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Der Öl-Crash und die Auswirkungen auf mein Dividenden Depot

Im Sommer 2014 würde beim Ölpreis eine schmerzhafte Korrektur eingeleitet. Von einem Ölpreis bei ca. 115$ ging die Korrektur bis unter 30$ pro Barrel. Natürlich haben auch einige meiner 20 Energiewerte aus meinem Dividenden Depot stark korrigiert und auch die Dividendenzahlung komplett eingestellt.

Chart – Ölpreis Brent Crude Oil – 06/2014 bis 03/2016

Linn Energy mit einem damaligen Kaufpreis von 31,50$ und einer Dividendenrendite von 8,92% und monatlichen Dividendenzahlungen, ist jetzt mit -98,63% im Verlust. Seit Oktober 2015 werden auch keine monatlichen Dividendenzahlungen mehr geleistet. In Summe konnte ich 94,64€ Netto an Dividendenzahlungen von Linn Energy verzeichnen.

Evtl. steht die Pleite von Linn Energy bevor. Siehe auch folgenden Artikel aus dem US-Internet: „Linn Energy – What Investors would get in the case of bankruptcy

Kann ich mit einer Insolvenz/Pleite von Linn Energy leben? Ja ich kann und muss damit leben. Das Dividenden Depot ist so aufgebaut, dass durch die Anzahl der Positionen und die Verteilung auf verschiedene Branchen auch ein Totalverlust eines Aktienwertes kompensiert werden kann. In Summe konnte ich bisher + 37.668,87 EUR Netto an Dividendeneinnahmen mit dem Dividenden Depot generieren und das Dividenden Depot steht aktuell mit +17.001,00 EUR im Gewinn.

Ein anderer Wert aus meinem Dividenden Depot der viel besser performed ist Parkland Fuel Corporation.

Was würdest Du mit den Energiewerten machen, wenn diese Aktienpositionen mit > 70% in der Verlustzone sind und keine Dividenden mehr zahlen? z.B. (Pengrowth Energy, Seadrill, Baytex Energy Corp. und Linn Energy)

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9 Responses to “Der Öl-Crash und die Auswirkungen auf mein Dividenden Depot”

  1. Simon sagt:

    „Was würdest Du mit den Energiewerten machen, wenn diese Aktienpositionen mit > 70% in der Verlustzone sind und keine Dividenden mehr zahlen?“
    Ich würde möglichst schon früher verkaufen z.B. wenn das Minus bei 40% liegt. Ich weiß das ist nicht immer einfach so möglich, weil die Veränderung solcher Werte meistens sehr schnell geht. Wenn die Aktie weiter fällt kannst ja dann auf niedrigem Niveau wieder einsteigen. Aber einfach nur zusehen wie die Werte in den Keller sausen ist fatalistisch.
    Jetzt zu verkaufen bringt auch nicht mehr viel. Entweder du erleidest einen Totalverlust oder die Aktie erholt sich wieder mit steigenden Ölpreisen.

  2. Martin sagt:

    Also meinen Seadrill Bestand habe ich mit hohen Verlusten verkauft, als die Dividendenzahlung komplett eingestellt wurde. Die immense Schuldenlast der Firma ließ mich an deren Aussichten zeitnah wieder etwas zu zahlen zweifeln.

    Pengrowth werde ich trotz erheblichem Verlust halten, da mir die Kostenreduzierung effektiv scheint und sich der Ölpreis hoffentlich weiter stabilisiert.

    Royal Dutch Shell (B) sowie in kleinerem Maße BP habe ich sogar aufgestockt, als die Kurse im Keller waren und wette somit darauf, dass die Dividenden nicht gekürzt werden. Ich denke Öl wird auch in Zukunft weiter gebraucht. Erneuerbare Energien/Elektroantriebe sind zwar eine nette Entwicklung, aber aus meiner Sicht noch nicht Massen- und Grundlasttauglich. Von den Kosten ganz zu schweigen.

  3. Ralf sagt:

    Hi Markos,

    also in meinem „Spieldepot“ sieht es auch düster aus.
    So ganz grob kennst du ja evtl. noch die Zusammenstellung.
    Die von dir angesprochenen Werte (bis auf Bay und Seadrill) sind da auch mit drin. Bei Seadrill hatte ich ja frühzeitig die Reisleine gezogen, da warst du ja noch anderer Ansicht 🙂

    Bay hatte ich nie im Spieldepot, hätte ich mir auch nie wirklich reingeholt, denn die Geschäftsausrichtung war mir schon bei hohem Ölpreis recht instabil ( einfach auch ein bissel Bauchgefühl noch dabei).

    Bei Parkland bin ich zwar ( noch ) drin, und auch recht kompfortabeil im Plus, wie du auch, jedoch habe ich mich hier nach unten per Stop abgesichert ( was ich in der Regel nicht mache). Wenn sich in den nächsten Wochen/monaten der Ölpreis so um die 38-xxxx$ bewegt, sollte da eigentlich bei Parkland alles im Grünen bleiben. Laut den mir vorliegenden Infos kommt da die dauerhafte Schmerzgrenze erst bei so ca. 34$ zu tragen.

    Tja, Linn is so ne Sache. Die Umwandlung bzw. der Umtausch der Linn in Linco is ja gerade am laufen. Mit diesem Schachzug kann die „Muttergesellschaft“ immerhin noch ein paar Monate mehr „überleben“. Sollte sich das Ölumfeld allerdings in den nächsten 2-4 Monaten nicht wesentlich oberhalb von 45$ stabilisieren, dann sehe ich auch für die Mutter schwarz…..denke wir müssen dann unsere Anteile abschreiben. Ein Verkauf von den paar Anteilen rentiert sich ja nicht wirklich, es sei denn due kannst mit dem Verlust irgend wann später einen Deal mit der KEST verrechnen.

    Crest…sorry, den Wert hatte ich nie auf dem Schirm, da kann ich dir keine pers. Enschätzung geben, evtl. findet sich aber ja ein anderer Mitstreiter, der ein bissel was beitragen kann.

    In Summe gesehen sind ja alle Ölwerte unter die Räder gekommen. Bei dieser „Kriese“ trennt sich aber nun die Spreu vom Weizen. Ich pers. bleibe in den Werten so lange wie möglich drin, kaufe auch gezielt nach, allerdings bei den großen Playern z.B. BP/Shell/Statoil. Sicherlich ist da auch nicht auszuschließen, dass die Divi gekürzt wird, oder der ein oder andere Riese ins wanken kommt. Die Wahrscheinlichkeit ist aber geringer. Bei so kleinen „Klitschen“ wie Bay…Linn…. und und und…. kaufe ich „nur“ nach, wenn ich beim Ölpreis den Trend zwischen 45-60$ auf Dauer sehe, oder einen steigenden Trend sehe.

    Sicherlich, ich kann das ( obwohl´s Real Geld ist) wirklich alles sehr gelassen sehen, denn das Spieldepot bestand ja nur aus der Kohle von ca. 1 Jahr Dividende. Ich denke der ein oder andere der sich die Kröten wirklich hart zusammengespart hat geht bei solchen Buchverlusten schon ganz schön auf dem Zahnfleisch. Aber so ist das halt an der Börse…. es geht nicht nur immer nach oben.
    Gut ist bei deiner Aufstellung, dass du extrem viel Werte drin hast, sodass das „Ausfallen“ eines Wertes ( egal ob keine Dividende, oder insolvent), das im einzelnen nicht wirklich einen großen Einfluss auf´s Gesamtdepot hat. OK, aber wenn man halt von 100 Werten 40 Werte nur mit Öl hat, der Sektor Öl aber um 50% runterrauscht, dann sollte auch jedem Bewusst sein, dass das Depot auch um den entsprechenden Prozentsatz runterrauscht. Gleichzeitig die Gewichtung der restlichen Werte aber höher ist.
    Das schöne an den niedrigen Öleinzelwerten ist, dass wir so weit vom EK weg sind, dass wir alle wirklich in Ruhe abwarten können, wenn sich ein nachhaltiger Trend nach oben bildet um noch einzusteigen um zu verbilligen und für später dann satte Dividenden einzustreichen.

    VG Ralf

  4. kaunlaran sagt:

    Ich habe seadrill – zu spät und mit Verlust – verkauft. Chevron und BP habe ich behalten und bei Shell sogar noch aufgestockt, als der Preis unter meine bisherigen AK fiel. Bei Shell bin ich mit der Gesamtposition so wieder im Plus-Bereich, bei den einzelnen Kauftranchen bin ich nur mit einer geringfügig im Minus. Bei Chevron und BP gibt es dagegen rote Vorzeichen.
    Bisher wurden die Dividenden nicht gekürzt, obwohl es bei BP wohl schon entsprechende Andeutungen gab.

    Ich warte erst einmal ab und gehe davon aus, daß die Dividenden weiterhin ungekürzt gezahlt werden.

  5. Willi sagt:

    Ich habe bei Seadrill und Navitos Maritim jeweils ca. 90 Prozent verloren. Mein Depot ist schon sehr Energielastig und somit ist der Buchwert mit 50000 Euro in den Miesen. Vor drei Monaten, am Tiefpunkt, waren es 80000. Ich habe in den letzten Monaten z.T. weiter aufgestockt. Die Dividendenzahlungen eingestellt haben nur Seadrill und Navitos.
    Ich gehe aber auch fest davon aus, dass der Ölpreis wieder steigt. Auch meine Gastitel hat es vom Kurs her gebeutelt. Die Dividendenzahlungen sind jedoch stabil und ich habe mir noch drei Gastitel bzw. ETFs dazu gepackt. Mittlerweile habe ich 60 Titel im Depot und einen Nettorendite von über sechs Prozent. Damit ist mein Risiko natürlich höher. Doch für meine jetzige Lebensphase ist das ok. Ich will noch mindestens 10 Jahre arbeiten. Ausserdem bin ich ein Verfechter der Theorie, dass man aus eigenen Fehler am besten lernt. Ich habe fahre auch zum großen Teil eine Dog-Strategie, d.h. ich schaue nach Titeln, welche kürzlich die Dividende gekürzt haben. In der Regel ist damit ja ein großer Kursabsturz verbunden. Es gibt aber auch viele Firmen, die damit ihren Cashflow stabilisieren und ansonsten gesund sind bzw. mit der Kürzung ihr Zahlen deutlich verbessern.

  6. plutusandme sagt:

    Wir stoppen die Kurse nach unten auch ab. In einem Musterdepot sind alle Werte enthalten, die auch im realen Depot sind. Das Musterdepot arbeiten mit einem dynamischen StoppLos, den wir auf das reale Depot übertragen. Sollte ein Wert nun nach unten ausbrechen, schauen wir uns diesen Wert erneut an und entscheiden neu. Bei der langen Laufzeit der Werte , die wir halten, wird kein Wert den Einstiegskurs unterschreiten, sodern mit Sicherheit vorher verkauft und auf einer erneuten Watchlist wieder eingetragen. Hier legen wir dann auch einen neuen Euinstiegswert fest. Hat bisher eigentlich immer gut funktioniert.

  7. Willi sagt:

    das würde ja heissen, dass kein Wert je unter den Einstiegskurs fällt. Das ist nicht sehr glaubhaft. Dann hättet ihr ja nur Turnaroundkandidaten, die auf dem Weg nach oben sind zum Zeitpunkt des Kaufes.

    • Ralf sagt:

      @Willi:

      Eigentlich geht das schon, wenn man einen „virtuellen“ Einstiegskurs nimmt. Also sprich Kaufkurs – gezahlter Dividenden.
      Irgendwann bisst du ja bei 0€ 🙂
      Habe hier selber einige Werte, welche ich vor Jahren bei 10$ gekauft habe (aktuell bei ca. 40$ stehen) ich allerdings schon 20$ an Divi erhalten habe.
      Also würde ich nun rechnen 10-20 wäre ich ja bei einem EK von -10. Rechne ich 40-20 wäre ich immer noch gegenüber dem tasächlichen EK von 100% im Plus. Dass allerdings das gesamte Depot nicht unter dem EK mit Werten bestückt ist, das halte ich pers. auch für eher unwahrscheinlich.

  8. Willi sagt:

    @Ralf Interessanter Ansatz. Mein rechnet also mit „schon abgeschriebenen Aktien“ die ihren Wert EK schon reingeholt haben. Davon habe ich auch viele.
    Da ich nicht viel Zeit für Aktienanalyse habe fahreich einen Ansatz. Ich hole mir viele Dividenendenaktien mit ne kleinen Position von zunächst 2000 Euro ins Portfolio. Mittlerweile sind es 60 Aktien. In drei Jahren sollen es dann 100 sein. Parallel schaue ich in meinem Depot nach Aktien mit ner hohen Volatiliät. Die nutzte ich dann als buy and sell Aktien. Beispiel Bonterra. Waren im letzten Jahr tief in den miesen und haben innerhalb der letzten Wochen einen steilen Anstieg geschafft. Da werde ich auch bald Gewinne realisieren und die in schwankungsarmen Reits parken. Bis der nächste Downturn kommt. Eine mittlere Position behalte ich aber immer. Das Prozedere hat für mich den Vorteil, dass aufgrund der wenigen Zeit für die Aktienauswahl mein Portfolio aktiv managen kann. Rohrkrepierer wie Seadrill oder Navitos sind einkalkuliert. Da waren die Positionen aber auch nur bei jeweils 3000 Euro EK. Bei ner Dividenstrategie zählt Langfristigkeit. Mit der Zeit lernt man schön dazu.

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