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Die Kaufkraft eines Euros und die Inflationsrate in Deutschland

Was passiert mit der Kaufkraft eines Euros nach 1,2,10 und 30 Jahren ?

Die nachfolgende Tabelle zeigt z.B. bei einer jährlichen Inflationsrate von 2% ein Euro nach 20 Jahren nur noch die Kaufkraft von 67 Cent hat. Es macht also durchaus Sinn, sich Dividendenaktien auszusuchen die Ihre Dividendenausschüttung jedes Jahr anheben.

0% 1% 2% 3% 4%
1        1,00 €        0,99 €        0,98 €        0,97 €        0,96 €
2        1,00 €        0,98 €        0,96 €        0,94 €        0,92 €
3        1,00 €        0,97 €        0,94 €        0,92 €        0,89 €
4        1,00 €        0,96 €        0,92 €        0,89 €        0,85 €
5        1,00 €        0,95 €        0,91 €        0,86 €        0,82 €
6        1,00 €        0,94 €        0,89 €        0,84 €        0,79 €
7        1,00 €        0,93 €        0,87 €        0,81 €        0,76 €
8        1,00 €        0,92 €        0,85 €        0,79 €        0,73 €
9        1,00 €        0,91 €        0,84 €        0,77 €        0,70 €
10        1,00 €        0,91 €        0,82 €        0,74 €        0,68 €
15        1,00 €        0,86 €        0,74 €        0,64 €        0,56 €
20        1,00 €        0,82 €        0,67 €        0,55 €        0,46 €
30        1,00 €        0,74 €        0,55 €        0,41 €        0,31 €

7 Responses to “Die Kaufkraft eines Euros und die Inflationsrate in Deutschland”

  1. Fliegeorne sagt:

    Hallo Markos,
    interessante Denkanstöße, vielleicht denken die Leute mal über dieses Thema nach, denn ich habe erschreckend festgestellt, dass über solche Sachen viele Leute nicht mehr nachdenken.
    Viele Grüße
    Raymund

  2. Leo Scheiner sagt:

    Hallo Finanzielle Freiheit,

    ich möchte dem Denkansatz folgendes entgegnen:
    Auch die Löhne, Renten, Pensionen etc steigen ja jährlich an. Wenn die Inflation relativ moderat bleibt, kann hier durchaus ein Ausgleich desr Kaufkraft erzielt werden. Vereinfacht gesagt: 2 Prozent Inflation stehen dann 2 Prozent Lohnerhöhung gegenüber.
    Als zweites Beispiel nenne ich die Betriebsrenten:

    Acht Millionen Betriebsrentner haben einen Anspruch auf Inflationsausgleich, und zwar gemäß § 16 des Betriebsrentengesetzes (BetrAVG) sowie laut Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung vom 19.12.1974. Maßgeblich ist dabei die Entwicklung der Verbraucherpreise. Alle drei Jahre hat der Arbeitgeber zu prüfen, ob die Betriebsrenten anzuheben sind.

    Auch bei den staatlichen Renten machen sich gottlob die Sozialverbände stets für einen Ausgleich der Renten stark –
    zumeist recht erfolgreich – denn 20 Millionen Rentner sind schließlich 20 Millionen Wählerstimmen.

    Also wird auch die Rentenerhöhung im nächsten Frühling mit Sicherheit einen Kaufkraft-Ausgleich mit sich bringen.

    Hier aber trotzdem ein Link zu einem Vorsorgerechner, in dem man alle Parameter selbst eingeben kann um zu sehen: was – wird – wie – wenn und warum.

    http://www.test.de/Altersvorsorge-Ermitteln-Sie-Ihren-Finanzbedarf-1159347-0/

    Beste Grüße
    Leo

  3. kaunlaran sagt:

    Man muß aber zwischen den Einkommensarten unterscheiden.
    Im Extrembeispiel der „Sparbuchzinsen“ findet ein Inflationsausgleich praktisch nicht statt.
    Bei den Renten ist man praktisch (nicht juristisch) vom Willen des Gesetzgebers abhängig. Der hat bisher – obwohl es eigentlich gesetzliche vorgesehen war – eine Rentenkürzung verhindert. Die soll dann mit künftigen Steigerungsraten verrechnet werden. Im Endeffekt werden die Renten zwar steigen, ob sich die Steigerung jedoch so hoch wie die Inflation ist, wissen wir nicht.
    Bei Arbeitseinkommen kommt es auf die Branche an. In einigen Branchen hat man schon seit Jahr(zehnt)en höhere Lohnsteigerungen als in anderen. Auch lag die jährliche Lohnsteigerung doch vor einigen Jahren erheblich unter der Inflationsrate, um die „Wettbewerbsfähigkeit“ wieder herzustellen.

    Man kann also die oa Tabelle nicht 1:1 umsetzen, aber einen guten Anhaltspunkt für den Kaufkraftverlust des Geldes – hier insbesondere der Sparguthaben – bietet sie allemal.

  4. Thomas sagt:

    Wird bei der Kaufkraft eigentlich auch berücksichtigt, das einige Produkte billiger werden?

    Früher hätte man für einen 50 Zoll Fernseher sicher 10.000 hingelegt, heute bekommt man den für weniger als 500 Euro.

    Ist somit dann die Kaufkraft eines Euros nicht irgendwie auch doch gestiegen?

  5. Leo Scheiner sagt:

    Hallo Forum,

    hier noch ein Link zu einem kleinen Rechner der Deutschen Rentenversicherung (ehemals BFA) bei der wohl die allermeisten versichert sind:

    Das Teil nennt sich „Barwertrechner“ zur Berechnung des Kaufkraftwertes einer prognostizierten Rente laut Rentenbescheid (bekommt ja jeder ab und an zugesandt) zum Termin des Renteneintritts.

    http://www.deutsche-rentenversicherung.de/sid_2FEB6DC9714A164B7120FD38FA38A119.cae03/SiteGlobals/Forms/Barwertrechner/Barwertrechner_form.html

    Ich habe einfach mal folgende Parameter berechnen lassen:

    Renteneintritt / Auszahlungsjahr: 2025
    Aktueller Wert der zugesagten Rente: 1.200,00 EUR
    Inflationsrate: 2,00 %
    Barwert der Rente im Jahr 2025 : 927,00 EUR

    Davon werden selbstredend eine dann wesentliche höherer Besteuerung abgehen (gab es früher nicht) nebst alle den kleinen Zusatzabgaben. (Pflegekasse, Krankenkasse etc)

    Beim realen Blick auf die Chancen für einen Kaufkraftausgleich zeigt sich folgendes:

    Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Rentenversicherung die Bezüge der Ruheständler zum 1. Juli um 0,99 Prozent angehoben. Die Inflationsrate lag nach Angaben des Statistischen Bundesamts bei 2,3 Prozent. Da sind also die Rentner wieder ärmer geworden.

    Soweit meine Recherchen stimmen, ist ihre Kaufkraft seit 2004 um insgesamt 8,8 Prozent gesunken.

    Da wird einem dann doch schon ein bißchen schwindelig vor den Augen und die Vorredner hier im Forum haben absolut Recht:

    Man sollte selbst einen langsam dahin schleichenden „Inflations-Zug“ stets im Auge behalten.

    Beste Grüße in die Runde
    Leo

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