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Tipps zum Kleinkredit


© Creatas/Thinkstock

Immer wieder kommen wir in Situationen, in denen wir zeitnah einen kleinen Geldbetrag benötigen. Oft reizen wir in solchen Situationen unseren Dispokredit aus, doch häufig wäre ein Kleinkredit eigentlich viel besser.

Dispo oder Kleinkredit?

Von einem Kleinkredit spricht man immer dann, wenn die Kreditsumme sich zwischen 500 und 5.000 Euro liegt. Bei einem vergleichsweise niedrigen Darlehen sind die Laufzeiten kurz und die Zinsen meist attraktiv. Ob sich nun ein Dispo- oder Kleinkredit empfiehlt, kann durch einen Vergleichsrechner im Internet recht schnell herausgefunden werden. In den meisten Fällen ist die Aufnahme eines niedrigen Kredits vermutlich günstiger als der Dispo. Dafür ist selbiger flexibler in Sachen Rückzahlung und der Ausschöpfung. Trotzdem wird in den meisten Fällen der Kleinkredit, der auch Konsumkredit genannt wird, bevorzugt. Man nutzt ihn zum Beispiel, wenn größere Anschaffungen zeitnah getätigt werden müssen. Eine Urlaubsreise, Unterhaltungselektronik oder auch die Reparatur des Autos beziehungsweise des Hauses könnten damit bewerkstelligt werden. Die meisten Leute geben dem Kleinkredit den Vorzug, weil der Rückzahlungszins mitunter nicht einmal halb so hoch ist wie beim Dispositionskredit. Sollte jedoch einmal etwas schiefgehen und das Geld, das eigentlich für die Rückzahlung der geliehenen Summe vorgesehen war, anderweitig eingesetzt werden müssen, entsteht durch die ausgesetzte Dispo-Rückzahlung kein negativer Schufa-Eintrag. Es gibt also Vor- und Nachteile.

Wie funktioniert die Vergabe des Kleinkredits?

Da es sich bei Kleinkrediten immer um recht überschaubare Summen handelt, fällt die Vergabe des Kleinkredits üblicherweise recht unkompliziert aus. Die Prüfung auf Kreditwürdigkeit, die gerade bei größeren Summen sehr penibel ausgeführt wird, entfällt hier streng genommen. Die einzigen Voraussetzungen sind, dass der Kreditnehmer 18 Jahre alt ist und darüber hinaus ein regelmäßiges Einkommen durch ein Arbeitsverhältnis beziehungsweise eine selbstständige Tätigkeit vorweisen kann. Negative Einträge bei der Schufa sollten natürlich auch nicht vorhanden sein.

16 Responses to “Tipps zum Kleinkredit”

  1. Turing sagt:

    Ich finde gut, dass du darauf hinweist, dass der Dispo auch Vorteile bei der Rückzahlung hat. Der Dispo war übrigens vor drei Jahren meine „Rettung“. Ich bin beruflich umgezogen und doppelte Mietzahlungen über vier oder fünf Monate (erst zur Untermiete, dann richtige eigene Wohnung) lang, Mietkaution, Maklercourtage, Umzugskosten… das überforderte mich finanziell, aber zum Glück gab es den Dispo. Ich schaute zuerst nach einem Ratenkredit, aber der formale Kram wegen 3000 – 5000 € schreckte mich ab. Die Banken wollen außerdem, wenn man schon so einen Kredit in Raten abstottert, dann soll man das möglichst lange tun, denn ansonsten lohnt es sich für die doch gar nicht.

    Also Dispo: Einfach das Konto überzogen und möglichst schnell getilgt, d.h. Gürtel enger schnallen. Im Januar 2010, als ich meine neue Stelle in einer anderen Stadt antrat, wurde es eng. Im Mai war ich wieder satt im Plus.

    Die Zinsen bei einem Dispo mögen vielleicht hoch sein, sind sie aber faktisch nicht, weil man einen Dispokredit sofort tilgen kann. Bei einem Ratenkredit muss man bei vorzeitiger Kündigung Strafzinsen zahlen.

    Zur Tilgung von Schulden braucht man vor allem Disziplin. Wer mit einem Dispokredit nicht umgehen kann, dem ist auch ein Ratenkredit nicht zu empfehlen.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Turing: Wenn der Zeitraum überschaubar ist, also unter 6 Monate Rückzahlung bzw. Ausgleich des Dispos, dann benötigt man evtl. keinen Kleinkredit. Jedoch ist das eine individuelle Entscheidung.

  2. palmcron sagt:

    Für solche kurzfristigen Ausgaben ist es m.E. sinnvoll, eine „eiserne Reserve“ (so nennt Dirk Fischer es in seinem Buch „Cashkurs“) auf einem Tagesgeldkonto o.ä. liegen zu haben. Dann kommt man garnicht in die Not.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @palmcron: Du meinst bestimmt Dirk Müller 😉

    • Turing sagt:

      Also ich hatte meinerzeit eine „eiserne Reserve“. Die war aber schnell aufgebraucht. 600 € Miete der alten Wohnung 300 € Miete für ein Zimmer und das zwei Monate lang. Dann noch einmal 2 x 600 € Miete und 440 € Miete für die neue Wohnung. Dann hat man noch zwei Verträge mit Stromlieferanten.

      Obwohl ich immer eine eiserne Reserve hatte, selbst als Student, war ich für ein paar Monate auf einen Kredit angewiesen. Aber es war zum Glück kein Konsumkredit, denn für die neue Arbeitsstelle war das notwendig. Das waren viel Werbungskosten in jenem Jahr und die Steuerrückzahlung war schmackhaft. Die hohe Miete der alten Wohnung erklärt sich durch sehr hohe Abschlagszahlungen fürs Heizen. Da gab es auch noch mal kräftig zurück. (Nur als Hinweis, bevor man mir vorwirft, ich lebe über die eigenen Verhältnisse.)

      • Finanzielle Freiheit sagt:

        @TUring: Wie das Leben so spielt. Die 100 prozentige Sicherheit gibt es nicht. Ich zahle auch zu viele Nebenkosten und werde für 2012 was zurückerstattet bekommen. Weiterhin erhalte ich noch ca. 650 EUR vom Finanzamt an Kapitalertragssteuer zurückerstattet (da Verlustvortrag) und werde diese gleich in mein Dividenden Depot investieren.

  3. Johannes sagt:

    Bevor man irgendwo Geld investiert legt man sich 3 bis 4 Netto-Monatsgehälter auf ein Tagesgeldkonto und lässt diese „verschimmeln“. Dann braucht man nicht wegen so etwas „Kleinem“ wie einer neuern Waschmaschine oder einer Autoreparatur einen Kredit.

    Und Urlaubsreisen auf Kredit würd ich schonmal gar nicht machen. Das Geld was man nicht hat verkonsumiert man nicht!

    Just my 2 cents

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Johannes: Bedenke das es viele Menschen in Deutschland gibt, die fast keinen Euro sparen können. Da kommt am Monatsanfang das Gehalt und in der 3ten Woche ist der Kontostand schon bei fast 0 EUR angelangt.

  4. Johannes sagt:

    Da hast du schon Recht 😉
    Allerdings investiert jemand, dessen Geld schon nach 3 von 4 Wochen nahezu aufgebraucht ist, auch nicht in (Dividenden-)Aktien.

    Ich meinte es eher als Ratschlag, dass man nicht „jeden Cent“ den man über hat sofort „verinvestiert“

  5. egghead sagt:

    Ja es stimmt, in Deutschland leben viele von der Hand in den Mund. Ich habe aber irgendwann aufgehört mich schlecht zu fühlen, nur weil es anderen schlechter geht als mir. Wer normal verdient kann durchaus auch eine Reserve auf dem Tagesgeldkontov ansparen. Dieses nicht zu können ist NICHT die Norm. Die Politik nutzt solche „Schuldgefühle“ aus, insbesondere im roten Lager..

  6. ruwis sagt:

    Hallo,

    eine Reserve von einigen Monatsgehältern, die man auf einem Geldmarktkonto parkt, macht betriebswirtschaftlich schon Sinn.
    Der Dispo verführt immer wieder zur Überziehung und es gibt einfach viele Menschen, die damit nicht umgehen können.

    Der Punkt mit dem „Verkonsumieren“ trifft nur eingeschränkt zu. Wachstum finanziert und refinanziert sich zu einem nicht unerheblichen Teil durch Kredite. Kredite sind per se nicht schlimm, wenn dahinter eine realwirtschaftliche Dienstleistung oder ein Produkt steht und das Geld nich nur zu Konsumzwecken verbraucht wird.

    Die Entkopplung der Realwirtschaft von der Finanzwirtschaft ist eines der Größten Probleme bei der Bewältigung des Aftershocks der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise. Aber der klassische Kredit, sowohl für Bürger als auch Unternehmen hat seinen guten Zweck. Bei all dem gilt die Binsenweisheit von Ludwig Erhard: Maß halten.

  7. plutusandme sagt:

    Jeder weiss , das eine Nutzung des Dispos teuer ist. Viele haben eine Reserve auf ein Tagegeldkonto. Von diesem kann ich aber nicht direkt bezahlen, sodass ( wie bei uns geschehen ) , bei einer Anschaffung der Dispo schon mal 2 bis 3 Tage genutzt wird.
    Mehr möchte ich damit garnicht machen,habe den Dispokredit aber trotzdem von der Bank hochsetzten lassen.
    Wir haben nun einen Dispo von 3 netto Monatseigängen, wie hoch ist er den bei Euch?

  8. egghead sagt:

    Ich kriege gar keinen Dispo, weil ich selbstständig bin.
    Die Banken möchten im Zweifelsfall eine Gehaltspfändung adurhcführen können, Angestellte mittleren Alteres sind ihnen da am liebsten.
    Regelmäßiger Eingang = regelmäßiges Abdrücken von Schuldzinsen.

  9. Bei unvorhergesehenen Ereignissen meinen viele die Waschmaschine oder den Fernseher. Für einige hundert Euro können diese ersetzt werden. Was ist aber, wenn eine wichtige ärztliche Behandlung von der Krankenkasse entweder nicht oder lediglich verspätet bezahlt wird? Wer Probleme mit seinen Zähnen hat, kann schnell einige tausend Euro zahlen.

    Was ist eigentlich, wenn der Job plötzlich weg ist? Wie lange kommt jeder dann über die Runden oder einen Kredit aufzunehmen?
    Wenn mich jemand fragt, dann rate ich ihm mindestens 6-mal die durchschnittlichen Monatsausgaben als Reserve vorzuhalten. Es beruhigt ziemlich, wenn ausreichend Reserven für Notzeiten oder eben auch für Gelegenheiten vorhanden sind.

    VG

  10. plutusandme sagt:

    @finanziell umdenken
    womit wir wieder beim finanziellen Schutz wären.

  11. Franz sagt:

    Noch zu ergänzen wäre, dass Depotbesitzer für kurzfristige Überbrückungen auch den Lombardkredit nutzen können. Bei vielen Banken darf dieser auch für Konsumausgaben benutzt werden und ist zudem deutlich günstiger als der Dispokredit.

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