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Bundesbank fordert rasche Einführung einer Zwangsabgabe für Sparer

Ich habe soeben auf dem Internetportal „Deutsche Wirtschaft Nachrichten“ den Artikel Bundesbank fordert rasche Einführung einer Zwangsabgabe für Sparer gelesen.

Die Deutsche Bundesbank macht überraschend bei der Beteiligung der Sparer an der Rettung ihrer Bank Druck. Zugleich ist ein Schwenk zu erkennen, demzufolge die Bundesbank eine gemeinsame Haftung der Sparer für alle europäischen Banken nicht mehr ablehnt. Offenbar haben einige Banken ernsthafte Probleme mit der Liquidität.

Man denkt immer „Schlimmer kann es nicht kommen“, jedoch kann man nur hoffen das eine Enteignung nur von Sichtkapital wie Geld auf dem Sparkonto und Girokonto möglich ist und keine Sachwerte wie z.B. Aktien.

15 Responses to “Bundesbank fordert rasche Einführung einer Zwangsabgabe für Sparer”

  1. Turing sagt:

    Ein Sparer ist aber nicht zwangsläufig ein Gläubiger einer Bank. Leute die ihr Geld auf ein Sparbuch anlegen, sind Gläubiger ihrer Bank und sollten im Extremfall (d.h. Insolvenz) Verluste hinnehmen. Es betrifft aber nicht die Sparer, die anders sparen. Als Aktiensparer hat man keine Einlagen, die sich verzinsen, sondern Aktien. Der Aktiensparer darf natürlich nicht belangt werden im Falle einer Insolvenz.

  2. Ulrich sagt:

    Naja, DWN ist ja nun eine Quelle, die man nicht unbedingt nutzen muss …

  3. Chris sagt:

    Naja ganz so falsch ist das Konzept ja nicht. Man gewährt den Banken ja einen Kredit, sobald man Geld auf dem Sparkonto liegen hat. Dafür erhält man von den Banken (Risiko-)Vergütung in Form von Zinsen.
    So haften ja auch Inhaber von Aktien, wenn die Firma, dessen Aktie man hält Pleite geht.

    Daher halte ich auch eine Zwangsenteignung von Aktien zunächst unwahrscheinlich.

  4. Ich kann mich da nur unendlich oft wiederholen: Spareinlagen sind vergebene Kredite an eine Bank.

    Wenn eine Bank einen Kredit vergibt und der Kreditnehmer geht pleite – dann sieht sie dieses Geld auch nicht mehr wieder, schreibt den Kredit ab und erleidet somit einen Verlust.

    Warum sollte es bei einem Sparer anders sein? Das ist nichts anderes, als dass jetzt (endlich) das normale Insolvenzrecht auch auf Banken angewandt wird und es diesen „Too big to fail“-Mechanismus nicht mehr geben soll. Spareinlagen bis 100.000 Euro sind zwar davon auch betroffen, allerdings kann sich der Sparer dann eben am Staat „regressieren“.

    Daher finde ich auch das Wort „Enteignung“ ein bisschen hart gewählt. Enteignung ist der Enzug des Eigentums und der anschließende Transfer an den Staat. Hier kommt nur weniger Geld zurück, als man verliehen hat.

    Clemens

  5. DERKRIGR sagt:

    Im Finanzministerium wird/wurde diese Option bereits diskutiert. Und ich kann dich absolut beruhigen. Es wird definitiv keine Enteignung von/auf Aktien geben.

    Beruhigt darf man trotzdem nicht sein. Das Vorgehen in diesem Fall ist folgendermaßen.

    Gerät eine Bank X in wirtschaftliche Schieflage, werden bei den Sparern Beträge über 100.000 zur Rettung dieser Bank herangezogen. Das ist gut und richtig so, weil würde man die Bank nicht retten, wäre die komplette Einlage verloren.

    Im Regelfall wird diese Aktion nicht helfen, die Bank zu retten. An Aktien dürfen die Banken nicht ran SONERVERMÖGEN! Hier gibt es einen recht einfachen Trick: Zu jedem Depot gibt es ein Verrechnungskonto. Dieses wird am Stichtag mit einem prozentuellen Abschlagswert, berechnet aus x vom Hundert des Gesamtdepotwertes zu Gunsten des Depot führenden Institutes belastet.

    Der Depotinhaber hat dann regelmäßig zwei-drei Werktage Zeit, den zu verzinsenden, notleidenden Dispositionskredit im Verrechnungskonto auszugleichen. Im besten Fall durch Nachschuß von Barmittel, andernfalls durch Teilverkäufe seiner Depotpositionen.

    Nur so kann eine Bank gerettet werden. Und im Gegensatz zum Sparer, hat der Depotinhaber noch die freie Wahl, wie er sein Saldo ausgleicht.

    Von meinem Nachbarn aus dem BMF habe ich erfahren, dass im worst-case Depots über 75.000€ bei Einzelpersonen und über 150.000€ bei Verheirateten belastet werden. Die genannten Prozentsätze kursieren zwischen 10% und 40%.

    Kopfschmerzen bereitet den Beamten noch, wenn jemand sein Depot auf mehrere aufteilt. Hier sind die Banken dann gefordert, anteilig den überschüssigen Anteil (>75.000) zu belasten.

    Das zweite Problem ist, dass Leute die später „ausgleichen“ durch den massiven Kursrutsch potentiell mehr von ihrem Depot verkaufen müssen. Im BMF geht man von worst-case Zahlen aus, in denen „die letzten“ bis zu 80% ihres Depots verlieren könnten.

    Sicher kein Trost…

  6. egghead sagt:

    Allein der Begriff „Spareinlage“ ist schon trügerisch.
    Es soll auch Leute geben, die meinen in die gesetztliche Rente „eingezahlt“ zu haben.
    Nix da ! Da ist ja keine Schatulle mit Scheinen.
    Sobald das Geld in Bits und Bytes im Computer der Bank ist, ist es schon nicht mehr ganz real….

  7. Markus sagt:

    Ja, ich fürchte, wir werden alle besch….. werden.
    Es gibt die Aktien nicht mehr in Papierform, die man ggf. zu Hause hat und somit scheinbar vor dem Zugriff des Staates geschützt hat.

    Ich habe mir auch schon gedacht, ab einem bestimmten Vermögen, mir tatsächlich auch im Ausland Depots zu eröffnen: Kanada, Norwegen, wo auch immer hauptsache verteilt. Nur ist das jetzt noch nicht machbar, bzw. noch lohnt es sich nicht.

    Deutschland ist immer noch ein wunderbares Land, aber seit den 90ern machen die Politiker und die Lobbyisten im Rücken alles kaputt, was in 100Jahren aufgebaut worden ist.

    Wer mal Lust hast die „Gegenseite“ zu Wort kommen zu lassen, dem sei empfohlen: Die Vorsorge-Lüge von Holger Balodis, Dagmar Hüne aus dem Econ Verlag. Fast hätte ich gesagt, ein großer Spaß, das Buch zu lesen, aber es regt zu sehr auf. Aber auch hier: selber denken muss sein.

    ~ Markus

  8. Turing sagt:

    @DERKRIGR

    Wenn das wirklich passiert, dann habe ich das letzte Vertrauen in diesen Staat verloren. Das ist in etwa so, als wenn die Bahn Insolvenz anmeldet und infolgedessen sämtliche Schließfächer aller Bahnhöfe öffnet und die dortigen Sache bei einer Aktion verscheuert.

    Wenn ein Unternehmen in Schwierigkeiten gerät, heißt es doch nichts anderes, als dass es seine Gläubiger nicht mehr bedienen kann. Mit welchem Recht werden Gläubiger anderen Gläubiger bevorzugt oder benachteiligt? Und mit welchem Recht werden Nichtgläubiger und Nichteigentümer herangezogen, denn nichts anders sind Aktieninhaber, die ein Aktiendepot bei einer Bank haben.

    Wenn eine Bank pleite gehen soll, dann sollen die Eigentümer und Gläubiger dran glauben, aber doch nicht Aktiendepot- und Schließfachinhaber. Es sollten die Schulden einfach nicht getilgt werden, denn nichts anderes heißt es doch, die Gläubiger in die Verantwortung zu nehmen. Und meientwegen können sie der Oma ihr klein Sparbuch zu 100 % kassieren, denn Sparbuchinhaber sind Gläubiger.

  9. DERKRIGR sagt:

    @Turing:

    Allein der Fakt, dass du noch Vertrauen in den Staat hast ist gewöhnungsbedürftig, deine Argumentation hingegen nachvollziehbar.

    Problem ist eben, mit dem Verrechnungskonto bist du auch GLÄUBIGER deiner Depot-führenden Bank und das ist den entsprechenden Stellen bekannt. Aus Sicherheitsgründen wird kein Konto ins Minus gepfändet/belastet werden – ES SEI DENN, ein Ausgleich ist irgendwie technisch sicher zu stellen. Sprich, ein Verrechnungskonto kann man ruhigen Gewissens belasten, da hier das dahinter stehende Depot oftmals genug Reserven aufweist um das VKonto wieder auszugleichen.

    Soll man sich nun Sorgen machen? Ich denke NEIN, der Abzug wird überschaubar bleiben und es ist eben sozial gerecht, wenn Aktien und Anleiheinhaber auch ihren Beitrag leisten, um dieses Finanzchaos wieder beherrschbar zu machen. Nichtsdestotrotz wird jeder seinen Teil dazu beitragen MÜSSEN! Ich persönlich finde das gut und gerecht!

  10. Sams1974 sagt:

    Ja man macht sich so seine Gedanken, noch bin ich zu klein um mir über ein zweites Depot zu machen. Aber spätestens wenn ich das 3te Jahreseinkommen auf der Seite habe werde ich mein Kapital voraussichtlich splitten, Lombardkredit… usw.
    Warum nicht z.B. https://www.strateo.ch/
    Habe mal nur kurz drübergelesen, deshalb steinigt mich nicht.
    Wie gesagt noch sehe ich für mich noch nicht die Zeit gekommen.

  11. Ewald sagt:

    Wenn ich die Kommentierungen hier lese steigt in mir die Wut wie krank hier argumentiert wird.

    Die Politiker machen Schulden, Schulden, Schulden. Sie kennen überhaupt kein Maß mehr. Damit machen sie sich abhängig von den Banken, die dann in erpresserischer Weise das Sagen haben. Das würde den Straftatbestand der Untreue erfüllen. Gemeint ist damit nicht, daß man seinen Partner mit jemand anderem betrügt, sondern Vermögensverschleuderung. Zum Beispiel, ein Haus das 250.000 EUR wert ist, wird von jemand anderem für 25.000 EUR verkauft. Diese Straftat betrifft aber nur den Privatbereich. Den Straftatbestand der Amtsuntreue gibt es aber nicht. So handelt es sich nur um legale Amtsuntreue (also im moralischen und ethischen Sinne).

    Das Depotgesetz und das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften schützen Depotinhalte (Aktien, Schuldverschreibungen, Investmentanteile usw.) im Konkurs- oder Vergleichsfall beim Bankrott einer Bank oder Kapitalanlagegesellschaft, indem die Depots als Sondervermögen aus der Konkurs- oder Vergleichsmasse ausgesondert werden. Hier soll auf dem Umwege über das Verrechnungskonto eine indirekte Enteignung stattfinden. Soweit zum Thema Rechtsstaat Deutschland. Wirklich BRD = Bananenrepublik Deutschland.

    Wenn einer sowas auch noch als sozial gerecht empfindet, gibt er damit auch zu, daß die Maßnahmen richtig sind. Hier geht jede Achtung vor Eigentum verloren.

  12. DERKRIGR sagt:

    Mensch Erwin, dann gehe DU doch in die Politik und räume auf mit dem Filz. Solch dumme Sprüche mag ich leiden.

    Woher kommen denn die ganzen Schulden? Na klar von uns – der Staat ist bei UNS verschuldet und zahlt UNS dafür Zinsen.

  13. plutusandme sagt:

    Solange diese Politik nicht lernt mit Geld umzugehen,wird es immer wieder Diskussionen geben. Wir alle bezahlen heute noch Steuern für eine Kriegsflotte,die schon lange auf den Grund des Meeres liegt.kennt Ihr noch die Sektsteuer oder Leuchtmittelsteuer?Nein?na warum auch,ihr zahlt sie ja trotzdem. Ich denke der Staat käme gut mit seinen Einnahmen aus ( auf diesem Wege ,der Staat sind wir alle ). Die Steuerverschwendung ist einfach zu hoch. An dieser Stelle liegt noch sehr viel Potential. Wir brauchen keine neue Steuern oder Umverteilung,wir brauchen einen vernünftigen Controller.

  14. Sams1974 sagt:

    Wir brauchen keinen Controller, einfach Sozialversicherungen und öffentliche Haushalte um 30% kürzen und gut ist. Wir haben wahrlich genügend Berater in der Politik. Gerechtigkeit in Deutschland ist nur noch den Schmarotzerkuchen kleiner machen. Nein ich verdiene nicht wie es das FDP Klischee vorgibt, und nein ich bin keiner von denen von denen es heißt das sie sich einen armen Staat leisten können.
    Ich bin nur einer der in die Rentenversicherung einzahlt und der wenn er alt wird weniger bekommt als Hinz und Kunz die heute nichts anders machen als mit ihren Arsch in Deutschland rumzusitzen. Host mi, nix für unguad.

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