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Wie Du mit wenig Aufwand Dein erfolgreiches Dividenden-Depot aufbaust

Wer streut, rutscht nicht aus! Fast alle Menschen, die ihr Geld investieren, wissen um diese Weisheit. Viele von ihnen wenden diese Weisheit bei ihren Aktien-Investment-Strategien an. Manche würden gerne breit streuen, können es aber nicht.

Die Gründe dafür sind vielschichtig. Ein Hauptgrund liegt darin, dass nicht genug Kapital für eine breite Streuung existiert. Hier erkenne ich das Henne-Ei-Prinzip: „Ich kann nicht mit dem Aktien kaufen anfangen, weil ich ja nur 1.000 Euro habe. Diese auf ein Pferd setzen ist gefährlich und dumm…”.

1.000 Euro auf 10 oder mehr Werte zu verteilen, ist auch wiederum nicht sonderlich schlau. Da geht ein großer Teil des Geldes für die Transaktionskosten verloren.

Wer so denkt, denkt grundsätzlich ja auch richtig. Ein Resultat kann jetzt sein, einfach über mehrere Jahre insgesamt 10.000 Euro anzusparen. Dann dieses Geld endlich in die Hand zu nehmen und in Aktien zu investieren. Die ersten Jahre gute Renditen sind dann leider schon verflogen. Erste Dividendenausschüttungen gab es für Dich ebenfalls nicht. 100 % Sicherheit, 0 % Rendite.

Die ganze Welt mit einem Wert kaufen
Was wäre, wenn Du mit einem einzigen Wert Anteile an der gesamten Welt kaufen könntest? Mit einer Aktie bzw. einem Fonds in Deinem Depot hättest Du 100 % Streuung bei maximaler Effizienz bezogen auf die Transaktions-Kosten.

So könntest Du Deine ersten 1.000 Euro ganz leicht investieren. Ohne große Angst vor völligem Verlust. Kursschwankungen wird es geben. Nach oben und unten. Unterm Strich geht es (Bei langfristigem Anlagehorizont) mit dem gesamten Weltmarkt aber eher bergauf. Ganz nebenbei erhältst Du bei dem richtigen Wert auch Dividenden-Ausschüttungen, die Dich dann weiter beflügeln werden.

Aktiv gemanagte Fonds vs. ETFs
Um die ganze Welt in einem Wert zu kaufen, benötigst Du Fonds. Da gibt es die „klassischen” Investment Fonds und die ETFs (Exchange Traded Funds).

Ein aktiv gemanagter Fonds wird durch sogenannte Fondsmanager verwaltet. Diese Fondsmanager versuchen durch gezieltes Auf- und Abbauen ihres Fonds den eigentlichen Markt zu „schlagen”. Sprich bessere Renditen zu erzielen.

Das gelingt den Fondsmanagern auch zum Teil. Bei kurzen Anlagehorizonten von <5 Jahren wird ein aktiv gemanagter Fonds ggfs. bessere Rendite erzielen als der globale Markt. Bei Anlagehorizonten von >10 Jahren ist die Chance für die Fondsmanager so gut wie 0.

Der ETF bildet nahezu 1:1 einen definierten Index wie z.B. den DAX nach. Viel besser als der Index kann der ETF also nicht sein. Viel schlechter aber auch nicht. Größter Unterschied zwischen dem ETF und dem aktiven Fonds sind die Kosten für den Anleger. Die Kosten für einen aktiven Fonds liegen zwischen 2,2 und 2,8 %. Ein ETF kommt mit 0,2 bis 0,9 % Kosten aus. Hier spürst Du den Unterschied vor Allem bei langem Anlagehorizont gewaltig.

Bei einer Rendite von 8 % p. a. erzielt ein ETF-Investment mit jährlichen Kosten von 0,9 % nach 30 Jahren fast doppelt so viel Zuwachs wie eine aktiv gemanagter Fonds mit 2,8 % jährlichen Kosten.

Erfolgreich durch passives Investieren
Passives Investieren? Also ohne etwas zu tun?

Nicht ganz – aber nah dran. Passives Investieren bedeutet im Grunde regelmäßig den gesamten Markt zu kaufen. Gleichzeitig bedeutet passives Investieren, die gekauften Anteile nicht kurzfristig wieder abzustoßen sondern langfristig zu halten.

Beim passiven Investieren geht es eben nicht um das Handeln von Aktien. Es geht um das Investieren und langfristige (10-30 Jahre) Halten von Aktien bzw. Indexwerten. Passives Investieren hat den großen Vorteil, dass es weniger Zeit kostet. Du musst Dich nicht mit den verschiedensten tausenden Aktien und Unternehmen beschäftigen. Du musst nicht selbst für Dich entscheiden ob Du Aktien von Unternehmen A oder Unternehmen B kaufst. Du kaufst regelmäßig ein bisschen von allem.

Am einfachsten geht das durch sogenannte ETF-Sparpläne, die die meisten Online-Broker anbieten. Jeden Monat z.B. 1.000 Euro per Sparplan auf einen Weltweiten ETF setzen: fertig. Alternativ kannst Du auch alle 2 – 3 Monate größere Teile an verschiedenen ETFs kaufen. Das spart ggfs. noch mal Transaktionskosten und Du kannst Dein Depot etwas aktiver steuern.

Es muss ja nicht nur ein einziger Wert sein. Ich selbst setze z. B. auf folgende Werte:

  • Asiatischer Markt: iShares Dow Jones Asia Pacific Select Dividend 30 (WKN: A0H074 / ISIN: DE000A0H0744)
  • Der klassische DAX: DEKA DAXPLUS MAXIMUM DIVIDEND UCITS ETF (WKN: ETFL23 / ISIN: DE000ETFL235)
  • High Yield Dividenden: ISHARES EURO HIGH YIELD CORPORATE BOND UCITS ETF (WKN: A1C3NE / ISIN: IE00B66F4759)
  • Die ganze Welt (Mit Ausnahme der Schwellenländer): Lyxor ETF MSCI World (WKN: LYX0AG / ISIN: FR0010315770)

 

Du erhältst dann automatisch die Ausschüttungen der ETFs. Mit steigendem Investment steigt somit auch automatisch Dein passives Einkommen.

Passiv in ETFs investieren für den leichten Einstieg und den langfristigen Erfolg ETFs, die einen oder verschiedene Märkte abbilden, sind also bestens dafür geeignet, Dein Dividenden-Depot aufzubauen. Dafür benötigst Du kein aktives Wissen rund um alle Aktien dieser Welt. Du musst nicht einzeln selektieren. Du musst nicht aktiv mit Aktien handeln.

Wenn Du Einsteiger in den Aktien-Markt bist, empfehle ich Dir Diese Strategie für den Anfang. Nach ersten Erfolgen durch Dividenden-Ausschüttungen wirst Du die Angst vor dem Aktien-Markt abbauen.

Bei langfristigem Anlagehorizont ist diese Strategie aber auch für „Aktien-Muffel”, die sich nicht mit jedem Wert einzeln beschäftigen wollen, eine gute Alternative.

Passiv investieren in ETFs bedeutet Vermögen aufbauen mit geringstem möglichem Investment der eigenen Zeit bei breit aufgestelltem Portfolio für die Risikominimierung.

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Dies ist ein Gastartikel von Holger Stollenwerk.

Holger Stollenwerk ist Gründer und Autor von http://www.finanzen-mit-verstand.de. Auf diesem Blog bietet Holger Tipps, Tricks und Werkzeuge zum erfolgreichen Umgang mit den eigenen Finanzen an.

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21 Responses to “Wie Du mit wenig Aufwand Dein erfolgreiches Dividenden-Depot aufbaust”

  1. Sarah sagt:

    Das hört sich interessant an und ich werde es gerne mal ausprobieren. Danke für den guten Tipp!

  2. Gargamel sagt:

    Der zweite iShares ETF ist kein Aktien-ETF, sondern trackt einen Anleihen-Index, es sind also keine Dividendentitel enthalten.

    • Holger sagt:

      Hi Gargamel,

      der ETF schüttet regelmässig aus – und das mit ordentlicher Rendite. Darum geht/ging es mir. Oder siehst Du bei dem ETF sonstige Nachteile?

      Viele Grüße
      Holger

  3. Ric sagt:

    Ich bin der Meinung, man sollte so lange sparen bis man 1.000 EUR zusammen hat (ich selbst spare sogar immer bis 1.500 EUR)
    Anschließend kann man dann die Wunschaktie erwerben.
    Durch den cost-average-effekt zahlt man auf Dauer immer den Durchschnittlichen Preis. Ist doch super.
    Natürlich ist es schwierig als Geringveridiener in einer angemessenen Zeit auf die 1.000 EUR zu kommen und als Motivation kann es auch Sinnvoll nur eine einzelne Aktie zu kaufen.

    • Holger sagt:

      Hi Ric,

      korrekt. Der Cost-Average-Effekt wird hier perfekt genutzt – bei langem Anlagehorizont versteht sich.

      Wenn ein gewisses Portfolio an ETFs besteht, können Einzelaktien das Depot natürlich auch aufwerten. Das handhabe ich genau so.

      LG
      Holger

  4. Alexander sagt:

    Wenn man nur ein 1k hat, dann kann man auch einen Wert kaufen. Da gewöhnt man sich dann an Kursschwankungen, verfolgt das Unternehmen intensiver und ist schon mal „dabei“. Man überlegt vielleicht auch etwas länger, welcher Wert der richtige ist. Klar, wenn man ganz unbeleckt ist, dann ist ein ETF nicht verkehrt. Es gibt halt unendliche Möglichkeiten.

    • Holger sagt:

      Wer es sich traut eben nur einen Wert zu kaufen kann das natürlich tun. Die meisten trauen sich eben nicht, weil das Verlustrisiko zu groß scheint.
      Aktien sind eben den meisten Menschen (vor Allem in Deutschland) einfach zu fremd. Es existiert kein Vertrauen… Und die ETF-Sparplan-Strategie soll Vertrauen aufbauen.

  5. Frank sagt:

    Mit dieser ETF Mischung zu starten wenn man noch nicht genügend Geld für mehrere Einzelaktien hat kann ich sehr empfehlen. Die Ausschüttungen ergeben mit der Zeit das Kapital um auch in Einzelwerte investieren zu können.

  6. Ralf sagt:

    ETF ist sicherlich ne gute startmöglichkeit, jedoch kann man durch geschickte Brokerwahl auch direkt mit Aktien starten.

    Ich habe z.b. vor einiger Zeit ein „Spieldepot“ mit echtem Geld bei Onvista aufgemacht. Dort hatte ich 50 Trades frei. Ich konnte somit in 50 Titel a 1000€ ohne Orderkosten investieren.

    Wer also nicht mit ETF anfangen möchte, der kann durch die geschickte Wahl des Brokers die Orderkosten auch sparen. Ein Depotübertrag zum „Hausbroker“ kann man ja meist kostenfrei realisieren.

    • Holger sagt:

      Hi Ralf,

      guter zusätzlicher Tipp. Wusste ich noch nicht. Ich nutze häufig bei meinem Online-Broker die Möglichkeit kostenlose ETF-Sparpläne einzurichten wo die Ordergebühr entfällt.
      50 Freitrades bis 1.000 Euro ist natürlich auch super für den Einstieg!

      LG
      Holger

  7. Danke für diesen interessanten Artikel. Auch ich bin ein großer Verfechter von ETFs und Sparplänen darauf. Ich würde gern ergänzen, dass es bei einigen Direktbanken möglich ist, bereits ab 25 Euro monatlich in einen Sparplan einzuzahlen (Consors und comdirekt), bei den anderen ab 50 Euro monatlich. In Verbindung mit einem ETF auf den MSCI World Index kann man also jeden Monat (fast) in die ganze Welt investieren (über 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern).

    • Holger sagt:

      Hallo Dr. Nawatzki,

      danke für die Bestätigung meiner Strategie. Ich empfehle dieses Vorgehen auch meinen Seminar-Teilnehmern im Bereich des „Start-Investments“. Ihre Bestätigung unterstützt mich bei dieser Empfehlung.

      Liebe Grüße
      Holger

  8. […] In weiteren zukünftigen Artikeln gehe ich genauer darauf ein, wie Du Dein Geld intelligent investierst. Falls Du interessiert bist, kannst Du hier schon mal einen Gastbeitrag von mir zu dem Thema lesen: Wie Du mit wenig Aufwand Dein erfolgreiches Dividenden-Depot aufbaust […]

  9. Klaus-Dieter sagt:

    Hallo Holger,

    super Artikel dafür vielen Dank. ETF´S sind eine wunderbare Möglichkeit mit wenig Geld recht schnell ein kleines Vermögen aufzubauen. Das klappt am besten wenn so eine Strategie benutzt wird, wie du sie vorschlägst. Der Vorteil daran ist auch, dass es jeder nutzen kann. Ohne große Vorkenntnisse bequem von zu Hause von der Couch. Einfach ein Onlinedepot eröffnen und los gehts mit dem Geldanlegen.

    Gruß
    Klaus-Dieter

    • Holger sagt:

      Hi Klaus-Dieter,

      danke für Deine Rückmeldung. Genau so: Von der Couch zum erfolgreichen Anleger. Daran gibts nicht auszusetze oder? 😉
      Oder wie André Kostolany sagen würde:
      Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.

      Beste Grüße
      Holger

  10. Watson sagt:

    Ich habe mich mal mit ETF’s auf den S&P500 beschäftigt und frage mich, warum die US-ETF’s günstiger sind als die in Deutschland angebotenen.
    Consors und Comdirect bieten den iShares ETF auf den S&P500 (IE0031442068) als Sparplan an. Die Fondskosten pro Jahr (TER) betragen 0,4%. Die Dividendenredite beträgt ca. 1,4%.
    Entsprechende US-Produkte wie der berühmte SPDR S&P500 ETF (Symbol SPY) und der iShares Core S&P 500 ETF (IVV) haben ein TER von nur 0,1% und eine Dividendenrendite von 1,9 – 2,0%. Beide sind also 0,8 – 0,9% pro Jahr günstiger bzw. die Anlager in Deutschland werden um diesen Prozentsatz zusätzlich abgeschöpft. Langfristig kann das gewaltig zu Buche schlagen. Die US-ETF’s kann man hier nicht im Sparplan, aber dafür ganz normal an der Börse kaufen, sogar im Live-Trading. Weiß jermand, warum die ETF’s in Deutschland teurer sind?
    Gruß, Watson

  11. […] Wie Du mit wenig Aufwand Dein erfolgreiches Dividenden Depot aufbaust […]

  12. Boris sagt:

    Die Aufteilung finde ich klasse und vor allem interessant. Ich habe auch überlegt in eine ähnliche Aufteilung zu investieren.
    Ich stehe total auf Einzeltitel. Ich investiere per Sparplan zu je 25 Euro in diverse Global Player und Aristokraten. Wird die Sparrate insgesamt erhöht, erweitere ich die Menge der Sparpläne. So diversifiziere ich quasi am laufenden Band.

    So mache ich das schon eine ganze Weile und bin recht zufrieden.
    Obwohl eine Aufteilung in die aufgezählten ETF’s auch einen gewissen Charme haben.

    LG

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