Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten. ( J. D. Rockefeller, Milliardär )
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Finanzielle Freiheit nur als Spitzenverdiener möglich?

Ist es in Deutschland nur möglich als Spitzenverdiener, die Finanzielle Freiheit zu erreichen? Das Statistische Bundesamt aus Wiesbaden kann dazu ein paar Zahlen liefern. (Zahlen sind aus 2005)

Die obersten Zehntausend in Deutschland:

  • zum obersten 0,1 Prozent: Einkommen von mindestens 638.520 EUR ( 26.717 Personen)
  • zum obersten Prozent: Einkommen von mindestens 182.183 EUR (267.163 Personen)
  • zum obersten 5 Prozent: Einkommen von mindestens 90.489 EUR
  • zum obersten 10 Prozent: Einkommen von mindestens: 69.100 EUR
  • zum obersten 20 Prozent: Einkommen von mindestens: 50.812 EUR
  • zum obersten 30 Prozent: Einkommen von mindestens: 40.664 EUR
  • zum obersten 40 Prozent: Einkommen von mindetens: 33.576 EUR

Nun stellt sich die Frage, ab welchem Bruttoeinkommen man die Finanzielle Freiheit erreichen kann. Als ich noch bis Anfang 2006 als Angestellter im IT Bereich gearbeitet habe, waren es ca. 41.500 EUR Brutto im Jahr. D.h. ich gehörte dort schon den oberen 30 Prozent, was mir zu dem Zeitpunkt gar nicht so klar war. An die Finanzielle Freiheit habe ich aber nicht gedacht.

Mit der Selbständigkeit kann ich mich je nach Auftragslage und Jahr glücklicherweise zwischen den oberen 5 Prozent und dem obersten Prozent, also 90.489 EUR bis 182.183 EUR eingruppieren 😉 Es lohnt sich definitiv eine Selbständigkeit, wenn man bereits in der Branche ein paar Jahre Erfahrung gesammelt hat.

Da jeder die Finanzielle Freiheit anders für sich definiert, ist es schwer festzulegen, ab welchem Bruttoeinkommen pro Jahr man die Finanzielle Freiheit vor der Rente erreichen kann. Für mich steht definitiv fest, dass ich es bei weiter guten Auftragslage in spätestens 7 Jahren geschafft habe.

20 Responses to “Finanzielle Freiheit nur als Spitzenverdiener möglich?”

  1. Rico sagt:

    Ich behaupte finanzielle Freiheit ist mit fast jedem einkommen Möglich. Was aber nicht möglich ist, ist mit einem geringen Einkommen eine finanzielle Freiheit auf Millionärsniveau. Wer aber sein Geld etwas zusammenhält kann es zumindest schaffen, sich finanzielle Freiheit auf dem aktuellen Niveau zu sichern. Der einzige Trick ist, seine Konsumausgaben möglichst zurückzuschrauben und den Lebensstandard zu Beginn niedrig zu halten. Auch wenn einem die Medien und manche Freunde immer erzählen wollen, was man alles doch unbedingt zum Leben braucht..

  2. Lars Hattwig sagt:

    Die meisten, die viel verdienen, geben auch monatlich viel aus.
    Jemand der viel verdient und dennoch eine relativ bescheidene Lebensweise hat, der kann die finanzielle Freiheit natürlich sehr schnell erzielen. Aber auch bevor man „finanziell frei“ ist, kann man sein passives Einkommen, z.B. in Form von Zinsen und Dividenden bereits zum Erfüllen seiner Wünsche nutzen.
    http://finanziell-umdenken.blogspot.de/2012/04/nutzen-sie-investments-zur-finanzierung.html

    VG
    Lars

  3. willi sagt:

    Selbständigkeit ist sicherlich ein Schlüssel zum Erfolg. Wobei man dann auch Glück haben muss, um in der richtigen Branche zu arbeiten. Meine Frau und ich sind beide, genau wie du, in der IT Branche tätig. Erst seit sich meine Frau vor gut drei Jahren für die Freiberuflichkeit entschieden hatte, fing das Einkommen an zu wachsen. Von da an konnten wir jeden Monat um die 9000 Euro in unser Aktiendepot investieren. Da sich die finanzielle Unabhängigkeit bei uns auch schon am Horizont abzeichnet, werde ich dann auch in absehbarer Zeit den Schritt in die Selbständigkeit wagen. Aber wie schon Eingangs beschrieben, es gehört auch Glück dazu, gerade in einer Branche zu arbeiten, in der gute Stundensätze gezahlt werden.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Willi: Keine Frage bzgl. den Stundensätzen und der richtigen Branche. Ein guter Freund hatte sich 2007 als Architekt selbständig gemacht. Er konnte sich fast nichts zu Seite legen, da er manchmal nur 18 EUR Netto pro Stunde bekam usw. Jedenfalls ist er jetzt wieder festangstellt um erstmal seine „schlechten“ Schulden zu tilgen und versucht in der Zukunft mit einem neuen Versuch in der Selbständigkeit. Mit Stundensätzen unter 50€ Netto/h wird es schwierig in der Selbständigkeit. 9.000 Euro jeden Monat in das Aktiendepot zu investieren ist schon sehr ordentlich. Ich komme im Durchschnitt nur auf 4.000 Euro die ich pro Monat in das Dividenden Aktiendepot investieren könnte. Den Schritt in die Selbständigkeit würde ich Dir auf jedenfall raten, wenn Du schon zu IT Entscheidern Kontakte geknüpft hast und auch zu Entscheidern und Budgetverantwortlichen aus den entsprechenden Fachabteilungen.

  4. willi sagt:

    Ich will wegen der Familie nicht viel reisen und das muss man als freier IT-Berater leider in der Regel tun.
    Ein ganz wichtiger Punkt ist wie oben schon angesprochen, die Kostenseite im Griff zu haben, d.h. die Ausgaben im Rahmen zu halten. Ich z.B. fahre nur etwa 10.000 Kilometer im Jahr. So habe ich mir zur Regel gemacht nur gut erhaltene gebrauchte Autos mit hoher Laufleistung zu fahren. Das aktuelle Auto fahre ich nun schon 5 Jahre. Für Anschaffung und Reparaturen habe ich nur 2500 Euro beazahlt. Jeder muss natürlich für sich die Schwerpunkte setzen. Aber auf alle Fälle hilft es in der Ansparphase sich billige Hobbys zu suchen und zu vermeiden sich mit den üblichen Statussymbolen einzudecken

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Willi: Ich fahre meinen 318i BMW e46 auch schon im 10ten Jahr. Habe ich damals 2002 als Neuwagen gekauft. Würde ich nie wieder machen. Der Wagen sieht so zeitlos aus, dass ich den locker noch 5 Jahre fahren kann und er hat erst ca. 100.000 km runter.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Willi:
      ~ 9.000 Euro pro Monat in das Aktiendepot investieren zu können ist schon eine tolle Leistung. Deine Frau ist freiberufliche IT Beraterin? Ich vermute sie ist in der IT Projektleitung tätig?

      Mit wie viel Geld im Aktiendepot könnt Ihr die pers. Finanzielle Unabhängigkeit/Freiheit erreichen? Ich vermute das ich zwischen 200.000 bis 250.000 EUR im Aktiendepot anlegen muss bei einer Netto Rendite von ca. 6,5% p.a. und dann bekomme ich ja laufend noch das Passive Einkommen, auf das kaum Steuern anfällt, wenn ich das IT Projektgeschäft aufgeben sollte.

  5. Jack sagt:

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass als ich anfing ein Vermögen aufzubauen, sich auf einmal neue Geldquellen aufgetan haben 😉

    Das liegt wohl einfach daran, dass man mehr an Wohlstand denkt und mehr Chancen erkennt die man früher nicht gesehen hat.

    So kann jeder auch mit dem kleinsten Gehalt anfangen, das wichtigste ist eben anzufangen, den damit setzt man einen Prozess in gang.

    Selbst die Bibel unterstüzt die These 😀 (der Satz wird oft in Büchern über Geld / Vermögensaufbau erwähnt)
    Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Jack: Das hast Du schön geschriebe. Wogenau steht der Satz in der Bibel ? Wenn man sich über Finanzielle Freiheit gedanken macht und bei Google suchen ca. 1.500 Leute pro Monat im Durchschnitt nach diesem Keyword, dann möchte man eben keine 40 Jahre als Angestellter arbeiten, sondern sein Leben selbstbestimmend in die Hand nehmen und auch beruflich sein Leben so gestalten wie es einem gefällt. Hat man erstmall die Finanzielle Freiheit erreicht, kann man noch viel mehr beruflich ausprobieren, was vorher nicht möglich war.

      • Jack sagt:

        Matthaeus 13:12

        Vorallem ist das Thema ja auch nichts neues, schon im alten Babylon hat man sich mit dem Thema beschäftigt.

        Das Buch „Der reichste Mann von Bayblon“ beruht ja auf gefundenen Tontafeln.
        Wer dieses Buch nicht kennt, es ist wirklich DAS Standart Werk für die Finanzielle Freiheit, dass ich jetzt schon sicherlich 5 mal gelesen habe und es immer wieder lesen könnte 😉

  6. Fliegerone sagt:

    Hallo zusammen,
    alles richtig, was ich hier oben lesen kann, aber EINS vermisse ich noch. Ich habe schon mehrfach beobachtet, dass Leute anfangen, an der Börse Geld zu machen, um sich eine gewisse Freiheit leisten zu können, allerdings gehen viele dazu über, wenn mal ein Häufchen zusammen gekommen ist, und gönnen sich etwas GRÖSSERES – und das war es dann.
    Sehr wichtig ist doch das Durchhaltevermögen, denn ohne dem kann man dieses Ziel nicht erreichen, wenn man ein kleines oder mittleres Einkommen hat.
    Ansonsten mal themafremd:
    Ich fahre einen Audi A4 Bj, 1995, 2005 gekauft mit 16500 km und heute immer noch reparaturfrei (ausser Verschleiß). Ich kaufe nur solche Autos, sehr wenig gelaufen von älteren Leuten, checkheftgepflegt und unfallfrei, einmal neu einfahren und dann sind die Autos treu, mein teuerster Wagen hat 5000 Euro gekosten. Das ist es doch, sich etwas gönnen, aber überlegt.
    Viele Grüße
    Raymund

    • willi sagt:

      Nun ja, bei vielen kommt meiner Meinung nach der Wunsch nach einer Immobilien verstärkt durch, wenn erst einmal ein ansehnlicher Batzen Geld da ist und dieser dann auch langsam Zinseszinsen abwirft. Das war bei mir bzw. meiner Frau auch so. Ansonsten denke ich nicht, dass man im Laufe der Jahre sein Ausgabeverhalten groß ändert. Wer geizig ist, bleibt geizig und wer sparsam ist bleibt sparsam.

  7. Deiv sagt:

    Ist die eigene IMMOBILIE wirklich immer das Beste?

    http://investment-trends.blogspot.de/2011/09/dirk-mueller-selbstgenutzte-immobilien.html

    … für jeden individuell zum Nachdenken / Entscheiden!

    Gruß, Deiv

  8. Chris sagt:

    Erstmal herzlichen Glückwunsch all jenen die es schaffen, mehrere Hundert oder gar Tausend € je Monat wegzulegen um damit Dividendenpapiere zu kaufen! Ehrliche Anerkennung!

    Leider bin ich nicht in der Lage, und habe mir mal schnell mit Excel ausgerechnet, was denn möglich wäre.
    Angenommen, ich lege € 300.- pro Monat weg und kaufe damit Papiere, macht pro Jahr 3.600, und halte das für 20 Jahr durch. Die Dividendenrendite sei netto 5 %, sämtliche Dividenden werden reinvestiert (alle anderen Faktoren werden mal ausgeblendet).

    ==> Ergebnis nach 20 Jahren: Gesamtkapital von 124.989 und eine Jahresdividende von knapp 6.000 im Jahr 20, d.h. etw 500 monatlich. Bei einer Inflation von sagen wir mal 2,5 % macht das dann bereinigt etw 370 Euro.

    Tja, und da haben wir das Problem, damit lässt sich nicht weit springen 😉
    Richtig Sinn macht die Rechnung erst, wenn man a) viel mehr Kohle pro Monat hat, und/oder b) der Zinssatz höher wird und c) man sehr viel früher beginnt.

    ad b) was habt ihr für durchschnittliche Renditen langfristig?
    ad a) heisst also wieder: Mehr verdienen, sonst wird das nix.
    ad c) ja wer mit 20 beginnt hat gut Chancen es bis 60 zu schaffen. Bei meiner Milchmädchenrechnung landet man nach 40 Jahren bei 1.800 inflationsbereinigt, das wär schon ok.

    Quintessenz für mich ist, dass der Titel des Beitrags schon stimmt. Wer nicht ordentlich verdient, der hat keine Chance auf finanzielle Unabhängigkeit. Und mit der Erkenntnis steht man dann wieder am Anfang der Überlegungen 😉

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Chris: Eine Durchschnittsrendite von 6,5% p.a. Netto sollte wohl möglich sein. Wenn man mit 60 eine Nettodividende von 1.800 EUR pro Monat bezieht und ab 65/67 noch die Staatliche Rente und evtl. noch eine andere Zusatzrente (Rürup) etc., dann ist man doch gut im hohen Alter abgesichert. Was will man mehr. Hauptsache man baut sich etwas bis zur Rente auf. Als Paar wenn beide verdienen kann man bestimmt mehr zur Seite legen. Schau Dir den Beitrag von Livia an. Als Familie können die jeden Monat ca. 600€ sparen.

  9. Livia sagt:

    Meine Familie und ich gehören nun nicht gerade zu den „oberen Zehntausend“ der Gesellschaft. Aber dennoch haben wir es geschafft mit unseren 33 Lenzen und kleiner Familie über die Jahre 76 000,-€ zu sparen. Vom Lohn meines Mannes als normaler Angestellter und dem Kindergeld können wir jeden Monat ca. 600,-€ weg legen. Ziele haben wir große, eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit und das mit Ende Fünfzig. Schauen wir mal, ob sich das mit der Börse realisieren lässt. Noch sind wir hier fleissig am Lesen und trauen uns noch nicht so recht loszulegen. Aber erstmal noch ein dickes Kompliment das es diese Seite gibt.
    Viele Grüße, Livia

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Livia: Das ist doch eine ordentliche Summe und das schon mit 33! Davon können viele nur träumen bzw. hier in Deutschland „neidisch“ sein. Glückwünsch Livia. 600,-€ als Familie zu sparen ist doch sehr ordentlich.

      • Livia sagt:

        Ich finde Deinen Ehrgeiz wirklich sensationell und das was Du bisher sparen konntest, natürlich auch! 🙂
        Ich muss ehrlich sagen, dass es auch als Familie garnicht so schwer ist zu sparen. Wahrscheinlich deshalb, weil es uns auch Spaß macht, wir ein Ziel haben und auf jegliche große Statussymbole verzichten. Wir besitzen z.B. noch einen uralten Röhrenfernseher, aber solange er es noch tut, sehen wir keine Veranlassung für eine Neuanschaffung. Größere Sachen für unsere Mädels gibt es gebraucht und Sachen, z.B. Spielzeuge werden gewinnbringend wiederverkauft oder bei Ebay eingestellt. Das Einzigste bei dem wir nicht sparen, ist unser jährlicher Urlaub. Aber irgendein Manko muss man ja haben! 😉

        • Finanzielle Freiheit sagt:

          @Livia: Danke Danke! Ja den Ehrgeiz habe ich. Hoffentlich geht mir der nicht abhanden. Das schlimmste für mich wäre der Abstieg in Hartz IV. ;-( Am Urlaub spare ich auch nicht. Der ist mir sehr wichtig. Einen schönen Urlaub hat man lange in Erinnerung. Ein z.B. teures Auto ist Luxus und verliert über die Jahre an Wert und irgendwann landet es in der Schrottpresse. Natürlich kann man sich auch hier an die schöne Zeit mit dem Auto zurückerinnern, aber ich finde es schöner an vergangene Urlaube zu denken und neue Urlaube zu planen. Einen gewissen Materiellen Status benötigt man schon im Leben, aber wichtiger im Leben sollten andere Dinge sein. Ich könnte mein Dividenden Depot im Wert von 113.000 EUR verkaufen und mir einen Porsche 911 Cabrio neu kaufen, aber ist totaler unsinn in meinen Augen. Vor meinem geistigen Auge schwebt die Zahl 5.000 EUR Netto Monatlich an Dividenden Einnahmen.

          Man könnte sich als Kleinfamilie alles leisten und trotzdem noch von den 5.000 EUR etwas sparen und hätte genug Zeit zur freien Verfügung um seinen Hobbys nachzugehen, sich ehrenamtlich zu engagieren usw. .

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