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Ausländische Staaten und ihre Quellensteuern – Ländertabelle

Im März 2012 hatte ich bereits den Artikel „Quellensteuern auf Dividenden im Ausland“ hier auf meinen Finanzblog veröffentlicht. Nach 3 Jahren möchte ich Euch jetzt eine aktuelle Liste liefern.

Auf Dividendenzahlungen und Zinsen verlangen viele ausländische Staaten eine Quellensteuer. Bis zu einer bestimmten Höhe darf die Quellensteuer mit der Abgeltungssteuer verrechnet werden.

Viele Länder auf der Welt haben mit Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) geschlossen. Deutschland unterhält mit ca. 80 Staaten solche Verträge. z.B. fallen über die Comdirect Bank als Deutscher Kunde bei USA Dividenden Aktien nur 15% Quellensteuer auf Dividenden an.

Wer sich im Detail mit den DBA Abkommen beschäftigen möchte, den kann ich auf die Seite des Bundeszentralamts für Steuern verweisen. Es gibt eine Seite zur Ausländischen Quellensteuer.

Land Quellensteuer Anrechnung
Ägypten 0% 0%
Argentinien 10% 20%
Australien 0-30% 15%
Belgien 10-25% 15%
Bosnien-Herzeg. 0-10% 0%
China 5-20% 10%
Dänemark 15-27% 15%
Finnland 30% 15%
Frankreich 21% 15%
Griechenland 10% 10%
Großbritannien 0% 0%
Indien 0-10% 10%
Irland 0% 0%
Island 20% 15%
Israel 4-30% 25%
Italien 20% 15%
Japan 15-20% 15%
Kanada 25% 15%
Kroatien 0-12% 0%
Lettland 10% 10%
Litauen 15% 15%
Luxemburg 0-15% 15%
Mexiko 10% 10%
Neuseeland 15-30% 15%
Niederlande 15% 15%
Norwegen 0-25% 0%
Österreich 25% 15%
Polen 19% 15%
Portugal 0-28% 15%
Russland 15% 15%
Schweden 30% 15%
Schweiz 35% 15%
Serbien 15% 0%
Singapur 0% 0%
Slowakei 0% 0%
Spanien 0-21% 0%
Südafrika 0-15% 15%
Thailand 10% 10%
Tschechische R. 15% 15%
Türkei 15% 15%
USA 30% 15%

Quelle: BZSt, Bundenzentralamt für Steuern (Stand: 01. Januar 2014)

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5 Responses to “Ausländische Staaten und ihre Quellensteuern – Ländertabelle”

  1. Thomas sagt:

    Österreich erhöht (leider) auf 27,5 ab 1.1.2016. (Vorraussichtlich)

  2. kaunlaran sagt:

    Danke für die Liste. Die Höhe der Quellensteuer und die Möglichkeit einer Erstattung der überzahlten Beträge sind für einen Dividendeninvestor wichtig.
    Erfreulich, daß sich einige Staaten mit bisher sehr hohen Quellensteuersätzen dazu entschieden haben, diese zu senken.

    Ich hatte vor einigen Jahren bei der France Telecom noch einen Steuerabzug von 30%, wovon nur 15% in D. anrechenbar waren. Den Rest hätte man sich theoretisch über ein aufwendiges Verfahren erstatten lassen können. Leider sind hier jedoch häufig Verfahrensschwierigkeiten eingebaut, der Privatinvestor verzichtet dann auf die Erstattung – und ich habe die Aktien verkauft.

    Auch Spanien ist so ein „Problemfall“. Man kann sich – theoretisch“ die gesamte Quellensteuer (bis zu einem Höchstbetrag) erstatten lassen, das ist jedoch mit einem ungeheurem Aufwand verbunden. Deswegen kaufe ich auch keine spanischen Aktien mehr, denn 25% Abgeltungssteuer zzgl. 21 (theoretisch erstattbarer) Quellensteuer – im Endeffekt wird nur die Hälfte der Dividende gutgeschrieben.

    Das Verfahren mit der Schweiz läuft dagegen problemlos, nach wenigen Monaten ist das Geld auf dem Konto – ohne irgendwelche Gebühren zu berechnen. Da investiert man gern.

    Wie miserabel „Europa“ funktioniert, zeigt sich doch gerade für den Kleinanleger bei der Quellensteuer. Vergleicht man die vielen unterschiedlichen Steuersätze und Erstattungsverfahren mit dem Verfahren für US-Aktien, fragt man sich zu Recht, was „die“ in Brüssel eigentlich machen.

    Aus diesem Grunde kaufe ich „EU-Aktien“ nur aus GB und NL. Dort wird keine oder eine voll anrechenbare Quellensteuer erhoben. Warum sollte ich die mir zustehende Rendite schmälern und damit den französischen oder ital. Fiskus alimentieren?

    • Olaf Borkner-Delcarlo sagt:

      Ich kann dir nur zustimmen. Ich bin sogar noch einen Schritt weitergegangen und bin vor 5 Jahren nach England übersiedelt.

      Ich halte nur Titel aus den USA, GB und Australien. Einzige Ausnahme ist Nestle aber das ist sowieso eine Ausnahme, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass es ein gutes Depot ohne Nestle geben kann. So etwas von Konstanz erlebt man nur in den USA

      Saluti

      bloom

  3. Frank sagt:

    Comdirect zieht mir für eine irische Aktie (ETN) 20% Quellensteuer ab, habe mich bereits darüber beschwert, Comdirect sagt aber, das sei korrekt. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

  4. Ralf sagt:

    Hallo Markos,

    man sollte aber der Vollständigkeit erwähnen, dass trotz DBA und in der Regel 15%/25% Steuer auf USA/Kanadaaktien bei einigen Unternehmen auch 39% Steuer fällig werden können. Z.b. fällt hier auch die Hugoton drunter, bzw. im allgemeinen fast die ganzen MLP´s.
    Bei Australischen Aktien schwankt es ja zwischen 0 und 30%. Hier kann man aber auf den Unternehmenswebsiten schon im Vorfeld erkennen (relativ einfach), mit wieviel % man zu Kasse gebeten wird, in dem man schaut wieviel „franked“ auf die 30% gelten. Bei australischen Tabacorp ist dies z.b. vorbildlich gelößt.

    VG Ralf

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