Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten. ( J. D. Rockefeller, Milliardär )
Werben im Blog
Datenschutzerklärung / Impressum

Dividenden im Forex Handel

Dividenden im Forex Handel entstehen durch Rollover Zinsen. Diese Zinsen wiederum hängen von der Art der Position – long oder short – und vom Währungspaar ab. Um Rollover Zinsen zu verdienen, muss eine Longposition in einem Währungspaar einer Hochzins- gegen eine Niedrigzinswährung overnight gehalten werden. Der Anleger geht damit einen sogenannten Carry Trade ein.

Festlegung der Rollover Zinsen

Börsentäglich um 17:00 Uhr Eastern Time legen die Börsen und Broker (Übersicht auf www.online-broker-vergleich.info) einen Overnight-Zinssatz für das Halten von Währungen fest. Auf long gehaltene Währungen werden Zinsen verdient, auf Shortpositionen sind Zinsen zu entrichten. Der Rollover Zins fällt umso höher aus, je eher eine Hochzinswährung wie der NZD, AUD, CAD oder eine Exotenwährung gegenüber einer Niedrigzinswährung wie den Euro, den US-Dollar, den Schweizer Franken oder den japanischen Yen long gehalten wird. Das funktioniert aber nur mit längerfristigen Positionen, die viele Trader wegen eines befürchteten Overnight-Gaps vermeiden. Idealerweise sollte der Trade jedoch eine Woche und auch noch länger gehalten werden. Den Vorteil des längerfristigen Haltens auch über Monate würde das Rechenbeispiel des AUD/USD über die Haltedauer eines Jahres belegen. Hier entfielen auf ein Mini-Lot (10.000 Einheiten) 0,50 US-Dollar an Rollover Zinsen – und zwar täglich. Das macht auf das Jahr gerechnet 182,50 Dollar an Dividenden (das Wochenende und Feiertage zählen mit). Diese Dividende wird auch auf gehebelte Positionen gezahlt, sodass der Kapitaleinsatz auch wesentlich geringer ausfallen kann, beispielsweise nur 2.000 Einheiten bei einem Leverage von 1:5. Damit erhöht sich der Zinsgewinn auf das Fünffache.

Was ist bei Forex-Dividenden zu beachten?

Diese Dividenden entstehen nur unter bestimmten Voraussetzungen und sind zudem – wie die Dividenden von Aktien – mit einem Kursverlustrisiko des Underlyings behaftet. Zu den Handelsgrundsätzen gehört:

  • Der Trader muss die Konstellation Hochzins- gegen Niedrigzinswährung in einer Longposition beachten.
  • Es muss eine langfristige Trading-Gelegenheit mit einem wahrscheinlichen Kursgewinn des jeweiligen Währungspaares geben. Der AUD sollte also beispielsweise gegen den USD langfristig steigen.

Der Hebel sollte stimmen, sonst fällt der Zinsgewinn nur minimal aus.

Schutz vor Kursverlusten beim Forex-Dividendentrading

Einen echten Schutz vor Kursverlusten gibt es nicht. Um die grundlegende Haltung bei einer Dividendenanlage zu veranschaulichen, seien Aktienanlagen als Beispiel herangezogen. Das ist vielleicht leichter verständlich, denn Forex-Dividenden wirken ungewöhnlich und unterliegen wahrhaft komplexen Einflussfaktoren. Wenn aber ein Anleger eine Aktie kauft, die zu den Blue Chips etwa des DAX’ gehört – zum Beispiel BMW – und diese langfristig hält, dann wird er vermutlich alljährlich eine Dividende auf diese Anlage erhalten, BMW schüttete in den Jahren 2003 – 2015 alljährlich zwischen 0,94 – 4,44 % aus. Die Aktie fiel auch zwischenzeitlich im Kurs, insgesamt entwickelte sie sich aber sehr gut und stieg seit 2003 von 27 auf 85 Euro. Das bedeutet: Der Anleger erzielte alljährlich einen Dividendengewinn und erfreut sich trotz aller zwischenzeitlichen Kurseinbrüche insgesamt eines schönen Kursgewinns. Wenn dieses Prinzip nun auf ein Forexpaar wie den AUD/USD übertragen würde, sollte der Trader langfristig eher an einem Tiefpunkt der Paarung einsteigen, weil zu erwarten ist, dass der Kurs wieder nach oben swingt. So einen Tiefpunkt verzeichnet dieses Paar beispielsweise aktuell, im August 2015.

Leave a Reply

Wir benutzen Cookies, um so das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie die Webseite weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Ich habe verstanden ✖