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Seadrill – Streichung der Dividende

Am Mittwoch den 26.11.2014 hat der norwegische Erdölförderer Seadrill verkündet, die Dividendenzahlungen zu streichen. Seit August ist der Ölpreis um ca. 23 Prozent gefallen.

Die Seadrill Aktie viel gestern um – 22,79% auf 15,99$. Noch Anfang des Jahres hat das Seadrill Management verkündet, die Dividendenzahlungen konstant weiterzuzahlen.

Seadrill – 1 Jahres Chart – Börse: NYSE

Ich habe mich entschieden die Seadrill Aktie vorerst trotz keiner Dividendenzahlungen weiterhin in meinem Dividenden Depot zu behalten.

Hast Du Seadrill auch in Deinem Dividenden Depot? Was machst Du mit Deiner Seadrill Aktienposition? Verkaufen, oder Halten?

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37 Responses to “Seadrill – Streichung der Dividende”

  1. Bob sagt:

    Die Frage ist jetzt, lohn sich jetzt ein Einstieg/Nachkauf und kommen noch iwan wieder Dividenden…!?

  2. Matze sagt:

    Hallo Zusammen

    ich sage dazu nur „Nicht ins fallende Messer greifen“.
    Der aktuell fallende Ölpreis ist durch mehrere Ursachen begründet und ein Ende ist nicht abzusehen. Übertreibungen nach oben und unten sind keine Seltenheit.
    Es gab Zeiten, da hat das Barrel um die 10$ gekostet, dann begann ein fullminanter Aufstieg.
    Wenn es jetzt fullminant in die andere Richtung geht, dann werden wir noch einiges erleben und Ölfirmen jeder Art sollte man dann meiden, aus meiner Sicht.
    Nachkaufen oder einsteigen drängen sich nun nicht gerade auf.

    Viel Erfolg
    Matthias

  3. Florian sagt:

    Das hat gestern wie ein Bombe eingeschlagen, ich hatte eine 50% Kürzung erwartet aber keine Streichung. Ich bleibe auch investiert (muss dass aber auch wg. gestern). Für 2015 habe ich Dividendenzahlungen von SDRL bereits rauskalkuliert und rechne erst wieder in 2016 mit evtl Zahlungen, welche aber weit kürzer ausfallen sollten. 1,00$ pro Quartal werden wir wohl leider länger nicht mehr sehen. Ich werde meine Position jetzt 6 Monate nicht mehr betrachten und im Sommer mal schauen, ob SDRL sich erholen konnte. PS: habe 280 Stück

  4. Ralf sagt:

    Habe SDRL auch im Depot, werde den Wert weiter beobachten und sicherlich zu gegebener Zeit auch nachkaufen. Da der Wert nur ca. 1,5% in meinem Depot ausmacht, ist der aktuelle KursVerlust doch sehr überschaubar.

  5. Frank sagt:

    Seadrill hat erklärt, mit der suspendierten Dividende seine Kredite um 2 Mrd. Dollar zu reduzieren. Bei rund 500 Mio. Aktien im Umlauf und gesparten 4$ Dividende pro Jahr heißt das mindestens 1 Jahr keine Dividende. Damit ist Seadrill totes Kapital und bedeutet für mich SELL bei nächstbester Gelegenheit. Zum Glück habe ich meine Position bereits vor ein paar Monaten bei 28,50 EUR halbiert. Jetzt werde ich mich auch vom Rest trennen. Tod eines ehem. Dividenden-Stars. Schade. Aber wir sehen nun, nach dem Crash der Mortgage-REITS in 2013, dass Aktien mit zweistelligen Dividendenrenditen und Payout-Ratios >100% sehr risikoreich sind. Es geht eine Weile gut und dann krachts, wenn plötzlich die Weltwirtschaft mal nicht mehr so ganz nach Wunsch funktioniert. Man kann nur daraus lernen.

    • Mich wundert das eigentlich nicht, weil vor kurzem erst ein großer Anteilseigner abgesprungen ist. In irgendeinem Blogkommentar habe ich gelesen, dass es wohl auch um Investitionszyklen geht und daher vorauszusehen war, dass die Aktie abwärts gehen wird.

      Ich das denn dann langfristig gesehen überhaupt lukrativ mit solchen Aktien? Bleibt da unterm Strich auch noch Performance hängen? Ich denke der Kursabfall vom Hoch ist deutlich größer als die Dividenden der letzten Monate / Jahre.

      Gruß
      Alex

  6. Marricks sagt:

    Hallo

    Du hast in Deinem Post den Grund nicht erläutert
    warum Du diese Position nicht verkauftst. Immerhin wurde die Dividende komplett gestrichen und Dividenden sind ja die Grundvorraussetzung um überhaupt in Dein depot gekauft zu werden.

    Wie Ich schon in meinem anderen Posting geschrieben habe, habe Ich verkauft.
    Fredriksen hat im August noch gesagt die Dividendenzahlungen sind bis 2016 rein sicher.

    Dass jetzt komplett gestrichen wird ist kein gutes Zeichen. Entweder ist es ein absolu unfähiges Management oder die Firma hat finanziell zu grosse Probleme.

    Beides nicht gut…

    Also was ist Dein persöhlicher Grund?? .. Hoffnung auf Kurserholung irgendwann ?!

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Marricks: Die Seadrill Position ist nur prozentual eine kleine Position in meinem Dividenden Depot. Ich belasse diese in meinem Dividenden Depot und beobachte die Aktie weiter. Vielleicht zahlt Seadrill in 2015, oder 2016 wieder Dividendenzahlungen …

      • Egal wie groß die Position jetzt noch ist. Du könntest dir doch jetzt für die 0% Dividende einfach einen Wert kaufen der 5%+x bietet. Das ist doch Grund genug oder nicht?
        Logisch finde ich das sonst nicht für ein Dividendendepot.
        Was machst du wenn dir das bei 4-8 weiteren Werten passiert?
        Dann hast du bald ein Depot was aus vielen kleinen Positionen Ex-Dividendenzahler mit großem Kursverlust besteht.
        Ich bin da konsequenter sein.
        Gruß
        Alex

      • Zeitgenosse sagt:

        Salute Markos,

        die Divi wurde gestrichen (Kürzung hätte gereicht, aber gut) – jetzt sollte man konsequent sein und die Position sofort auflösen. Chance auf Erholung? Möglicherweise. Aber derzeit eine minimale Chance und eher „trader-Mentalität“.

        Meine Empfehlung: Verkaufen so wie ich es getan habe und switchen. Wenn man am Erfolg Seadrills noch beteiligt sein möchte: es gibt sehr gute Unternehmensanleihen dieses Emittenten. Und erstrangige Anleihen werden immer bedient – denn wenn nicht, ist es pleite. Und selbst dann bekommt man aus der Konkursmasse (die ja beträchtlich ist) noch seinen Anteil in irgendeiner Form. Meine Ansicht bzgl. SDRL. .)

        LG

  7. Alexander sagt:

    Bei Seadrill sehe ich das Problem, dass die Firma ein spezieller Dienstleister und damit sehr zyklisch ist. Bei fallenden Ölpreisen wie aktuell, werden die Aufträge der Förderer aufgeschoben bzw. gestrichen. Daher habe ich die Aktie für mich nicht in Betracht gezogen. Kann in zwei bis drei Jahren wieder anders ausschauen, aber nachkaufen lohnt aktuell nicht. Wenn dann einen Boden abwarten.
    Und bei Aktien mit 10% Divrendite bin ich generell vorsichtig.

    Ich hoffe, dass si sich langfristig wieder erhohlt.

  8. Stefan sagt:

    Hallo,
    bin auch mit < 2% vom Depot investiert und verfolge jetzt mal die nächsten Wochen. OPEC hat heute auch nicht gedrosselt… da wird die Aktie noch ein paar Turbolenzen haben… sollte sich mal ein Boden finden, dann kann man immer noch nachkaufen, um von den dann steigenden Aktienkursen zu profitieren…wenn gleichzeitig auch Öl nen boden bildet.. aber ohne Bodenbildung erstmal "Finger weg".. so nen Abverkauf kann länger dauern als man meint..

  9. Stefan sagt:

    Ich stand vor kurzem vor der Entscheidung entweder Seadrill oder Awilco Drilling zu kaufen. Ich habe mich für einen Awilco Nachkauf entschieden. Im Gegensatz zu Seadrill hat Awilco seine Dividendenpolitik vor einigen Tagen bestätigt (1,15$ / Quartal). Jetzt bleibt zu hoffen, das sie auch nächstes Jahr dabei bleiben. Aber wie es immer so ist, nach jedem Tal kommt ein Berg. Manchmal lohnt es sich antizyklisch zu kaufen.

  10. Frank sagt:

    Awilco scheint noch die bessere Alternative zu sein, jetzt aber mit 37% Dividendenrendite. Ich glaube, allzuviel zu hoffen, dass es dabei bleibt, braucht man nicht, oder?
    Durch die OPEC-Entscheidung und den weiteren Ölpreis-Verfall dürfte es für alle Ölaktien erstmal weiter bergab gehen bzw. turbulent werden. Jetzt zeigt sich meines Erachtens, wie wichtig eine nachhaltige Dividendenpolitik ist, d.h. eine Payout-Ratio deutlich unter 100%, mit der auch in sehr schwierigen Zeiten die Dividende ohne zuviel Debt stabil gehalten werden kann. Das habe ich jedenfalls jetzt für mich dabei gelernt und werde bei meinen zukünftigen Investitionen darauf achten. Lieber weniger Rendite, dafür aber nachhaltig. Von den Offshore-Drillern halte ich jetzt nur noch Ensco.

  11. Trotz der hohen Dividenden habe ich das Gefühl, dass es sich bei solchen Unternehmen nicht wirklich um „sichere“ Dividendenwerte handelt. Was bringt es denn unterm Strich 10% Dividende zu kassieren umd dann einen Kursverlust von 80% aussitzen zu müssen?

    Gruß
    Alex

  12. Mike sagt:

    Hallo Markos,
    wie Du schreibst, würden deine Aktien von Seadrill und Awilco Drilling nur eine kleine Position deines Depots betragen. Ich bin der Meinung das 7188 € minus 53% = 3782 € eine nich geringer Verlust ist. Und es geht ja noch weiter abwärts. Ich bewundere deinen Mut, den Aktien-positionen dietreue zu halten.
    Ich denke auch, dass der Ölpreis-Verfall noch weiter geht und die Ölaktien weiter unter Druck setzt.

  13. Ich habe Seadrill nicht im Depot. Die Branche ist mir zu unsicher. Bei einer derart hohen Dividende werde ich ohnehin vorsichtig.
    Grüße

  14. Peter Lynch bemerkte mal „Nur weil eine Aktie fällt heißt das nicht, dass sie nicht noch weiter fallen kann“. Die Perspektiven für den Ölpreis sind ja ziemlich bescheiden und wenn die Plattformbetreiber ihre Plattformen nicht an den Mann bringen können, rotten diese ja trotzdem weiter vor sich hin. Es werden aber ggf. noch zusätzliche Abschreibungen fällig. Eine derartige Negativnachricht gab es ja kürzlich bei Transocean.

    Die Frage ist doch, auch oder gerade aufgrund dieses Kurseinbruchs, ob man nicht den Verlust realisert. Denn wenn man glaubt, dass die Dividende länger ausfällt und sich der Ölpreis nicht deutlich erholt in absehbarer Zeit, dann liegt das Restkapital nicht nur tot rum, es läuft auch Gefahr, noch deutlich weniger wert zu werden. Realisiert man hingegen den Verlust und investiert den Betrag in ein solides und Dividenden abwerfendes Unternehmen, erwirtschaftet das Kapital wieder Erträge.

    Ich halte, auch auf dem aktuellen Kursniveau, US-Finanzinvestoren wie KKR & Co. oder Blackstone für attraktive Investments mit hoher (allerdings schwankender) Dividendenausschüttung.

  15. Matti sagt:

    Die Frage ist was passiert mit den anderen großen Unternehmen ? z.B. Shell, Total und Suncor habe ich im Depot. Auch diese Werte mussten Federn lassen. Droht hier auch eine Dividendenkürzung ? Gut möglich, aber hier ist deutlich mehr Puffer als bei Seadrill, daher bleibe ich dabei …

  16. Felix sagt:

    Es ist doch unglaublich, wie fundamental sich Prognosen ändern können bzw. falsch sein können. Noch vor ein paar Jahren gingen alle davon aus, dass Öl der knappste und unersetzlichste Rohstoff (Peak oil war in aller Munde) dieser Welt ist. Nun gibt es ausgerechnet eine Ölschwemme. Seltsame Welt. Das zeigt nur: alles ist relativ; jeder der absolute Wahrheiten verkündet ist ein Scharlatan.
    Bzgl. Seadrill ist ja interessant, wenn man die eigene Gesamtbilanz betrachtet (Investition + erhaltene Dividenden abzüglich niedriger Verkaufserlös), ob sich noch ein plus ergibt, dann nicht wie raus damit, würrde ich sagen.
    Ich habe auch ein paar Ölwert, Shell und Total. Sie zahlen noch weiter.

  17. Elmar sagt:

    Hallo,

    meine Position habe ich verkauft, nachdem bekannt wurde, dass die Dividende komplett gestrichen wird. Erstens hat die Aktie einen zu starken Verlust (auch im Depot) zu verbuchen und zweitens fehlt für die Dividendenstrategie erst einmal die Grundlage. Daher habe ich mich getrennt. Wenn die Situation in Zukunft wieder besser ist, kommt ein erneuter Kauf durchaus in Frage. Aber derzeit investiere ich das freigewordene Kapital lieber in einen anderen Dividendenwert.

    • Arthur Dent sagt:

      @Elmar: Dann warst du also auch einer der Konsequenten – Glückwunsch!

      Ich hatte mittlerweile doch eine recht große Position SDRL und bin max. 1 h nachdem ich von der Aussetzung erfahren habe, mit großem Verlust ausgestiegen. Wenn ich die Aktie behalten hätte, wären mir vom Verlusterlös noch einmal 40% (nur bis heute!) verloren gegangen.

      Das war mir erneute Bestätigung: Wenn Dividendenkürzung, sofort verkaufen. Ist die Kürzung gering (< 10%), evtl. nur Teilverkauf. Zeigt sich dann, das die Investmentthese noch gültig ist, kannst du mehr, vielleicht viel mehr Stücke dazu kaufen. Auf dieStückzahl kommt es beim Dividenden-Investment ja entscheidend an.

  18. Marricks sagt:

    Ich habe im Deutschlandfunk vor kurzem ein Spezial über den niedrigen Ölpreis gehört. Das war sehr fundiert und beleuchtete auch viele politische Aspekte.

    Fakt ist sicher dass es im Moment ein Überangebot durch das Fracking in den Usa gibt. Und da die opec nicht drosselt(aus welchen Gründen auch immer) der Preis durch das Überangebot weiter sinkt.

    Es ist erwiesen,dass die Amis 2020 mit Ihrem Fracking Ihren Peak erreichen werden.Das heisst also,dass auf mittelfristige Sicht der Ölpreis nicht auf niedrigem Niveau bleiben wird und die Preise wieder anziehen werden.
    Das heisst dieser Abverkauf schafft auf mittel bis langfristige Sicht Opportunitäten. Nur muss man sich denke Ich auf dem Ölmarkt etwas auskennen um diese nutzen zu können. Ich bin mir sicher die ein odere Firma wird diese Ölpreise nicht überleben.

    North Atlantic Drilling sieht zum Beispiel sehr übel aus. Über 80% Kursverlust in 3 Monaten. Ob die Ihre Schulden wieder zurückbezahlen können ?! Das kann man anzweifeln.

    Bei den Drillern sieht Rig im Moment besser aus wie Seadrill wobei Ich denke dass diese wie Auch Diamond Offshore Drilling Ihre Dividenden auch kappen bzw massiv kürzen werden.

    Die Frage ist wann und wo man sich einkauft und in welcher Währung.Ich persöhnlich würde die nächsten Monate eventuell abwarten und den Ölpreis beobachten und vielleicht die nächsten 1-2 Quartalsberichte und forecast diverser Firmen anschauen und dann gegebenfalls gestaffelt einen Einstieg wagen.

    Gruss
    Marrickss

    • Arthur Dent sagt:

      @Marricks: Bzgl. der Driller stellst du die richtigen Fragen. Auf Awilco bezogen, im Lichte des vertraglich gebundenen positiven Cashflows kann die Schlussfolgerung nur lauten: zukaufen.

      Habe in einem Kommentar auf Seegang-alpha gelesen, das SDRL 25% Schuldendienst vom verfügbaren Cashflow zu leisten hatte, AWLCF nur 4,5%. Das stützt die Investmentthese umso mehr.

      Und eine entscheidende Frage ist doch, ob es überhaupt lohnende Alternativen gibt, um das eingenommene Geld einzusetzen. Durch die Ausschüttung bekommt die Gründerfamilie Wilhelmsen (Hauptaktionär) auf diese Weise jedes Quartal frische Millionen.

  19. Fliegerone sagt:

    Hallo,
    ich sehe es nicht ganz so langfristig bis 2020, ich glaube wir werden schon im nächsten Jahr, spätestens im übernächsten Jahr Änderungen sehen…..
    ….ausserdem glaube ich, dass die USA sich totfracken werden, denn erste Umweltausrutscher sind ja schon durchgesickert und ich glaube, dass wir im nächsten Jahr von Umweltsünden im größeren Stil hören werden.
    Ich persönlich bin ein 100prozentiger Gegner des Frackings..
    ..man spielt nicht russisch Roulett mit dem Trinkwasser dieser Erde….oder glaubt vielleicht Jemand, dass wir diese Chemiebrühe trinken könnten?
    Viele Grüße
    Raymund

    • Ralf sagt:

      Hi Raymund,

      naja, beim Thema Chemiebrühe, da würden dann wieder die „Dickschiffe“ BASF, Linde und Consorten in Betracht kommen. 🙂 Nee mal ehrlich, auch wenn man pers. gegen Fraking ist, wird es über kurz oder lang sich nicht vermeiden lassen, dass unser Planet mit Chemie vollgepumpt wird. Nur die „Suppe“ hatt dann unsere Generation nicht „auszulöffeln“, sondern unser Nachwuchs.

  20. Fliegerone sagt:

    Hallo Ralf,
    die Bemerkung zur persönlichen Ablehnung des Frackings rührt daher, dass ich von Anfang an gegen eine derartig risikoreiche Gewinnung eingestellt war.
    Ob die Nachteile nur die Generation nach uns auslöffeln wird bezweifle ich aber sehr, denn in Amerika wird zwar versucht, die Folgen jetzt schon unter den Tisch zu drücken, aber wenn man im Internet sucht, wird man schnell fündig, da sich die Menschen heute nicht mehr so sehr zurückhalten wie früher. Es gibt schon Gebiete, in denen kein Trinkwasser mehr genutzt werden darf, Gebiete in denen das Wasser mit Gas durchsetzt ist usw.
    Ich sehe ernsthaft die Folgen schon in naher Zukunft, auch wenn die oberflächlichen Vorteile natürlich sehr reizen.
    Aber was eintreten wird, werden wir sehen, wenn es soweit ist.
    Viele Grüße
    Raymund

    • Ralf sagt:

      Hallo Raymund,

      so wirklich gut find ich Fraking auch nicht, nur wird die Kuh ( in dem Fall die „Ölkuh“) so lange gemolken wie es geht. Sicherlich stellt sich hier die Frage, ob das offshoregeschäft der Drillers nicht auch als risikoreich anzusehen ist. Hier gabs ja vor einigen Jährchen den Gau, wer sich noch daran erinnert. Die ersten Auswirkungen von Fraking sieht man ja schon ( wie du auch schreibst), aber so richtig treffen, dürfte es die Generation nach uns erst. Wenn Fraking erst mal im großen stil vollzogen wird ( und ich denke das wird nicht aufzuhalten sein) dann dauert es noch ein paar Jährchen bis das saubere Grundwasser „knapp“ wird. Aber ich denke wir schweifen arg ab, denke wir sollten das Thema dann eher in einem Umweltforum diskutieren 🙂 und uns hier aufs eigentliche „konzentrieren“, zumal wir ja (denke ich) zu dem Thema ziemlich die gleiche EInstellung haben.

      VG Ralf

  21. Frank sagt:

    Fracking ist gegenwärtig ein Umweltproblem, ansonsten hat es viele Vorteile. Ich denke, die Aufgabe besteht nicht darin, Fracking zu verbieten, sondern zu deutlich besserer Umweltverträglichkeit weiterzuentwickeln. So ist es mit fast allen Technologien gelaufen. Es müssten also Wege gefunden werden, Fracking ohne schädliche Chemiesoße praktizieren zu können. Dazu braucht es sicher politischen und gesellschaftlichen Druck. Globalpolitisch hat es immerhin dazu beigetragen, von Russland und er OPEC unabhängiger zu werden.
    Seadrill hat mit Fracking glaube ich direkt nicht viel zu tun, ich auch nicht mehr mit Seadrill. Ich glaube, die stecken tief in schwierigen Problemen, deshalb bin ich ausgestiegen und halte jetzt noch Ensco. Wird spannend, wie es mit den Dividenden der Offshore-Driller weitergeht. Ansonsten bin ich long COP, OKE und TRGP, die auch Fracking betreiben. Die laufen trotz Ölpreis-Krise relativ stabil und bieten jetzt sogar ganz gute Einstiegsmöglichkeiten. Von Offshore-Drillern lasse ich jetzt lieber die Finger.

  22. JR sagt:

    fracking hin fracking her (ich hoffe ich habs richtig geschrieben)…
    sind ja sicherlich alles ganz gute grundideen…

    kann schon sein, dass momentum ein ein kleines überangebot da ist, ich denke aber eher, wenn es wirklich gewollt wäre, hätten die opec die produktion gedrosselt, aber man will das ja gar nicht… man nimmt viel lieber einen niedrigen öl-preis in kauf…

    für mich stellt sich eigentlich nur die frage warum, bzw. ich weiss es, es sind politische gründe… (russland, syrien, lybien, ISIS), es soll hier das finanzieren erschwert werden…

    und deswegen gehe ich im moment auch noch auf weiter sinken öl-preis aus… (denke so um die 60 dollar, jedenfalls ist das die zahl die ich im HR-info gehört habe, war nen sehr interessanter beitrag) er wird soweit sinken, bis es irgendwann schmerzt, und auch die ersten förderer wie saudis oder venezuela/brasilien anfangen an die produktionskosten zu stoßen und kein gewinn mehr machen…

    die weltweite öl-nachfrage ist auch nicht gesunken, wie es in manchen medien suggeriert wird… im gegenteil, sie wächst… das einzigste, die wachstumszahl ist etwas gesunken…
    die nachfrage steigt und der preis sinkt… sowas hab ich noch nie gehört… also marktpolitisch nicht zu erklären…

    wissen tu ich es natürlich nicht, wenn auch nicht gleich im nächsten jahr… aber der preis wird und muss wieder steigen…
    alles andere macht kein sinn… ich werde mir die ganze situation ab ostern mal wieder anschauen, was der öl-preis macht, welche firmen noch nicht bankrott sind u.s.w. und fange langsam an kleine position zuzukaufen von den werten die ich im depot habe und/oder stark gefallen sind… so macht man das doch oder ? kaufen wenn es am boden ist… 🙂

    übrigens trägt ein niedriger ÖL-preis auch nicht gerade zur bekämpfung der an anderer stelle suggerierten deflation bei… wie in den USA und Europa… naja auch nur so ein gedanke von mir… mal schauen was an der front noch auf mich/uns zukommt…

    das sind so meine gedanken zu dem thema, und ja, ich habe auch seadrill und awilco positionen… habe sie nicht verkauft… ich behalte sie, da sich der einsatz in grenzen hält… unter 1 % im gesamten depot… habe viel gestreut in verschiedene andere aktien, die im moment gut laufen… die gleichen das aus…
    (finanzsektor läuft gut oder biotechnologie :-)…)

    • Matze sagt:

      Hallo JR

      für mich klingt das alles ganz schön an den Haaren herbeigezogen, politisch motiviert, 60 Doller pro Fass, weil es im Radio kam. der Ölpreis MUSS wieder steigen…
      Wenn das alles sooo einfach wäre, dann müsste keiner von uns mehr arbeiten gehen.
      Warum sollte der Ölpreis nicht auf 50 oder sogar 20 Dollar fallen?
      Und sollte er dann steigen, dann auf 100? oder auf 70?

      Aber abwarten und die Leichen einsammeln finde ich gut. Ob das schon zu Ostern sein wird muss man natürlich abwarten.

      Viel Erfolg
      Matthias

  23. JR sagt:

    wie geschrieben, marktpolitisch sehe ich wenig zusammenhang…
    und manchmal muss man sich das durchlesen was nirgens geschrieben steht (oder zwischen den zeilen) und mal nen bisschen kombinieren… will jetzt keine verschwörungstherie aufstellen… aber es doch kein zufall (finde ich jedenfalls), diese Ölsituation gerade jetzt eintritt… es hat mir mal ein sehr weiser man gesagt (er lebt leider nicht mehr): ES PASSIERT NIX AUF DER WELT: OHNE DASS ES GEWOLLT IST.

    warum nicht 50 ? hm… ist sicherlich genauso realistisch wie 60…
    dass auf 20 runtergeht das glaub ich nicht… weil dann kann keiner mehr gewinnbringend fördern kann (jedenfalls nicht mehr viele, die saudis oder war das kuweit vielleicht noch, aber die produzieren ja auch nicht 50 oder 80 % des weltbedarfs), weil dann lässt man es nämlich bleiben…

    und fracking lohnt sich jetzt schon kaum noch… ist nämlich die teuerste art der Förderung, wird immer mehr nachlassen wenn man es nicht vernünpftig verkaufen kann… ausserdem wird die fracking-branche bestimmt auch noch die eine oder andere umweltauflage bekommen, was dann auch wieder in die förder-kosten einfliesst…

    p.s. gestern ist der Ölpreis nochmal so an die 4% gefallen, viele öl-aktien und energiewerte gaben gestern abend und geben heute teilweise schon wieder so an die 5 – 10% ab…

    und ja er muss steigen, es hat sich an dem weltweiten verbrauch nix geändert… die nachfrage steigt… nur wann ist eben nicht geklärt, ich will nicht glauben dass es ewig so niedrig bleibt, nur weil die amerikaner da mal nen paar liter aus dem boden holen…

    oder wir sehen den anfang einer dramatischen weiltweiten wirtschaftlichen abkühlung, wo keiner mehr öl brauch (wie zum beispiel 2007/2008 da war der preis zu tiefszeiten glaub ich bei 40 dollar, berichtigt mich wenn ich irre)…

    mfg

  24. willi sagt:

    Ich sehe den Olpreis ebenfalls politisch motiviert. Der wird auf Jahressicht höher steigen. Ich hatte vor dem Crash SDRL mit 0,5 Prozent im Depot und werde moderat aufstocken. Danke für den Tipp mir Awilco. Die werde ich mir auch holen. Ich sehe schwankende Dividenden in Maßen positiv. Sind extrem gute Möglichkeiten nachzukaufen. Man muss natürlich sicher sein, dass die Firma nicht über den Jordan geht.

  25. Ralf sagt:

    Moin Markos,

    schau dir mal die letzten News von SDRL an.
    Ich denke, das ist nun wirklich der Anfang vom Ende.

    VG Ralf

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Ralf: Wenn ich mir meine SDRL-Position anschaue … dann ist es wohl das Ende. Fast 91% im Verlust. Muss mir mal überlegen, ob ich einfach SDRL verkaufe und das freigewordene Kapital in einen Dividenden Aristokraten, oder Dividenden Growth Wert stecke.

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