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Rente schrumpft durch GroKo-Pläne

Die Bild-Zeitung veröffentlichte am 03.05.2014 online den Artikel „Rente schrumpft (!) durch GroKo-Pläne„. In diesem Artikel berichtet die Bild-Zeitung, dass Senioren für die geplante Renten-Geschenke (u.a. Rente mit 63, Mütterrente) der großen Koalition viel stärker zur Kasse gebeten werden.

Die Deutsche Rentenversicherung warnt: Die Netto-Rente nach 45 Jahren Durchschnittsverdienst bis 2030 fällt um 1,6 Prozent niedriger aus als nach heutigem Rentenrecht.

Ich vermute es werden noch weitere Leistungseinbußen bei der Rente in den nächsten Jahren auf uns zu kommen. Wer jedoch privat vorsorgt, sollte die  kommenden Einschnitte bei der Rente gelassen entgegensehen. Zum Rentenniveau steht im Artikel:

Es liegt 2030 nur noch bei 43,7 Prozent statt der bisher errechneten 44,4 Prozent. Dazu kommt: Weil auch die Pflegeversicherungsbeiträge nach den Plänen der Großen Koalition in den kommenden Jahren steigen, sinkt das Rentenniveau noch stärker.

Ich vermute, dass es auf eine Grundrente in naher Zukunft hinausläuft, weil es anders gar nicht mehr möglich ist, die Rentenproblematik in den Griff zu bekommen. In den Niederlanden gibt es bereits die Grundrente. Alleinstehende bekommen aktuell 906,14 EUR Grundrente in den Niederlanden. Quelle: Die Altersrente in den Niederlanden

Was hältst Du von den Rentenplänen der GroKo? Gehst Du persönlich davon aus, dass Du später Rente beziehen wirst? Wie sorgst Du privat für eine Zusatzrente vor? Schreib mir. Ich freue mich über jeden Kommentar.

11 Responses to “Rente schrumpft durch GroKo-Pläne”

  1. maxxi sagt:

    Hi,

    ich kann mir gut vorstellen das es auf eine Einheitsrente hinausläuft. Das befürchte ich schon seit Jahren.
    Ich sorge vor indem ich in dividendenstarke Aktien investiere, ähnlich wie du.

    Ich kann jedoch den Optimismus nicht ganz nachvollziehen.
    Gesetze lassen sich schnell ändern. Man könnte z.B. die Rente nur an Bedürftige auszahlen? Damit wird Sparen bestraft.
    Ich glaube die Fantasie von Politikern ist groß, zumindest dann wenn es ans Geld der Bürger geht.
    Kapitalertragssteuer rauf auf 45%, Transaktionssteuer etc.
    Mag sein, das es dann immer noch besser ist als das Sparbuch, jedoch frage ich mich dann auch, ob das Konsumieren nicht doch besser ist? Jetzt kann ich das Geld genießen, ob ich das in der Zukunft kann, weiß keiner.

    Meine erste Frau hatte alles, Beamtin mit Geld und würde ein großes Mietshaus in Köln erben. Sie starb unerwartet.
    Nur für die Zukunft vorsorgen ist mir nicht genug. Ich lebe auch jetzt. Spare zwar viel, aber ich will auch was vom erarbeiteten Geld etwas haben. Bei mir heißt Konsum eben gutes Essen und Urlaub. Zum Glück hatten meine Frau und ich viel unternommen und nicht nur gespart.

    maxxi

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @maxxi: Klar will man was vom erarbeiteten Geld haben. Muss es jedoch z.B. der Malediven-Urlaub für 6.000€ und 2 Personen sein? Auf gutes Essen sollte man auf jeden Fall achten. Man kann auch viel unternehmen und mus nicht für 5 Sterne verreisen….

  2. Ich halte es für ein ökonomisches Desaster, was die Nahles da anstellt. Und auch ziemlich verlogen, wie fast jedes sozialpolitisches Anliegen.

    Wer braucht denn die Hilfe unseres Sozialstaates? Leute, die es schlecht im Leben hatten und haben, weil sie krank sind, weil sie Pech hatten.

    Bei der Rente mit 63 profitieren die aber nicht, weil sie es nicht schaffen, auf die 45 Beitragsjahre zu kommen. Wer kommt auf die 45 Beitragsjahre? Es sind Facharbeiter, die das Riesenglück hatten, bei einem DAX-Konzern oder einem starken Mittelständler angefangen zu haben und bis zur Rente ausgesorgt zu haben. Diese Leute verdienen auch überdurchschnittlich… Viele Ingenieure würden vor Nein erblassen, wenn sie erfahren, was man bei Daimler für einfachste Tätigkeiten bekommt. Genau diese Leute profitieren. Natürlich können dürfen die meinetwegen früher in Rente gehen, aber dann sollen sie sich das selber finanzieren. Wir würden es doch auch nicht anders tun. Viele Finanzblogger arbeiten daraufhin, dass sie finanziell unabhängig werden und von Dividenden leben können.

    Und verlogen ist die ganze Chose deshalb, weil Nahles immer von Dachdeckern mit kaputten Knien schwätzt. Ob die Knie kaputt sind, kann man feststellen und wenn er Frau Nahles wirklich um kaputtgeschuftete Arbeiter gänge, sie würde bei der Invalidenrente ausbessern.

  3. kaunlaran sagt:

    Danke für den Link zum Alterssystem der NL. Erstaunlich für mich war dabei, daß die Rente für einen Alleinstehenden 906 € und bei Paaren je Person 622 € – also 1.244 € beträgt.

    Ich gehe davon aus, daß es zu ganz drastischen Rentenkürzungen kommen wird. Eine Einheitsrente dürfte verfassungsrechtliche Probleme haben, denn die Rentenansprüche haben Eigentumscharakter.

    Für weitaus gravierender halte ich allerdings die Gefahr, daß man „andere Einkünfte“ auf die Rente anrechnen könnte. Es dürfte dem Staat ein Dorn im Auge sein, daß man noch erhebliche andere Einkünfte im Alter hat und trotzdem Rente bezieht. Nicht umsonst müssen Kapitaleinnahmen bei der gesetzlichen KV angegeben werden….

    Ich will sicherlich nicht dafür plädieren, nicht in Dividendenwerte zu investieren – aber eine mögliche Anrechnung der Einkünfte sollte man auf dem Radar haben. Wohl denen, die nicht in das staatliche Zwangssystem einzahlen müssen und sich selbst um ihre Altervorsorge kümmern dürfen. Die möglichen gegenwärtigen Steuernachteile könnten sich eines Tages bezahlt machen.

  4. DERKRIGR sagt:

    Bei der freiwilligen Vorsorge fehlt mir das SOLIDAR-Prinzip der gesetzlichen Rente. Warum kann ich denn heute großartig Dividendenströme aufbauen? Na klar, weil ich meine Leistung teuer verkaufe (Planungsingenieur) und Fremdleistungen sehr billig einkaufe (Friseur, Kassiererin im Aldi).

    Es muss einfach möglich sein, im Alter sowohl die gesetzliche Rente als auch Kapitalerträge gerecht zwischen mir, der Friseusin und der Kassiererin aufzuteilen.

    Es ist eben gerade nicht gerecht, dass einige mit der Basisrente auskommen müssen und andere zur Basisrente dazu noch hunderte Euro Einkommen aus Kapital haben!

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @DERKRIGR: Ein Grundeinkommen wäre wohl die ideale Lösung!

      • DERKRIGR sagt:

        @Finanzielle Freiheit: Das wäre natürlich die Krönung der Gleichheit (y) !

        • egghead sagt:

          Grundeinkommen gehört ins Reich der untergegangen Utopien wie Marxismus, Sozialismus.
          Soll ich für DICH bezahlen ? O.k. aber dann gehst du in die Grünanlagen Müll wegräumen, entfernst Graffiti etc, mindestens 8 bis 10 Stunden am Tag arbeiten, wie ich auch.
          Grundeinkommen gibts nur gegen Arbeitsleistung für die Allgemeinheit, das wäre dann „sozial“.

  5. egghead sagt:

    Zum Planungsingenieuer versus Kassierin/Fiseuerin.

    Man sollte bedenken, dass die Ausbildung zum Ingenieur kostet, man ist älter, verdient bis zum geglückten Einstieg gar nichts oder weniger, die Kassiererin kann sich nach 3 Tage-Kurs mit 16 an die Kasse setzen und ein Zimmer bezahlen.
    Deswegen bin ich GEGEN solche Umverteilungen oder „ach die Arme verdient so wenig“. Wer Kassiererin oder Friseurin ist WEISS dass diese eher unterqualifizierten Berufe nur mit Partner gehen. Schön, dass es schwierig herzustellende Modefrisuren gibt, aber am Ende geht es doch nur ums Haareschneiden und nicht um Brückenkonstruktion oder Menschenleben. Arbeit mit weniger Verantwortung muss auch geringer bezahlt werden.

    Krasses Beispiel : Als ich mit 26 (!!) mit dem Studium fertig war, und ich habe nicht getrödelt (Wehrdient hatte mir auch ein Lebensjahr geraubt) hatte ich nach Wohnungsanmietung, Autoankauf 20.000 DM Schulden.
    Eine Klassenkameradin war mit 18 zur Lufthansa gegangen, als ich sie mit 30 wiedertraf hatte sie schon ein Haus, machte Urlaube etc., ich wohnte immer noch zur Miete. Erst Jahre später habe ich das Einkommen nach geholt, das mir durch Abitur und Studium verloren gegangen ist. Ich denke 10 bis 15 Jahre hat es gedauert das augzuholen.
    Das was ich in den Jahren an Verdienst verloren habe UND in meine Ausbildung gesteckt habe möchte ich selbstverständlich um ein Vielfaches wieder raushaben.
    Und deswegen ist es richtig, dass ich ein Vielfaches verdiene im Vergleich zur Frieseuerin.
    Investition in den Beruf verschweigt die SPD und die Linken insbesondere. Der böse gutverdienende Arzt und die arme Friseurin. Unglaublich was da gelogen und verbogen wird.
    Jeder soll sofort gleich verdienen, diese Parteien leben von Neidmotiviation.

  6. corpus sagt:

    Hallo,

    ich finde die Diskussion überaus spannend. Die Rentenbeschlüsse der sog. großen Koalition werfen ein Schlaglicht auch die Grundfeste der umlagefinanzierten Rente.

    „Kinder bekommen die Leute immer“, dies war in den Fünfzigern das Leitmotiv für die Entscheidung Adenauers die umlagefinanzierte Rente zu beschließen. Was damals stimmte, stimmt heute nicht mehr. Untersuchungen zeigen, dass je wohlhabender eine Gesellschaft ist, desto weniger stark ist die Neigung zum Kinderkriegen ausgeprägt, da die Verfolgung eigener Ziele mehr in den Vordergrund rückt und in solchen wohlhabenden Gesellschaften auch der Leistungsdruck sehr hoch ist.

    Jedem, auch den Menschen, die sich nicht für Politik interessieren sollte klar sein, dass das Thema Rente ein Megathema ist, hochpolitisch. Ein Thema über welches ganze Regierungen stürzen können. In diesem Politikfeld gibt es kaum einen Erkenntnismangel, sondern ein Umsetzungsmangel. Die jüngsten Beschlüsse der sog. großen Koalition verschieben die notwendigen Entscheidungen hinsichtlich des Rentensystems in die Zukunft. Mutige Entscheidungen, wie zum Beisiel die schrittweise Finanzierung aller Renten durch Steuern, Kappung nach oben oder die Verbreitung der Bemessungsgrundlage oder die Einbindung aller Berufsstände in die gesetzliche Rentenversicherung bleiben aus.

    Aus meiner Sicht sind die ganzen jüngsten Beschlüsse ökonomisch kontraproduktiv, da sie notwendigen Entscheidungen auf später verschieben, was diese Entscheidungen nur noch teurer machen wird und weil sie den Generationenvertrag zum nachteil der jüngeren und kommenden Generationen aufweicht.

    Den Jüngeren ist klar, dass sie selbst vorsorgen müssen, Nur ihre Lobby ist nicht groß genug. Die Älteren und die Rentner entscheiden in der BRD die Wahlen. Zu glauben, es würde sich in der Rentenpolitik also etwas in die richtige Richtung bewegen bleibt solange falsch, solange die Regierung noch von irgendwo her Gelder für die Rente bereitstellt, bzw. bereitstellen kann. Den wenigsten Menschen ist überhaupt bewusst, dass die Umlage in der Rentenversicherung schon heute nicht mehr ausreicht, um die laufenden Renten auszuzahlen und der Bund jährlich ca. 80 Mrd. € Zuschuss in die gesetzliche Rentenversicherung gibt. Jeder der das wissen will, kann es auch, ein Blick auf die Webseite des statistischen Bundesamtes genügt.

    Jetzt können sich die Menschen entscheiden. Entweder sie vertrauen darauf, dass die Regierung auch noch in dreißig Jahren für eine auskömmliche Rente -wie auch immer- sorgen wird oder aber, er nimmt sein Geld in die eigene Hand und sorgt selber vor. Das Instrument der Dividendentitel ist dafür sicherlich ein gutes instrument, sofern man weiß was man tut und sich die Gesetzgebung nicht so ändert, dass sich Investitionen in Aktien überhaupt nicht mehr lohnen, da der Hebel, sprich die Höhe der eingesetzten Mittel so hoch sein muss um einen akzeptablen Ertrag zu generieren, dass sich das normale Anleger gar nicht mehr leisten können.

  7. Ich kann das wirklich nicht mehr hören und lesen!
    Es schlägt mir nur noch auf den Magen, wenn ich solche Ideen, Pläne oder auch Tatsachen höre.

    Manchmal überlege ich mir schon, ob ich überhaupt keine Nachrichten mehr schauen soll…
    Wäre besser für´s Gemüt!

    Aber auch, wenn man sich den Tatsachen stellt und von einer Grundrente ausgeht, steht immer die Frage im Raum:

    Will ich mich hängen lassen und komplett vom Staat leben?
    a) Wenn Ja – dann alles ausgeben und auf das entsprechende Niveau absinken lassen
    b) Wenn Nein – dann arbeiten so viel es geht, Geld anlegen und vermehren, so das dieser Bereich so groß wird (egal welche Steuern auch kommen mögen), das es einem zum schönen Leben reicht.

    Ich habe mich für b) entschieden!

    Beste Grüße
    D-S

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