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Quellensteuern auf Dividenden im Ausland

Nachfolgend eine kleine Tabelle von Ländern und der Quellensteuersatz auf Dividenden und wie viel anrechenbar ist.

 

 

 

 

 

Stand 2011: Quelle: Eigene Recherche im Internet

Bei Kunden deutscher Banken wird in der Regel nur der reduzierte Quellensteuersatz von 15% abgezogen. Wenn Ihr unsicher seid, bitte Eure Bank kontaktieren.  z.B. gibt es bei Kanada Werten unterschiedliche Besteuerungen. Ich erfrage immer per EMail bei der Bank vor dem Kauf einer Kanadischen Aktie, die Besteuerung.

So hilft z.B. meine Online Bank Comdirect mir bei der Rückerstattung Ausländischer Quellensteuer:

  • Es gibt Hilfe bei Aktien und Anleihen
  • Es wird der Service „Antrag auf ermäßigten Abzug oder Rückerstattung“ angeboten
  • Mögliche Verfahren: Per Vollmacht erledigt die Comdirect Bank alles für mich. Alternative: Kunde erhält vorausgefüllte Formulare
  • Aktuell Kosten (März 2012): Vorabbefreiung: 5 Euro / Rückerstattung: 20 EUR (+ fremde Gebühren)
  • Besonderheiten: Erstattung muss mindestens 25 Euro betragen.

Link zu den Formularen bei der Comdirect: Formulare Übersicht

Viele Länder auf der Welt haben mit Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) geschlossen. Deutschland unterhält mit ca. 80 Staaten solche Verträge. z.B. fallen über die Comdirect Bank als Deutscher Kunde bei USA Dividenden Aktien nur 15% Quellensteuer auf Dividenden an.

Wer sich im Detail mit den DBA Abkommen beschäftigen möchte, den kann ich auf die Seite des Bundeszentralamts für Steuern verweisen. Es gibt eine Seite zur Ausländischen Quellensteuer.

Nachtrag vom 24.03.2012:
Quellensteuer.xls

13 Responses to “Quellensteuern auf Dividenden im Ausland”

  1. Kreus sagt:

    Nützliche Information Neuer Quellensteuersatz 2012 auf Dividenden

  2. Rayna Tran sagt:

    Ich finde diese Internetseite wirklich klasse.

  3. Norbert sagt:

    Hallo,

    bin vor kurzem auf deine Seite gestoßen und habe mich auch unter den älteren Beiträgen umgesehen. Momentan beschäftige ich mich mit der Auswahl eines Brokers für Auslandsdividendenaktien. Das ganze Steuerthema ist sehr komplex, daher ist für mich ein Kriterium, welche „Hilfen“ der Broker anbietet.

    Wie sind deine praktischen Erfahrungen mit den Kosten für die Rückerstattung bei der comdirect

    [Aktuell Kosten (März 2012): Vorabbefreiung: 5 Euro / Rückerstattung: 20 EUR (+ fremde Gebühren)]

    Entsteht bei jeder Dividendenzahlung aus dem Ausland entweder der Betrag für die Vorabbefreiung bzw. für die Rückerstattung oder ist das einmal jährlich anzusetzen? Oder machst du davon keinen Gebrauch?

    • Arthur Dent sagt:

      @Norbert: Ich kann seit kurzem die Commerzbank empfehlen, da sie denselben Service bzgl. Auslandssteuern an bietet, wie ihre Tochter. Außerdem ist seit kurzem die Verwahrung der Wertpapiere ebenfalls kostenlos; wie bei den Onlinebrokern die Regel.

      Besonders gefällt mir, das für Dividendenzahlungen und den Papierkrieg bzgl. der DBA-Abkommen nichts berechnet wird.

    • Matthias sagt:

      Hallo Norbert,

      wenn man keine wirklich ansehnlich großen Positionen in entsprechenden Auslandswerten mit besonders hoher Quellensteuer (z.B. Frankreich, Schweiz, Finnland u.a.) hält, dann lohnt sich der Stress einfach nicht. Hat man z.B. eine franz. Aktie in „haushaltsüblicher Menge“, also vielleicht 100 BOUYGUES zu 20 Euro gekauft, dann bekam man 160 Euro Dividende. F zieht 30% Quellensteuer ab, davon werden in D 15% angerechnet, also kommen noch 10% drauf. Man verliert also 40% der Bruttodividende. Übrig bleiben somit 96 Euro statt 120 Euro bei 25% Abzug. Will man wirklich wegen 24 Euro einen Papierkrieg anfangen und Gebühren zahlen? Man muss sich am Anfang beim Kauf einfach schon überlegen ob trotz der höheren Abzüge das trotzdem noch lohnt. In dem Fall steht einer eigentlich 6%-igen eine effektive 4,8%-ige Nettodividende gegenüber. Wenn man keinen lohnenderen Wert findet, oder nur was ähnliches mit vielleicht nur 3% in Deutschland, dann lohnt es sich allemal trotzdem noch. Ich sehe das dann als Spende für die „Grande Nation“ an. 😉
      Momentan halte ich noch Bouygues, Suez Environnement und GDF Suez. Diese werde ich aber bald verkaufen, und wahrscheinlich keine Franzosen mehr kaufen. Nur (wie bei all diesen geschehen) wenn mir ein lohnender Kursgewinn zu erzielen scheint. Dann ist die Dividende nur das Sahnehäubchen.
      Man sollte im Zweifel einfach nach entsprechend ähnlichen Werten Ausschau halten in Ländern, bei denen es diese Probleme nicht gibt. Wer in erster Linie auf die Dividenden-Strategie aus ist, der wird eh vorwiegend nach US Aktien schauen wegen den Quartals-Zahlungen. Mit USA hat wohl jeder Broker eine Steuerermäßigung vorab für seine Nicht-US-Anleger abgeschlossen. Deswegen werden einem prinzipiell nur die 15% in US einbehalten, die dann in D auch voll angerechnet werden.
      Beispielhaft steht das hier bei der DKB so: „Die DKB hat mit der US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) einen Vertrag geschlossen, um ihren Depotkunden einen ermäßigten Quellensteuerabzug gewähren zu können.
      Damit verbunden sind strenge Vorschriften, welche umfangreiche Nachweis- und Offenlegungspflichten zur Feststellung des Ertragsempfängers und seiner steuerlichen Ansässigkeit (Legitimierung) beinhalten.“ (https://www.dkb.de/kundenservice/haeufige_fragen/broker/us_quellensteuer.html)
      Mit US-Aktien gibt es also i.d.R. keine Probleme, so man bei der Kontoeröffnung die Fragen ordnungsgemäß beantwortet hat, dass man nämlich US-Steuer-Ausländer ist.

      Besten Gruß
      MS

  4. Norbert sagt:

    Hallo Matthias, hallo Norbert,

    danke für eure Antworten.
    Bei geringen Summen ist der Verzicht auf den Papierkram zwar verständlich, aber denoch müsste jeder seine Grenze herausfinden, bei der er den Aufwand auf sich nimmt. Wenn du z.B. dein Gesamtdepot in einer einzelenen franz. Aktie investiert hättest, würdest du dem franz. Staat sicherlich keine solchen Geschenke machen. Insgesamt kann es sich also auch schon bei mehreren Einzelposition läppern. Wenn du dich aber aus Frankreich zurückziehst, ist das ohnehin bald kein Thema mehr für dich.

    Ich persönlich würde auch die „komplizierten“ Länder meiden, möchte aber größere Beträge investieren, daher meine Ausgangsfrage. Der Hinweis auf die Commerzbank ist gut. Ich habe schon einmal ein Komplettdepot von der comdirect auf die CoBa übertragen, das würde zur Not also gehen, wenn die comdirect-Kosten zu sehr steigen. Allerdings ist bei der CoBa aus meiner Sicht die Gefahr deutlich größer, dass Guthaben über 100.000 „abgezypert“ werden, als bei comdirect.

  5. Mike Witte sagt:

    Hallo,

    der Broker mit den umfangreichsten Vorabbefreiungen, den ich bisher gefunden habe, ist maxblue – neben der üblichen Vorabbefreiung für USA hat der z.B. noch Australien und Kanada im Programm.
    Quelle:
    https://www.maxblue.de/media/20101110_Online_DBAG_DBA-Vollmacht_TM_dt-engl.pdf
    Damit hat man dann nach meinem Verständnis keine wiederkehrenden Gebühren bei Erhalt von Dividenden aus diesen Ländern.

  6. Karl Ibinger sagt:

    Hallo Mike,oder Markos,
    das ist ja ein hoch interessanter Hinweis zum Thema Quellensteuer: wenn ich das richtig verstehe, so bekomme ich beim Broker maxblue z.B. die Dividenden aus CH, A oder DK vollständig ausbezahlt. D.h, dass diese Länder wegen der Vorabbefreiung die Dividende vollständig ausbezahlen? Und ich muß nicht aufwändig die einbehaltene Quellensteuer nachfordern?
    Danke im voraus für eine Antwort,
    Karl.

  7. kim sagt:

    Hallo,

    Vielen Dank.

    Ein praktisches Beispiel von USA oder China Aktien wäre hilfreich.
    Gibt es dazu einen Blog?

  8. kim sagt:

    Mal ne Aktualisierung wäre nett, vorallem, was unsereins ab 2018 erwartet. An Aufwand und vermutlich höheren Kosten!

    Liebe Grüße und Danke für die informativen Informationen.

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