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Finanzdienstleister in Deutschland – Eine Übersicht

In Deutschland gibt es sehr viele Finanzdienstleister, die ein umfassendes Finanz-Angebot haben. Verschiedene Finanzdienstleister bieten Versicherungen (GKV, PKV, BU, Altersvorsorge) und Finanzprodukte an sowie Finanzierungen und Vermögensanlagen (Aktien, Fonds, ETFs).

In der Regel sind die Finanzdienstleister keine Vertragspartner der durch sie vermittelten Finanzgeschäfte.

Die unabhängigen Finanzdienstleister als Branche entwickelte sich Anfang der 70er Jahre in Deutschland.

Eine kleine Übersicht der Finanzdienstleister in Deutschland:

  • HMI
  • Bonnfinanz
  • DVAG
  • OVB und EFS
  • Tecis
  • AWD
  • MLP AG

Zwischen Verbrauchern und Unternehmen werden durch die Finanzvertriebe Vertragsabschlüsse vermittelt und der Kunde zahlt dabei kein Honor für die Beratung des jeweiligen o.g. Finanzdienstleisters, sondern der Finanzdienstleister erhält eine Provision/Courtage für jedes vermittelte Geschäft. In der Prämie des vermittelten Produktes sind die Provisionen und Courtagen enthalten.

Durch die enthaltenen Provisionen und Courtagen im jeweiligen vermittelten Finanzprodukt kann es passieren, dass der Vermittler versucht, Finanzprodukte anzubieten, bei denen er die höchsten Provisionen erzielen kann. Dies muss jedoch nicht auf jeden Vermittler zutreffen. Es besteht die Möglichkeit, für jeden Verbraucher bei einem Beratungsgespräch den Vermittler nach den enthaltenen Provisionen des angebotenen Finanzproduktes zu fragen. (Versicherung, Aktienfonds etc.)

Gerade in den letzten Jahren haben die Finanzdienstleister in Deutschland durch Riester- und Rürup-Versicherungen viel Geld verdient, da die Bundesbürger auch privat für ihre Rente vorsorgen müssen.

In Deutschland beaufsichtigt die BaFin knapp 700 Finanzdienstleistungsinstitute. Auf der Webseite der BaFin wird eine Liste der zugelassenen Finanzdienstleistungsinstitute im Excel Datei Format zum Download angeboten.

Die Excel Datei wird monatlich von der BaFin aktualisiert. Eine Haftung der BaFin für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben ist jedoch ausgeschlossen. Die BaFin übernimmt auch keine Gewähr für den Bestand und die Qualität bestimmter von Instituten angebotener Anlageprodukte oder für die Erzielbarkeit etwa prognostizierter Erträge.

  • Welche Erfahrungen habt Ihr mit den deutschen Finanzdienstleistern gemacht ?
  • In welchen Finanzbereichen lasst Ihr Finanzdienstleister Eure Finanzen verwalten bzw. Euch beraten ?
  • Was macht Ihr mit Euren bestehenden Lebensversicherungen (Vertragslaufzeit >5 Jahre)?

Freue mich über zahlreiches Feedback.

7 Responses to “Finanzdienstleister in Deutschland – Eine Übersicht”

  1. JEH sagt:

    „Welche Erfahrungen habt Ihr mit den deutschen Finanzdienstleistern gemacht?“
    Fast ausschließlich negative Erfahrungen. Egal ob MLP, Deutsche Vermögensberatung, EFS AG usw.
    Gute Erfahrungen habe ich nur bei gut befreundeten Beratern erhalten.

    „In welchen Finanzbereichen lasst Ihr Finanzdienstleister Eure Finanzen verwalten bzw. Euch beraten?“
    Überhaupt nicht mehr. Alles wird von mir selbst geregelt und gemacht. Sogar die PKV.

    „Was macht Ihr mit Euren bestehenden Lebensversicherungen (Vertragslaufzeit >5 Jahre)?“
    Lebensversicherungen wurden nie abgeschlossen (wegen geringer Rendite).

  2. Fliegerone sagt:

    Hallo Markos,
    ich hatte vor vielen Jahren mal Kontakt zum AWD, kleines Gespräch zu Hause und dann Einladung ins Haus des AWD. Meine Freundin wollte direkt abwimmeln, aber ich wollte es mir mal anhören.
    Vorgabe Einzahlung von ca. 500 – 700 DM im Monat für ca. 30 Jahre.
    Wir wurden freundlich empfangen und dann von drei Leuten „behandelt“, geübt und gewandt wurde uns unterbreitet, dass wir nach 30 Jahren ca. 1.800.000 DM zur Verfügung hätte und das fast ohne Risiko. Je mehr Einwände ich äußerte, je heftiger wurde der Griff in die psachologische Kiste und am Ende wurden wir mehr oder weniger unfreundlich des Hauses verwiesen, nur weil ich genau nachgewiesen haben wollte, wie sich denn der Gewinn ansammelt und sich das Geld so gut vermehren sollte.
    700x12x30 = 252.000 DM Einzahlung in 30 Jahren, wie soll sich da ohne Risiko das Geld vervielfachen ? Vermutlich eine unpassende Frage von mir…..
    Ich frage mich nur, warum sich so viele Leute solche Verträge andrehen lassen und nachher verwundert darüber sind, dass am Ende die Sache ganz anders aussieht.
    Zweiter Kontakt in einem Verein für ferngesteuerte Flugzeuge (ein Hobby von mir). Der Vorsitzende ist Versicherungsmakler und Berater, ein kurzes Gespräch, dann ging die ganze Klaviatur ab. Einerseits kann ich verstehen, sein Job ist es Kunden zu aktivieren, die sich im anvertrauen, um dann die Rundum-Beratung durchzuführen und das nach Möglichkeit auf Dauer.
    Wenn es ordentlich gemacht wird, vielleicht auch eine gute Sache.
    Als ich dann wiederum nachfragte, wie sich denn ein solch guter Gewinn zusammensetzt und wie sich das Geld überhaupt vermehren sollte, war das vermutlich wieder eine Frage zuviel, denn ab da regierte wiederrum das mehr oder weniger Chaos und als ich dann von meiner eigenen Vermögensverwaltung erzählte, war das Gespräch recht schnell beendet. Heute fängt er das Thema nicht mehr an…..vermutlich nie wieder.
    Also, wer seinen Job ordentlich macht, kann mit Sicherheit für viele Menschen hilfreich sein, wer aber Versprechungen macht und diese noch nicht mal 100prozentig auf den Tisch legen und erklären kann, vor dem sollten die Menschen lieber gewarnt werden.
    Im Fall 1 hatte ich absolut das Gefühl, die hauen mir eine gute Millionen um die Ohren und dann würde ich schon keine Fragen mehr stellen, bei den ersten Fragen wären die Leute fast vom Stuhl gefallen, zumindest sind ihnen die Gesichtszüge entglitten.
    Ich persönlich brauch eine solche Beratung nicht und bin überzeugt, das wir hier auf unseren Wegen mehr Geld generieren, als und die Makler und Berater bringen würden.
    Bin mal gespannt, welche Erfahrungen die anderen Leute hier gemacht haben.
    Viele Grüße
    Raymund

    • MS sagt:

      @Raymund
      Das kann damals nach den damaligen Verhältnissen schon plausibel gewesen sein. In den Hichzinszeiten gab es mal Zinsen auf Bundesschatzbriefe o.ä. von 8…9…oder 10%. Wenn die gerade in so einer Zeit mit Junkbonds, Fremdwährungen u.s.w das berechnen, dann kommt das schon raus. Man muss 11% auf 30 Jahre zugrunde legen, um auf 1,8 Mio zu kommen bei 700 monatlicher Rate. Das Unseriöse ist halt, dass jeder weiß, dass man nicht durchgängig 30 Jahre dieses Zinsniveau hat.
      Warum es immer noch diese Anlageberater gibt ist auch klar. Es ist noch nicht lange möglich, dass Privatleute einfach Aktiendepots online eröffnen können. Vor 15 Jahren war das noch nicht so einfach. Da ist man zur Bank gegangen, oder eben zum Berater. Es war nicht einfach selbstverständlich, dass man alles selbst machen konnte. Viele Leute sind dabei stehen geblieben. Es haben immer noch viele Menschen gar keinen Bezug zu Computer und Internet. Mehr als man meint. Und viele Leute trauen sich einfach auch nix selber zu. Sonst wären solche Abzocker nicht möglich. Gerade gestern habe ich im TV erst wieder was über die „INFINUS“ gesehen: http://www.mdr.de/exakt/die-story/infinus-dresden100.html
      Das wäre bei mündigen, selbstbewussten Anlegern schlecht möglich.

      MS

  3. Jens sagt:

    Unabhängige Finanzdienstleister sind die oben genannten aber nicht! Das sind alles nur Strukturvertriebe die nur Ihre eigenen Produkte vertreiben. Kann nur abraten.

  4. egghead sagt:

    Mir auch ein Rätsel, auf diese Seite gehört nur der Ratschlag : Finger weg !

  5. Karlchen sagt:

    Seit dem 16. Lebensjahr ist mein Wahlspruch: Ich schütze mich vor Beratung durch Selbermachen. Damit fahre ich seit 50 Jahren sehr gut. Alle anderen wollten nur mein Bestes. Mein Geld.

    Ich habe einmal mein Depot von einem Dienstleister überprüfen lassen. Der hat mir gesagt, daß er nicht mithalten könnte. Ich müßte aber vorsichtig sein. Ein anderer hatte die Methode, die einem Haushaltsbuch ähnelte. Wozu brauche ich den denn? Ein Haushaltsbuch kann ich mir auch bei der Verbraucherberatung kaufen.

    Eine Erfahrung habe ich in all den Jahren gemacht: Finanzen und Verkäufer passen nicht zusammen. Wenn man es mit Verkäufern zu tun hat in Sachen Geld, gibt es nur eines.

    Schnell die Fluch ergreifen.

  6. Ich war selber mal MLP-Berater. Aber in der Rolle des Verkäufers, der von den Provisionen seinen Kunden lebt, habe ich mich nie richtig wohl gefühlt. Letztlich neigt man automatisch dazu, die Produkte zu verkaufen, für die man die höchste Provision bekommt. Deshalb finde ich, dass Honorarberatung eine gute Sache ist. Ein Berater, der ein Honorar erhält, kann auch beruhigt ETFs empfehlen, denn er verdient trotzdem. Leider haben viele Menschen ein Problem damit, für Dienstleistungen Geld zu bezahlen. Da muss sich im Bewusstsein noch einiges ändern. Ich jedenfalls würde mich nicht von keinem Berater beraten lassen, von dem ich weiß, dass er sein Geld mit Provisionen verdient.

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