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SPD will Kapitalertragssteuer auf bis zu 45% anheben

Soeben habe ich den Artikel „SPD-Finanzminister will Kapital wieder wie Lohn besteuern“ gelesen.

In dem Artikel wird berichtet, dass der SPD-Finanzminister von Rheinland-Pfalz, Carsten Kühl, die Kapitalerträge wieder wie das Einkommen besteuern möchte.

Besserverdienende müssen Zinsen und Dividenden dann also mit ihrem persönlichen Einkommensteuersatz von maximal 42 Prozent versteuern, im Bereich der Reichensteuer mit 45 Prozent.

Da dachte ich, dass das Thema „SPD plant Kapitalertragssteuer auf bis zu 35%“ vor der Bundestagswahl 2013 mit der Bundestagswahl und den Koalitionsgesprächen erledigt ist und jetzt legt die SPD kurz vor Ostern noch 10% oben drauf. Ein schönes Oster-Geschenk, wenn es kommen sollte.

Laut der jüngsten Einkommensteuerstatistik gibt es 4,5 Millionen Menschen in Deutschland, die mehr als 10 000 Euro an Kapitalerträgen zu versteuern haben.

Diese Daten stammen aus 2007, für das die letzten Daten vorliegen. Zu dem Kreis der 4,5 Millionen Menschen in Deutschland mit mehr als 10.000 Euro an Kapitalerträgen sollte ich alleine durch das Dividenden-Einkommen in den nächsten 1-2 Jahren gehören, wenn damit der Brutto-Betrag gemeint ist.

Die Forderung und evtl. Umsetzung von Herrn Kühl macht es jedoch vielen Menschen noch schwieriger im Laufe Ihres Lebens, jemals die 10.000 EUR p.a. an Kapitalerträgen zu erreichen. Gilt das eigentlich auch für das EU-Sparbuch?

Was haltet Ihr von den Plänen bzw. der Forderung von Herr Kühl? Ist es das was Deutschland benötigt, damit uns die Bundesregierung den Vermögensaufbau noch weiter erschwert?

Freue mich über Euer Feedback und wünsche Euch Frohe Ostern!

40 Responses to “SPD will Kapitalertragssteuer auf bis zu 45% anheben”

  1. Matze sagt:

    Hallo Markos,

    da würde ich mir keine Sorgen machen, die Lobby der Superreichen in Deutschland wird sich schon dagegen wehren, oder soll ich besser sagen es nicht zulassen?

    Schöne Feiertage

  2. DERKRIGR sagt:

    Ich begrüße diesen Schritt ausdrücklich. Das Geld arbeitet ja für mich und wer arbeitet muss sich eben an seinem Steuersatz messen lassen.

    Insgesamt verlangsamt es den Weg zur finanziellen Freiheit doch nur.

    Was übrigens noch keiner auf dem Schirm hat – aber genauso gut kommen wird (dem demographischen Wandel geschuldet) sind SV-Beiträge auf Kapitalerträge. Ich finde das macht die Republik ein Stück gerechter!

    • plutusandme sagt:

      @DERKRIGR
      ….nur hast Du Deinen Investitionsbetrag bereits versteuert, ….vermute ich.
      Da die Schere zwischen gehobenen Wohlstand und Wohlstand immer weiter aufgeht, gehe ich mal davon aus, das dies nur als ein Argument für den Wählerfang dient.

      Ebenso das Thema : In Rente mit 63 wenn 45 Berufsjahre voll sind.
      Welche Ausbildung muß den der/die ArbeitnehmerIn genossen haben, wenn mit 63 Jahren 45 Jahre Beruftsjahre voll sind? Kann sich diese Schicht überhaupt leisten mit 63 ( in Deutschland ) in den Ruhestand zu gehen?

      Aber irgend ein Thema braucht wohl jede Partei, um mal wieder skandalfrei in den Medien aufzutauchen.

      • MS sagt:

        @Plutusandme

        Diese angebliche „Rente mit 63“ ist auch so ein medienwirksames Scheingefecht! Es gibt sie praktisch nicht, bzw. nur für 2 Jahrgänge. Nämliche Geborene in 1951 und 1952. Ab 53er Jahrgang kommen für jeden Jahrgang 2 Monate hinzu. Ein Jahrgang 1960 muss also 16 Monate auf 63 Jahre drauf rechnen, kann also frühestens mit 64 und 4 Monaten gehen. Ab Jahrgang 1964 geht wie jetzt schon Gesetz wieder frühestens Rente mit 65 bei 45 Beitragsjahren.
        Das wird immer verschwiegen!

        -> http://goo.gl/R18cf3

        MS

    • Dmitri sagt:

      Das Eigentliche ist, dass dieses Geld bereits versteuert wurde. Es ist mein erspartes Netto, welches einfach nochmal versteuert wird.

      • MS sagt:

        @Dmitri
        Wieso wird Dein versteuertes Geld nochmal versteuert? Der leistungslose Kapitalertrag auf das versteuerte Geld, also unversteuertes Geld wird versteuert.

        MS

    • Ich finde diese Besteuerung eine Frechheit. Wer wirklich eine Gleichbehandlung zwischen Kapitalerträgen und Arbeitseinkommen haben will, muss doch nur:

      1. Die Doppelbesteuerung aufheben.

      2. Investitionen in Aktien als Werbungskosten absetzbar machen.

      3. Und es müssen normalen Schwellen bei der Einkommenssteuer gelten. So wie die SPD es vorschlägt, soll der 801te Euro und jeder weitere mit 45 % besteuert werden. So geht das aber nicht.

      • MS sagt:

        @Couponschneider

        Wo liest Du das den (zu 3.), dass ab 801 Eur 45% versteuert werden sollen? Das trifft nur auf die zu versteuernden Einkommen ab 250.731 Euro zu („Reichensteuer“). Hast Du so viel?
        Es geht ja genau darum, dass der persönliche Steuersatz zählen würde. Da hätte jeder Normalverdiener nichts zu befürchten.
        Ich mache mal eine Beispielrechnung. Der deutsche Durchschnittsverdienst war 2013: 34.071 Euro ->http://goo.gl/wVvW2P
        Wenn dieser Durchschnittsverdiener nun 10.929 Eur an Dividenden im Jahr einnimmt, also ein Einkommen von 45.000 Eur zu versteuern hat, dann liegt sein Steuersatz (1) bei 24,00694%, also immer noch 1% unter den pauschalen 25% Abgeltungssteuer.
        Berechnung siehe hier -> http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__32a.html

        MS

        • Frank sagt:

          @MS:
          die Dividendeneinkünfte müssen dann natürlich wie früher mit dem Grenzsteuersatz (progessives Steuessystem) versteuert werden. Der Durchschnittssteuersatz spielt keine Rolle.
          Der Grenzsteuersatz eines Singles liegt ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von ca. 16.000 Euro über 25%.
          Dein Beispielfall mit 45.000 zu versteuerndes Einkommen, da liegt der Grenzsteuersatz bei ca. 38%, ab ca. 53.000 Euro liegt er dann bei 42%.
          Der Normalverdiener wäre also sehr wohl schlechter gestellt. Bitte nochmal mit dem deutschen Steuersystem beschäftigen, bevor man Falschaussagen postet.

    • Ach ja: Noch lieber wäre mir aber, man würde endlich die Einkommenssteuer senken. Nicht die Abgeltungssteuer ist zu niedrig, sondern die Einkommenssteuer ist zu hoch.

      Die Abgeltungssteuer war außerdem nie ein Geschenk an irgendwen. Die Abgeltungssteuer folgte dem Grundsatz, eine Steuer müsse möglichst einfach sein und das ist doch ihr Vorteil. Der Staat hat kaum Kosten bei der Erhebung und wir Bürger müssen keine komplizierte Anlage KAP ausfüllen.

      Warum verschenken wir die Chance auf eine Vereinfachung bei der Einkommenssteuer?

      • MS sagt:

        @Couponschneider

        Natürlich war die Abgeltungssteuer ein Geschenk an die Besserverdiener! Alle Besserverdiener mussten früher die Kapitalerträge mit ihrem persönlichen Steuersatz versteuern, also wesentlich mehr als 25% bei hohem Einkommen. Für die war das ein Luxusgeschenk, dass sie nun nur noch 25% abgeben mussten. Kleinverdiener dagegen hatten vorher einen viel geringeren Satz gezahlt, und müssen nun 25% zahlen. Aber nur, weil sie i.d.R. zu scheu, unwissend (damit rechnet man) oder zu faul sind, bei ihrem geringeren Steuersatz die Günstigerprüfung zu veranlassen bei der Jahres-Steuerabrechnung.

        MS

        • oduga sagt:

          Früher hatten wir auch das Halbeinkünfteverfahren auf Dividenden. Daher nur die Hälfte musste mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden. Weiterhin muss hier berücksichtigt werden das ausgeschüttete Gewinne auch schon auf Seiten der Kapitalgesellschaft versteuert werden.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @DERKRIGR: Anscheinend bist Du dankbar, dass Dich der Staat so bevormundet. Mir fällt dazu nur das Buch von Thomas Wieczorek ein: Einigkeit und Recht und Doofheit: Warum wir längst keine Dichter und Denker mehr sind

  3. deathproof sagt:

    @DERKRIGR: Achja, dann müsste man das genauso auch beim Sparbuch, Immo, Anleihen, Gold usw. durchgeführt werden mit all den SV-Beiträgen und 45% usw. Weil dort arbeitet das Geld ja auch für dich. Aber ist Geld eine Person, AngestellterIn, ArbeiterIn, PensionistIn, oder was??
    Was für ein hirnloses Zeug Sie da brabbeln^^

  4. Mr. Cashflow sagt:

    @ Matze ich kann nur hoffen, dass du Recht behältst! – nur leider hat die Geschichte immer wieder gezeigt, das Steuererhöhungen zuletzt immer den Mittelstand abgeschröpft haben. Die Superreichen finden immer Mittel und Wege die Steuererhöhungen zu umgehen. Diese Möglichkeiten haben wir leider nicht.

  5. Petra sagt:

    Katastrophe, aber von den Schmalspurkommunisten nicht anders zu erwarten.
    Enteignungsphantasien, ganz egal wie man sie nennt, haben die Roten schon immer zu Freudensprüngen animiert.

    Geld, das ich durch harte Arbeit verdient und bereits hoch versteuert habe, nochmal versteuern zu müssen ist frech.

    Zum Glück gibt es eine Alternative für Deutschland.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Petra: Welche Alternativen gibt es zu Deutschland?

      • KF sagt:

        Haha was ein Wortspiel, ich glaube sie meinte die Partei :).
        Aber wenn sich das durchsetzt, wandert das Großkapital eben erst Recht in die Schweiz und andere Länder ab. Da wir „Kleinanleger“ aber dann eben im Zweifel die Besserprüfung beantragen, gibt es sehr viel mehr Arbeit für die Finanzämter ohne großen Mehrertrag. Als Konsequenz muss man dann eigentlich nur seine Ausgaben reduzieren und nicht mehr Dividenden bekommen als man zum Leben braucht. Evtl. wäre sogar ein Eigenheim von Vorteil weil man den Mietvorteil steuerfrei einstreicht. Alternativ geht man halt selbst ins Ausland.
        Aber ich glaube eh nicht das sich das durchsetzt, da es in Deutschland aktuell kein Steuereinnahmeproblem gibt und das auch nicht im Koalitionsvertrag vereinbart wurde.

  6. Ich habe mich total aufgeregt als ich den Artikel gelesen habe. Hey, man muss sich das mal vorstellen:

    Einkommensteuer und Lohnnebenkosten sind sowieso schon eine der höchsten in Deutschland. Gewinne aus dem bereits besteuerten Geld, welches man in den Kapitalmarkt steckt, soll man dann noch mal mit 45% versteuern. Wie hoch ist dann bitte die Gesamtsteuerbelastung?!

    Darüber hinaus muss unsere Generation die ganzen Rentner durchfüttern ohne selbst eine vergleichbare Rente zu bekommen! Das heißt wir müssen privat über den Kapitalmarkt vorsorgen um die Lücke zur gesetzlichen Rente zu schließen, werdendann aber gleich wieder abkassiert.

    Gleichzeitig wird es durch die Niedrigzinspolitik der EZB immer schwerer sein Geld überhaupt anzulegen. Wo man früher noch locker 3% auf seinem Sparbuch quasi risikofrei bekam, muss man jetzt schon deutlich mehr Risiko eingehen um eine vergleichbare Verzinsung zu bekommen.

    Zu allem Überfluss redet die Nahles auch noch über Frühverrentung mit 63. Und wer solls bezahlen? Wieder die Jüngeren.

    Die haben doch alle den Arsch offen!!!

  7. Andreas sagt:

    @DERKRGR : SV-Beträge auf Kapitalerträge … dann wende Dich mal schön an die Politiker (SPD) und frage sie warum sie nicht in die staatl. Rentenversicherung einzahlen aber trotzdem über das Schicksal der Arbeitnehmer entscheiden, dann weißt Du was Gerechtigkeit bedeutet. Und das Du es begrüßt das man den Menschen beim Erreichen Ihrer finanziellen Freiheit noch mehr Steine in den Weg legt läßt mich zweifeln ob Du den richtigen Blog gewählt hast .

  8. Ich denke, der Vorschlag wird wohl nicht 1:1 umgesetzt werden, aber man sollte ihn schon ernst nehmen. Irgendwas wird vermutlich „hängen“ bleiben. Ich denke da eher an eine Anhebung der derzeitigen Abgeltungssteuer auf einen höheren Satz, vielleicht 30% oder 35% ?
    Eine solche Änderung wäre viel leichter durchzuführen als wieder ein komplett neues Besteuerungssystem und es klingt auch weniger dramatisch. Was ist schon eine Erhöhung von 25% auf 30% ? Ärgerlich – aber mehr nicht, oder ? Wobei 35% eigentlich noch geschickter wäre. Denn viele haben gar keinen Steuersatz in dieser Höhe. Und wer dann aus Angst vor dem FA keine Steuererklärung abgibt, zahlt automatisch mehr als er müsste.

    Mich persönlich schreckt diese Ankündigung eher nicht. Mein persönlicher Steuersatz liegt aktuell noch unter 25%. Wo er in den nächsten Jahren landen wird, muss ich erst noch sehen. Aber in Richtung 40-45% wird es sich wohl kaum bewegen.

    Gruß, Der Privatier

  9. Fliegerone sagt:

    Hallo,

    sicher wird der Vorschlag nicht 1:1 umgesetzt, aber irgendetwas wird hängen bleiben……..10 Prozent mehr wären auch schon zuviel.
    Wie ich in dem Blog hier an anderer Stelle schon geschrieben hatte, wenn die Politiker etwas wollen, dann werden sie es auch tun, da wir Aktionäre eine gute Geldquelle sind, ist die Sache doch recht einfach. Und vor einigen Jahren hieß es doch immer, der Aktionär trägt doch schon das Risiko des Verlustes……..na ja, dann hieß es der Aktionär trägt auch den Verlust eine Bank aufzufangen…..in Zukunft trägt er dann noch die Förderung für Minderbemittelte…..oder für Leute die vielleicht nur 0 – 20 Jahre im Job waren und jetzt der Meinung sind, sie haben genug gearbeitet. Aber das Thema gehört hier ja nicht hin …. sorry.
    Was kommen wird, werden wir sehen….also warten wir ab.
    Viele Grüße an Euch alle
    und angenehme Ostertage
    Raymund

  10. BadBanker sagt:

    „Zu dem Kreis der 4,5 Millionen Menschen in Deutschland mit mehr als 10.000 Euro an Kapitalerträgen“

    Also schon einmal 4,5 Millionen NICHT-SPD Wähler.
    Die SPD tut aber auch alles um auf unter 20% zu kommen.
    (Projekt 18 von oben sozusagen)

  11. KaiW sagt:

    Die Steuern sind sowie so viel zu hoch. Der Staat bevormundet nur noch. Also für mich steht sowieso fest das ich eines Tages auswander.

    • Mr. Cashflow sagt:

      Wenn das so weiter geht, ist das wohl die einzige logische Schlussfolgerung. Ich habe mich auch schon bei diesem Gedankengang ertappt. Die frage ist nur wohin und ob das wirklich die Lösung aller Probleme darstellt? Man muss eben leider auch zugeben, dass wir im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern noch auf einer Insel der Glückseeligkeit hocken. Irgendwie scheint das alles die Masse auch nicht wirklich zu interessieren. Jedenfalls hab ich oft diesen Eindruck. Hauptsache ich hab noch genug um shoppen gehen und in den jährlichen Urlaub fliegen zu können!

  12. Andreas sagt:

    Aus persönlicher Sicht, in Hinblick darauf mehr Steuern zahlen zu müssen, lehe ich natürlich diese Forderung erstmals im Affekt ab.
    Grundsätzlich konnte mir aber noch keiner so wirklich erklären, warum jetzt Einkommen auf Kapital und Arbeitseinkommen ungleich besteuert werden sollen.
    Wenn das jemand einleuchtend (auch im hinblick auf die Gerechtigkeit) erklären kann, wär ich sehr dankbar 🙂

  13. Martin sagt:

    Die SPD wird so noch weiter Wähler verlieren. Und zwar nicht die (Super)reichen die man mit der Maßnahme vielleicht eigentlich im Blick hat, sondern den Normalverdiener bzw. Mittelstand, der sich Abseits der Riester-/Rürupverträge eine Rente aufbauen will bzw. bescheidenen Wohnstand erreichen möchte.

    Hinsichtlich der Einführung der Abgeltungssteuer sehe ich es in der Tat als großen Fehler an diejenigen, die aufgrund von Millionenvermögen nur von Kapitalerträgen leben können, nur mit 25% zur Kasse zu bitten. Dies zu korrigieren sollte Ziel sein und nicht dem (Klein)sparer noch mehr Knüppel in den Weg zu legen…

  14. Jan sagt:

    @MS früher gab es aber noch die Haltefrist von einem Jahr nach welcher Aktiengewinne komplett steuerfrei waren. Somit sind alle für den langfristigen Vermögensaufbau von 0 auf 25 Prozent schlechter gestellt.
    Und sry wer zu blöd ist eine Steuererklärung abzugeben, eine Zahl von der S teuer Bescheinigung abzuschreiben und ein Kreuz bei Günstiger prüfung zu setzen der hat es nicht besser verdient. Aufwand unter einer Minute. VG Jan

  15. Felix sagt:

    Was die Besteuerung der Dividenden anbelangt, sollte man sich auch einmal ohne Schaum vor dem Mund Extremfälle ansehen:

    Frau Kladden, die reichste Frau Deutschlands (Quandt-Erbin) und BMW-Hauptaktionärin, hat 2013 von BMW rund 60 Mio. EUR Dividende erhalten, die sie mit 25 % versteuern muss.

    Erhält ein BMW-Arbeiter, der den Erfolg von BMW mit erwirtschaftet hat, 100 EUR Lohnerhöhung, so verbleiben ihn aufgrund der Steuerprogression und der Sozialabgaben allenfalls 50 EUR.
    Dass das in Ordnung ist, kann man niemanden ernsthaft erklären.

    • BadBanker sagt:

      Die ausgeschüttete Dividende unterlag bereits Gewinnsteuern, die jedoch BMW zahlt. Zum Schluss hat sich der Staat an Dividende + Lohn bereits ausreichend bedient.

      Es steht im übrigen dem BMW-Arbeiter frei, ebenfalls Dividenden zu kassieren.

      • Felix sagt:

        Dass der Staat mit seiner unersättlichen Steuergier mit die größte Bremse beim Aufbau von Vermögen ist, dem stimme ich unbedingt zu. Auch, dass er sich mehrmals schadlos hält.
        Dass aber Arbeits-, also Leistungseinkommen wesentlich höher besteuert wird als leistungslose (ererbte) Kapitaleinkünfte, ist ein Skandal.

        • BadBanker sagt:

          Der Skandal dürfte eher sein, dass nicht alle Deutschen auch deutsche Einkommensteuer zahlen.

          Frau Klatten kann es sich nämlich aussuchen, ob sie in Dtl. besteuert werden möchte – der Arbeiter i.d.R. nicht.

          Immerhin ist sie anscheinend geblieben, im Gegensatz zu den F1-Brüdern.

          Im übrigen sind Investitionen nicht leistungslos.

          • Felix sagt:

            Naja, wenn man das Zeichnen von Aktien mit de von Papi geerbten Milliarden als Leistung bezeichnen will, dann ist dem wohl so.

  16. egghead sagt:

    Die SPD hat immer mit Populismus für die Wähler geworben.
    Am Ende er höht sie um 5%, allerdings nicht unter/mitder CDU.

  17. Robert Michel sagt:

    Wenn man rein nach wirtschaftlicher Effizienz urteilen würde, dürfte man Kapitaleinkünfte gar nicht besteuern, sondern ausschließlich den Konsum. Wenn man so verfährt, steigert das den volkswirtschaftlichen Kapitalstock, von dem im Endeffekt alle profitieren, nicht nur die Kapitaleigner.

    Davon abgesehen sind ist der geplante Raubzug der SPD zynisch. Man kann nicht die Bürger anhalten eine private Altersvorsorge aufzubauen und dann jeden der etwas zurücklegt auf Teufel komm raus melken.

    Effektiv dürften die Steuern auf Kapitalerträge bereits heute sehr hoch, oft über 100% sein. Man darf nicht vergessen, dass Inflation auch eine Steuer ist. Der Bundesbankgewinn kommt zum Großteil nur zustande, weil langfristige Inflation zugelassen wird.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Robert: Als geplanter Raubzug kann man ansehen und auch ich stelle mir die Frage, wie ich eine private Altersvorsorge aufbauen soll, wenn der Staat schon bei der Ansparphase so einen hohen Steuersatz veranschlagt. In den USA fördert der Staat, die Altersvorsorge mit dem Sparen in Dividenden-Aktien. Hier in Deutschland sind wir noch Lichtjahre entfernt.

  18. Fliegerone sagt:

    Hallo,
    so ist es doch immer in Deutschland, der Staat führt den Bürger in die von ihm vorgeschlagene Altersversorgung und dann wird abkassiert, entweder in der Ansparphase oder nach Ablauf.
    Wenn der Staat etwas bietet ist Vorsicht angesagt, den Wenigsten bringt es etwas, aber dem Staat bringt es immer etwas.
    Viele Grüße
    Raymund

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