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Griechenland-Referendum – GREXIT – Politische Börsen haben kurze Beine?

Griechenland - Athen - Blick auf die Akropolis

Heute wird seit 07:00 Uhr Ortszeit in Griechenland abgestimmt. In dem Referendum sollen ca. 10 Millionen Griechen von Athen bis Kreta über die Forderungen der internationalen Geldgeber mit einem JA (Ne) oder NEIN (Oxi) abstimmen.

Das Griechenland-Referendum soll laut griechischer Presse 110 Millionen Euro kosten. In den 110 Millionen Euro für das Referendum sind die Bezahlung der Helfer, Logistik und die Druckkosten für die Stimmzettel enthalten. Eigentlich müsste für das Referendum kein Geld mehr dasein, jedoch hat Athen die fällige IWF-Rate (1,5 Milliarden Euro) zum 30. Juni 2015 nicht gezahlt.

Durch die Griechenland-Krise befinden wir uns seit Anfang Mai 2015 in einer Range von 12.000 Punkte bis 10.860 Punkte im DAX. Ich vermute das diese Seitwärtsphase uns im Sommer 2015 erst einmal weiter begleitet. Für meine US-Unternehmen und die Dividendezahlungen sehe ich keine Gefahr – egal wie es mit der griechischen Tragödie weitergeht.

Wie kurz sind eigentlich politischen Börsen? Dazu hat das Handelsblatt bereits im März 2012 einen Artikel publiziert, den man hier nachlesen kann.

Vor dem Griechenland-Referendum hatte die linksgeführte Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras (40) von der Partei Syriza immer wieder dazu aufgerufen, mit „Nein” beim Griechenland-Referendum zu stimmen. So kann man vorab schon einmal die Bevölkerung beeinflussen. Der griechische Finanzminister Varoufakis hat bereits seine persönlichen Konsequenzen aus der Volksabstimmung mit einem mehrheitlichen „JA“ verkündet.

Yanis Varoufakis wird dann von seinem Amt als Finanzminister Griechenlands zurücktreten und ich vermute somit auch die komplette griechische Regierung, so dass es dann im Frühherbst Neuwahlen in Griechenland geben wird.

In Griechenland schließen die Wahllokale heute um 18 Uhr deutscher Zeit. Zwischen 20 Uhr und 21 Uhr kann man mit den ersten Hochrechnungen rechnen.

Auf n-tv kann man z.B. den Artikel lesen „Viele offene Fragen – Grexit entzweit Ökonomen„. Das Handelsblatt hat seit Wochen einen Liveblog zur Griechenland Krise eingerichtet.

Wie auch immer die aktuelle griechische Tragödie für Europa und die Griechen endet – den Sonnenuntergang in Athen kann man weiterhin kostenlos genießen – auch wenn es für die griechische Bevölkerung nach 5 Jahren „Crisis“ nicht einfacherer in der Zukunft wird.

Griechenland - Athen - Sonnenuntergang im Yachthafen von Athen

Welche Meinung hast Du zum Griechenland-Problem, dass uns schon seit Jahren begleitet? GREXIT Ja, oder NEIN? Ich freue mich Deinen Kommentar zu lesen.

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8 Responses to “Griechenland-Referendum – GREXIT – Politische Börsen haben kurze Beine?”

  1. Der Investor sagt:

    Allen Anschein nach, ist es ein „NEIN“ geworden.
    Ich hoffe, dass die Börsen in den kommenden Tagen, noch weiter nachgeben und ich noch mehr Aktien kaufen kann.

  2. Claudius sagt:

    Es kommt also nochmal etwas frischer Wind in die Griechenland-Problematik. Ich bin gespannt, was jetzt nach dem „Nein“ passieren wird.
    In erster Linie geht es ja darum, den Menschen dort zu helfen. Das es an den Börsen zu Kaufkursen kommt, ist nur ein netter Nebeneffekt.

    Gruß,

    Claudius

  3. Das Thema Griechenland ist doch etwas schwere Kost für einen Dividendenblog. Aber wenn es nach mir ginge:

    Die internationalen Geldgeber sollten Griechenland 50% der Schulden erlassen, da sie mit ihrer sogenannten Rettungspolitik für die jetzige aussichtslose Lage mindestens genauso verantwortlich sind wie die Griechen selbst.

    Im Gegenzug sollte Griechenland aus der Währungsunion aussteigen. Mit einer eigenen schwächeren Währung käme der Wirtschaftskreislauf wieder in Schwung und die Hilfsprogramme, Notkredite oder ähnliches könnten beendet werden.

    Auf Aktieninvestoren hat das alles keine großen Auswirkungen, denke ich. Nur der Euro würde stärker werden, wenn das schwächste Mitglied ausscheidet.

    • Ralf sagt:

      @Armer Charlie

      Warum sollte einem Land die hälfte der Schulden erlassen werden, wenn das Land selbst seit über 20 Jahren über seine eigenen Verhältnisse gelebt hat ( und noch immer selbsherlich praktiziert, so zumindest mein ferner Eindruck). Sich dann noch hinstellt, wir wollen so weiter machen, wie die letzten Jahre, sprich Waren im Wert von 100 Rosinen produziert, aber Geld ausgibt für 179 Rosinen. Desweiteren sich so positioniert, sprich wir wollen von EU/IWF etc. mehr Geld, aber sparen wollen wir nur zu unseren konditionen, das wollen wir von „euch“ Geldgebern nicht vorgeben lassen. Sorry, jeder Privatman der auf der Bank einen Kredit nimmt, der muss auch die Bedingungen der bank vorher akzeptieren. Wenns dann irgend wann nicht mehr reicht zum Kredit zurückzu zuahlen, dann bleibt nur noch Finger heben.
      Und genau hier ist eigentlich Griechenland schon seit Jahren. Dass sie überhaupt in den Euro reingekommen sind, liegt wohl auch daran, dass sie eine sehr (ich wills mal so nennen) flexible Buchführung vorgelegt haben.
      Wenn die Griechen wirklich so weiter machen wollen wie bisher, dann können sie das auch mit ihrer Drachme. So können sie im Land selber zwar noch Waren kaufen/verkaufen, merken aber dann (hoffentlich) dass sie vom internationalen Währungskreislauf anfänglich abgeschnitten sind. Mit der Einführung der Drachme würde das land eine Abwertung auf Ramschniveu erfahren, was dann sicherlich auch Investoren anlogt, denn so billig an Land/Menschenkraft/Produktion etc. innerhablb der EU zu kommen, wäre schon ein Ding. Wenn das passiert, dann würde das Land irgendwann ( sofern sie endlich mal einen funktionierenden Staatsapperat hinkriegen, mit funktionierendem Steuersystem) auch wieder einnahmen haben. Aber wie gesagt, solange halt nur Ware für 100Rosinen verkauft werden, kann man auch nur so viel ausgeben. Diese Mentalität des lebens über die Verhältnisse, welche über zig Jahrzehnte „anerzogen“ wurde, muss erst einmal in den Köpfen der Griechen verschwinden, und sowas geht nicht von heute auf Morgen. Und wenn das Morgen dann endlich mal eingetroffen ist, dann steht doch sicherlich einem wiedereintritt in den Euro nichts entgegen.
      VG Ralf

  4. Fliegerone sagt:

    Hallo Ralf,
    die Tippfehler stören nicht (die gibt es bei mir auch….),
    der Inhalt ist wichtiger und da stimme ich Dir absolut zu.

    Die Europäer lassen sich ja mittlerweile an ihren Nasenringen durch die Arena ziehen und zur Schau stellen.
    Was die Griechen bieten ist eine absolute Frechheit von Anfang an und meiner Meinung nach abgezielt auf ihre Ansprüche: Die Europäer werden schon zahlen, die wollten uns ja unbedingt haben.
    Und die Europäer drehen wohl auch nur noch am letzten Rad, denn wo kommt nach der letzten Frist noch eine weitere allerletzte Frist und vermutlich gibt es noch einige letzte Fristen.

    Kurz gesagt: Raus aus der EU, denn die Zeche für handlungsunwillige Mitglieder sollten die anderen Mitglieder nicht mehr zahlen…….haben sie schon viel zu lange gezahlt.
    Bis jetzt ist man den „kleinen“ Leuten in Griechenland nur an die Wäsche gegangen, die zig-Milliarden in der Schweiz will man nicht und Steuern eintreiben und Rückstände schickt sich wohl auch nicht an, Überhaupt, Veränderungen scheinen dort eine lästige Sache zu sein, da tritt man doch lieber mit leeren Taschen und keinen vernünftigen Vorschlägen an…..da nützt auch ein „selbstsicheres“ Auftreten nichts.

    Jetzt beende ich meinen Beitrag lieber…..
    Viele Grüße
    Raymund

  5. intussi sagt:

    @Ralf,

    meine Worte!
    Schuldenschnitt? Wieso?
    Das Beispiel würde uns lehren: Bleib so lange stur und ignorant bis du das bekommst, was du möchtest.
    Dass aber das Geld des kleinen Steuerzahlers verbrannt wird, ist den Griechen anscheinend egal.
    Ich will nicht, dass mein Geld verbrannt wird. Wenn ich nur die Hälfte der Steuern zahlen würde, käme ich in den Knast.

    Die Griechen sollen raus aus dem Euro. Wer ihn haben möchte, sollte auch etwas beitragen.

  6. Fliegerone sagt:

    …und im Endeffekt werden sie bekommen, was sie wollen.
    Davon bin ich überzeugt.
    Viele Grüße
    Raymund

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