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Keine Dividende – Das Desaster für einen Value-Investoren

Als Value Investor freut man sich immer über die nächsten Dividendenzahlungen der Aktien aus dem Dividenden Depot.

Pech hat man als Value Investor, wenn das jeweilige Aktienunternehmen einen Verlust meldet und gleich die komplette Dividendenzahlung streicht. Dies kommt in Deutschland doch viel häufiger vor, als in USA & Kanada. Einige Beispiele:

Mit so einer Dividendenpolitik von Deutschen Aktienunternehmen kann man es mittelfristig nicht zur Finanziellen Freiheit mit Dividenden schaffen. Die US-Amerikaner nutzen die Aktie und den Kapitalmarkt viel intensiver als die Deutschen.

Zum einen liegt es an dem US Altersvorsorgesystem und die US-Amerikaner haben eine andere Einstellung gegenüber den Risiken.

Es wäre schön, wenn in Deutschland ein Umdenken stattfinden würde. Da die SPD eine Erhöhung der Abgeltungssteuer plant, wird es in Zukunft immer schwieriger vorzusorgen.

25 Responses to “Keine Dividende – Das Desaster für einen Value-Investoren”

  1. egghead sagt:

    In Deutschland stehen die Aktionäre in der letzten Reihe,
    in den USA in der ersten Reihe.
    Da alle Staaten mehr Geld benötigen wird es überall eine höhere Abgeltungssteuer geben, in Europa auch zusätzlich eine Finanztransaktionssteuer, die einmal eingeführt beliebig erhöht und erweitert werden kann.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @egghead: Ich glaube der Staat hat gar kein Interesse, dass es zu viele Reiche in seinem Land gibt ! Darum werden immer mehr Steuern eingeführt und bestehende erhöht….

  2. ruwis sagt:

    Nun, dann weiß ja jeder, wen er bei der nächsten Wahl nicht wählt. Es stimmt schon, dass die Einstellung der Deutschen zum Kapital im Allgemeinen und Investments im Besonderen bescheiden ist. Man erkennt hier in erster Linie nicht die Chancen, sondern das Risiko. Der Fiskus nimmt immer mehr an Steuern ein, der Staat verschuldet sich jedoch trotzdem weiter.
    Ich wäre bei künftigen Besteuerung aber gar nicht so pessimistisch, denn das Verfassungsgericht schreibt klar vor, dass der sog. Halbteilungsgrundstz bei der Besteuerung aller Einküfte gewahrt werden muss. Im Klartext bedeutet dies, dass Einkünfte gleich welcher Art höchsten zur Hälfte besteuert werden können.
    Ich lasse mich von Hiobsbotschaften der Linken in diesem Land nicht aus der Ruhe bringen, denn ansonsten muss man ja gar nicht erst mit dem Investieren beginnen.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @ruwis:
      Bzgl. den Hiobsbotschaften der Linken: Sollte es so kommen – dann muss man auswandern. 😉 Mein Plan B als Halbgrieche war immer auswandern nach Griechenland. Wenn man sich jetzt anschaut, wie es in dem Land zugeht, dann kann man nur als Privatier nach Griechenland auswandern.

      • plutusandme sagt:

        *schmunzel*
        Gehört uns das nicht schon sowieso???

        Aber ich gebe Dir recht, die Länder, die jetzt am Boden liegen, werden wieder aufstehen und besser darstehen als je zufuhr. Mit Absicht schreibe ich hierzu keine Zeitprognose. Ich sehe aber bei meinen Exportkollegen, das sich wieder was bewegt, auch in Spanien z.B.
        Nur Italien kränkelt noch etwas am Wahlergebnis.

  3. Felix sagt:

    Ich haben gerade einen längeren Beitrag verloren, weil der unten angegebene Code nicht zu entziffern war. Das ist schade, dass es ein Glücksspiel ist, ob man einen Kommentar platzieren kann oder nicht.
    Den jetzigen kann ich schon wieder kaum lesen, wahrscheinlich 4UNH.
    Wenn er falsch ist, war wieder alles umsonst.

  4. Turing sagt:

    Ich sehe Dividendenrückgänge als nicht so schlimm an. Viele Aktionäre nehmen dies zum Anlass und verkaufen ihre Anteile. Wenn das Unternehmen und das Geschäftsmodell aber solide sind und einfach nur ein schlechtes Jahr durchmachen, dann bleibe ich investiert bzw. kaufe nach. Was Aixtron angeht: Ist das nicht die von Dirk Müller empfohlene Aktie?

    Mir ist es lieber, die Unternehmensführung kürzt die Dividende und ist ehrlich gegenüber seinen Aktionären, als dass man hohe Dividenden rauskloppt, komme, was wolle. Bei RWE beispielsweise musste ich einen Dividendenrückgang in Kauf nehmen. Ich blieb nicht nur investiert, sondern kaufte sogar nach. Für RWE spricht einfach die Realität. Das Wolkenkuckucksheim Energiegewende wird bald abgeblasen, weil sie starke wirtschaftliche, soziale und ökologische Folgen hat. Warten wir noch mal drei Jahre. Die Kohlekraftwerke von RWE liefern guten Strom.

    Ich muss auch noch etwas zur Überschrift loswerden:
    1. Im Deutschen gibt kein „Disaster“, sondern nur ein Desaster.
    2. Der Value-Investor verträgt einen Bindestrich.
    3. Der Value-Investor sollte auch im Akkusativ stehen, „für“ verlangt ihn geradezu.

    Ich schlage vor: „Keine Dividende – Das Desaster für einen Value-Investoren“

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Turing: Merci. Ich habe die Artikel Überschrift gerade geändert 😉 Ich drück Dir die Daumen bei RWE. Alaska Communications aus meinem Dividenden Depot hat auch die Dividendenzahlung komplett eingestellt. Diese Aktie verkaufe ich auch nicht, sondern warte erstmal weiter ab, wie sich das Unternehmen dieses Jahr entwicket.

  5. Markos sagte: „Zum einen liegt es an dem US Altersvorsorgesystem und die US-Amerikaner haben eine andere Einstellung gegenüber den Risiken.“

    Ich glaube, es gibt noch einen weiteren gravierenden Unterschied zwischen den Amerikanern und den Deutschen: Bei den Deutschen wird finanzieller Erfolg (und alles, was irgendwie damit zusammenhängt) in erster Linie mit Argwohn und Neid betrachtet. Und als Privatier weiss ich, wovon ich rede…
    In Amerika wird jemand der Erfolg hat, eher als Anreiz und Motivation gesehen, es ihm nachzutun.
    Und diese ganze Einstellung färbt natürlich auch auf die Aktienkultur in Deutschland ab. Ein Aktionär wird schnell als übler Kapitalist, Ausbeuter oder alternativ als Faulenzer angesehen.

    Ähm… Was hat das mit der Streichung von Dividenden zu tun ?
    Nichts. Glaube ich. Anyway – musste mal gesagt werden.

    Gruß, Der Privatier

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Der Privatier: egghead mit seinem Finanzielle Freiheit Blog hat mir gerade geschrieben, daß er sehr negatives Feedback bekommt – voller Neid bzgl. seines Dividenden Depots und das er über 100.000 EUR in das Dividenden Depot investiert hat. Jetzt überlegt er, keine Zahlen mehr zu veröffentlichen. Somit hast Du Recht ! Argwohn und Neid in Deutschland.

      • egghead sagt:

        Der Privatier schrieb : „in erster Linie mit Argwohn und Neid betrachtet.“
        Wehe der Nachbar fährt ein Größeres Auto oder der Ferseher ist viel größer als der Eigene, oh ha.
        Wohin fahren Sie denn in Urlaub udn wie lange ? klacker klacker, da wird gleich mal im Kopf gerechnet, wie viel Asche man dafür aufwenden kann.
        Man definiert sich in Deutschland weitgehend über die ÄUSSEREN WERTE, reine Angeberei.

        • Finanzielle Freiheit sagt:

          @egghead: Ryanair bietet aktuell Flüge für 9€ pro Strecke an. Luxus Autos kann man „günstig“leasen. E-Sixt bietet immer wieder kurzfristige Angebote an. Schwierig, ob man daraud neidisch sein sollte.

          • Marc sagt:

            Dann such mir mal bitte für 9Euro einen Flug in die Malediven.
            Dann zahl ich dir auch 100% davon als Provision!

        • Turing sagt:

          Was das angeht, bin ich völlig immun. Ich mache keine große Urlaubsreisen, ich habe kein Auto, ich habe kein Smartphone und mein Rechner ist auch nicht der schnellste, obwohl ich Informatiker bin. Tatsächlich habe ich nur einen vier Jahre alten PC (reicht völlig) und ein Netbook für Reisen und fürs Bett. Ich weiß, dass ich es mir das leisten könnte und das reicht mir. Da mein Aktiendepot bei 60000 € ist, muss ich auch langsam anfangen, das nicht überall hinauszuposaunen.

          Egghead, mich interessieren Hass-Mails. Kannst du nicht ein paar veröffentlichen, natürlich anonymisiert. Henryk Broder macht das auch immer.

          Auf meinem Blog habe sehr üble Ausfälle gegen Phillip Rösler dokumentiert.

          • Finanzielle Freiheit sagt:

            @Turing: Minimalist, oder? Was für ein Ziel verfolgst Du mit Deinem Dividenden Depot Turing? Irgendwann davon leben zu können?

          • egghead sagt:

            @Turing.
            So war ich früher auch und verscuhc es heute noch zu sein. Aber mit dem Alter (räusper räusper) kommt dann doch der ein oder andere Konsumwunsch.
            ich midlere das ab, habe eie Bahncard 100 udn fahre nur mit dem Auto wenn es gerade wirklich optimal oder notwenddig ist. Mein Auto wird dieses Jahre 16 und wird noch 4 Jahre problemlos fahren sagt der Meister vom TÜV.
            Es sit bis heute so geblieben : ich fühle mich gut, wenn ich mir was leisten ‚könnte‘, andere müssten sich ständig das neuste kaufen z.B immer das neuste Spy-phone von Apple oder den 200 Zoll- Fernseher, weil der der 100 Zoll Fernseher schon 2 Jahre alt ist. So geht das Geld rein und raus.
            Wenn man vernünfitg anschafft und LANGE nutzt spricht auch nichts gegen etwas Luxus.

      • plutusandme sagt:

        Neid muss man sich erarbeiten, – Mitleid bekommt man umsonst

  6. Till sagt:

    Noch eine kleine Anmerkung zur Überschrift. Ich finde du reduzierst den Begriff Value-Investor etwas stark. Man kann auch als Value-Investor gut ohne Dividende, bzw. mit Dividendenkürzung leben, wenn man einen Innern Wert für ein Unternehmen gefunden hat, mit dem man sich wohl fühlt, und gleichzeitig zu einem niedrigeren Preis gekauft hat.

  7. egghead sagt:

    Ohne Dividende musst man Aktie halten und hoffen, dass sie zu irgendeinem fernen Verkaufszeitpunkt auch noch oben ist.

    Dividendenaktien haben den Kaufpreis irgendwann komplett reingeholt. Eine Aktie mit 5% Rendite (Steuern mal vernachlässigt) ist nach 10 Jahren zu 50% und nach 20 Jahren komplett verdient !

    -Was dann da im Depot ist, ist REINER GEWINN (vor Steuern).
    -Eine starke regelmäßige Dividende ist eine laufende Risikominimierung des Depots.

    Bitte nicht falsch verstehen, Value-Aktien sind schon in Ordung udn wenn presiwert eingekauft um so besser. Viele Dividendenaktien sind ja auch Value-Aktien und umgekehrt. Ich stelle nur dar, warum ich im Zweifelsfall auch eine Rendite erwarte, ich will ja nicht über Jahre das Risiko für das Unternehmen komplett tragen.

    • Arthur Dent sagt:

      @egghead: Du hast es auch verstanden. Es ist schön hier Menschen zu treffen, die in dieselbe Richtung denken wie man selber.

      Ich habe im Kopf immer die Modellrechnung „10 Jahre halten mit 10% Dividendenrendite, dann hat sich der Wert nach 10 Jahren selbst abbezahlt“. Das kommt zwar nie hin, ist aber zusammen mit der „Rule of 72“ ein ordentlichesModell zur groben Abschätzung des Investmentverlaufs.

  8. @Felix: Di Erfahrung habe ich selbst schon auf anderen Webseiten gemacht. Ich speichere einen Kommentar immer noch irgendwo zwischen, erst recht wenn der Beitrag länger wird.

    Eine Dividendenstreichung ist für mich ein klares Verkaufsargument, denn schließlich möchte ich als Investor regelmäßiges passives Einkommen erzielen und nicht nur auf die Zukunft hoffen.
    Bei einem schlechten Jahr würde ich eine vorübergehende Dividendenkürzung akzeptieren, aber wenn die Dividende komplett entfällt, dann liegt dies nicht nur an externen Gründen, sondern da wurde das Geschäft grundsätzlich schlecht gemanagt.

    Zum Thema Neid: Es ist leider wirklich eine Seuche mit dem Neid bei vielen anderen Leuten. Es ist schon erfrischend, wenn man auf jemanden trifft, der nicht neidisch auf das selbst erreichte ist, sondern sogar noch Tipps gibt, wie man erfolgreich weiter agieren kann.

    VG
    Lars

  9. Value Mario sagt:

    Ich sehe das so wie Till, Value-Investoren brauchen nicht unbedingt Rendite. MIr ist es lieber, dass das Management mit dem verdienten Geld etwas vernünftiges anstellt. Ich schaue mir zum Beispiel derzeit viele Schiffsgesellschaften an und da die Schiffspreise derzeit so niedrig sind, ist es mir lieber ist wenn die Unternehmen günstig die Flotte erweitern. Dividende und Aktienrückkäufe hätte ich dann gerne wieder im nächsten Boom. Psychologisch freue ich mich zwar auch, wenn sich mein Einstand durch Dividenden reduziert, aber wie das Beispiel von egghead zeigt, muss man mit Dividenden auch sehr lange Zeit haben, um seinen Einstand wieder reinzuholen. Wenn die Analyse zur Unterbewertung richtig war, sollte sich die Rendite auch ohne Dividenden einstellen.

    • egghead sagt:

      Hallo Value Mario.
      Das verstehe ich, nur wenn nach 5 oder 10 Jahren ein einziger gravierendre Mangagementfehler passiert oder sonst eine Katastrophe dann ist das Geld was im Unternehmen auch weg. Der Verzicht auf die Dividende setzt also absolutes Vertrauen in das Unternehmen voraus. Aber kein Unternehmen ist statisch, es wird durch veränderte Bedinungen angreifbar, GEwinne fallen auch mal oder es passiert ein Murks durch Managementfehler. Und darauf möchte ich nicht warten, ich möchte vorher einen „Zins“ haben, dass ich dem Unternhmen meine Geld leihe udn nicht zeitverzögert „falls über Jahrr alles gut geht“.

      • Value Mario sagt:

        Ich stimme dir zur, dass mein Ansatz Vertrauen in das Management voraussetzt. Das muss aber kein blindes Vertrauen sein. Ich bin in verhältnismäßig wenigen Werten investiert und versuche die auch möglichst intensiv zu verfolgen und vorher so intensiv zu analysieren, wie es meine freie Zeit zulässt. Wenn ich nicht überzeugt bin, investiere ich auch dann nicht wenn die Dividendenrendite jetzt gut aussieht. Davon gibt es auf meinem Blog in letzter Zeit leider mehr Beispiele als Unternehmen deren Aktien ich wirklich gekauft habe.

        Value Investing rein als Begriff hat für mich tatsächlich nicht unbedingt was mit Dividenden zu tun. Damit will ich aber einen Dividenden fokussierten Investmentstil nicht kritisieren oder schlecht reden. In meinen Augen sollte jeder, der seine Anlageentscheidungen selber treffen will, einen eigenen Investmentstil entwickeln und den dann auch konsequent verfolgen sollte. Da gibt es nicht den einen richtigen Weg und wie man den dann nennt, ist doch letztlich auch egal.

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