Schreiben“ einer Option liegt das Herzstück professionellen Optionshandels, das so genannte Stillhalten. Dies ist häufig in eine ganzheitliche Strategie eingebettet, die aus dem Kauf und Verkauf von Optionskontrakten mit oder ohne Aktienposition besteht.

Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch das Insolvenzrisiko: Bei Optionen ist dieses sehr gering. Der Handelspartner muss bei einer offenen Optionsposition an der Börse eine Sicherheitsleistung hinterlegen, die sogenannte Margin. Diese Sicherheitsleistung dient dazu, die Verpflichtungen beim Handelspartner auszugleichen, die sich aus der Handelsposition ergeben. Beim Handel mit Hebelprodukten hingegen existiert gegenüber dem Emittenten ein Ausfallrisiko. Kann der Emittent nicht bezahlen, gibt es keine ausgleichenden Sicherheitsvorkehrungen.

Einfach zu erlernende Strategien – auch für Anleger mit wenig Startkapital

Ein weiterer Vorteil: Mit Optionen erwirtschaften Anleger auch bei wenig Startkapital systematisch bessere Gewinne als mit Aktien – bei deutlich geringerem Risiko und mit überschaubarem Zeitaufwand. Und es lohnt sich: Realistische Renditen übersteigen die eines Tageskontos um ein Vielfaches. Nachfolgend eine kurze Aufzählung klassischer Strategien:

Aktienkauf über einen „Cash Secured Short Put“

Der so genannte Cash Secured Short Put ist in vielen Fällen die überlegene Art, eine Aktienposition aufzubauen! Diese geht so: Gemäß der Definition einer Put-Option hat der Käufer derselben das Recht, 100 Aktien des Basiswertes, auf den sich der Put bezieht, zu einem festgelegten Preis an den Optionsverkäufer zu verkaufen – irgendwann von jetzt bis zur Fälligkeit der Option. Dafür muss er eine Prämie an den Optionsverkäufer bzw. Stillhalter bezahlen. Diese Tatsache mache ich mir als Stillhalter zunutze: Indem ich es darauf anlege, die Aktien zu einem Preis abzunehmen, welcher mir passt – und dazu noch die Optionsprämie dafür kassiere. Beispiel: Die Apple-Aktie steht bei 175 US-Dollar. Ich verkaufe einen Put auf Apple mit dem Ausübungspreis 165 US-Dollar und einer am Markt gehandelten Optionsprämie von 2,10 US-Dollar (mal Bezugsverhältnis 100) mit Verfall in sechs Wochen. Nun kann folgendes passieren: (1) Die Apple-Aktie fällt tatsächlich bis zum Verfall auf unter 165 US-Dollar. Die Option wird dann ausgeübt und ich muss 100 Aktien abnehmen zu 165 US-Dollar. Da ich aber zuvor auch eine Prämie von 2,10 US-Dollar eingenommen hatte, beträgt die Kostenbasis für meine Apple-Aktien nur 162,90 US-Dollar pro Stück. Wichtig: Ich muss genügend Cash bereithalten, um den Aktienkauf durchführen zu können (2) Die Apple-Aktie fällt nicht. Die Option wird wertlos verfallen. Die Prämie verbleibt aber bei mir, ich habe also 2,10 US-Dollar x 100 = 210 US-Dollar verdient. Ich kann das Spiel nun wiederholen und wieder einen Put verkaufen. Steigt mir meine Lieblingsaktie weg, kann ich so trotzdem Geld verdienen – wenn auch nicht so viel wie der Aktieninhaber. Hätte ich nur eine Limitorder zu 165 US-Dollar für die Aktie aufgegeben, so gäbe es keine Ausführung des Trades, ich stünde also etwas schlechter da in beiden Fällen – um den Betrag der Optionsprämie. Der Hauptvorteil der Limitorder gegenüber dem Stillhalter ist hingegen, dass man die Aktie typischerweise schon bei einmaliger Berührung des Limits erhält, während der Short Put normalerweise erst zu Verfall von der Gegenseite ausgeübt wird und der dann aktuelle Preis relevant ist. Wichtig: Ich muss die Aktie im Falle des Erwerbs über einen Short Put auch wirklich wollen und habe nach unten de-facto das gleiche Risiko wie der Aktieninhaber. Ansonsten ist dies aber eine clevere Strategie des Aktienerwerbs.

Covered Call Writing

Dies ist der Klassiker des Stillhaltens. Habe ich nun 100 Aktien im Depot, kann ich eine Call-Option darauf verkaufen (schreiben). Damit verpflichte ich mich, die Aktien, welche ich im Depot habe, der Gegenseite (die das Kaufrecht hat) auf Verlangen zum Ausübungspreis zu verkaufen. Es ist nicht wichtig, auf welchem Wege die Aktien in mein Portfolio gelangt sind. Habe ich beispielsweise 100 Apple-Aktien, welche im angenommenen Szenario bei 170 US-Dollar notieren, so kann ich einen Call mit Ausübungspreis 180 US-Dollar verkaufen, für den ich 2,40 US-Dollar erhalte. Steigt nun Apple zu Verfall über 180 US-Dollar, werde ich meine Aktien liefern müssen. Ich bekomme dafür aber deren Kaufpreis bezahlt. Und obendrein habe ich ja die Optionsprämie für den verkauften Call eingenommen. Insgesamt hat die Position also Gewinn gemacht. Der Name Covered Call Writing kommt daher, dass meine Verpflichtung vorhandene Aktien zu liefern, durch eine Position im Depot abgedeckt ist. Da sich mit dem Verkauf von Calls bei bestehender Aktienposition regelmäßig Einnahmen erzielen lassen, wird dies manchmal als „zweite Dividende“ bezeichnet. Es ist natürlich keine Dividende, aber wer hat schon gegen Zusatzeinnahmen etwas einzuwenden?

Der Vorteil sowohl des Aktienkaufes über einen Short Put als auch des Covered Call Writings zeigt sich insbesondere in Seitwärtsmärkten, wo diese Strategien besser performen als der einfache Aktienkauf. Im Gegenzug ermöglichen sie allerdings keine exzessiven Gewinne bei deutlich steigendem Basiswert.

Hedging Trades und viel Praxis

Mit Optionen lassen sich Depots viel besser hedgen bzw. absichern, als nur durch den Kauf von Puts. Sogenannte vertikale Spreads, bei denen zum gekauften Put noch ein verkaufter hinzukommt sind, wenn richtig aufgesetzt, ein deutlich wirtschaftlicherer Hedge Alternativ gibt es Strategien, die im Falle des Falles (zuletzt Anfang Februar) wie ein Airbag aufgehen und so das Depot schützen. Im kostenlosen Newsletter von Optionsuniversum gibt es weiterführende Informationen über Optionstrades. Alle Ausgaben sind dauerhaft verfügbar im Archiv unter www.optionsuniversum.de/newsletter-archiv/

Die Kombinationsmöglichkeiten und Strategien im Optionshandel sind schier grenzenlos. Es gilt allerdings, sein Handwerk gut zu lernen, den „ich-werde-automatisch-reich-Knopf“ gibt es nämlich auch hier nicht. Wer sich für das Thema weiterführend interessiert und mit Optionen sein Kapital nachhaltig vermehren möchte, für den haben die ausgewiesenen Trading-Experten von Optionsuniversum verschiedene Trainings und Webinar-Reihen im Angebot. Hier wird das Basiswissen vermittelt sowie weiterführende Strategien vorgestellt, die nicht schwer zu erlernen sind und das Rüstzeug für eine erfolgreiche Geldanlage bilden. Die Strategien versprechen nicht schnellen Reichtum, sondern nachhaltigen Erfolg, wenn man etwas Zeit und Mühe investiert, um sich das Wissen anzueignen.

Optimal für den Einstieg in den Optionshandel eignet sich auch das 3-tägige Präsenz-Seminar in Lohr vom 9.-12. Juni 2018:
https://www.optionsuniversum.de/intensiv-seminar-grundlagen/

Hier geht es zum Online Kurs "Aktien Akademie":
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