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Rentenalter muss steigen, um Flüchtlinge zu ernähren

Ich habe gerade auf Welt Online den Artikel „Rentenalter muss steigen, um Flüchtlinge zu ernähren“ gelesen. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn fordert:

Die Deutschen sollen nach Meinung von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn länger arbeiten, um die Kosten der Flüchtlingsintegration stemmen zu können. Auch der Mindestlohn müsse abgeschafft werden.

Und weiter im Artikel:

Aus seiner Sicht müssen die Deutschen zudem länger arbeiten, um die Kosten der Integration der Flüchtlinge stemmen zu können. „Wir sollten lieber das Rentenalter heraufsetzen, um die Flüchtlinge zu ernähren. Die Alten werden im Übrigen gebraucht, um die Flüchtlinge anzulernen.“ Wegen ihrer überwiegend niedrigen Qualifikation würden die Migranten die Rentenkassen vorerst nicht ausreichend entlasten.

Ich finde beide Forderungen von Herrn Sinn unsinnig. Man könnte auch gleich fordern „Rente abschaffen“. Was sagst Du zu den 2 Forderungen von Herrn Sinn?

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7 Responses to “Rentenalter muss steigen, um Flüchtlinge zu ernähren”

  1. Fliegerone sagt:

    Hallo Markos,
    Ifo-Forscher forschen durch jedes Thema und müssen erstmal irgendetwas in die Welt setzen, damit darüber diskutiert wird.
    Möglich ist immer alles in diesem Staat, wie wir wissen.

    Als ich gerade Deinem Link gefolgt bin habe ich Herrn Friedmann gesehen, er wird wohl auch wieder aus der Schublade geholt,
    er erinnert mich direkt an Kokain und einen Mann, der immer andere kritisiert hat, weil er offensichtlich besser sein wollte.

    Also erstmal abwarten, es werden bei dem Thema „Kosten“ noch weitere seltsame Vorschläge auftauchen.
    Viele Grüße
    Raymund

  2. Ric sagt:

    Hi Markos,

    ich weiß gar nicht warum wir uns alle wundern.
    im Jahr 2014 sagte selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Festakt zum 125 jährigen Bestehen der deutschen Rente ganz offen das sie denkt, dass in Zukunft nur noch jemand über die Runden kommt, der eine Mischung aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge hat.
    Zudem meint sie, dass die Betriebe dafür sorgen müssen, das ältere bessere Erwerbsmöglichkeiten hätten und sie sei erfreut, dass seit dem Jahr 2000 die Zahl der Erwerbstätigen von über 60 jährigen von 700.000 auf über 1,9 Millionen gestiegen ist.

    Ich persönlich finde das nicht erfreulich, sondern eher besorgniserregend.

    Auch Norbert Blüm der damals mit „Die Rente ist sicher“ für vertrauen geworben hat sagte der Saarbrücker Zeitung, dass „Wenn das Rentenniveau weiter so sinkt wie in den letzten Jahren, dann kommt man in die Nähe der Sozialhilfe, was die Rentenversicherung nicht nur um ihren guten Ruf bringt, sondern auch um ihre soziale Sicherungsfunktion. Ein System, aus dem man mit Beiträgen nicht mehr bekomme als ohne, „erledigt sich von selbst“.

    Ich denke, dass wir es nur über eine ordentliche Kapitalanlage schaffen uns aus dem System zu befreien, so dass es uns besser geht. Rürup, Riester und Lebensversicherungen bringen leider nur den Versicherungen einen Mehrwert.

    Leider propagiert die Politik immer noch etwas anderes.

    Nachdenkliche Grüße
    Ric

  3. Ich schätze Herrn Sinn sehr und zwar seit Jahren. Er hat viele konstruktive Ansichten, z.B. auch zum Bereich Familen / Rente, Staatseinheitslohn etc.

    Dass die Kosten durch die Einwanderung in den nächsten Jahren stark ansteigen werden ist wohl nicht abstreitbar, vor allem, weil viele der eingewanderten Personen leider dauerhaft Mündel unseres Sozialsystems bleiben werden.

    Auch dass die Einwanderer Deutschland aus der demographischen Misere führen können ist leider nur ein schöner gutmenschlicher Traum.

    http://www.rolandtichy.de/kolumnen/goergens-feder/demographie-politik-und-wirtschaft-rechnen-falsch/

    Es bleibt also jedem einzelnen überlassen, eins und eins zusammenzuzählen was die eigene (staatliche) Rente angeht. Private Vorsorge tut mehr Not denn je und immer mehr ärgert es mich, dass unser Staat den privaten Vermögensaufbau nicht stärker fördert.

  4. lalucky sagt:

    Hi Markos,
    ich denke, dass unser ganzes Sozialsystem jetzt mit Absicht an die Wand gefahren wird. Was daran besonders schlimm ist? Generationen vor uns haben dafür gekämpft, dass wir eine solche Sicherung haben.
    Herr Sinn ist generell gegen den Mindestlohn und die Rente würde er wahrscheinlich auch am liebsten abschaffen. Diese ganze „Krise“ ist ja von unserer Politik erst losgetreten worden. Man lädt die Leute ein, warum auch immer (Demographischen Wandel aufheben, Fachkräfte ins Land locken) und wundert sich dann, dass sie in Scharen kommen? Kann mir keiner erzählen, dass das nicht genauso gewollt ist.

    Und was die Rentenkasse angeht. Erst wird die abgewickelt und als nächstes dann Hartz IV abgeschafft. Die Wirtschaft frohlockt und wandert ab da immer schön billig um den Globus, ganz im Sinne von Sinn (als Verfechter der Marktwirtschaft in Reinkultur).

  5. Alexander sagt:

    Wird viel erzählt, wenn der Tag lang ist. Irgendwas kommt, denen fällt schon was ein, aber nicht bei der Rente. Das wäre zu unpopulär.

    Zum Thema Rente: Manche Sachen prägen sich ein, ich habe ein Interview mit Norbert Blüm gesehen. Ist schon ein paar Jahre her und er war nicht mehr aktiv in der Politik. Den Politikern ist seit 30 Jahren bekannt, dass das System auf Dauer nicht funktioniert. Die geburtenstarken Jahrgänge sind ja bereits seit rd. 50 Jahren auf der Welt, also nichts Überraschendes.

  6. Ich halte es für einen Anachronismus, dass man kollektiv ab einem bestimmten Alter die Arbeit niederlegt. Altersrente sollte eine Option sein. Wer länger arbeiten will, muss unterstützt werden, dass er dies tun kann. Heute werden ältere Arbeitnehmer mit Bürokratie belästigt.

    Die, die noch jenseits von 65 bzw. 67 arbeiten können, können dann die quersubventionieren, die schon mit Mitte 50 Invalide geworden sind. Ich habe es schon häufig kritisiert, dass der Staat sich bei dem echten Risiko, dass jemand Invalide wird, einen schlanken Fuß macht, aber bei der Altersvorsorge kräftig mitmischt.

    Ich bin ja Sesselfurzer. Ich würde mich schämen, den Dachdecker mit kaputten Knien argumentativ zu nutzen, um mir Vorteile zu verschaffen.

  7. @Ric
    Was ist daran besorgniserregend? Ich finde es positiv, denn Arbeit bedeutet Schaffen von Werten und gesellschaftliche Teilhabe. Auf Dauer sollte die Gesellschaft davon wegkommen, ab einem bestimmten Alter kollektiv keiner Erwerbsarbeit mehr nachzugehen. Lieber mit Mitte 30 oder mit Mitte 40 eine Auszeit nehmen, als sich erst jahrzehntelang kaputt zu arbeiten und dann aus lauter Langeweile drei Jahrzehnte verbummeln.

    Wir sind doch alles Leute, die sich neben ihrem eigentlichen Beruf mit dem Finanzthema und mit Aktien beschäftigen. Das kann man an Wochenenden und nach Feierabend machen. Ich weiß nicht, wie das ist, wenn man dann auch noch Familie hätte. Dann wäre doch eine Auszeit vom Beruf doch was feines, dann könnte man sich mal einem anderen Thema widmen.

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