Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten. ( J. D. Rockefeller, Milliardär )
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In 30 Jahren ist Ihre Altersvorsorge nichts mehr wert

Heute habe ich bei Focus Online den Artikel „Inflation frisst Erspartes aufIn 30 Jahren ist Ihre Altersvorsorge nichts mehr wert“ gelesen.

Bittere Wahrheit: Sparer verlieren zurzeit Jahr für Jahr Geld. Der Grund: Durch die negative Realverzinsung (Nominalzins minus Inflationsrate) verliert das Geld sukzessive an Kaufkraft.

Das sollte soweit jedem klar sein, wenn man sein Geld auf einem Tagesgeldkonto, oder sogar Sparbuch lässt.

Erbschaft reicht nicht aus: Mit 65 000 Euro brutto im Jahr und regelmäßigen Gehaltssteigerungen sollte es eigentlich möglich sein, eine vierköpfige Familie zu versorgen und etwas fürs Alter zu tun. Doch selbst wer bereits 2000 Euro im Monat auf die Seite legt und ein Erbe von 150 000 Euro einbringt, erreicht die gewünschte Rente nicht. Entweder sind weitere 512 Euro nötig – mit 1,5 Prozent Rendite. Oder die Familie schafft es, monatlich 150 Euro mit etwas mehr als sieben Prozent im Jahr zu verzinsen.

Das ist erschreckend zu lesen! Nicht jeder verdient 65.000 Euro Brutto im Jahr. Das wären 5.416 EUR Brutto und bei Steuerklasse 3 mit keiner Kirchensteuer in Summe laut Nettolohn.de ca. 3.562,78€ Netto.

Wenn man von den 3.562,78€ Netto wie im oben genannten Beispiel des Artikels 2.000 Euro im Monat auf die Seite legt, dann hat man nur noch 1.562,78€ Netto zur Verfügung, um die Familie Monat für Monat über die Runden zu bringen. Ist das realistisch?

Ich glaube für viele Regionen in Deutschland ist das nicht realistisch. Alleine in Berlin kostet eine 3 Zimmer Wohnung mehr als 700€ warm pro Monat.

28 Responses to “In 30 Jahren ist Ihre Altersvorsorge nichts mehr wert”

  1. Dem Artikel im Focus finde ich nicht korrekt – eher schon gweollt irreführend!
    Wer wünscht sich eine Rente von 3.000 EUR monatlich?
    Soviel Geld verdient ja ein normaler Arbeitnehmer nicht mal jetzt – wieso will das dann jemand als Rente haben?

    Ich hätte gerne 10 TEUR als Rente – ist genauso absurd!

    Nein, ich denke es gilt als Rentner/in:
    a) ein Dach über dem Kopf zu haben
    b) etwas zu essen zu haben
    c) medizinsische Kosten tragen zu können
    d) Ein wenig Geld zum Ausgeben und genießen

    Hat jemand eine Wohnung oder ein Haus gekauft, sind die Instandhaltungskosten geringer als die übliche Miete. Das lohnt sich also! Und damit bin ich schon besser dran als die, welche in Miete leben müssen.
    Das wäre der erste Schritt!

    Danach kann man locker mit 1.000 oder 1.500 EUR monatlich auskommen – ich hätte da kein Problem mit!

    VG
    D-S

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @D-S: Die 1.000 bis 1.500€ monatlich mit einem abgezahlten Haus in 30 Jahren werden einfach nicht reichen, damit Du Dein Haus ggf. reparieren kannst, Essen kaufen und evtl. Medikamentenkosten selber trägst. Es ist jetzt schon schwer mit 1.000€ Netto pro Monat klar zu kommen.

      • egghead sagt:

        Ja da ist was dran, alterende Häuser verschlingen Geld.
        Besser ist es sich RECHTZEITIG im Alter vom Haus zu trennen und in eine Eigentumswohnung mit Aufzug zu ziehen. Müll/Heizungsanlage etc. geht geteilt durch viele Parteien und ist dann billiger als selbst alles zu unterhalten.
        Mit externer Hilfe kann man unter günstigen Umständen bis 80 und darüber darin wohnen und spart dann für einige Zeit die teuren Kosten für das Altersheim.
        Dann ist das Auskommen mit weniger Geld auch drin.
        Alt werden wir alle, auf keinen Fall verdrängen !

    • Turing sagt:

      Ich verstehe auch nicht, was so schwer sein soll, Altersvorsorge zu betreiben. Wäre ich Opa, ich würde mich liebevoll um die Enkelkinder kümmern und so die Kinder entlasten. Doch anstatt dass die Großeltern mit dem ICE nach Düsseldorf, Hamburg oder München fahren, um die Kinder zu betreuen, setzen sie sich in die Maschine nach Mallorca.

  2. Nina Tulpe sagt:

    Ich bin völlig überfordert was meine Altersabsicherung angeht. Ständig nerven mich Freunde & Bekannte mit dem Thema, deshalb hab‘ ich mich jetzt doch mal damit beschäftigt. Ich kann euch 3 interesante Artikel empfehlen, auf die mich eine Wirtschaftsberatung aufmerksam gemacht hat. Hier mal die Links …
    http://www.focus.de/finanzen/steuern/tid-33991/kostenhammer-krankenkasse-so-knabbern-die-sozialabgaben-an-ihrer-rente_aid_1123670.html ,
    http://www.cash-online.de/berater/2013/vorsorge-2/145923?utm_source=artikel&utm_medium=email&utm_campaign=artikel-weiterleiten

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Nina: Danke für Deinen Kommentar. Den Link zur Wirtschaftsberatung habe ich gelöscht. Keine Werbung bitte. Ansonsten gehen die Links zu den Artikel in Ordnung. Bestimmt sind viele mit ihrer Altersvorsorge überfordert. Das kann ich mir vorstellen. Gerade jetzt, wo es nach Abzug der Inflation auf viele Produkte eben negative Zinsen auf das hinterlegte Vermögen gibt.

  3. Baldur74 sagt:

    Ich finde die Rechnungen immer ziemlich irreführend.
    Ich will das kurz an einem Beispiel zeigen. Überzeugter Single 30 Jahre alt verdient 3000 netto. Der Berater wird ihm sagen, er muss 1000 im Monet wegtun um später 3000 netto (Gegenwert heute; also Kaufkraft wie 3000 jetzt) zu haben.
    Aber jetzt kommt der Haken. Wenn der Single 1000 spart, kommt er offensichtlich mit 2000 im Monat aus. Warum braucht er dann als Rentner 3000? Um endlich das leben führen zu können, was er sich vorher gewünscht hat?

    Ich habe in der Wirtschaftswoche allerdings auch Rechenbeispile gesehen, wo man graue Haare bekommen kann. So viel kann man gar nicht sparen, dass man einen komfortablen Ruhestand genießen kann.

    Interessant wäre vielleicht mal ein Thema wo jeder seine Strategie für das Alter veröffentlichen kann.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Baldur74: Welche Artikelüberschrift soll ich nehmen, damit jeder Leser dieses Blogs seine persönliche Strategie für das Alter veröffentlicht?

    • egghead sagt:

      Die Musterrechnungen scheitern in ihrer unzulässigen Vereinfachung letztlich an den realen Ereignissen im Leben :
      Immobilienkauf, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Kinder, Scheidung, Umzug, Umschulung, Arbeitsunfähigkeit, ….
      Ich habe mein Depot schon zweimal aufgleöst um eine Immobilie zu kaufen. Deshalb : Altersvorsorge hauptsächlich liquide anlegen, keine „Sparpläne mit xx Jahren Bindung“. Eine Immobilie in einem Ballungsgebiet ist übrigens auch liquide. War so ist so und bleibt so.

    • Turing sagt:

      Der Single soll keine 1000 € wegen als Altersvorsorge weglegen. Auf den Weg ins Rentendasein gibt es noch viele Zäsuren: Umzüge, Hochzeiten, Scheidungen, Hauskauf, Jobwechsel, Krankheit, Tod… das ganze Programm.

      Man sollte natürlich Geld zurücklegen, mit dem Hintergedanken, dass das für das Alter ist, wenn bis dahin alles gut geht. Man sollte aber vernünftigerweise davon ausgehen, dass es etwas passiert, vor allem, dass man von seinen Konsumwünschen übermannt wird und ein Haus kaufen muss. 🙂 Und wenn man dann genug Geld hat, kann man mit sehr viel Eigenkapital ein Haus kaufen oder bauen. Deshalb ist Liquidität der Anlage sehr, sehr wichtig.

      Sie haben natürlich recht: Im Endeffekt käme der Mann mit 2000 € aus. Ich habe mal vor zwei Jahren in einem Forum die Frage gestellt, was wertvoller ist: 500 € mehr Gehalt oder die Fähigkeit, mit 500 € weniger auszukommen als Personen mit ähnlichen Lebensumständen. Ich finde ja zweites wichtiger, aber die meisten sind meistens der – meines Erachtens – irrigen Auffassung, dass 500 € mehr Gehalt besser wären. Wer mit wenig auskommen vermag, der fällt auch nicht so tief im Falle der Arbeitslosigkeit und wenn er gespart und investiert hat, kann er mit Mitte 50 in den Vorruhestand. Warum auch nicht? Aber wer große Einnahmen aus Dividenden, ist meistens viel zu ehrgeizig, um sich auf die faule Haut zu legen und selbstbewusst genug, um beruflich noch mal was zu reißen.

      Wenn ich so weiterspare wie bisher, hätte ich in 15 Jahren mit Mitte 40 genug passives Einkommen, um davon meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Ich würde aber trotzdem arbeiten gehen.

  4. Constantine sagt:

    65.000 € Brutto? Davon kann doch mindestens 90% aller Arbeitnehmer nur träumen, ganz ehrlich. Aber hier wird natürlich schön reißerisch mit der Angst der Leser gespielt. Natürlich sollte man sich Gedanken über die Altersvorsorge machen und sich nicht auf die Rente verlassen (wird ja überall runtergebetet).
    Die große Masse ist abhängig von Beratung, wie man denn nun richtig vorsorgt, traut sich nicht an Aktien und hat kein Wissen über Immobilienkauf. Das ist das eigentliche Problem.
    Ich persönlich habe auch Magenschmerzen was in 30 Jahren sein wird und versuche nach besten Wissen und Gewissen mit meinem Geld hauszuhalten und es zu investieren (Dividendenaktien, Immobilie). Ob das der richtige Weg ist, wer soll das bewerten können? Ich nicht, aber es ist allemal besser als nichts zu tun!

    • Simon sagt:

      @Constantine: stimmt, 65TEUR+ verdient der Durchschnitt bei weitem nicht.

      Die Problematik mit der Niedrigzinspolitik, Altersvorsorge etc. betrifft Europäer aber wesentlich stärker als Amerikaner, oder?

      Die Zinsen werden, selbst wenn der europäische Leitzins sukzessive wieder auf 1-2% ansteigen sollte, auf absehbare Zeit dennoch niedrig bleiben (5-7 Jahre). Senkungen oder Erhöhungen finden meist um 0,25%-Punkte statt, wenn man sich die Historie anschaut. Das heißt die aktuellen Probleme werden in den nächsten Jahren noch zunehmen: Druck auf Banken, Versicherungen etc. die langfristige höhere Zinsen vor einigen Jahren versprochen haben und diese kurzfristig momentan nicht oder schwer liefern können etc.

      Wenn man sich amerikanische Aktien an der NYSE kauft, bezahlt man doch auch in Dollar, nur läuft das Depot in Euro.

      Gründe für den Nichtuntergang des Dollar gibt es aus meiner Sicht ausreichend:
      – Weltwährung
      – Viele Staaten stehen beim IWF in der Kreide, über Jahre bzw. teilweise Jahrzehnte, Industrienationen wie Schwellenländer, die im Gegenzug für weitere Kredite ihre Landeswährung an den Dollar koppeln mussten. So sichern sich die USA konstante Nachfrage nach Dollar.
      – USA größte Volkswirtschaft der Welt
      Das soll nicht heißen, dass der Euro definitiv untergeht, aber falls wäre man doch so eher auf der sicheren Seite.

      Meine Frage: wäre es nicht sinnvoll sein Aktiendepot in Dollar laufen zu lassen? Und ginge das mit einer deutschen Bank oder müsste man dazu ein Konto in Amerika eröffnen?

      @all: Spricht aus eurer Sicht etwas dagegen?

    • egghead sagt:

      65.000 ist doch gar nicht so viel ?! Es kommt auf die Berufsgruppe, Berufsjahre, Qualifiaktion an und die Leser der Zeitungen dürften sich eher in den höheren Bezugsklassen bewegen.
      Jetzt schreien alle Geringverdiener und Weltverbesserer auf. Das geht mir komplett an der Schulter vorbei.
      Man kann doch nicht immer nach unten schauen um zu entscheiden was richtig ist und was nicht.
      Alle Überlegungen wie viel Prozent der Bevölkerung wie viel verdienen enden am Ende in einer linken von Neid geprägten Umverteilungsphantasie. „Teilen macht Spaß“. Ich könnte jetzt noch kotzen angesichts dieser wahnsinnig intelligenten Wahlkampfkampagen der Linken a la DDR2 zu enteignen und Unrecht zu üben.

    • Esarie sagt:

      Hmm kleine Richtigstellung: im Artikel steht etwas von 65.000 brutto Einkommen, das stimmt. Allerdings steht auch drin, dass es das Familieneinkommen ist, also 2 Verdiener sind (siehe Bildunterschrift, ist ein wenig versteckt)

      Das ist doch schon wieder durchaus realistischer. Und auch die Rente ist dann die Rente für das Ehepaar zusammen und nicht einzeln. Ebenfalls wieder nicht ganz so weit weg vom Schuss.

      Also an den Haaren herbeigezogen kann ich daher das Beispiel nicht finden.

      Davon aber völlig unabhängig kann ich es natürlich auch nur unterstützen, sich unabhängig von diesen „Zusagen“ des Staates zu machen. Aber genau deswegen lesen wir diesen tollen Blog gelle 😉

  5. rwsub sagt:

    Oh ja der Artikel kann einen beim lesen echt Sorge bereiten. Aber wie schon auch im Artikel erwähnt ist es nur ein Beispiel. Klar hätte ich heute gerne eine Rente von 3000€ im Monat aber he seien wir doch mal realistisch ist ja nur ein Beispiel welches aber eher negativ gewählt worden ist.

    Wer sich nicht verwirren lässt, sondern sich seines eigenen Kopf bedient, wird einsehen das einige Dinge in Zukunft anders laufen werden. Daher kann man jetzt schon vorausschauend Vorsorgen wenn die Möglichkeiten da sind und wenn nicht muss man halt die Möglichkeiten selbst schaffen bzw. darauf hin arbeiten.

    Wer sagt den bitte schön das alles Friede, Freude, Eierkuchen ist? Ne Leben ist hart und immer ein Kampf egal in welcher Art und Weise.

    Früher waren wir alle Selbstversorgen mussten nicht zur Arbeit sondern sorgten für uns selber. Heute sieht das ein wenig anders aus aber es wandelt sich wieder in die Richtung das wir selber an uns denken müssen und es nicht den Staat oder Unternehmen überlassen .

  6. KF sagt:

    In Deutschland gibt es einen Mangel an Bildung was das Anlegen von Kapital angeht. Ich sehe das als 2. Job den eigentlich jeder der sich um seine Altersvorsorge kümmert hat. Nur die meisten bilden sich nicht bevor sie handeln und fallen dann auf die Schnauze und lassen es für immer. Eigentlich müsste sowas schon in der Schule als Hauptfach unterrichtet werden. Dann bräuchten wir auch keine staatlichen Rentenumverteilungssysteme (von jung zu alt).

  7. Felix sagt:

    Da ich schon etwas älter bin, muss ich sagen: Solch Artikel lese ich seit 30 Jahren. Seither sind unzählige Rentergenerationen gestorben, und in der Regel nicht an Armut. Es ist doch in der Regel wohl, dass man in einem Haushalt lebt und jeder eine mehr- oder mindergroße Rente bezieht. Außerdem hat man etwas auf der hohen Kante, wenn man ein Leben lange gearbeitet hat. Und keine Mensch brauch sein gesamtes Rentnerdasein 3000 €/mtl, schon gar nicht, wenn er alleinstehend ist.
    Mit der Rente wird immer Panik gemacht, das war schon immer so. So mancher erlebt sie gar nicht.

  8. Thomas sagt:

    Das kommt nunmal daher , das ein Großteil der Bürger in BRD sagt Aktien sind gefährlich …

    Wie oben schon angesprochen , liegt es aber daran , das die Schulen es versäumen beibringen Kapital aufzubauen.

    Ich glaube allerdings das gehört zum System. Das System sagt in BRD, Aktien sind gefährlich , wenn ihr in diese Richtung investieren wollt, dann braucht ihr einen Berater…

    Das was die wenigesten aber verstehen, ist das die “ Berater “ an “ DIR “ verdienen will. Welchem Berater interssiert es schon , ob “ DU “ später im Wohlstand lebst, oder nicht ???

    Wie oft predige ich meinen Azubis sie sollen sich nen Depot anlegen und einfach Aktien, wie Coca Cola , oder McDonalds ins Depot legen. Einfach nur deshalb , weil sie deren Produkte selber konsumieren und somit daran im Endeffekt wieder gewinnen können …

    Sogut wie keiner hört allerdings auf mich …

  9. Andreas sagt:

    Was will uns der Bericht in der Focus sagen ? . Doch nur das 96% der Deutschen absolut keinen Duchblick haben und man Ihnen Beispiele mit lächerlichen Renditen zeigen kann , die bei Amerikanern oder Kanadiern nur ein Kopfschütteln erzeugen würden (Stupid Germans) .

    Wer trotz Internet und frei zugänglichen Bibliotheken nicht in der Lage ist sich finanziell weiterzubilden bzw. noch nicht mal einen Blick über den Tellerand in Richtung Kanada, USA wagt , der wird später genau das bekommen was er aufgrund seiner Angst, Ignoranz und Bequemlichkeit verdient.

    Auf der anderen Seite müssen wir uns bei den 96% bedanken. Denn sie füllen die Rolle des Arbeiters aus und auch Ihre Kinder werden dafür sorgen das unsere Unternehmen zukünftig kräftig wachsen und Dividenden ausschütten.

    Getreu dem Motto : Jeder ist seines Glückes Schmied .

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Andreas: Wer kennt sie nicht – Leute die nicht in Dividenden Aktien investieren wollen, weil sie Angst haben Geld zu verlieren. Dabei verlieren diese Leute real Monat für Monat ihr Geld auf dem Sparbuch und Tagesgeldkonto.

    • Turing sagt:

      Diese 96 % werden aber einen Populisten an die Macht bringen, der die Leute ausraubt, die wirtschaftlich erfolgreich benommen haben.

      Ich habe vor wenigen Wochen Götz Alys Buch „Warum die Deutschen? Warum die Juden?“ gelesen. Das Buch erörtert, wie es ausgerechnet in Deutschland zu einem Hitler und der Massenvernichtung kam. Neben dem christlichen Antijudaismus als eine Ursache sieht Aly vor allem den wissenschaftlichen, kulturellen letztendlich wirtschaftlichen Erfolg der jüdischen Minderheit, was den Neid und letztendlich den Antisemitismus zu beförderte. Wer Aly eins ans Zeug flicken will, nennt dies Buch eine „Rechtfertigung“ oder „Entschuldigung“. Ist es aber nicht, es ist eine sehr schlüssige Erklärung, ohne die Täter zu entlasten.

      Und wenn ich sehe, wie folgendlos die Linkspartei in unserem Lande agitieren kann und wie Etatismus in allen Parteien ausufert, die FDP rausfliegt, dann ahne ich nichts gutes.

  10. Um nochmals kurz die Verhältnisse klar zu rücken. Ich habe nichts gegen eine 3 TEUR Rente, egal aus welchen Komponenten sie sich zusammensetzt.

    Aber das hier (gut, es ist nur Bild-Zeitung) sind andere Zahlen: http://www.bild.de/geld/wirtschaft/rente/so-viel-rente-kriegen-deutschlands-rentner-30094172.bild.html

    Gerade mal 2337 Rentner in ganz Deutschland erhalten mehr als 2.100 EUR Rente pro Monat.

    Oder 72% aller Rentner erhalten maximal 1 TEUR Rente pro Monat!

    Man weiß natürlich nicht, wieviel sonstiges Geldvermögen oder sonstige Bezüge die Rentner noch erhalten, aber die Tabelle sagt schon mal was aus.

    Das kann ruhig mal in Relation zu den im Focus genannten Zahlen setzen…

    Viele Grüße
    D-S

  11. Andreas sagt:

    @Dividenden-Sammler : Wenn man bedenkt das jeder Arbeitnehmer im Monat insgesamt 18,8% von seinem Brutto in den Generationenvertrag einzahlt und man neuerdings unter 30 Rentenpunkten (Koalitionsvertrag) als Arm gilt bzw. Grundsicherung erhält … , dann bedeutet das , das jemand der heute bis 23.000 Euro p.a verdient und trotz eines „Zwangs-Sparbetrages“ von ca. 360 Euro im Monat nach 45 Jahren nur mit einer Rente von 850 Euro rechnen kann … Und das auch nur wenn der Staat so gnädig ist die Rente der Inflation anzupassen , was er aber durch 4 Nullrunden in den letzten 10 Jahren nicht getan hat und auch nicht als Notwendig erachtet da eine Anpassung an die Lohnentwicklung nicht vorgesehen ist ! (Wohl aber bei Hartz4 !)

    360 Euro pro Monat ergeben ohne Zinsen nach 45 Jahren bereits 194.400 Euro ! Bei einer angenommenen durchschnittlichen Inflation von 3% benötigt man bereits eine Rendite >3% um den Kaufkraftverlust auszugleichen und bei einer Ertragsrendite von 6% (so wie es Markos bereits erreicht) pro Monat daraus ca. 1000 Euro Ertrag zu erziehlen.

    Geht man von einer durchschnittlichen Rendite von 7% p.a aus die man durch ein gut diversifiziertes Depot locker erreichen kann
    so wären es nach 45 Jahren dank Zinseszinseffekt bereits 1,32 Millionen …

    Aus Sicht des Staates ist die Bevormundung aber notwendig, denn auch die nächsten Generationen sollen wiederum in prekäre Arbeitsverhältnisse zum Wohle der Unternehmer und Investoren geleitet werden . Es ist daher auch nicht vorgesehen das System zu ändern.

    Somit muß heute jeder selbst für seinen zukünftigen Wohlstand sorgen. Sei es mit dem Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie oder durch den privaten Vermögensaufbau.

  12. Turing sagt:

    Der Focus-Autor scheint in äußerst begüterten Verhältnisse aufgewachsen zu sein. 65000 € sind ein sehr viel und 2000 € pro Monat vernünftig angelegt… da kann man nach drei Jahrzehnten Millionär sein! Was will man mehr? Ich verdiene viel weniger und mein Aktiendepot wächst und wächst, weil ich immer wieder Geld für Neukäufe habe.

    Einige Leute glauben, dass die Welt untergeht, wenn man den Lebensstandard etwas zurückschrauben muss. Medien und Politiker verstärken die Illusion, dass jeder ein Recht hätte, auf ein gleichbleibenden Lebensstandard. Nicht mit „Lebensstandard“ wird man vermögend, sondern mit Bescheidenheit und Investitionen.

    Meine Sparquote liegt über 50 %. Ich sehe nicht ein, warum ich das Geld verjubeln sollte. Sollte ich Familie bekommen, dann gibt es mehr als genug Konsumwünsche. Ich finde auch nicht, dass ich schlecht lebe. Ich habe guten Käse, gute Brötchen, gutes Käffchen, guten Tee. Ich gebe mitunter den einen oder anderen Euro mehr an dieser Stelle aus. Was ich nicht habe: Kapselsysteme, keine Playstation, keinen Flachbildfernseher (mein kleiner Fernseher ist 20 Jahre alt), kein Smartphone, keine moderne HiFi-Anlage (meine ist 20 Jahre alt). Ich kenne Leute, die alle drei Jahre ein neues Handy/Smartphone benötigen, unbedingt den neuen iPod, eine neue Digitalkamera, obwohl es die alte noch tut (meine ist fünf Jahre alt), alle paar Jahre neue Möbel… Ich finde diese Konsumgewohnheiten einfach nur wahnsinnig.

    Dies muss man abstellen und dann hat man genug zum Sparen. Und die Lebensqualität wird nicht schlechter.

  13. Andreas sagt:

    Passend zu meinem Bericht ein aktueller Link …

    http://www.bild.de/politik/inland/renten/beitraege-doch-nicht-runter-union-und-spd-wenden-gesetztes-trick-an-33697924.bild.html

    Ich habe ja bereits gesagt das man das System nicht ändern will .
    Kompetente und verantwortungsbewußte Menschen (also keine Politiker ) würden jetzt anfangen einen transparenten Fonds (mit dem Focus auf steigenden Ertrag) für die nächste Generation zu bilden … ähnlich wie beim 401K Retirementplan der USA.
    http://www.nationwide.com/401k-retirement-plans.jsp

    Dafür könnten sie die Differenz von 0,6% einsetzen … so das die Beiträge zwar auch unverändert blieben , man aber bereits eine Kompensation der sinkenden Renten einleiten würde.
    Auch wen es am Anfang nur geringe Beiträge sein würden so würde man durch die Vorbildfunktion des Staates die Bereitsschaft in Aktien zu investieren deutlich erhöhen.

    Stattdessen aber sugeriert man den Deutschen mit Hilfe der öffentlichen Medien (die per Zwangsabgabe finanziert werden ) , das alles jenseits von Sparbuch und ehemals Bundesschatsbriefe nur etwas für Zocker sei (siehe Link) .

    http://www.youtube.com/watch?v=7kesJPH-oBU

    Mit der Gewißheit das man sich nicht mehr auf den Staat verlassen kann ist somit Eigenvorsorge nötiger denn je.

  14. Caro sagt:

    Wirklich erschreckend, wenn man das so liest. Allerdings ist dies ja nur eine aktuelle Prognose. Der Focus geht davon aus, dass die Nominalverzinsung genau auf diesem Niveau bleiben und sich nicht wieder erholen. Ich glaube das nicht. Denn irgendwann wird es auch wieder bergauf gehen und dann lohnen sich auch wieder Sparverträge und Rentenzusatzversicherungen. Die Laufzeit wird das Problem lösen – so sollte es zumindest sein.

    • egghead sagt:

      Die Laufzeit löst das Problem leider nicht mehr. Derzeit klettern die Preise z.B für Lebensmittel munter weiter, während die Zinsen im Keller sind. Steigen die Zinsen werden auch die Preise schneller steigen.Sparverträge und Rentenzusatzversicherungen sind reine Provisionsprodukte, ich meide sie.

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