Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten. ( J. D. Rockefeller, Milliardär )
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Buch Rezension: Finanzberatung? Nein Danke! Ohne Ratgeber erfolgreich investieren

In meinem Sommerurlaub auf Santorin (Griechenland) habe ich das Buch Finanzberatung? Nein Danke! Ohne Ratgeber erfolgreich investieren gelesen. Das Buch von Dr. Borkner-Delcarlo kam genau richtig, um die Zeit am Pool ein bisschen mit Finanz Literatur zu verbringen.

Können Sie sich vorstellen, dass es eine Unternehmung gibt, die bereits seit 156 Jahren existiert, die seit 114 Jahren jedes Jahr, ohne eine einzige Unterbrechung, eine Rendite von knapp 3% ausschüttet, deren Anteile im Juli 1983 für $0,65 zu haben waren und für die man heute über $35 hinlegen muss? Können Sie sich eine Wertanlage vorstellen, die seit 54 Jahren jedes Jahr die Ausschüttung um durchschnittlich 7% erhöht, also weit mehr als die Inflation jedes Jahr Ihr Geld entwertet?  So etwas gibt es nicht, werden Sie sagen!

Doch, solche Unternehmungen gibt es und ich will Ihnen zeigen, wie man diese findet und wie man damit seine Finanzen aufbessern, ja sogar finanziell unabhängig werden kann. Es ist eine Anlage, bei der Sie keinerlei Beratung brauchen, bei der keine Gebühren und keine jährlichen Verwaltungskosten anfallen. Eine Anlage, die Sie verstehen, auch wenn Sie keine Ahnung von Geldgeschäften haben!

Der geplagte Kleinanleger wird heute förmlich erschlagen von guten Ratschlägen. Die Fachbegriffe segeln ihm nur so um die Ohren, sobald er auch nur die Zeitung aufschlägt. Und auch wenn er nur im Internet nach ein paar billiger Puschen für den Schwiegervater sucht, so blinken rechts, links, oben und unten die Anzeigen der diversen Finanz- Bank- und Anlageberater. Die einen erzählen Ihnen, die Welt ginge noch dieses Jahr unter und deshalb müssten Sie Ihr Geld in Sicherheit bringen, die anderen wollen Ihnen weismachen, dass Gold die Lösung aller Ihrer Probleme ist.  Dabei ist es doch ganz einfach.

Wenn Sie Ihr Geld wirklich gewinnbringend anlegen wollen, dann geben Sie es nicht dem Staat, nicht den Banken und erst recht nicht den Versicherungen. Geben Sie es Cilit Bang, Pampers, Nivea, McDonalds, Coca Cola und Co. Denn diese Unternehmungen verdienen Geld. Sie verdienen es seit mehr als einem Jahrhundert und sie verdienen es mit Ihren Einkäufen, mit dem Inhalt der Tüten Ihrer Nachbarn und mit den Einkaufskörben in Kanada, Amerika, der Türkei, Japan und vielen vielen anderen Ländern. Und sie verdienen es auch dann, wenn eine neue Währungsreform kommen sollte, wenn der Staat die Konten der Kleinanleger und Sparer plündern wird und wenn er die Renten- und Sozialleistungen kürzen wird, weil sich dies die Solidargemeinschaft auf Dauer nicht leisten kann.

Sehen Sie sich selbst beim Einkaufen zu, schauen Sie auf die Hausfrauen und was sie auf’s Laufband der Konsumtempel legen, dann wissen Sie, welche Aktien Sie kaufen sollen. Glauben Sie nicht dem Staat, wenn er Ihnen erzählt, die Renten seien sicher. Sie sind es nicht! Die Quote der Renten ist von 2005 bis heute von 72% auf 53% des durchschnittlichen Nettoeinkommens gesenkt worden und sie wird weiter gesenkt werden. Schauen Sie sich Ihren Gehaltszettel an! Könnten Sie sich wirklich vorstellen, von 50% Ihres jetzigen Gehalts zu leben? Sie werden vorsorgen müssen, wenn Sie nicht im Alter mit einer mageren Sozialrente dastehen wollen. Legen Sie Ihr Geld an, aber nicht nach den Regeln der Löwen, sondern nach den Regeln der Hausfrauen. Legen Sie es nicht nach den Regeln an, die Ihr Bankberater vorgibt zu verstehen, sondern nach Regeln, die „Sie“ verstehen.

Bewertung:
Diesen Finanz Ratgeber kann ich jeden Einsteiger sehr empfehlen! Wie auch der Autor, so habe ich erst nach 12 Jahren an der Börse mit vielen Gewinnen und Verlusten die Dividendenstrategie entdeckt und die Dividendenstrategie funktioniert für den Vermögensaufbau und ist eine konservative Strategie. Es ist ein „Must Have“ für jeden Anleger und stellt trotz günstigem Preis viel etablierte Lektüre in den Schatten. Der nachvollziehbare Ansatz des Autors wird z.B. durch mich bereits seits 2 Jahren konsequent mit der Dividendenstrategie durch Dividenden Aristokraten und High Yield Dividenden Aktien umgesetzt.

Amazon Kindle Edition:
Finanzberatung? Nein Danke! Ohne Ratgeber erfolgreich investieren
Taschenbuch: 229 Seiten
Verlag: Dr. Olaf Borkner-Delcarlo; Auflage: 2 (6. August 2013)
Sprache: Deutsch

14 Responses to “Buch Rezension: Finanzberatung? Nein Danke! Ohne Ratgeber erfolgreich investieren”

  1. Thomas sagt:

    Habe mir heute das Buch mit dem Kindle ( und Prime Acc ) mal ausgeliehen bei Amazon.
    Die ersten 20 % habe ich durch . Liest sich sehr schön. Da ich mich selber allerdings nicht mehr als Anfänger an der Börse bezeichne ist vieles was dort geschrieben ist logisch und für mich bereits normal.

    Dennoch , für jeden Anfänger und diejenigen , die Geld anlegen möchten und nicht wissen wohin damit sehr geeignet.

    Die Anlage Strategie , die dort beschrieben ist , ein eine Mischung aus DividendenStrategie + in die Trends dieser Welt + Unternehmen auswählen , die jeder kennt aus der Konsumbranche.
    Einfach und logisch und auch für Einsteiger nachvollziehbar.

    Im Grunde genau die Art, mit der ich seit Jahren investiere…

    • Olaf Borkner-Delcarlo sagt:

      Als Kommentar zu meinem Buch will ich mit einer kleinen Geschichte antworten. Ich hoffe sie gefällt euch.
      ________________________________________________
      Im Februar 1912 wurden Olaf und Joana Joannson geboren. Sie waren Zwillinge einer norwegischen Einwandererfamilie. Die Joanssons waren nicht reich, kamen gerade so über die Runden. Mrs. Joansson kümerte sich um die Kinder, so wie es eben damals üblich war und Mister Johansson arbeitete an einer Abfüllanlage bei Coca Cola. Die beiden waren sehr stolz auf ihre Kinder und versuchten ihnen mitzugeben, was eine arme Einwandererfamilie eben so mitzugeben hat.

      Im Jahre 1920 ging die Firma, in der Mister Joanssson arbeitete an die Börse und gab das erste Mal Anteilscheine aus. Auch wenn es Mister Joansson schwer viel, kaufte zwei dieser Aktien. Eine für Olaf und eine für Joana. Er bezahlte für jeden Anteilschein $21, was damals eine wirklich große Summe war, außerdem nahm er sich vor, alle Dividenden, die für diese zwei Aktien bezahlt wurden, wieder in Aktien seiner Firma zu investieren und er beschloss, dass seine Kinder mit dem 18en Lebensjahr über das akkumulierte Vermögen verfügen dürften.
      In den goldenen 20er Jahren vermehrte sich das kleine Vermögen moderat und alles schien auf dem besten Wege zu sein. Olaf und Joana machten schon Pläne für ein Studium das beide aufnehmen wollten, doch dann kam der Schwarze Freitag. Im Oktober 1929 stürzte die Börse ab und kein Titel blieb verschont.

      Der 18te Geburtstag kam und es bestand keine Aussicht, auf eine Beendigung der weltweiten Wirtschaftskrise. Olaf entschied sie würde ihre Aktien verkaufen, die mittlerweile auf ganze drei Stück angewachsen waren. Aber der Vater konnte ihn schließlich überreden, nur eine der drei Aktien zu verkaufen und die anderen beiden zu behalten. Olaf bekam ganze $182 dafür, ein Gewinn von erstaunlichen 2.500% in nur 10 Jahren.
      Joana widerstand der Versuchung, auch wenn für sie die Dinge nicht so gut liefen wie für ihren Bruder. Sie behielt ihre Aktien, ja, vergaß sie fast in den Wirren der Prohibition. Doch die Firma, für die ihr Vater immer noch arbeitet prosperierte und erholte sich langsam wieder von dem Kusrsturz, den auch sie durchlitten hatte.
      Die folgenden fünfzehn Jahre vergingen schnell. Joana heiratete, bekam Kinder und arbeitete als Lehrerin in einer Mittelschule. Sie und ihr Mann lebten das Leben einer Durschschnittsfamilie in einer kleinen Stadt in Georgia. Sie genossen ihr Glück und an die Aktien, die mittlerweile zu einer stolzen Anzahl von 1.234 angewachsen waren, dachten beide nicht.
      Aber auch Olaf war recht erfolgreich. Auch er hatte geheiratet, auch er hatte Kinder und er fand sogar eine Arbeit an der New Yorker Börse gefunden. Nichts aufregendes, aber es ernähre seine Familie. Allerdings gewöhnte sich Olaf einen etwas zu extravaganten Lebensstil an und so war das Geld meist etwas knapp in seinem Haushalt.
      Es war im Jahr 1945, als Olaf eine Analyse las, in der geschrieben stand, dass Coca Cola mit einer großen Konkurrenz zu kämpfen hatte und deshalb wohl mit einem Kurseinbruch zu rechnen sei. Olaf, wieder einmal in Geldschwierigkeiten, erinnerte sich seiner Coca Cola Aktien, pfiff leise durch die Zähne, als er feststellte, dass nur die Hälfte seiner Aktien bereits $2.000 Wert waren, was damals einem kleinem Vermögen gleich kam. Also verkaufte er die Hälfte und bezahlte seine Schulden mit dem Geld.
      Olaf rief seine Schwester an und versuchte auch sie davon zu überzeugen, wenigstens einige Aktien der Firma Coca Cola zu verkaufen, aber Joana blieb standhaft un d behielt ihre Aktien. Sie hatte beobachtet, wie in ihrer Nachbarschaft die Produkte ihrer Firma gekauft wurden und schenkte den Analysen der schlauen Bankmanager keinen Glauben.
      1985, vierzig Jahre später Joana und ihr Ehemann, beide 73 Jahre alt, lebten immer noch in einer ländlichen Gegend Georgias. Sie hatten sieben Enkelkinder und freuten sich, wenn diese zu Besuch kamen.
      Olaf hatte sich auch nach Georgia zurückgezogen, aber nicht der ländlichen Ruhe wegen, sonder weil er sich das Leben in der Stadt nicht mehr leisten konnte. Sein aufwändiger Lebensstil hatte ihn eingeholt. Und Mitte der 70er Jahre hatte er kein Geld mehr. Zu allem Unglück lief ihm seine Frau weg, die sich zu sehr an den komfortablen Lebenstil gewöhnt hatte. Olaf hatte wieder geheiratet, lebte komfortabel, nicht extravagant vor sich hin. Die beiden Geschwister besuchten sich oft, denn sie lebten nicht weit voneinander entfernt.
      Eines Tages, es muss im August gewesen sein, Olaf saß mit einem alten Freund aus besseren Tagen auf seiner Veranda und las nur aus alter Gewohnheit die Wirtschaftsnachrichten, die ihn längst schon nicht mehr interessierten. Da stolperte er über den Preis der Coca Cola Aktie und rechnete aus, dass der Rest seiner Anteile stolze $93.000 Wert waren. Sein Freund sagte: „Mensch Olaf, das ist ja ein Gewinn von 1.328%. Aber jetzt solltest du wirklich verkaufen, nur ein Narr würde diesen schönen Gewinn wieder riskieren.“ Olaf brauchte keine weitere Überzeugungsarbeit seines Freundes, er sah ein, dass ein solcher Gewinn in dem Leben eines Menschen wohl nur ein Mal vorkommen würde und er verkaufte.
      Olaf rief Joana an und versuchte auch sie davon zu überzeugen, dass es nun an der Zeit wäre, auch ihre Ktien zu verkaufen. Aber auch wenn es bereits zu spät war versuchte sie ihn zu überzeugen, jedoch erfolglos. „Olaf“, sagte sie, „was willst du mit dem Geld? Du bist gut versorgt, hast keine Probleme, warum willst du verkaufen. Weißt du eigentlich, was du mit dem Geld anfangen wirst?“ Das wusste Olaf natürlich nicht, außerdem war es sowieso zu spät, denn das Geld lag bereits auf seinem Konto.
      Olaf versuchte sich zu rechtfertigen: „Joana“, sagte er, „Papa hat damals nur $7 investiert, das ist ein Gewinn von mehr als eine Million Prozent. Es wäre dümmer als dumm, die Aktien jetzt nicht zu verkaufen.“ Aber Joana blieb stur und verkaufte nicht.
      Heute, im Jahre 2012, Olaf weilt längst nicht mehr auf dieser Erde, aber Joana erfreut sich trotz ihrer 100 Jahre noch bester Gesundheit. Und sie erzählt jedem der sie danach fragt die Geschichte ihres Bruder. „Olaf hat’s einfach nicht verstanden“, sagt sie und lächelt in Gedanken an ihren geliebten Bruder, „Zuerst verkaufte er, als die Aktien niedrig standen, weil er Angst hatte, sie könnten weiter fallen, dann verkaufte er wieder, weil irgendein Analyst ihm erzählte, die Aktie sei überbewertet. Am Ende hörte er sogar auf einen Freund und weil der ihm riet, er solle verkaufen, verkaufte er ohne Not. Er selbst dachte nie über seine Investition selbst nach, härte immer auf Andere, er sah den Kurs und nicht die Ware.“

      Auch Joana hat im Laufe der Zeit einige ihrer Aktien verkauft, weil ein Enkelkind kein Stipendium erhalten hatte, weil einer ihrer Söhne keine Arbeit gefunden hatte. Aber sie hat n ie verkauft, weil irgendjemand ihr geraten hatte das zu tun.
      Und auf die Frage, wie viel ihre $21 Investment heute wert ist, lächelt sie nur und antwortet: „9,6 Millionen Dollar.“

      • Matthias sagt:

        Ja ja, so was hört der Aktionär gern. Nur leider ist so ein „Märchen“ genau so selten wie ein Sechser im Lotto. 😉 Und außerdem stehen einer solchen Geschichte unzählige Totalverluste entgegen. Es kommt halt nur zum Märchen, wenn man zufällig an der richtigen Aktie festgehalten hat.
        Rein rechnerisch kommt es mir auch etwas übertrieben vor.
        Laut autorisierter Quelle ging Coca Cola am 5. September 1919 mit 500.000 Common Shares zu 40$ und 100.000 Preferred Shares zu 100$ an die Börse. Durch die Splits wurden aus jeder Aktie bis heute 9216 Stück. Beim Kurs von 38$ sind das 368.640 $ aus 40$. Auch nicht schlecht. Was raus kommt, wenn man wirklich bis zum letzten Cent jede Dividende reinvestiert hätte? Keine Ahnung. Über den Daumen vielleicht auch noch mal ein 6-stelliger Betrag, aber 9,6 Mios (und das bei ebenfalls einigen Verkäufen) erscheint mir doch etwas traumhaft.
        Aber ist schon nett zu lesen.

        MS
        siehe: http://www.coca-colacompany.com/investors/stock-history/

        • Olaf Borkner-Delcarlo sagt:

          Das eben ist der Irrtum.

          Diese Geschichten sind selten, aber nur deshalb, weil die allermeisten Anleger die Geduld nicht aufbringen lange genug zu warten. McDonalds, PG, JNJ, Reckitt, alle diese Unternehmungen haben ähnliche Kursverläufe wie Coca Cola. Und ich selbst bin eigentlich auch ein Beispiel dafür, dass es klappen kann. Natürlich habe ich nicht nur auf eine Aktie gesetzt, aber, ich habe es doch geschafft, nachdem ich lange, lange in die Irre gegangen bin, ein Depot aufzubauen, dessen Dividendenertrag mir ein sehr komfortables Leben ermöglicht.

          Die Essenz dieser kleinen Geschichte liegt nämlich in folgender Erkenntnis: Höre niemals auf Ratgeber, denn das Börsengeschäft ist das einzige Geschäft, in dem es absolut keine Experten gibt.

          Man kann es drehen und wenden wie man möchte, aber alle Analysen, Methoden und Strategien sagen am Ende nichts weiter aus als: Wie schaffe ich es einen Blick in die Zukunft zu werfen.

          Wenn man’s so simpel ausdrückt, dann sieht jeder ein, dass das nicht funktioniert, wenn man allerdings kompliziert klingende Strategien bemüht, dann glaubt gerade der Kleinanleger, dass es ja vielleicht doch möglich ist.

          Meine Strategie (von der jeder stets behauptet, er kenne sie bereits), kann natürlich auch nicht die Zukunft vorhersagen, aber das braucht sie auch gar nicht, denn meine Strategie stützt sich auf die einfache Tatsache, dass der Mensch immer konsumieren wird, solange es Menschen gibt. Man muss sich nur einen Warenkorb aussuchen, der genau die Dinge enthält, die auch in Zukunft unverzichtbar sind (Seife, Waschmittel, Windeln), dann sucht man sich den Weltmarktführer und –voila– es funktioniert.

          Es amüsiert mich immer wieder dass es Leser gibt, die sich ein Buch für 7,46€ tatsächlich ausleihen, um zu lernen wie man reich wird. Nach dem Motto: „Ich möchte schon wissen wie’s geht, aber mehr als 3,99€ darf’s nicht kosten.“ Das aber ist genau die Methode, wie es nicht funktioniert.

          Gestern habe ich Coca Cola gekauft. Es widerspricht eigentlich meiner Strategie (zu wenig Dividende), aber die Aktie fällt so passgenau in meine Anforderungen an eine Aktie, dass ich nicht widerstehen konnte.

          Deutschland ist kein Aktionärsland. Schade eigentlich (für die Deutschen). Allerdings, wie habe ich geschrieben?

          Dass kann doch n icht für alle funktionierten!

          Nein, das kann es nicht, aber das ist ja genau der Grund, warum es für einige eben doch funktioniert. Man muss eben nur zusehen, dass man zu den Einigen gehört.

          • Matthias sagt:

            Hallo!

            Vielleicht war ich missverständlich. Ich bin ja auf Linie mit der Dividendenstrategie, wollte nur die Zahlen in Zweifel ziehen. Und Coca Cola ist ein absolut toller Wert, ABER mir auch zu wenig spendabel. Es sollten schon mindestens 6% sein.
            Und ich bin schon der Meinung, dass man sich etwas aktiv kümmern muss. Es schadet nichts, ab und zu teuer zu verkaufen um woanders günstiger einzusteigen. Nicht hektisches Traden, aber doch Umgewichtung.
            Habe mich heute von Veolia getrennt und kaufe mir dafür „Cohen & Steers Select Pref & Inc Fd, Inc“ (NYSE:PSF), ein monatlicher Zahler mit Jahresrendite über 8%, und dazu noch paar „Navios Maritime Partners L.P.“ (NYSE:NMM).

            Gruß und immer gute Dividende! 😉
            MS

          • Felix sagt:

            Hallo Olaf,
            gerade lese ich auf Anregung dieses Blogs hier Ihr Buch (ich habe es gekauft). Obwohl ich inzwischen jahrzehntelange Börsenerfahrung habe und alle Fehler gemacht habe, die so denkbar sind, hat mir Ihr Buch geholfen, meine Strategie noch klarer zu sehen. Es enthält viele gute Ideen und Ratschläge, keine Frage! Ich kann es nur jeden Börsianer dringend empfehlen!

            Manches kommt mir freilich widersprüchlich vor: Oben schreiben Sie, höre nie auf einen Berater; Sie sind natürlich auch einer, wenn auch einer für 7,99 € -:).
            Weiter heißt es, setze auf die Grundbedürfnisse und kaufe die zugehörigen Marktführer. Es ist richtig, dass viele Konsummultis lange Zeit gute Geschäfte gemacht haben. Sollte allerdings eine Nestle, oder wer auch immer, in einen Lebensmittelskandal verwickelt sein, kriminelle Manager haben usw. (alles Dinge die ich als Kleinanleger von außen nicht beurteilen kann), dann rappelt’s im Karton.
            Es kann auch sein, dass eine ganze Branche in Verruf gerät. Ich denke an die Energie- und Wasserversorger. Das waren früher mal Witwen- und Waisenpapiere. Jetzt sind diese Firmen die Buhmänner der Nation.
            Deshalb halte ich eine Branchendiversifizierung im Gegensatz zu Ihnen für unverzichtbar, wenn man wirklich einen Großteil seines Vermögens in Aktien hält.

    • Olaf Borkner-Delcarlo sagt:

      Oh, da hast du mein Buch aber völlig missverstanden.

      Das Buch richtet sich nicht an Anfänger, es richtet sich an die absoluten Experten, die sich stets wundern, warum die berühmte Million noch nicht auf ihrem Konto aufgetaucht ist. Es richtet sich an die so genannten Experten, die den Markt beliebig schlagen könnten, es aber aus einem mir nicht begreiflichen Grunde niemals schaffen. Es richtet sich an die Börsenspieler, die jeden Tag darauf hoffen einmal Glück zu haben. Und wenn sie es denn einmal haben, sich diesen Erfolg groß in bunten Lettern auf die Fahnen schreiben, ohne zu reflektieren, dass die Misserfolge viel häufiger vorkamen und wesentlich mehr an Verlusten brachten.

      Mein Buch wendet sich an den „Experten“, der stunden-, tage- und nächtelang vor seinem Computer sitzt und niemals begreift, dass ein Stundenlohn geringer ist, als der der Putzfrau, die hinter ihm das Büro säubert.

      Es soll dem „Experten“ zeigen, wo seine Denkfehler liegen, soll zeigen, wie die wirklichen Experten sein Schein-Expertentum benutzen, um damit richtiges Geld zu verdienen.

      Vielleicht habe ich es doch nicht so richtig herausgearbeitet, sonst könnten solche Missverständnisse nicht entstehen, aber ich will in dem Buch nur aufzeigen, dass jegliche Art von „Expertentum“ ein unnützer, dummer und erfolgloser Wahn ist, das jede Strategie, ausnahmslos jede…, nichts weiter ist, als der Versuch die Zukunft vorherzusagen, was ja bekanntlich äußerst schwierig ist.

      Es gibt nur eine Methode, wie man langffristig an der Börse gewinnen kann! Nicht auf Daytrading, Kurse, Fonds oder sonst einen Blödsinn zu setzen, sondern auf die Grundbedürfnisse der Menschen, denn die sind auf die eine oder andere Art unveränderlich. Und wer DAS verstanden hat, der ist ein wirklicher Experte.

      Die so genannten Experten merken nämlich gar nicht, dass die Läuschels, Bergers, Ottes und Kochs nur Geld verdienen können, weil sie den so genannten Experten mit ausgefuchsten Modellen suggerieren, dass man mit ihrer Methode die Zukunft vorher sagen kann. Und das ist in aller Einfachheit gesagt, schlicht nicht möglich.

      Wenn der so genannte „Experte“ nur mal sein Konto inspizieren würde, um zu sehen, wie weit sein Expertentum ihn gebracht hat, dann wäre das schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Ich jedoch bekomme nun fast täglich emails, in denen ich gefragt werde, wann der beste Zeitpunkt zum Einstieg ist und welche Aktien ich enpfehle. Dies zeigt mir nur, dass die Leser die Aussage des Buches nicht verstanden habe.

      Denn der erste Hauptsatz meines Buches sagt es ja:

      Verlasse dich auf deine eigenen Kenntnisse und urteile und entscheide selbst.

      Aber das ist wohl eine Fähigkeit, die in den allermeisten Menschen nicht angelegt ist.

      Und deshalb funktioniert meine Methode nämlich auch, aber zum Glück nur für Leute mich, denn wenn wirklich alle begreifen würden, was TATSÄCHLICH in dem Buch steht, dann würde meine Methode nicht funktionieren können.

      Deshalb ein Dank an all die Experten, die mir mit ihrer Einfalt seit Jahren schon ein komfortables und sorgenfreies Leben ermöglichen. Danke…, danke…, danke!!

      PS:
      Gerade kommt die Nachricht, dass GE die Dividende erhöht hat. Fein, das sind dann also 150€ mehr im Monat, die auf meinem Konto auftauchen. Der Kurs von GE?? Der interessiert mich doch nicht.

      • Matthias sagt:

        Es sind oft Kleinigkeiten, die Zweifel am Ganzen nähren. Somit komme ich nicht umhin, mich wieder kritisch zu äußern. Welche Nachricht soll das denn sein, aus der hervor geht, dass GE die Dividende erhöht? Ich habe auch paar GE, aber ich bekomme nach wie vor 0,19 USD seit Dezember 2012. Das ist mal wieder so viel wie 2003 mal gezahlt wurde.
        „September 13, 2013, Board of Directors has declared a quarterly dividend of $0.19 per share. The company has paid this same amount to investors since December 2012, after upping its payout by $0.02, or 11.7%, from $0.17. GE’s latest quarterly dividend will be payable on Oct. 25 to shareholders of record as of Sept. 23.“

        Auch sind die 3,2% Rendite nicht der „Burner“. Ich halte GE, weil ich sie 2011 für unter 17 USD gekauft habe, und da ein Kurspotential sah. Aber auch von GE werde ich bei spätestens 70-80% Gewinn aussteigen. Mir tun alle Leute leid, die GE im Jahr 2000 um 60 USD nach steilem Anstieg noch gekauft haben, weil sie dachten, es geht alles ewig aufwärts. Die haben alle 50% Kapital vernichtet, wobei die paar Cent Dividende nicht mal Schmerzensgeld sind.
        Die Behauptung, der Kurs ist egal, weil man nur auf die Dividende schaut, halte ich auch für fatal. Es gibt keine Aktie, die weiterhin prima Dividende zahlt und nur der Kurs sinkt. Wenn der Kurs sinkt, zeigt das schwindende Gewinne, was sinkende Dividende nach sich zieht, was das Kapital vernichtet.
        Wenn man sich für lebenslange Aktien entscheidet, dann sollte man zumindest immer nach größeren Kurseinbrücken aufstocken, um die Einstandskurs zu senken. Das gilt natürlich nicht für unsichere Werte, sondern nur für Blue Chips, die man wirklich „ewig“ halten will.
        Nun ja, letztendlich muss jeder seine Strategie finden.

        MS

      • Olaf Borkner-Delcarlo sagt:

        Hallo Felix.
        Ich muss mir deinen Text hineinkopieren, damit ich mich auf deine Argumente besser konzentrieren kann:
        *******************************
        Manches kommt mir freilich widersprüchlich vor: Oben schreiben Sie, höre nie auf einen Berater; Sie sind natürlich auch einer, wenn auch einer für 7,99 € -:).
        Weiter heißt es, setze auf die Grundbedürfnisse und kaufe die zugehörigen Marktführer. Es ist richtig, dass viele Konsummultis lange Zeit gute Geschäfte gemacht haben. Sollte allerdings eine Nestle, oder wer auch immer, in einen Lebensmittelskandal verwickelt sein, kriminelle Manager haben usw. (alles Dinge die ich als Kleinanleger von außen nicht beurteilen kann), dann rappelt’s im Karton.
        Es kann auch sein, dass eine ganze Branche in Verruf gerät. Ich denke an die Energie- und Wasserversorger. Das waren früher mal Witwen- und Waisenpapiere. Jetzt sind diese Firmen die Buhmänner der Nation.
        Deshalb halte ich eine Branchendiversifizierung im Gegensatz zu Ihnen für unverzichtbar, wenn man wirklich einen Großteil seines Vermögens in Aktien hält.
        **********************************

        Ja, mit dem „ohne Ratgeber“ hast du natürlich recht, das ist ein Widerspruch und deshalb habe ich das Wort auch ersetzt in „ohne Beratung“

        Die absolute Sicherheit gibt es nicht, es gibt nur riskante, weniger riskante und vernünftige Investitionen. Sicher gibt es nicht. Auch eine sehr erfolgreiche römische Amphorenfabrik gibt es nicht mehr, obwohl die bestimmt über viele Jahrhunderte erfolgreiche Geschäfte gemacht hat.

        Die primäre Aussage meines Buches ist doch: Verlasse dich auf dich selbst, kaufe, was du verstehst und gib damit die Kontrolle über dein Vermögen nicht ab.

        Natürlich könnten unlautere Geschäfte selbst Nestle in die Knie zwingen, aber das trifft eben auf jede Unternehmung zu. Das Argument scheidet also bei der Aktienauswahl schlicht aus. Wäre doch spaßig, wenn man Nestle verkaufte, weil man gerüchteweise gehört hat, dass Unregelmäßigkeiten vorgekommen sind, dann Unilever kauft und dort dann dieselben Unregelmäßigkeiten vorkommen. Wir wissen es nicht. Aber Nichtwissen kann doch nicht der Grund sein, sich untätig zu verhalten.

        Ja, ganze Branchen können in Verruf kommen und sich stetig nach rechts unten bewegen, aber wenn es sich um Branchen handelt, die Grundbedürfnisse befriedigen, dann kann man solche Bewegungen aussitzen. Denn eines ist für mich klar, auch Eon, RWE werden wieder in alte Höhen klettern. Mit alternativen Energien kann man eben kein Aluminium- oder Stahlwalzwerk betreiben. Ich selbst investiere in keine Festlandseuropäische Werte, einfach weil mir die politischen Umstände zu unsicher sind. Aber da du ja mein Buch gelesen hast, kennst du meine Gründe ja. Steinbrück spricht von 32% Kapitalertragssteuer.

        Diversifikation ist natürlich ein probates Mittel, der Absicherung, Aber…, um diversifizieren zu können müsstest du die alternativen Branchen genau kennen und analysieren. Das widerspricht jedoch diametral meiner These: „Investiere in Unternehmungen, die du verstehst.“
        Wenn du dich gut genug auskennst, dann solltest du das machen. Ich bin leider nicht kompetent genug, beispielsweise Technologieaktien einzuschätzen, also lasse ich’s lieber.

        Zu deinen Witwen und Waisenwerten.

        Coca Cola ist 13 Jahre lang nur ab- oder seitwärts gelaufen, dennoch, wenn man den Wert gehalten hätte, dann hätte man sich über einen stetig wachsenden Dividendenstrom freuen können, nämlich von 8ct auf dann 28ct.

        Was eben viele Kleinanleger nicht so recht verstehen ist der Faktor Zeit. Doch es ist genau dieser Faktor, der uns Kleinanleger von den großen Analysten und Kapitalverwaltern unterscheidet und Zeit ist der einzige Vorteil, den wir vor diesen „Experten“ wirklich haben.

        Ich kann wunderbar von meinen Dividenden leben und es bereitet mir immer wieder Freude, wenn wiedereinmal mir eine Firma mitteilt, dass die Dividende erhöht wurde. Wie am Freitag geschehen mit GE.

        Ich re-investiere jeden Monat meine Überschüsse von ca 3.000 – 4.000€ in meine Aktien und dadurch steigen meine Dividendeneinnahmen jährlich um gut 20%.

        Eine kleine Annotation: In den letzten drei Monaten ist mein Depot wesentlich weniger im Wert gestiegen als der DOW. Und doch habe ich mit meinem Depot den DOW seit Juni locker geschlagen. Und weißt du warum? Weil mein Depot auch weniger an Wert verlor, wenn der DOW an Wert verlor.

        Zeit ist das Zauberwort, Zeit

    • Olaf Borkner-Delcarlo sagt:

      Jahresbericht:

      Nach einer langen Pause melde ich mich wieder und möchte darüber Berichte, wie sich mein Dividendendepot so geschlagen hat. Natürlich nicht im Stile eines Analysten, das wäre ja zu trocken zu lesen: Und weil ich natürlich hier keine Steuererklärung abgeben will, werde ich mein Depot nicht in alle Einzelheiten darlegen.

      Der Bestand am 15. November 2012:

      Altria Group Inc., BP PLC, Coca-Cola Co., Colgate-Palmolive Co., General Electric Co., Heinz Co., Procter & Gamble Co., Johnson & Johnson, General Mills Inc., McDonald’s Corp., Commonwealth Bank of Australia, BHP Billiton, Vectren Corp. GlaxoSmithKline PLC, AT & T Inc. Reckitt Benckiser, Nestlé S.A.

      Der Bestand am 15. November 2013:

      Altria, AT&T, BHP, BP, Coca Cola, CommBankAus, GenElec, GenMills, Johnson, McDonalds, Nestle, Next, Procter&Gamble, Reckitt, Vectren
      Wie leicht zu erkennen ist, hat sich nicht allzu viel verändert. Ich hatte zu Beginn 2013 eine größere Ausgabe, ein neues Auto musste her, deshalb musste Glaxo dran glauben und weil’s leider nicht ganz reichte auch Colgate.

      Glaxo, weil der Wert zwar exzellent in mein Depot passte, er generierte etwas über 5% Dividendenrendite, leider hat sich die Aktie in der Vergangenheit nicht so gut entwickelt. Aber wie es immer ist: Ich habe mit einem kleinen Verlust verkauft und kaum waren sie weg, schoss der Kurs in die Höhe. Der Verlust war wirklich klein, kleiner als die letzte Dividende die ich bekam, also konnte ich’s verschmerzen.

      Als ich Colgate verkaufte, blutete mir das Herz, aber der Wagen war teuer und eine meiner Grundregel heißt: Keine Schulden. Unter keinen Umständen irgendwo Schulden haben und so mussten die fehlenden 20.000€ eben mit der Colgate bezahlt werden.

      Heinz flog mit schönem Gewinn raus, nachdem Warren Buffett die Firma aufgekauft hatte.
      Neu hinzugekommen ist NEXT Plc. Asterix hat mich darauf gebracht, mir den Wert einmal genauer anzusehen und er hatte recht, sie stehen jetzt 14% höher als zum Einstand. Um Next zu kaufen, musste ich etwas umschichten. Ich habe BHP um die Hälfte reduziert und davon dann Next gekauft. Allerdings habe ich dann mit den üppigen Dividenden von Commonwealth Bank BHP wieder nachgekauft und so ist die Anzahl von BHP fast wieder auf den Stand von 2012.

      Im Wesentlichen habe ich nur Werte nachgekauft, also Procter&Gamble, Vectren, General Mills.

      Keiner meiner Werte ist in der Verlustzone und die bereinigte Performance (Zukäufe herausgerechnet) liegt bei exakt 17,2% (letztes Jahr 12,4%).
      Einige Werte bedürfen der Erklärung:

      BP halte ich, weil ich mich an den Exxon-Waldez Unfall erinnern kann. Exxon hat das locker überlebt und weggesteckt. Gut, BP hat bei der Abwicklung viele Fehler gemacht, wohl um nicht die öffentliche Meinung zu sehr zu tangieren. Einem Richter Barbie die alleinige Kompetenz über Zahlungen zu überlassen, war wohl keine gute Idee. Aber… BP hat ein exzellentes Cash flow und die Firma wird diese Krise überstehen. Ich habe die Aktien kurz nach dem Mocondo-Unfall für 3,15€ gekauft, heute stehen sie bei 5,84€. Ich rechne damit, dass sie bis auf 12€ steigen werden. Und da die Dividende wirklich attraktiv ist (6%), wüsste ich sowieso nicht, womit ich sie ersetzen sollte.

      Vectren ist ein amerikanischer Energieversorger. In Europa völlig unbekannt, generiert die Firma eine Rendite von 5% zahlt seit knapp 50 Jahren Dividende und erhöht diese seit 24 Jahren jedes Jahr. Auch hier wüsste ich nicht, wodurch man die Aktie ersetzen sollte.

      Nestle ist jedem bekannt. Auf Grund der hohen Quellensteuer in der Schweiz für ein dividendenorientiertes Depot nicht gerade attraktiv. Sie liegen aber mit 33% im Plus und falls ich wirklich einmal wieder eine größere Summe brauchen sollte, wäre Nestle mein Puffer. Im Augenblick sieht’s nicht danach aus. Einen Privatjet brauche ich nicht. Wenn Mercedes eine elektro-E-Klasse mit Range Extender herausbringt…. aber dann könnte ich ja immer noch den neuen Wagen verkaufen, die Gefahr ist also eher gering.

      Wie ihr wisst, lebe ich von meinen Dividenden und da muss man es sich genau überlegen, welche Titel man hält. Mein Auswahlkriterium ist ganz einfach: Eine Aktie muss seit mindestens 30 Jahren Dividende gezahlt haben, seit mindestens 10 Jahren die Dividende erhöht haben und es müssen mindestens 3% sein.

      Den Payout Ratio berücksichtige ich nicht, weil das von Branche zu Branche zu unterschiedlich ist. So hat Altria einen Payout Ratio von 80%, es gelingt ihnen aber seit mehr als 50 Jahren die Dividende um durchschnittlich 8,3% anzuheben. Die E-Zigarette macht sich ganz gut. AT&T hat einen Payout Ratio von 122%, was eigentlich erschreckend ist, aber das liegt nur daran, dass viele publizierende Analysten nicht verstehen, wie das korrekt berechnet wird. Ich muss zugeben, das hat mich auch abgeschreckt. Aber da ich in den 80 Jahren mit AT&T schon einmal gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich sie eben gekauft.

      Es ist nicht einfach, ein Depot von nun 15 Titeln nach diesen Regeln aufzubauen, aber meines erfüllt diese Regeln gut.

      Die durchschnittliche Nettorendite meines Depots beträgt 3,6%, das generiert genau 2.676€ an Dividenden monatlich. Natürlich sind auch ein paar Hungermonate dabei, mit weniger als 2.000€, aber dann gibt’s eben auch die fetten Monate mit mehr als 6.000€.
      Meine Titel sind bis auf zwei finanziell ziemlich gleichmäßig verteilt. Jeder Wert liegt zwischen 65.000€ und 75.000€.

      Ein Ausreißer ist Altria mit einem Gewinn von nunmehr 132%. Der zweite bahnt sich an, General Electric mit einem Zuwachs von 69,3%.

      Die drei kleineren Titel sind so genannte Schmankerlkäufe. Vectren, und Next. Ich kaufe solche Titel, um sie im Depot zu haben und stocke sie dann bis zu dem Standardbetrag auf.

      Ansonsten muss ich mich um mein Depot nicht groß kümmern. Ich kaufe jeden Monat für ca. 3.000€ nach, zuerst die kleinen Werte, dann reinvestiere ich die Dividenden.

      Soviel für heute.
      Wer noch Fragen hat, kann mich gerne Kontaktieren. In allen meinen Büchern steht die email Adresse.

  2. ruwis sagt:

    Hallo Markos,

    oft liegt das Geniale im Einfachen. Für mich ist das die Kernaussage dieses Buches.

    Jüngst habe ich eine Studie über die finanzielle Bildung der Europäer gelesen. Der Befund war für mich zwar keine Überraschung, unterstreicht jedoch die eklatante Fehlallokation der finanziellen Mittel der privaten Haushalte. Das Ergebnis der Studie war, dass die Deutschen im Vergleich zu allen anderen Privatpersonen in den EU-Ländern über die mit Abstand geringste finanzielle Bildung bzw. Wissen verfügen. Ein Durchschnittsbürger in Deutschland kann nicht erklären was eine Aktie ist, wie eine Versicherung die Ertäge erwirtschaftet die sie dem Anleger beim Abschluss verspricht, er weiß nicht, dass in der Mehrzahl der Fälle sich die Investition in eine eigengenutzte Immobilie rein betriebwirtschaftlich (nicht gefühlsmäßig) nicht lohnt und er weiß nicht, dass er praktisch bei allen privaten Rentenversicherungen ganz gleich in welcher Art auch immer, in den ersten Jahren nur die Vertriebs- und Provisionskosten bezahlt und der Rückkaufswert seiner privaten Rentenversicherung oder seiner Kapital-Lebensversicherung negativ ist.

    Dies bringt mich immer wieder zu der Kernaussage, dass jeder Bürger sich durch Interesse und Weiterbildung ermächtigen sollte, sein hart verdientes Geld selbst in die Hand zu nehmen und sich nicht auf Institutionen, Banken etc. verlassen darf.

    Die gute Nachricht ist, dass es möglich ist, ohne dass man zu einem „Finanzguru“ wird.

    Wenn sich jemand dafür entscheidet finanziell unabhängig zu werden, muss er sich zu Beginn zwei Fragen stellen: Welche Mittel stehen mir zur Verfügung und wie definiere ich „finanziell unabhängig“. Wenn das geklärt ist sucht man nach passenden Wegen sein Ziel zu erreichen. Um sich diese Frage ohne Schönfärberei beantworten zu können braucht man Wissen. Man muss wissen, wie eine Versicherung arbeitet, wie ein Banksparplan funktioniert, man muss verstehen, wie sich die Rendite für eine eigengenutzte Immobilie errechnet, man muss die Kosten einer Anlageform verstehen, z.B. die eines Fondssparplans. Das Wissen über die Anlageformen ist entscheidend, da eine Fehlanlage nicht zum gewünschten Ergebnis führt. Man legt mit dieser Entscheidung den Grundstein zur Erreichung seiner finanziellen Ziele und sollte daher vor dem Abschluss gleich welcher Anlage auch immer das Produkt inklusive der Besteuerung verstehen.

    An diesem zentralen Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen. Hier ist der Punkt, wo leider noch in zu vielen Fällen die Versicherungen oder Banken das Geld verdienen, nicht aber der Anleger.

    Wenn man das weiß, wird man nach weiteren Analgeformen suchen und stößt dabei auf Sachwerte. Was so einfach klingt ist in der Realität der meisten Deutschen jedoch unglaublich schwer. Wie sonst kann man sich erklären, dass das Sparbuch immer noch die beliebteste Anlageform der Deutschen ist und das prozentual gesehen der Anteil der Deutschen, die ein Depot haben im EU-Vergleich so verschwindend gering ist ?

    Die Anlage in Sachwerte z.B. in Aktien verspricht über einen längeren Zeitraum von zwei, drei Dekaden die beste Rendite und das Versprechen des Werterhalts seines Vermögens nach Abzug der Inflation und Steuern. Sofern man sich weiterbildet und versteht wie man eine Aktie richtig bewertet, sofern man nicht gierig wird und eine gute Mischung aus konservativen Werten die vielleicht 3 % Rendite abwerfen und Chancenwerten die um die 8 % Rendite erwirtschaften hinbekommt, wird man jede Versicherung, jeden Banksparplan und erst recht jedes Sparbuch von der Rendite her schlagen und seine finanzielle Freiheit erlangen.

    Mein Plädoyer lautet daher: Nehmen Sie Ihr Geld in die eigene Hand, denn die Banken und Versicherungen werden stets nur Ihr Bestet wollen, Ihr Geld.

  3. Arthur Dent sagt:

    @ruwis: Du triffst den Nagel auf den Kopf. Eine Sache kommt noch entscheidend hinzu, über die ich in HB, WiWo etc. noch niemals ein Wort gelesen habe: Ein Anleger muss zumindest die Grundzüge der Prozentrechnung verstehen, am besten diese in Tiefe gedanklich durchdringen.

    Dann lässt man sich auch nicht mehr von gigantischen unterjährig erzielten Renditen verblenden. Wenn ich z.B. heute Aktien für 1 k kaufe, diese in einem Monat für 1,1 k verkaufe, habe ich fantastische 120% p.a. erzielt. Kann ich die Aktien schon nach einer Woche für 1,1 k verkaufen, sind es unglaubliche 520 % p.a.

    Solche Werte blenden die meisten Anleger. Aber selbst bei 520 % p.a. im Beispiel bleiben dir 100 Euro in absoluten Zahlen als Gewinn (vor Steuern!). Aufgeklärheit ist absolut Trumpf für jede Form von Geldanlage. Aber Prozentrechnung ist wahrscheinlich kein Stoff, aus dem sich eine Schlagzeile machen lässt.

  4. Der Kunde kann sich nur noch auf den Garantiezins verlassen und mit Glück gibt
    es ein Schmankerl oben drauf“, sagt Zimmermann.

  5. Patnode Fairey sagt:

    Einen Sterbegeldversicherung Vergleich sollte jeder Mensch durchführen, der seine Familie hinsichtlich der anfallenden Kosten der eigenen Bestattung absichern will. Gerade in der heutigen Zeit, wo es von der gesetzlichen Krankenversicherung keine Unterstützung mehr gibt, ist eine private Todesfallversicherung besonders dafür geeignet, die gesamten Beerdigungskosten der Angehörigen zu decken. Bei der Übernahme der Beerdigungskosten oder Bestattungskosten spielt es keine Rolle, ob eine Erdbestattung, Feuerbestattung oder Seebestattung gewählt wird. Die Bestattungsart kann frei von der zu versichernden Person oder den Angehörigen gewählt werden.

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