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Hedging mit Binären Optionen

Das Hedging mit Binären Optionen ist eine Möglichkeit, Aktien-, Rohstoff- oder Forexpositionen abzusichern. Damit würde auch diese Optionsart im ursprünglichen Sinne verwendet: Schon immer waren Optionen jeder Art ein Sicherungsinstrument. Institutionelle Händler setzen sie stets so ein, auch die Binären Optionen wurden durch große Anleger (Konzerne, Hedgefonds, Banken) schon lange vor der Freigabe für private Trader im Jahr 2008 zum Hedging verwendet. Wie funktioniert diese Sicherungstechnik?

Hedging einer Aktienposition mit einer Binären Option

Das Hedging einer Aktienposition ist der Klassiker, weil die Aktien eigentlich im Wert steigen sollen. Wichtig für das Hedging ist diese Erwartung. Die Aktien, die steigen sollen, werden durch eine Put-Option gehedgt, die bei fallendem Kurs gewinnt, bei steigendem Kurs aber irgendwann wertlos verfällt. Wohlgemerkt: Es ginge auch andersherum. Wenn der Anleger glaubt, dass diese bestimmte Aktie aktuell eigentlich nur im Wert fallen kann, dann würde er sie leerverkaufen und dabei verdienen.

Es wäre ein Hedging mit einer Call-Option möglich. Noch deutlicher wird das bei Forex-Positionen, bei denen man nie sagen kann, ob sie steigen oder fallen. Sie swingen überwiegend, was beim natürlichen Ausgleich auf dem Währungsmarkt (jedenfalls bei den Majorpaarungen) vollkommen normal ist. Doch für das einfache Hedging mit klarer Ansage eignen sich die Aktienpositionen am besten.

Der Anleger hat eine Aktie ausgewählt, die Substanz hat und nach fundamentalen Erwartungen mittel- bis langfristig steigen sollte, wenn nicht der Gesamtmarkt crasht. Das könnte eine Automobilaktie eines Konzerns sein, der im DAX vertreten ist (beispielsweise BMW). Dieser Hersteller dürfte auf absehbare Zeit nicht schwächeln oder gar insolvent werden. Dennoch kann niemand sagen, dass die BMW-Aktie von heute an immer weiter steigen wird. Im Zeitraum von März bis August 2015 etwa fielen die BMW-Stammaktien von etwas über 120 auf 85 Euro. Zuvor waren sie gestiegen, sodass ein Anleger im Februar bis Anfang März 2015 in der Erwartung eines weiteren Anstiegs hätte kaufen können.

Diese Erwartung hätte sich zunächst auch erfüllt. Der Anleger hätte nun einen Stopp unter seine Aktien setzen können und wäre beim anschließenden Abschwung ausgestoppt worden. Das war aber nie beabsichtigt. Stattdessen hat sich der Händler eine Put-Option als Hedginginstrument gekauft. Diese Put-Option gewinnt gegenwärtig 80 % auf ihren Einsatz.

Was hat dieses Hedging für einen Sinn?

Der tiefe Sinn besteht darin, dass der Anleger nicht beabsichtigt, seine BMW-Aktien auf absehbare Zeit wieder zu verkaufen. Sie könnten seine Rentenvorsorge sein, weil man an das Unternehmen glaubt und die langfristige Entwicklung kennt.

Dabei ist nicht einmal eine Betrachtung auf Jahrzehnte nötig: Auch gegenüber dem Jahr 2010 haben die BMW-Stammaktien bis heute ihren Wert verdoppelt, denn damals kosteten sie nur etwas über 40 Euro. Doch aufgemerkt, wenn es um die Rentenvorsorge geht: Im Jahr 1990 lag der Schlusskurs der BMW-Stammaktie bei 5,49 Euro. Sie war zwischenzeitlich schon 20-mal so teuer.

Das bedeutet, es gibt sehr gute Gründe, so eine Aktie zu halten. Es gibt viele solcher Gelegenheiten, auch die Technologiekonzerne und die sozialen Netzwerke sind sehr interessant, also Google, Apple, Facebook & Co. Zwischenzeitlich gibt es aber immer wieder Kursrückgänge, gegen die das Hedging mit Binären Optionen hilft.

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