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Mit 150.000 Euro sorgenfrei leben – Ja/Nein/Vielleicht ?

In der vorherigen Ausgabe des Focus Money vom 08.Mai 2013 gibt es einen interessanten Bericht zu lesen. Es geht dort um die Strategie: Mit 150.000 Euro sorgenfrei leben. Diesen möchte ich hier in Auszügen auch allen Lesern anbieten. (Direkte Zitate aus dem Artikel sind in kursiver Schrift.)

“ Kann ich mit Dividendenaktien die Rentenlücke schließen?
Wie geht das? Das zeigt eine Beispielrechnung. Mit einem Einsatz von 150 000 Euro erzielen Anleger einen monatlichen Ertrag von 1352,77 Euro – allein durch die Dividendenzahlungen. Und die summieren sich über den Zinseszinseffekt zu einem stattlichen Vermögen. „

Mit 150.000 Euro Einsatz einen monatlichen Ertrag von 1.352,77 Euro erzielen, würde eine Brutto Dividendenrendite von ca. 10,5% p.a. bedeuten. Unglaublich – jedoch wenn man das Risiko eingehen möchte, dann kann man verstärkt in sogenannte High Yielder investieren.

Richtig gute Dividendenaktien wie die Tabakunternehmen British American Tobacco oder Altria kommen auf jährliche Gesamterträge von 18 Prozent.

Dieser Aussage kann ich voll und ganz zu stimmen. In meinem Dividenden Depot habe ich bereits Altria. BAT steht auf meiner Kaufliste.

Einige Aktien sind zu Recht billig – weil die Qualität nicht stimmt. Zum Beispiel Deutsche Telekom. Mit mehr als fünf Prozent sieht die Dividendenrendite üppig aus. Aber: Das Unternehmen schüttet mehr aus, als es verdient, und muss Anleihen begeben, um die Dividende bezahlen zu können. So nicht!

Auch diese Aussage stimmt. Wenn man ein bisschen im Internet googelt, findet man einige Analysen zu den Dividendenausschüttungen der Deutschen Telekom. (Ausschüttung aus der Substanz)

Der US-Konsumgüterhersteller Colgate-Palmolive ist ein eindrucksvolles Beispiel für Kontinuität: Der Konzern zahlt seit 1895 eine Dividende – und erhöhte sie in den vergangenen 50 Jahren jedes Jahr!

Colgate-Palmolive – wenn man diese Aktie kauft und gerne 20 Jahre und länger in seinem Dividenden Depot halten möchte, kann sehr gute steigende Dividendeneinnahmen über die Jahre erzielen und zusätzlich kommen die Kurrsteigerungen der Colgate-Palmolive über die Jahrzehnte dazu. Colgate-Palmolive ist auch Bestandteil meiner Liste USA Dividenden Aristokraten.

Mit guten Dividendenaktien können Anleger ein Vermögen aufbauen. Eine Dividendenrendite von gut sieben Prozent sichert Investoren eine Verdopplung ihres Kapitals. Allerdings: Die Dividende muss nach der Zahlung sofort wieder in die Aktien fließen, damit der Zinseszinseffekt voll mitgenommen werden kann.

Hier spricht der Autor wieder von einer Dividendenrendite von gut sieben Prozent – Bei 150.000 Euro und einem monatlichen Ertrag von 1.352,77 Euro – kann das mit den gut sieben Prozent aber nicht ganz stimmen. Gut, nehmen wir also die 7 Prozent und lesen weiter. 😉

Mit gut 7,5 Prozent Rendite verdoppeln Anleger in zehn Jahren ihren Einsatz. Aus 150 000 Euro werden so in einem Jahrzehnt rein rechnerisch 312 333 Euro – ein Gewinn von 162 333 Euro oder 1353 Euro im Monat.

Tatsächlich kommt jetzt die Auflösung im unteren Bereich des Artikels. Mit 150.000 Euro erzielen wir keine 1.353 Euro im Monat. Wir benötigen bei einer Dividendenrendite von gut 7,5 Prozent, also ein Vermögen von 312.333 Euro in Dividenden Aktien.

Steuerlich sind Dividenden unschlagbar günstig. „Nur“ 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer werden fällig – etwa halb so viel, wie viele Arbeitnehmer letztlich an Einkommensteuer berappen müssen.

In ein paar Jahren werden wir Value Investoren mit unserer Dividendenstrategie uns nach den 25 Prozent zurücksehnen – die Erhöhung der Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf 32 bis 35 Prozent scheint ja schon fast beschlossene Sache vor den Wahlen zu sein.

Je länger Anleger ihre Dividendenschätze liegen lassen, desto wertvoller werden sie – und das nicht linear, sondern exponentiell. Geduld und ein langer Atem sind aber ebenfalls notwendig.

Das kann man immer und immer wieder predigen. Dividendeneinnahmen gleich reinvestieren mit der monatlichen Sparrate und so werden über die Monate langsam und stetig die Dividendeneinnahmen steigen und steigen !

Am Ende des Artikels listet Focus Money noch jeweils fünf deutsche Dividendenbringer auf und fünf Europa-Dividendenstars. Zu den fünf deutschen Dividendenbringern gehören: Drillisch, Freenet, Amadeus Fire, Generali Deutschland, Hannover Rück.

Zu den fünf Europa-Dividendenstars gehören laut Focus: Balfour Beatty, Total, Aviva, Royal Dutch, Vodafone. Group. Royal Dutch Shell befindet sich bereits auf meiner Kaufliste. Ich bin froh, dass Focus Money dies auch so sieht. 😉

Fazit:
Wahrscheinlich dachte sich die Focus Money Redaktion: Mit „310.00 Euro sorgenfrei leben“ als Headline auf dem Magazin Cover, da sprechen wir nicht so viele Leser an, lasst uns mal 150.00 Euro nehmen. 150.000 Euro ist für die meisten Leute in Deutschland realistischer.

Mit einem Mix von High Yield Dividenden Aktien und Dividenden Growth Aktien sind ca. 7,5% Brutto Dividendenrendite machbar. Wobei Focus Money wohl 7,5% Netto Dividendenrendite meint und das wäre nur möglich, wenn man sich ein High Yield Dividenden Depot aufbaut.

  • Wie würdest Du vorgehen beim Aufbau Deines Dividenden Depots? Nur High Yielder mit einer Dividendenrendite von >8% p.a. ?
  • Fandest Du den Focus Money Artikel mit dem etwas reißerischeren Titel interessant?
  • Ab wie viel Euro Vermögen, kann man eigentlich in Deutschland sorgenfrei leben? 150.000€ / 300.000€ oder doch 1.000.000 Million € ?

Kompletter Artikel bei  Focus Money: MIT 150 000 EURO SORGENFREI LEBEN

28 Responses to “Mit 150.000 Euro sorgenfrei leben – Ja/Nein/Vielleicht ?”

  1. Hi Markos,

    ich habe den Artikel ebenfalls gelesen. Ich denke, wenn man konsequent nur auf „High Yielder“ setzt, lassen sich tatsächlich Renditen von fast 10% erzielen. Aber die Frage ist, wie lange geht das? Die Wahrscheinlichkeit bei Aktien, die über 10% Dividende pro Jahr ausschütten, dass es zu Dividendenkürzungen kommt, ist ziemlich hoch. Vermutlich lassen sich solche Rendite nicht über mehrere Jahren erzielen.

    Mit meinen High Yield/Dividend Depot erziele ich eine Ausschüttungs-Rendite um 6,5% (brutto). Dies aber recht stabil. Eine ähnliche Größenordnung (oder knapp darüber) erzielst Du mit Deinem Dividenden-Depot ebenfalls. Bei Dir allerdings noch eine Weile brutto=netto, weil Du noch Verluste verrechnen kannst. 😉

    Bleiben wir ruhig einmal bei 6,5% brutto, das sind bei heutiger Steuerlage 4,8% netto. Also bei 150.000 Euro sind das 7200 Euro jährlich, also 600 Euro pro Monat. Das ist zum sorgenfreien Leben noch etwas wenig, aber es deckt durchaus schon die Miete oder ggf. etwas darüber hinaus.

    Was der Focus Money machte, ist im Grund richtig, noch mehr Leute zu animieren mit Aktien oder ETFs ein passives Einkommen zu erzielen. Aber man muss aufpassen die Rechnung nicht zu optimistisch anzustellen, sonst schlägt es bei den Menschen, die das konkret durchrechnen ins Gegenteil um.

    Viele Grüße
    Lars

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Lars: Irgendwann werden natürlich 10% Yielder ihre Dividendenausschüttungen kürzen. Ich weiß nicht, ob es so toll ist wenn der Focus mit dem Cover 150.000€ sorgenfrei leben wirbt und im Artikel muss dann der Leser feststellen, dass es erst mit 300.000€ möglich ist….

  2. Felix sagt:

    Interessanter Beitrag!
    Erstaunlich wie beliebig Zahlen hin- und hergeschoben werden. Ich habe ein Aktiendepot, allerdings nicht Dividenden optimiert, und realisiere damit eine netto Dividendenrendite von 3 % p.a. Im wirklichen Leben kommen zu den Steuern auch noch Fehlinvestitionen wie NOKIA, Banken usw. Natürlich habe ich auch Titel, die auf mein ursprünglich eingesetztes Kapital eine zweistellige Rendite abwerfen. Diese Aktien halte ich jedoch schon 20 Jahre, BASF gehört dazu.
    Entscheidend ist jedoch, wenn man davon leben möchte, die Netto Durchschnittsrendite. Und die in die Nähe des zweistelligen Bereichs zu bringen halte ich für ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen. Da ist einfacher die Investitionssumme zu steigern.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Felix: Bei mir ist es aktuell Atlantic Power Corporation und Alaska Communications Syst. Group die keine Dividende mehr zahlen. Ich belasse diese beiden Werte aber in meinem Dividenden Depot und schaue mir weiter die Entwicklung der beiden Firmen an. Vielleicht schaffen es beide Firmen in 2-3 Jahren wieder Dividenden zu zahlen. Sicherlich kann man mit einigen Aktien auf das ursprüngliche Kapital eine zweistellige Rendite schaffen – wie z.B. auch McDonalds oder Coca Cola.

  3. Rico sagt:

    Man sieht an dem Artikel schon gut, wie die Leute ticken. Die Grundlagen der Anlage in Aktien werden überhaupt nicht hinterfragt und erläutert. Wie ist es denn möglich, dass diese hohen Renditen erreicht werden? Warum soll das weiterhin gehen? Welche Rolle spielen Dividenden tatsächlich in der Unternehmenskultur?

    Die Leser mit falschen Versprechnungen zu locken spricht auch nicht gerade für die Qualität des Artikels.

    Selbst im Artikel stellt sich heraus, dass man mit 150k nicht sorgenfrei leben kann. Das sind bei 4 Prozent gerade mal 500 Euro im Monat Brutto.

    Aber natürlich ist das immer noch besser, als dieses Geld einer Kapitallebensversicherung hinterher zu schmeißen.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Rico: Wir wissen nicht was die Focus Money Redaktion entschieden hat. Vielleicht wollte man dem Artikel nicht mehr Seiten in der Ausgabe spendieren …. Vielleicht fehlt noch eine Zeitschrift auf dem Markt zum Thema Value Investing, wo alles im Detail zum Investing in Dividenden Aktien behandelt wird?

  4. Andreas sagt:

    Moin,
    erstmal will ich dir zu deinem Blog gratulieren . Ich finde er ist der beste im Deutschsprachigen Raum zum Thema.

    Ich würde sagen man braucht schon gute 300k um auf Nummer sicher zu gehen, besser mehr ^^. Kommt aber auch auf die jeweilige Person an und welche fixen ausgaben und Lebensstandart diese hat.

    Ich verfolge die selbe Strategie habe allerdings erst vor einem Jahr angefangen und konzentriere mich erst auf Deutsche und Englische Dividendentitel da es hier keine Quellensteuer gibt die die Rendite schmälert, später kommen die Amerikanischen werte hinzu.

    Royal Dutch Shell und BAT stehen auch auf meiner Liste aber als nächstes werde ich wohl BP ins bot holen. Durch die Deep Water Horizon Katastrophe hat die Aktie sehr gelitten und ist jetzt sehr günstig zu haben mit einen KGV von 7,91 und einem KBV von 1,05 ( Quelle Finanzen.net) und einer steigenden Dividendenrendite von über 5 Prozent und steigend. Was hält ihr von BP

    Gruß Andreas

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Andreas:
      Danke für Dein Lob ! Es gibt ja mittlerweile viele andere Dividenden Blogs im Deutschprachigen Raum zu diesem Thema….
      Mit 300k kann man mit einigen Dividenden Growth Aktien bestimmt 1.200EUR Netto an Dividenden Einnahmen erzielen. Ob man mit 1.200EUR Netto Dividenden Einnahmen über die Runden kommt – muss jeder für sich entscheiden und bewerten. Persönlich wäre das für mich machbar. Ich bezweifele aber, dass dies in Berlin und München möglich ist.

      Mit BP habe ich mich noch nicht beschäftigt. Werde mir erstmal Royal Dutch Shell genauer anschauen.

  5. Ralf sagt:

    Hi Markos,
    Interessanter Artikel. Aber ich denke um in Deutschland relativ sorgenfrei leben zu können werden 150 000,- Euro etwas knapp werden. Beispiel: Ich habe bis jetzt ca. 30 000,- Euro in meinem Dividenden Depot investiert und habe ca. 200,- Euro an monatlichen Dividenden. Das bedeutet, vorausgesetzt ich bleibe bei der selben Strategie wie bisher, dann wären es bei 150 000, – Euro so ca. 1000,- Euro an monatlichen Dividenden. In einem anderen Land wo die Lebenshaltungskosten nicht so hoch sind ist es sicher ohne weiteres möglich. In Deutschland wird es etwas schwerer werden, aber sicher nicht ganz unmöglich. Je nachdem wie hoch die jeweiligen Ansprüche sind.
    Gruss, Ralf

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Ralf: Mit 1.000,- Euro monatlichen Dividenden würde man wohl auch in Deutschland irgendwie über die Runden kommen – jedoch wäre es sehr unsicher! Lass mal 1-2 Werte aus Deinem Dividenden Depot die Dividendenzahlungen einstellen und Du beziehst kein monatliches aktives Einkommen, dann hat man schon Probleme. Wichtig ist echt ein Sicherheitspuffer zu haben. Wenn man 1.000 EUR Netto pro Monat für alle monatlichen Ausgaben benötigt, dann wäre es gut um die 1.800 EUR Netto an Dividendeneinnahmen p.m. zu erzielen. Man hat dann noch 800 EUR Netto zur freien Verfügung pro Monat für 2 Urlaube pro Jahr, weiter investieren in neue Dividenden Aktien.

  6. Turing sagt:

    Ich bin eher skeptisch, was sehr hohe Dividendenrenditen angeht. Am liebsten sind mir Unternehmen, die wachsen und Dividende ausschütten. Hohe Dividendenrendite kann nämlich bedeuten, dass das Unternehmen kaum wächst und die Anleger irgendwie bei der Stange halten will (siehe Telekom).

    Ich habe vor drei Jahren Hannover Rück gekauft, für 37 € die Aktie. Ausschüttung in diesem Jahr war 3 €, d.h. über 8 % persönliche(!) Dividendenrendite. SAP habe ich auch. Die werden 85 Cent je Aktie ausschütten. Die Dividendenrendite ist lausig, meine persönliche sieht aber besser, da ich SAP zu 30 € gekauft habe, sodass ich die doppelte Dividendenrendite habe wie jemand, der in diesem Jahr gekauft hat. Und die Aussichten sind gut, dass Dividende Jahr für Jahr steigt und mein persönliche Dividendenrendite gleich mit.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Turing: Glückwunsch zu den gut getimten Käufen für SAP und Hannover Rück ! DTE kommt auch nicht mehr in mein Dividenden Depot.

  7. Hallo Markos,

    ich habe den Artikel im Focus Money auch gelesen. Ich fand ihn zwar interessant, aber nicht wirklich gelungen. Einerseits fand ich ihn stellenweise ziemlich konfus und darüberhinaus auch noch fehlerbehaftet.

    Die wichtigsten Fehler hast Du schon genannt: 150T€ bringen auch mit sportlichen 7% oder 7,5% eben KEINE 1.353€/Monat. Dazu muss man das erst mal ohne Kurs- und Dividenden-Einbrüche über 10 Jahre durchhalten und das Kapital verdoppeln.
    Erst danach kann es klappen. Und wer dann mit 1.353 Euro „sorgenfrei“ leben kann – nun gut.

    Leider wurden auch weder die Steuern auf die Dividenden, noch die Inflation berücksichtigt. Insgesamt also ein reißerischer Artikel, der nicht hält, was er verspricht.

    Dennoch fand ich die Basis-Informationen zum Thema Dividenden, Renditen, Fonds etc. ganz gut und hilfreich. Und insgesamt finde ich Focus Money immer lesenswert (bei mir im Blog gibt es momentan übrigens unter „Aktueller Tipp“ eine Aktion für ein Focus Money Abo inkl. IPad Mini für etwas mehr als 300 Euro).

    Gruß, Der Privatier

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Der Privatier: Ich fand den Artikel auch sehr konfus Peter. Vielleicht kann man aber auch fachlich interessanate Artikel von so einem Börsenblatt, dass im Wochenrhytmus erscheint auch nicht erwarten?

  8. Esarie sagt:

    Hmm, also 150.000 könnten schon reichen, es ist nur die Frage, wann man diese zur Verfügung hat. Kaufe ich im Alter von -sagen wir- 35 Jahren Aktien für diese Summe und investiere in Dividend-Growth-Werte, dann sind auch 10 % YOC nicht aus der Welt.

    Da ist es theoretisch nicht einmal erforderlich, dass die Erträge reinvestiert werden. Nehmen wir an, dass wir für 150’000€ MCD kaufen. Die haben aktuell 3% Rendite. Nehmen wir weiterhin an, dass die Rendite um 6% jährlich steigt (aktuell ist das durchschnittliche 10 Jahres-Wachstum deutlich höher [~24% – obwohl ich dieses hohe Wachstum niemals für Prognosen nutzen würde]) und lassen das ganze 32 Jahre lang liegen, ohne die Divi zu reinvestieren. Dann kommt man auch so auf ~1550,- netto oder einen satten YOC von 18.26%. Nicht so schlecht .. wenn man die Zeit hat 😉

    Ein paar viele Annahmen, ich weiß. Allerdings basiert darauf nicht genau die Dividend-Growth-Strategie?

  9. Esarie sagt:

    Natürlich nicht 😉 So war es auch nicht gemeint. Ich habe lediglich MCD gewählt, weil das Beispiel gut nachvollziehbar ist.

    Verteilt man die 150k auf mehrere Aktien müsste die Frage demnach lauten: Gibt es 30 oder 50 Aktien, die ähnliche Kriterien wie MCD aufweisen (~3% Yield und 6% Dividendenwachstum, etc.).
    Die Antwort gibst Du ja auch in Deinem Blog und die ist eindeutig: Ja.

    An der Grundaussage ändert das nix: Mit 150k könnte man gut leben.

  10. Dividenden-Bär sagt:

    Hallo zusammen,

    grundsätzlich denke ich wie ihr und auch ich strebe nach finanzieller Unabhängigkeit durch Dividenden.
    Der Denkfehler, der meiner Meinung nach in euren Rechnungen steckt: ihr rechnet mit 6% steigenden Dividenden jährlich und entsprechend höheren Ausschüttungen etc. Das rechnet ihr auf 30 Jahre hoch und präsentiert dann – tatatataaaa – eine gelungene Rechnung, bei der ihr auf 1.300 Euro pro Monat kommt.

    Alles korrekt.

    Nur habt ihr mal überlegt, was ihr in 30 Jahren noch für 1.300 Euro pro Monat bekommt??
    Der für uns fatale Faktor ist die Inflation: aktuell etwas über 2%, dürfte wohl noch etwas höher werden bei der Zinslage… und das führt zu spürbarer Geldentwertung, die ihr bei diesen Rechnungen einbeziehen müsst.

    1.300 Euro in 30 Jahren bei 2% Inflation sind praktisch nix mehr wert…

    Viele Grüße
    Dividenden-Bär

    P.S.: nicht falsch verstehen – ich habe das gleiche Ziel wie ihr. Allerdings rechne ich stets mit der Inflation. Und da sind 150k Euro auf 30 Jahre deutlich zu wenig

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Dividenden-Bär:
      Danke für Deinen Kommentar. Klar die Inflation muss man berücksichtigen, darum sollte man verstärkt Dividenden-Growth Aktien kaufen die Jahr für Jahr die Dividendenzahlungen anheben. Davon gibt es einige in USA. Klar das 1.300 EUR heute in 30 Jahren bei einer 2% Inflation nur noch 812,50 EUR Kaufkraft haben… ;-(

  11. Stefan sagt:

    Hallo,
    1300€ haben in 30 Jahren bei 2% Inflation noch eine Kaufkraft von 717€. Um die gleiche Kaufkraft zu entsprechen sind 2355€ notwendig.
    Die Inflation frisst viel mehr auf als vielen bewusst ist. Realistisch betrachtet sind nach Steuern und Inflation vielleicht 2 bis maximal 3% Rendite dauerhaft im Jahr möglich.

  12. Constantine sagt:

    Tja alles ein hin und hergerechne mit den Zahlen, teilweise konfus, teilweise kann man ja nur auf Annahmen Entscheidungen treffen. Deshalb ist es für einen ernsthaften Umgang mit der Geldanlage unbedingt notwendig Pro und Kontra zu diskutieren, was dann dazu führt dass man als Anfänger komplett ratlos zurückgelassen wird-> denn den eindeutigen Weg gibt es nicht.

    Man muss für sich selber entscheiden wie man vorgehen will und diesen Weg kontinuierlich durchlaufen! Und ich persönlich denke, dass man sich überhaupt mit der Materie Geldanlage beschäftigt hat den positiven Effekt, dass gegenüber etwa 90% der Bevölkerung einen Vorteil hat (sehe ich an meinem Verwandten und Bekanntenkreis)

    Meine Frage: ausgeschüttete Dividenden und Sparquote SOFORT investieren? Setzt einen einer gewissen Drucksituation aus, die ev. dazu führt schlechte Entscheidungen zu treffen? Ist es das wert? Muss man auf Gedeih und Verderb bei der Dividendenstratgie wieder reinvestieren um ja keinen Monat des Zinseszinseffektes zu verlieren? Kann man nicht auch mal auf Marktgeschehnisse warten?
    Und darüber hinaus ist ja bei der Investition in Einzelaktien die Frage nach den Gebühren durchaus berechtigt. D.h. Sparquote und ausgeschüttete Dividenden sind so klein, dass die Transaktionskosten einen auffressen, sollte man dann monatlich investieren?

    Ich habe für meinen Teil vor bzw. mache es so, dass ich das Geld zumindest quartalsweise sammle und erst dann Investitionsentscheidungen treffe. Alles Andere macht in meinen Augen keinen Sinn?

    Durch die Kommentare bibber ich jetzt schon wieder, ob das „richtig“ ist, denn ich nehme den zinsezinseffekt nicht voll mit. Und da wären wir wieder bei der Unsicherheit/Ratlosigkeit.

    Grüße und mach weiter so!

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Constantine: Danke für Deinen Kommentar. Also ich muss nicht jeden Prozentpunkt Dividendenrendite mitnehmen und kann auch mal 2 Monate aussetzen. Aktuell warte ich erstmal ab. Weitere Dividenden Aristokraten und US Blue Chips wll ich erstmal für mein Dividenden Depot nicht kaufen, wenn ich mir die Charts anschaue.

    • Arthur Dent sagt:

      Ganz richtiger Punkt. Am besten ist es, die Dividenden zu sammeln, bis die Gebühren eines Re-Investments erträglich sind.

      Bei der Geldanlage musst du immer Entscheidungen auf der Grundlage von Annahmen treffen. Wie hat schon Karl Valentin sinngemäß gesagt: „Prognosen sind besonders schwierig, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen.“

      Das akzeptieren und ein Grundverständnis der Prozentrechnung, dann klappt es schon. Das tolle bei Dividendeneinnahmen ist auch, dass du jedes Mal neu entscheiden kannst Re-Investment oder Konsum.

  13. Constantine sagt:

    Danke für Eure Antworten. Gerade der letzte Satz „Re-Investment oder Konsum“ schwirrt mir im Kopf. Ab welchem Zeitpunkt opfert man mal einen Dividendenbetrag für „sinnlosen“ Konsum und belohnt sich. Aber da bin ich noch nicht 😉

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Constantine: Wenn Du z.B. ein neues Fahrrad im Frühling kaufen willst, was z.B. 240 EUR kostet und Du bekommst pro Monat 400 EUR Dividenden Einnahmen – was spricht dagegen sich von einem Teil der Dividenden Einnahmen das Fahrrad zu kaufen? Du kannst Dir aus dem passiven Cashflow das Fahrrad kaufen und belohnst Dich auch selber durch den Kauf, dass Du so gute Dividendeneinnahmen mit der Dividendenstrategie hast 😉

  14. egghead sagt:

    Beim Reinvestieren gehe ich so vor, dass ich gute Aktien, die im Verhältnis zu anderen Aktien im Depot noch nicht so stark gestiegen sind nachkaufe.
    Das ist „einfacher“ als eine komplett neue Aktie zu kaufen, die Bewertung der Aktie ist in der Vergangenehit schon gefallen Da ich schon 49 Aktien im Depot habe kann ich mir praktisch eine aussuchen. Ich kaufe nicht die Achwächsten (Kursentwicklung seit Kauf) und nicht sie Stärksten nach, sondern eben die im unteren/mittleren Mittelfeld.
    Bei weniger Aktien wars ein größerer Aufwand erst mal zu wissen was es so gibt. die erste Aktie ist die Schwierigste, bei 5-10 wirds schon einfacher, eine gewisse Anstrengung ist anfangs leider schon notwendig.
    Ich kann nur sagen, dass ich mit 49 AKtien besser schlafe als mit 10, da ich praktisch keine Volatilität auf Grund von einzelnen Aktien habe, sondern mich praktisch parallel zum Dow und dem $/€-Verhältnis bewege. Ich muss hier auch nicht besser sein, ich handele ja nicht, natürlich ist eine Hoffnung auf „besser“ wegen „Qualität“ immer da, aber das ist nicht die Grundlage, das waäre definitiv ein Traderansatz.
    Ich mus auch nicht 48 AKtien beobachtn, es reicht die paar Looser anzuschauen. Bisher habe ich mich noch nicht von einer Aktie getrennt, obwohl so was wie „Just Energy“ starke Nerven verlangt.

  15. Constantine sagt:

    Interessanter Ansatz egghead! Bei mir wurde der Anfang schon vor ca. 8 Jahren gemacht. Seit dem habe ich ein Musterdepot und diverse Watchlists. Ich habe nach anfänglichem „just for fun“ dann angefangen Titel nur nach eingehender Analyse zu kaufen und auch mit dem Ansatz diese lange zu halten. Macht für mich aber nur bei Titeln mit Dividedenausschüttungen Sinn.

    Insgesamt weiß ich wo ich hinwill und wie ich vorgehe, alles andere wird die Zeit zeigen!

  16. Thomas sagt:

    Eine andere Möglichkeit zu hohen Renditen pro Monat zu kommen ist der Weg über Mittelstandsanleihen…

    Hier gibt es interessante Anleihen , mit denen sich bei halbwegs geringen Risiko festgeschrieben Renditen von 6-9 %( oder auch höher, bei schlechteren Ratings ) im Jahr einfahren lassen.

    Wenn man sein Kapital verteilt auf 12 ( oder mehr ) Anleihen, so läst sich hier auch eine Auszahlung in jedem Monat realisieren.

    Der große Vorteil ist der, das wenn das Unternehmen nicht Pleite geht in der Zeit, man seinen vollen Einsatz am Laufzeitende wieder bekommt.

    Momentan werden Monat für Monat interessante Anleihen aufgelegt die man direkt zeichen kann über sein Depot.

    Mindestsumme ist allerdings meist immer 1000 €.
    Viele Anleihen zahlen meist sogar halbjährlich die Zinsen aus.

    Diese hier werde ich wahrscheinlich nächste Woche zeichnen
    http://www.finanzen.net/nachricht/anleihen/More-More-AG-Zeichnungsfrist-der-Unternehmensanleihe-beginnt-am-Montag-Kupon-8-125-2462188

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