Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten. ( J. D. Rockefeller, Milliardär )
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Buch Rezension: Der größte Raubzug der Geschichte

In den letzten Tagen habe ich das Buch Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden gelesen. Die Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich beschreiben unser Finanz System -in dem wir sehr leben – sehr detailiert. Es geht in die Welt des Finanz Wahnsinns, der Lügen, des Betruges und der größten Kapitalvernichtung, die die Menschheit je erlebt hat.

Vor unseren Augen findet der größte Raubzug der Geschichte statt und wir alle sind seine Opfer. Die Reichen in unserer Gesellschaft werden immer reicher, während alle Anderen immer ärmer werden.  In dem Buch stellen die Autoren die folgenden Fragen:

  • Wie entsteht überhaupt Geld ?
  • Wie kommen Banken und Staat eigentlich zu Geld ?
  • Warum ist das globale Finanzsystem ungerecht ?
  • Tragen tatsächlich nur die Banken die Schuld an der aktuellen Misere oder müssen auch die politischen Entscheider zur Verantwortung gezogen werden?
  • Warum steht das größte Finanz-Casino der Welt in Deutschland und kaum jemand weiß darüber Bescheid ?
  • Ist der Euro nicht letzlich doch zum Scheitern verurteilt ?
  • Sind Lebens-, Rentenversicherungen, Bausparverträge und Staatsanleihen noch zeitgemäße Investments ?
  • Dienen Finanzprodukte dem Kunden oder nur der Finanzindustrie ?
  • Was bedeutet es, wenn ein Staat Bankrott geht ?
  • Wer profiliert eigentlich von den Schulden unseres Staates ?
  • Kann ewiges Wachstum überhaupt funktionieren ?

In diesem Buch wird klar aufgezeigt, welche Kapitalanlagen jetzt noch sinnvoll sind und von welchen nur die Finanzindustrie profitiert. Schon in den nächsten Monaten könnte für das finanzielle Schicksal von Staaten und ihren Bürgern entscheidend sein.

Bewertung:
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Eine sehr detailierte Schilderung der aktuellen Finanzkrise und die Problematiken mit unserem Geld System.

Es ist ein faktenbasiertes Buch und fast schon ein Lexikon zur Finanzkrise. Für mich hat sich das Lesen wirklich sehr gelohnt, da es leicht verständlich geschrieben ist und auch sehr angenehm zu lesen ist. Allerdings ist die Zahlenflut wirklich sehr umfangreich.

Nach ein paar Kapiteln verliert man leicht den Überblick, wo alles die Milliarden hingeflossen sind. Sicherlich vergisst man die eine, oder auch andere Milliarde – aber Hand aufs Herz – tun das unsere Politiker nicht auch ?

Wichtig: “ Jede Krise hat auch ihre Chancen. Man muss dafür sorgen, nicht zu den Verlierern zu gehören. „

Amazon: Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden
Taschenbuch: 381 Seiten
Verlag: Tectum-Verlag
Sprache: Deutsch

16 Responses to “Buch Rezension: Der größte Raubzug der Geschichte”

  1. Marc sagt:

    Und was halten die Autoren von Aktien bzw. der Dividendenstrategie?

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Marc: In dem Buch steht, dass bei einer Währungsreform Aktien negativ abschneiden werden.

    • Guruinvest sagt:

      @ Finanzielle Freiheit:

      Ich habe das Buch vor kurzem zum Geburtstag geschenkt bekommen und war anfänglich skeptisch habe es aber dann nach den ersten Seiten regelrecht verschlungen wie selten zuvor ein Buch.

      Fazit: Brillantes Meisterwerk!

      @ Marc:

      Von Aktien halten die beiden Ökonomen (momentan) nichts. Sie empfehlen raus aus Papier und rein in Sachwert. Mir ist das auch zu heiß momentan. Zu viel billiges Geld und als Privatanleger ist man sowie der ganzen Sachen machtlos ausgesetzt,

  2. Felix sagt:

    Ich habe das Buch nicht gelesen, sondern nur bei Amazon mal reingeschaut, auch in die Rezensionen. Mir ist das Ganze zu reißerisch aufgemacht. Interessant auch, dass die beiden Autoren selber eine Finanzberatung betreiben.
    Sie wollen wohl zu so einer Art Tauschwirtschaft zurück. Das Gegenteil wird kommen, Geld und damit Vermögen besteht zunehmend aus Bits und Bytes und muss mithin noch nicht mal mehr aufwändig gedruckt werden. Sollen sie auf ihren Edelmetallen, Schweinhälften usw. sitzen bleiben. Die Welt wird sich weiterdrehen.
    Wie viele haben schon den Untergang vorausgesagt?
    Oder welche Konsequenzen sollte man aus dem Buch ziehen?

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Felix: Zu viele haben den Untergang vorausgesagt und er ist nicht eingetroffen. Da gebe ich Dir Recht ! Trotzdem stehen da sehr viele wertvolle Informationen in dem Buch, die ich vorher nicht wusste und die Du im Mainstream Online News Berichterstattung auch nicht finden wirst. Mich hat dieses Buch noch einmal bekräftigt, kein Geld auf dem Sparbuch / Tagesgeldkonto / Festgeldkonto / Staatsanleihen / Lebensversicherungen und Bausparverträge anzulegen ! Ich mach weiter mit dem konsequenten Investieren in Dividenden Aktien.

    • Guruinvest sagt:

      @ Felix:

      Der Titel ist reißersich. Stimmt. Das hatte mich am Anfang auch skeptisch gemacht. Aber der Inhalt ist genial. Fast 900 Quellen und keine kruden Thesen sondern rein faktenbasierte Analyse. Also nicht abschrecken lassen von dem Buchtitel.

      Der „Vorwurf“ mit der Finanzberatung zählt nicht: 1. machen Otte, Müller etc. auch alle sowas und 2. kann man einen Bestseller nicht planen sowie 3. hatte ich beim Lesen nie das Gefühl was angedreht zu bekommen. Es ist rein objektiv. Ich denke schlimmer wäre es gewesen, wenn sie es nicht angegeben hätten und es dann heraus gekommen wäre.

      Tauschwirtschaft?
      Steht nicht im Buch. Wie kommst du darauf?

      Das Buch beschreibt den Status Quo unserer Finanzsystem und das es so nicht weitergehen kann und wird. Und das auch noch Unterhaltsam und mit etlichen Quellen unterfüttert.

      Am besten: Selber lesen und sich eine eigene Meinung bilden.

  3. Bastian sagt:

    Danke für den Buchtipp, das hört sich doch interessant an 🙂

  4. Thorsten sagt:

    Danke für den Tip.
    Ich werde es lesen!

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Thorsten: Das Buch ist definitiv lesenswert – nur alle Zahlen kann man sich nicht merken. Ich weiß jetzt, dass ich mich definitiv von Banken nicht mehr beraten lassen und auch keine Bankprodukte mehr in Frage kommen.

  5. Martin sagt:

    Hallo Markos,

    stellst du auch mal wirklich fundierte Bücher vor, wie zum Beispiel Kommer („Buy&Hold Bibel“) oder was von Malkiel („A Random Walk Down Wall Street: The Time-Tested Strategy for Successful Investing), Graham („Inteligent Investor“) oder Bernstein („The Investor’s Manifesto: Preparing for Prosperity, Armageddon, and Everything in Between“). Nur um eine kleine Auswahl zu nennen.
    Bei den Bücher die du vorstellst reicht mir schon der Blick in die Amazon-Kommentare um zu erkennen, dass es diese üblichen Wischi-Waschi-Bücher sind, bei denen alles reißerisch aufgemacht ist, aber der wirkliche Inhalt gegen 0 geht. Es wird zwar viel gelabert und empfohlen aber eine richtige Strategie kann man darin nicht finden.
    Das trifft übrigens auch auf die Bücher von und über Buffet oder Kostolany zu. Viel Blabla wie auch so toll doch dies und das ist, unterhaltsam zu lesen, aber kein Mehrwert. Diese Bücher sind vielleicht sinnvoll für Leute, die immer noch überlegen sich eine Kapitallebensversicherung zuzulegen, aber für jemanden der sich schon mal mit Aktien/Fonds beschäftigt hat, findet sich da nichts neues drin.

    Ich würde mich auf jeden Fall über anspruchsvollere Buchvorstellungen freuen.

    Paul

  6. Paul sagt:

    Einen Buchtipp habe ich noch vergessen.

    Nicolas Schmidlin: Unternehmensbewertung und Kennzahlenanalyse: Praxisnahe Einführung mit zahlreichen Fallbeispielen börsennotierter Unternehmen

    Das wohl beste Buch im deutschsprachigem Raum zum Thema Unternehmensbewertung.

    Viele Spaß damit!

  7. Paul sagt:

    @Markos damit liegst du richtig. Ich kenne das Buch nicht, ebenso wie die Bücher von Max Otte. Das ist aber alles die gleiche Kategorie, darin wirst du NULL Neues lesen und verschwendest deine Zeit mit viel Blabla.
    Ich habe selbst mit den Büchern von Dirk Müller (Crashkurs und Co.) angefangen und ich fand die damals auch total erleuchtend und die haben mich schlussendlich auch zum Investieren in ETFs gebracht. Nüchtern betrachtet und mit meinem heutigen Wissenstand steht da viel Mist drin und sollte wirklich nur als die persönliche Meinung des Autors betrachtet werden. Das alles ist dann schön aufbauscht in endlosen Seiten mit einem markigen Titel ala Krise, Crash usw.
    Der einzige der an diesen Büchern verdient ist der Autor, der dem Leser immer und immer wieder die gleichen Crashszenarien vorkaut.
    Fürs Mindset kann man sowas 1-2 mal lesen, aber dann sollte man das echt sein lassen und zur richtigen Literatur greifen. Leider gibt es im deutschsprachigen Raum kaum brauchbares, so dass man zwangsläufig auf englische Literatur zurückgreifen muss.
    Ein sehr gutes deutsches Standardwert ist Gerd Kommer’s „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs: Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen“. Das bringt mehr als 10 dieser esoterischen Bücher und ist auch für Einsteiger sehr gut geeignet. Darin geht es allerdings um den Aufbau eines Weltportfolios mit ETFs und nicht um Einzelaktien. Ich persönliche halte dies aber sowieso um die bessere Strategie und ist gerade für Einsteiger auch mit geringen Sparraten sehr zu empfehlen. Ich bin ebenso davon überzeugt, dass auch einige Vertreter der Dividenstrategie mit Einzelaktionen nach der Lektüre auf ETFs inkl. der dargestellten diversifizierten Assetallokation umschwenken würden. 😉

    Gruß,
    Paul

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