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Procter&Gamble vs. Unilever – Dividendenvergleich

Procter&Gamble und Unilever – 2 Konsumgüter-Konzerne mit vielen bekannten Produkten in den Regalen unserer Supermärkte. Wer kennt nicht die Produkte beider Konzerne, wie z.B. Dove, Ben & Jerry, Duracell und Head & Shoulders. Dies sind nur einige der bekannten Produkte.

Für uns Value-Investoren, die ein Dividenden Depot mit soliden Dividendenzahlern aufbauen bzw. ausbauen möchten, stellt sich die Frage:

Welcher der beiden Konzerne zahlt die sicheren Dividenden?

Unilever:
Aktuelle Dividendenrendite: 3,38% p.a.
Aktuelles Payout Ratio: 65,8%
Dividendensteigerung 2012: 13,8%

Procter&Gamble:
Aktuelle Dividendenrendite: 3,02% p.a.
Aktuelles Payout Ratio: 57,2%
Dividendensteigerung 2012: 7,5%

Ein generelles Payout Ratio von unter 80% sehe ich persönlich als „sicher“ für die Dividendenzahlungen an. Beide Werte Procter&Gamble und Unilever erfüllen diese Voraussetzung.

Mit einem Payout Ratio von <80% kann ein Konzern auch in einem schwierigen Geschäftsjahr, oder auch 2 Geschäftsjahre die aktuellen Dividendenzahlungen beibehalten und muss keine Dividendenkürzung vornehmen.

Unilever wird seinen Cashflow um ca. 30% bis 2016 ausbauen können. Procter&Gamble konnte seine Dividendenzahlungen um 10,6% pro Jahr über das letzte Jahrzehnt anheben. Seit ca. 60 Jahren kann Procter&Gamble bereits jährlich die Dividendenzahlungen anheben.

Auch wenn die Dividendenzahlungen von Unilever und Procter&Gamble anhang des Payout Ratio und der Dividendenhistorie sehr sicher sind, würde ich mich weiterhin persönlich für Procter&Gamble entscheiden. Procter&Gamble befindet sich seit Juni 2013 bereits in meinem Dividenden Depot.

Procter&Gamble – Dividenden Historie:

Wie man sieht – steigende Dividendenzahlungen – trotz Finanzkrise !

Welche der beiden Konsumgüter-Konzerne habt Ihr in Eurem Dividenden Depot?

28 Responses to “Procter&Gamble vs. Unilever – Dividendenvergleich”

  1. Tom sagt:

    hab beide Aktien seit Jahren schon im Depot …

    kleiner Tip noch zu den Unilever Aktien. Nehmt die britischen Unilever Aktie.
    Zwar hat man dort den Währungseffekt , zahlt allerdings keine Quellensteuer , wie bei der hollänischen Aktie 😉

    WKN : A0JNE2

    • simo14 sagt:

      Hallo. Ich persönlich finde beide Werte sehr gut.
      @ Tom : Dein Tip ist Ok – funktioniert aber nur so lange der Freibetrag nicht ausgeschöpft ist. Danach ist zumindest für Deutsche Anleger die Niederländische Aktie besser ( weniger Steuern ) .
      Gruß
      simo14

  2. Oli sagt:

    Ich hab auch beide schon länger im Depot. Ich hab die holländische Unilever. Die 15 % holländische Quellensteuer wird voll auf die deutsche Quellensteuer angerechnet. Also völlig egal, welche man nimmt, sofern der Freibetrag ausgeschöpft ist. Ich lass mir die Dividende bei Unilever immer in Aktien geben, da sammelt sich im Lauf der Jahre ganz schön was an.

  3. Zaapa sagt:

    Die nl Variante durfte trotzdem sinnvoller sein weil nur 15 % Quellensteuer welche voll anrechenbar sind. Bei der britischen Version zahlt du volle 25 % abgeltungssteuer später .

    Also ist nl vorzuziehen ?

    • Dennis sagt:

      Du zahlst auch auf die niederländische Variante 25% Abgeltungssteuer, da Du die Dividenden in Deiner Jahressteuererklärung angeben musst (sofern der Freibetrag ausgeschöpft ist). Die niederländische Quellensteuer wird hierauf dann angerechnet.

      Im Ergebnis zahlst Du also den gleichen Steuerbetrag unabhängig davon, aus welchem der beiden Länder Du Dividenden beziehst.

      • simo14 sagt:

        @ Dennis : Das Ergebnis ist eben nicht das gleiche!!! Wenn der Freistellungsauftrag ausgeschöpft ist, kommt auf die in D zu zahlende Abgeltungssteuer Soli und evtl. Kirchensteuer wer die zahlt! Deshalb muß man Ende auf die UK Unilever mehr Steuer zu Zahlen.
        Sorry aber so ist das nun mal.
        Grüße…….

        • MS sagt:

          Das ist doch Quatsch!
          NL behält 15% Quellensteuer ein. Wenn die Dividende eintrifft, bleiben 15% davon schon in NL und die deutsche Steuer beträgt nochmal 10% + Soli, weil die 15% NL-Quellensteuer anrechenbar sind und somit von in Deutschland zu zahlenden 25% abgezogen/angerechnet werden. Man zahlt also insgesamt 25% + Soli.
          GB behält 0% Quellensteuer ein. Wenn die Dividende eintrifft, zahlt man an die deutsche Steuer die vollen 25% + Soli, also genau gleich viel de facto.

          Problematisch sind Länder mit höherer Quellensteuer als in Deutschland angerechnet werden kann. Wenn man z.B. aus Italien, Spanien, Frankreich, Österreich, Skandinavien… Dividenden bekommt, dann sind meistens ab 20% Quellensteuer einbehalten worden, von denen man nur 15% angerechnet bekommt. Was über die 15% hinaus geht, zahlt man letztlich auf die zu zahlenden 25% noch drauf. Man zahlt dann also die volle Quellensteuer plus 10% (weil nur max 15% angerechnet werden).

          MS

          • Felix sagt:

            Auf ausländische Quellensteuer fällt kein Soli und für diejenigen, die noch nicht aus der Kirch ausgetreten sind, keine KiSt an. Des halb zahlt man auf die NL-Aktie ein paar Euros weniger Steuern, weil nur auf die 15 % diese Zusatzsteuern (Soli + KiSt) anfallen, nicht auf die 25 %.

          • MS sagt:

            @Felix,

            Dank für den Hinweis! Sowas vernachlässige ich. 😉 Na ja…

            Heute habe ich die Dividendensumme meines US/Canada-Depots für den Monat März gezählt. Immerhin schon 153,44 CAD, 472,87 USD und 9,41 GBP. Umgerechnet ca. 450 EUR. Nimmt langsam Gestalt an. Kann mich aber noch nicht von meinen Altanlagen (Dekafonds, Flatexdepot) trennen. Wahrscheinlich lasse ich das auch, und baue nur mit Spar-Raten das Ami-Depot weiter auf. Mal sehen.

            Und es gelingt mir immer besser, die Ups & Downs zu entschärfen (im März noch 2 Ausreißer nach unten). Will Ruhe und stetigen Fluss des Income: -> http://s1.directupload.net/images/140401/2dz4yd99.jpg

            Gutes Gelingen
            MS

          • simo14 sagt:

            @MS : Also doch kein Quatsch – siehe unten :;

          • Dennis sagt:

            @ Felix @ simo14:
            was die Besteuerung von Kapitalerträge angeht, bestehen oftmals Unsicherheiten bei Anlegern. Gerade im Hinblick darauf, wann die Steuer abgegolten ist und wann eine Angabe der Erträge zur Überprüfung des Steuereinbehaltes in der Einkommensteuererklärung notwendig ist.

            Die Steuer ist bei ausländischen Dividenden nicht grundsätzlich mit dem Abzug durch die Bank abgegolten. Die ausländische Quellensteuer wird lediglich z.T. auf die deutsche Abgeltungssteuer angerechnet, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer sind hiervon gesondert zu betrachten. Nur weil die Bank nichts einbehält, heisst dies nicht automatisch, dass keine (weiteren) Steuern zu zahlen sind.

            Ich möchte jedem empfehlen, sich Gedanken darüber zu machen, ob die Besteuerung seiner Kapitalerträge in Übereinstimmung mit den deutschen Steuergesetzen steht. Ich habe schon einige Leute getroffen, denen nicht bewusst war, dass eine Steuerhinterziehung vorliegt und es am Ende sehr bereut haben, sich nicht richtig damit auseinandergesetzt bzw. informiert zu haben.

            Ich bin übrigens Steuerberater…

          • MS sagt:

            @Dennis
            Steuerrecht ist ja recht kompliziert (z.B.: http://www.finanzinform.de/fragen/frage/1147/Die-Einkommenssteuertabelle-fuer-Alleinstehende-und-Ehepartner.html usw.), aber ich habe da eine Frage. Kann man bei abhängig beschäftigten davon ausgehen, dass die vom Arbeitgeber abgeführte Lohnsteuer der so genannte persönliche Steuersatz ist, der dann auch auf die Kapitalerträge Anwendung finden würde bei Beantragung der Günstigerprüfung in Anlage KAP? Der Steuersatz wäre dann natürlich etwas höher, weil ja die Kapitaleinkünfte den zu besteuernden Betrag erhöhen. Aber es sollte sich doch lohnen, wenn man seinen Gehaltszettel nimmt, seine abgeführte Lohnsteuer in Prozent errechnet (zum Steuerbrutto), und wenn die unter 25% liegt die Günstigerprüfung zu beantragen (natürlich unter Angabe aller Kapitalerträge). Die ausführliche Steuer- bzw. Kapitalertragsabrechnung bekommt man ja von der Brokerbank erstellt.

            MS

          • Dennis sagt:

            @ MS:
            Das lässt sich so pauschal leider nicht sagen. Wenn Du ausschließlich als Arbeitnehmer beschäftigt bist und keine weiteren Einkünfte (z.B. Vermietung und Verpachtung, Renteneinkünfte, etc.) und zu vernachlässigende Werbungskosten hast, dann kann die vom Arbeitgeber abgeführte Lohnsteuer ein erster Anhalt sein. Aber Vorsicht: Maßgeblich ist nicht der durchschnittliche Steuersatz, sonder der Grenzsteuersatz (also der, der auf den zusätzlichen Euro Einkommen erhoben wird).

            Um zu überprüfen, ob eine Günstigerprüfung für Dich in Frage kommt, nimmst Du am besten Deinen letzten Steuerbescheid (wenn sich Dein Gehalt oder andere Faktoren nicht merklich verändert haben) und rechnest dem zu versteuernden Einkommen die (Brutto-) Kapitalerträge hinzu. Dann rechnest Du überschlägig die darauf entfallende Steuer (im Internet gibt’s ganz simple Steuerrechner – völlig ausreichend) und vergleichst diese mit der Steuer laut letztem Steuerbescheid. Wenn die Differenz günstiger als die Abgeltungssteuer (zzgl. SolZ und KiSt), dann kommt eine Günstigerprüfung in Betracht. Eventuell müsste man dann mal genauer rechnen. Aber für eine erste Einschätzung würde ich so vorgehen.

            Falls allerdings der Durchschnittssteuersatz schon über 25% liegt, kannst Du Dir das Ganze gleich sparen, dann kommt eine Günstigerprüfung nicht in Betracht.

            Die Besteuerung mit dem persönlichen Steuersatz ist eher selten günstiger als die Pauschalbesteuerung. Bei einem zu versteuerndem Einkommen von € 24.000 liegt der Grenzsteuersatz bei rund 28% – damit ist die Pauschalbesteuerung bereits günstiger.

          • MS sagt:

            @Dennis

            Dank Dir für die Mühe. Ich denke, es sollte eigentlich jeder die Günstigerprüfung beantragen. Ist ja nur ein Kreuz auf der Anlage KAP. Entweder man bekommt was wieder, oder es bleibt im schlimmsten Fall bei den 25%, da es im umgekehrten Fall nicht höher ausfallen darf.
            Wenn man nur einfach sein Einkommen über Lohn/Gehalt von einer Firma bezieht, dann ist i.d.R. die Durchschnittsbelastung die reale Einkommensteuer. Siehe https://www.bmf-steuerrechner.de/ekst/? Also bei mir stimmt das ziemlich genau.

            Beste Grüße
            MS

  4. Ric sagt:

    @ Oli

    Wie bzw. Wo lässt du dir die Dividende in Aktien auszahlen?
    Ich bekomme bis dato immer nur die Dividende als Geldausschüttung.

  5. Hallo,

    beide Unternehmen sind hoch interessant!
    Ich selbst habe Procter & Gamble im Depot. Unilever wird aber „irgendwann“ dieses Jahr auch noch dazu kommen!

    Bei Unilever bevorzuge ich ebenfalls die N.V. Variante.
    Grund: Wird der Sparerfreibetrag ausgeschöpft, ist die N.V. Variante besser. Wird er nicht ausgeschöpft, ist die GB-Variante (komplett steuerfrei unterhalb des Freibetrages besser).

    Beste Grüße
    D-S

  6. Alex sagt:

    Hi,
    ich hab beide im Depot!
    Zuletzt gab es Gerüchte das Unilever Colgate-Palmolive übernehmen will. Wäre gut, brauch ich die nicht auch noch kaufen.
    Gruß
    Alex

  7. Oli sagt:

    @ric , @Monya
    Ich bin bei Cortal und die bieten mir jedesmal die Dividende auch in Aktien an und das Ganze ist auch noch gebührenfrei!! Auch bei Shell ist das so. Anscheinend hat nicht jeder Broker diese Möglichkeit. Zum Beispiel habe ich von einigen gehört, dass sie bei BP die Dividende in Form von Aktien bekommen haben. Bietet aber Cortal nicht an.
    Gruß Oli

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Oli: Die Comdirect bietet mir für Shell auch Aktienanteile an. Wenn ich diese nicht Anspruch nehme, erhalte ich ganz normal meine Dividendenzahlung von Shell.

      • Auch bei mir ist es bei der Comdirect Bank so.
        Ich habe die RDS B-Shares im Depot.
        Dann kommt jedes Quartal die Wahlmöglichkeit:
        Aktien RDS – A Shares (Achtung! A nicht B !!) oder Auszahlung als Bardividende.

        Bisher habe ich immer die Bardividende gewählt.
        Ob bei Einbuchung der B-Shares Kosten bei der Comdirect-Bank anfallen weiß ich nicht!

        Beste Grüße
        D-S

        • MS sagt:

          @D-S

          Zufällig habe ich auch (nur) genau 35 Stück B-Shares. 😉
          Wir können keine Aktien wählen, weil man mindestens 79 B-Shares braucht um 1 zu beziehen:
          „RDSB.RTS Dividende .2688 GBP pro Aktie oder .012659 Aktie per Aktie“ -> 35 x 0,012659 = 0,44.. Aktien.
          Wir sollten also aufstocken. Ist auch geplant. Diese Werte kaufe ich zu, wenn der Euro gerade schwächer gegen USD/CAD ist, und ich nicht in den nordamerikanischen Märkten kaufe.

          MS

          • Hallo MS,

            stimmt, ich habe ja gerade 11,35 EUR Dividende für die B-Shares erhalten… Ist einfach zu wenig 😉

            Aber ich möchte so oder so auf die A-Shares umsteigen, denn wenn ich ab nächsten Jahr sicher über den Freibetrag mit den Dividenden komme, dann sind die A-Shares steuerlich vorteilhafter.

            Wahrscheinlich werde ich nächstes Jahr meine 35 B-Shares verkaufen und dann gleich mal 100 A-Shares ins Depot legen.

            Und dann klappt´s auch mit der Stockdividende (oder mit der Nachbarin…;-) ) 🙂 (wie ging die Werbung nochmals…)

            Alles Gute!
            D-S

  8. egghead sagt:

    Die Entscheidung ist einfach : Alles haben wollen !

  9. Ökonom sagt:

    Markos was hältst du eigentlich von der Effizienzmarkthypothese und ihren Implikationen?

    Ich möchte hier nicht deine Strategie in Frage stellen, sondern nur nachfragen und die Alternativen kurz ansprechen. Denn hättest du beispielsweise einen Index-ETF gekauft, wäre dieser über den relevanten Zeitraum (ab ca 2011) deutlich im Plus, dein Kaufwert ist jedoch im Moment höher als der Depotwert, diese „Lücke“ mit Dividendeneinnahmen zu schließen wird ziemlich lange dauern.

    Man könnte für den Vergleich beispielsweise den Vanguard Total Stock Market Index (VTSMX) heranziehen, der auch Quartalsweise ausschüttet und seit 2011 fast 50% gestiegen ist und gleichzeitig Dividenden ausgeschüttet hat.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Ökonom: Mein Depotwert ist höher als der Kaufwert. Index-ETFs kommen für mich nicht in Frage. Für mich kommt nur das Direktinvestment in Dividenden-Aktien in Frage.

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