Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten. ( J. D. Rockefeller, Milliardär )
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Solvente Damen und Herren – Alt, Dumm, Vermögend !

Die Vergangenheit hat es gezeigt, daß Banken sich über solvente Damen und Herren sehr gefreut haben. Nach dem Motto „Alt, Dumm & Vermögend“ wurde dieser Klientel die eigenen Bank Produkte aufgeschwatzt. Die Bank hat Provisionen kassiert und weitere jährliche Gebühren verdient.

Ich erinnere mich noch, als ich 16 Jahre alt war und  mit meiner Ausbildung zum Bürokaufmann angefangen haben. Ich erhielt von meinem damaligen Ausbildungsbetrieb Vermögenswirksame Leistungen (VL). Bei der örtlichen Sparkasse ließ ich mich von meiner Bankberaterin – äh Verkäuferin – beraten und sie verkaufte mir VL sparen in einen Aktienfonds von DEKA Investment. Natürlich nur Aktienfonds vom Aniebter DEKA. Es gab auch damals schon so viele andere Aktienfonds auf dem Markt.

Da uns in der Schule keine finanzielle Bildung gelehrt wird (diese sollte die Politik ändern), habe ich den Vertrag damals unterschrieben und erst nach über 8 Jahren hatte der Dekafonds seine alten Höchstand wieder erreicht. Sicherlich war ich nicht vermögend, aber auch ich habe mir damals 1996 Produkte der Bank einfach aufschwatzen lassen. Zum Glück lernt man aus den Jahren und nimmt heutzutage seine Finanzen selber in die Hand.

Wer keine Zeit hat sich in seiner Freizeit um seine privaten Finanzen zu kümmern, kann immer noch zu einem freien Finanzberater gehen. Im Internet habe ich dazu die Seite des Bundesverband Finanz-Planer e.V. gefunden.

Schon im Juni 2010 hat die Stiftung Warentest den Artikel Anlageberatung für Senioren: Alte sind oft leichte Beute veröffentlicht. Der Artikel ist lesenswert.

Zitat:

Für viele Banken sind die Senioren leichte und fette Beute. Leicht, weil sie noch an den „Bankbeamten“ glauben, der ohne Eigeninteresse die passenden Produkte empfiehlt. Und fett, weil die Generation 55 plus über die Hälfte des Gesamtvermögens in Deutschland besitzt und dieses Geld vernünftig anlegen will. Das zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

12 Responses to “Solvente Damen und Herren – Alt, Dumm, Vermögend !”

  1. egghead sagt:

    Ja, das ist etwas was ich dem Schulwesen vorwerfe. Es gibt esotherische Fächer wie „Religion“ udn „Bildende Kunst“. Aber die Schüler verschulden sich mit Handytarifen etc. weil es kein Fach „Privat- und Staatsfinanzen“ gibt. Das mus das Elternhaus leisten.
    Und das ist oft genug überfordert. Die Frauen verlassen sich alszu oft hierbei auf die Ehemänner und denn fehlt u.U. auch die Zeit einen „VL InterFlex DekaTamTam“ mit 10 seitigen Vertragswerk zu verstehen, also kann hier auch kaum etwas wissen von einer Generation auf die Nächste weitergegben werden. Die Finanzeprodukte und die gesetzlichen Regelungen ändern sich auch zu schnell.
    Aktien haben sich kaum verändert – als Produkt gesehen.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @egghead: Nur die Aktie als „Produkt“ an sich, ist doch das wahre Investment für einen Value Investor. Diese ganzen Produkte die die Banken neu erfinden (Knock Out Zertifikate, Optionsscheine usw.) dienen den Banken nur, um Geld zu verdienen ! Darum hat die Börse für viele Deutsche auch den Anschein eines Spielcasinos …

      • egghead sagt:

        Was noch schlimemr ist : das Verhältnis vieler Menschen zum Geld.
        Geld ist nichts Schlechtes, aber zu viel davon zu haben muss verkehrt sein. Das sitzt ganz fest in den Köpfen. Wer Geld hat, hat es wohl unrechtmäßig. Irgendwas stimmt da nicht. Spricht man Leute auf Geld an zucken sie zusammen, als ob man sie nach der Bettwäsche in ihrem Schlafzimemr gefragt hätte. Eine sachliche Betrachtung fehlt. Geld muss da sein , aber darüber sprechen oder gar viel davon zu besitzen ist ein Tabu.

  2. Viktor sagt:

    Also mein Opa hat vor dem 2 Weltkrieg auch Aktien gekauft.

    Jetzt denkt ihr bestimmt, wow die müssen ein Vermögen wert sein.

    Tja alle Unternehmen sind pleite und die Aktien wertlos und das waren damals keine 0815 Unternehmen.

  3. Ich kann Dir zum Thema Bankproduktverkäufer nur zustimmen… Als kleine Recherche zu unserem kürzlich veröffentlichen Thema „Fonds“ – die man ja auch über die Hausbank erwerben könnte, habe ich meine persönliche Bankberaterin, mit dem Wunsch über Fonds informiert zu werden, aufgesucht. Ich wollte einen Aktienfonds angeboten bekommen und sie hat mich darauf hingewiesen, dass ich noch keinen Bausparer habe und so einen doch abschließen solle – ich vermute mal es waren gerade Bauspaar Wochen oder so… Nach weiterem Nachfragen hat Sie mir dann einen Bankeigenen „Aktienfonds“ empfohlen, der neben 5 % Ausgabeaufschlag auch noch 3 % jährliche Gebühren verschlingt und dazu noch nicht mal ein Aktien- sondern ein Mischfonds mit 80 % Anleihen war…. Von den Depotgebühren die Sie für die Verwahrung haben wollte ganz zu schweigen…
    Klar, wenn man sich nicht auskennt bzw. auf seinen „Bankberater“ vertraut, ist das ein gutes Geschäft – für die Bank.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Andreas: Danke für Deinen Kommentar ! Du testest also Bankberaterinen äh Verkäuferinnen ? 😉 Das was Du schilderst ist ja unglaublich. Was man da an Gebühren abdrücken muss, hat man bei einer guten Performance des Fonds nach 2 Jahren noch nicht einmal reingeholt. Wie hoch sollten die Depotgebühren für die Verwahrung sein? Du wolltest doch einen Aktienfonds, warum bietet sie Dir einen Mischfonds an?

      • egghead sagt:

        Sie wird den Mischfonds mit dem Argument „das ist sicherer“ angeboten haben. „Aktien können steigen und fallen, Rentenpapiere glätten den Kurs, bla bla“.
        Rentenpapiere können auf 0 gehen, dann ist der Kurs ganz glatt, haha.

        • Es wurde mir ein reiner Rentenfonds vorgelegt und eben dieser Mischfonds, da dieser im Gegensatz zum Rentenfonds auch Aktien enthält, macht ihn das doch schon fast zu einem Aktienfonds oder? 🙂 Nachdem ich den Rentenfonds gesehen und also solchen „entlarvt“ habe, hat Sie mir kurz den Mischfonds vorgestellt und ich habe gefragt ob das nun der Aktienfonds ist, nachdem ich gefragt habe. Meine Frage wurde mit JA beantwortet…
          Eine Erklärung wie egghead sie Vorschlägt hat es nicht einmal gegeben…

          Zur Depotgebühr:
          Die Depotgebühr würde eh nur 0,32 % des Depotwertes betragen, also nicht schlimm, wurde mir gesagt und dabei ein Preisblatt ausgehändigt. Tatsächlich nur 0,32 %, mindestens allerdings min. 10 € je Position und fürs Depot mindestens 30 € p.a. oder so ähnlich. Dazu noch mal das Verrechnungskonto mit 20 € p.a.

          Fazit:
          Dafür, dass ich erstmals einen Aktienfonds umso 2.000 € Einmalerlag kaufen wollte, wurde mir ein Mischfonds mit hohem Ausgabeaufschlag und laufenden Kosten von 3 % TER + ((30+20)/2.000))=2,5 % Depot und Verrechnungskonto Gebühren, also insgesamt 5,5 % laufende Kosten p.a. angeboten…

          Dafür habe ich allerdings bei den 2 Malen die ich in der Bank war, jeweils einen Kaffe mit Milch ohne Zucker und ein Glas Wasser bekommen – echt fair wie ich meine 🙂

          • Finanzielle Freiheit sagt:

            @Andreas: Danke für Dein Feedback. Total unfair von der Bank 😉 Ein finanziell ungebildeter Mitbürger/in hätte das Angebot wohl wahrgenommen. Darauf spekulieren bestimmt die Banken. Da hättest Du gleich mal die WISO Redaktion drauf ansetzen sollen !

  4. Solvent, alt, dumm, vermögend!

    Dazu kann ich nur sagen: Ich bin seit dem 16. Lebensjahr im Wertpapieranlagegeschäft. Seitdem ist mein Wahlspruch immer gewesen: Ich schütze mich vor Beratung durch Selbermachen!

    Ich bin damit immer gut gefahren. Das ist natürlich mit viel Arbeit verbunden. Fachbücher lesen, Zeitungen lesen, Veranstaltungen besuchen, Hauptversammlungen besuchen, sich mit anderen austauschen, Geschäftsberichte lesen. Telefonate mit Investorrelationsabteilungen, Internetinformationen usw.. Das war manchmal schon eine Vollzeitarbeit.

    Millionär bin ich bis heute nicht geworden. Ich habe das ganze mit Geduld, Disziplin und Ausdauer verfolgt. Ich war auch nur Normalverdiener oft aber auch Geringverdiener, konnte kein Geld verdienen, weil ich jahrelang die Schule besucht habe oder arbeitslos war. Auch habe ich oft sehr wenig verdient und habe doch immer fleißig gespart.

    In meiner besten Zeit habe einmal in einem Jahr 10.000 Euro mit Kurssteigerungen und Dividenden gemacht (vor Steuern). Die Dividendenstrategie, wie sie hier angewandt wird ist mir schon seit vielen, vielen Jahren bekannt. lch bin von selbst daraufgekommen.

    Ich rate jedem zum Selbermachen. Das ist aber mit viel Arbeit verbunden. Von wegen leistungsloses Einkommen.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Dividendenteufel: Na von leistungslosen Einkommen kann man nicht reden. Natürlich muss man für sein Dividenden Depot Zeit aufbringen. Mittelfristig und auch Langfristig ist es aber die beste Strategie, sein Vermögen selber zu verwalten.

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