Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten. ( J. D. Rockefeller, Milliardär )

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Gedanken eines Privatiers zur Finanziellen Freiheit

Nachfolgend ein Gastartikel von Peter Ranning, Autor des Buches "Gedanken eines Privatiers" zum Thema Finanzielle Freiheit. Viel Spaß beim Lesen wünsche ich Euch.

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Hallo, mein Name ist Peter Ranning. Ich bin der Autor des Buches „Gedanken eines Privatiers“ und nachdem Markos so nett war, vor ein paar Wochen mein Buch hier vorzustellen, möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, mich einmal selbst kurz zu Wort zu melden.

Das Thema „Finanzielle Freiheit“ steht ja auch in Markos’ Blog bereits im Titel und er ist bei weitem nicht der Einzige, der über dieses Thema schreibt. Auch andere beschreiben ihre Ideen oder Strategien, wie sie die finanzielle Freiheit erreichen möchten und lassen uns an ihren Bemühun­gen, dieses Ziel zu erreichen, teilhaben.

Bei mir ist es ein wenig anders. Denn ich habe das Ziel bereits erreicht! Allerdings habe ich leider bis zum Alter von 56 Jahren dafür gebraucht. Und da nun wird mancher sagen: „Das ist wenig spektakulär.“

Und hat damit sicher auch irgendwie Recht. Zumindest aus der Sicht eines 30-jährigen ist das kein Ziel, was man sich vornimmt. Aber für jemand, der noch ca. 10 Jahre bis zur Rente hat, sind es eben 10 Jahre mehr Lebensqualität. 10 Jahre, in denen man (hoffentlich) noch einigermaßen gesund und fit ist und die gewonnene Freiheit noch genießen kann.

Die beiden wichtigsten Fragen, die mir immer gestellt wird, wenn ich erzähle, dass ich Privatier bin, sind immer zuerst: „Wie schafft man das? – Wie geht das?“ und danach: „Und wie ist das so? Was macht man da den ganzen Tag?“

Zur ersten Frage möchte ich hier gar nicht so viel sagen. In meinem Buch habe ich sehr viel über finanzielle Strategien geschrieben. Da geht es um den Handel mit Wertpapieren (Aktien, Anleihen, Optionen), um Steuer-Strategien, um Kranken- und Renten-Versicherungen (gesetzlich, Riester und Rürup), um Abfindungen und vieles mehr. Das möchte ich hier nicht alles wiederholen. Wer möchte, kann dazu auch einmal meinen Blog auf www.der-privatier.com besuchen.

Genau so wichtig, wie alle diese finanziellen Gedanken, ist aber wohl auch die Tatsache (und damit komme ich schon zur zweiten Frage: „Wie lebt man so als Privatier?“), dass ich ein ganz normales Leben führe. Ich gehöre nicht zu denjenigen, die sich vor ihrer Yacht mit einem Cocktail in der Hand auf einer Südsee-Insel fotografieren lassen und mit ihrem unermesslichen Erfolg prahlen.

Ich komme aus sehr einfachen Verhältnissen. Mein Vater war ein einfacher Arbeiter und meine Eltern haben zeitlebens in einer Mietwohnung gewohnt. Sie haben nie ein Auto besessen und bis ich 15 Jahre alt war, hatten wir nicht einmal einen Fernseher!

Und so habe ich praktisch bei Null angefangen und auch mein beruflicher Werdegang war eher unspektakulär. Ich habe es weder in den Vorstand eines der großen DAX-Unternehmen geschafft, noch habe ich eine geniale Geschäftidee gewinnbringend vermarktet. Nein – ich war immer ein ganz normaler Angestellter. Nach Tarif bezahlt. Keine Boni, keine Tantiemen, keine Prämien. Alles ganz normal.

Und genau diese „Normalität“ und das wenig Spektakuläre zeigen für mich zwei Dinge: Einerseits zeigt es, dass die finanzielle Freiheit ein Ziel ist, das jeder schaffen kann. Man braucht dazu weder reiche Eltern, noch einen Spitzen-Gehalt und man muss auch keinen besonderen Geistesblitz haben und ein neues Facebook oder iPhone erfinden. Das würde die Sache allerdings ungemein erleichtern und beschleunigen. Keine Frage.

Aber es zeigt noch etwas anders: Vielleicht ist nämlich gerade die Normalität (und eine gewisse Bescheidenheit) eine wichtige Voraussetzung, es überhaupt zu schaffen. Wer nämlich von Kindesbeinen gewohnt ist, sorgsam mit seinen Mitteln umzugehen, der kann diese Grundeinstellung vielleicht auch sein Leben über beibehalten.

Und dies bedeutet keine Einschränkung! Es ist einfach ein Lebensstil, der sinnlosen Konsumkram nicht braucht und der kritisch hinterfragt, welche Dinge wichtig sind und welche nicht. Und wenn es wichtig ist, dann dürfen die Dinge auch Geld kosten. Wie z.B. bei der Ernährung. Wer bei der Ernährung spart, spart definitiv an der falschen Stelle. Aber das ist ein anderes Thema, zu dem ich vielleicht an anderer Stelle noch einmal mehr schreiben werde.

Das wichtigste Gut eines jeden ist aber wohl die Zeit. Noch viel wichtiger, als kein Geld für sinnloses Zeug auszugeben, ist es, keine Zeit mit sinnlosen Tätigkeiten zu vergeuden. Dies war immer mein Antrieb zum Erreichen der finanziellen Freiheit und ist auch heute immer wieder die Bestätigung, dass meine Entscheidung richtig war, meinen Job aufzugeben.

Auch hier sind es keine spektakulären Events, von denen ich in meiner gewonnen Zeit zu berichten hätte. Es sind die kleinen Dingen des Lebens, die ich ungemein genieße und die mir so oft meinen privilegierten Status verdeutlichen: Das Frühstück im Cafe mit zwei Freunden, die den gleichen Schritt getan haben und ebenfalls Privatiers sind. Der Stammtisch mit anderen Freunden, der oft bis spät in die Nacht geht, weil am nächsten Morgen keine Pflicht ruft. Der spontane Spaziergang mitten am Tag in der herbstlichen Sonne mit meiner Frau, der mit einem ebenso spontanen Restaurant-Besuch zu einem Ganztages-Ausflug wird.

Das ist für mich Lebensqualität und da spielt dann das Geld nur noch eine untergeordnete Rolle.

Und wer nun Lust bekommen hat, es mir nach zu machen und vielleicht auch sein Arbeitsleben ein paar Jahre abkürzen möchte, den möchte ich zum Abschluss einladen, einmal auf meinem Blog auf www.der-privatier.com vorbeizuschauen. Vielleicht findet er ja dort noch ein paar Anregungen oder Antworten auf ein paar offene Fragen.

Bis dahin. Der Privatier

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