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Meine Dividenden Aktien Depot Strategie

Am Montag hat mich ein Blogleser André direkt per EMail angeschrieben und mir eine paar Fragen zu meiner Dividenden Strategie gestellt. Da ich Euch die Fragen und meine Antworten nicht vorenthalten möchte, nachfolgend das EMail Interview von Andé:

Frage:
Wann möchtest Du Deine Ziele 1 bis 5 erreichen?

>1. Ziel: 500€/Monat Netto
>2. Ziel: 1.000€/Monat Netto (Finanzieller Schutz)
>3. Ziel: 1.500€/Monat Netto (Finanzielle Sicherheit)
>4. Ziel: 2.000€/Monat Netto (Finanzielle Freiheit)
>5. Ziel. 3.000€/Monat Netto

Antwort:
Das 1. Ziel 500€/Monat Netto müsste ich jetzt eigentlich im 1. Quartal 2012 erreicht haben.
Das Ziel Nr. 2 peile ich für 2013 an. Über Ziel 3,4 und 5 mache ich mir noch keine Gedanken.

Frage:
Dein Portfolio sieht sehr gut diversifiziert (schwieriges Wort)  🙂 aus. Mich würde interessieren, wie genau du Deine Positionsgrößen bestimmst und nach welchen Kriterien du Deine Aktien auswählst? Ich habe gelesen, dass die Dividenden mindestens die Transaktionskosten im ersten Jahr abdecken sollen. Als Obergrenze hast du die 3000€ pro Position gewählt. Du hast auch Positionen die sich zwischen 100€ und 3000€ bewegen. Wie werden diese berechnet?

Antwort:
Die diversifizierung des Depots wird auf jedenfall weiter ausgebaut. In Summe steht das Dividenden Depot sehr gut aktuell da. Kriterien für die Dividenden Aktien Auswahl: 5 Jahres Chart, Payout Ratio, Dividendenrendite p.a., Dividenden History der letzten 3-5 Jahre Wenn möglich soll die erste Dividendenauszahlung einer neuen Dividendenaktie im Depot die Kaufkosten wieder einspielen.

In US Blue Chips wie Coca Cola/ AT&T / Procter & Gamble würde ich unlimitiert nach und nach investieren. Da gibt es für mich keine Anlagegrenze in Euro, vor allem nicht bei den Dividenden Aristokraten.

Bei Werten um die es sich nicht um einen US Blue Chip handelt und die weniger als 10% Dividenden p.a. ausschütten ist die maximale einmalige Investitionsgrenze 3.000€ pro Aktienwert.

In Aktien die eine Dividendenrendite von über 10% und ein Payout Ration von über 80% aufweisen, investiere ich maximal 1.500€. Riskante REITS wie z.B. Armour Res Reit mit 19% Dividenden p.a. , oder Chimera deutlich unter 1.000€.

Frage:
Wichtig wäre für mich noch, ob es auch Kriterien gibt wann du die Aktien wieder verkaufst? Gibt es eine max.  Anzahl von Aktien die du in Deinem Portfolio hältst? Dein Portfolio ist hauptsächlich auf einen dauerhaften Ertrag aus Dividendenausschüttungen ausgelegt, d.h. Kursschwankungen werden von dir total ignoriert? Oder wie gehst du mit Unternehmen um, bei denen sich die Erfolgsaussichten verschlechtert haben?

Antwort:
Das muss man im individuellen Fall dann beurteilen. Nur weil eine Aktie an einem Tag um 12% im Kurs fällt, verkaufe ich diese Aktie nicht panisch. Mein Dividenden Aktien Portfolio ist hauptsächlich auf einen dauerhaften Ertrag aus Dividendenausschüttungen ausgelegt. Zeithorizont > 10 Jahre.

Frage:
Gibt es bestimmte Monate in denen du Deine Aktien kaufst? Befolgst Du beim Kauf auch bestimmte Regeln oder wird das je nach Marktphase frei bestimmt?

Antwort:
Es gibt keine festgelegten Monate. D.h. stehen mindestens 1.500€ zur freien Verfügung, dann kann eine kleine neue Position von einem neuen Unternehmen dem Dividenden Aktien Depot hinzugekauft werden um die monatlichen Dividendenausschüttungen, oder die Quartalsausschüttungen nach und nach zu erhöhen.

Frage:

Was machst du mit den Ausschüttungen? Solange reinvestieren bis Du dein Ziel „Finanzielle Freiheit“ erreicht hast?

  • Wie viel investierst du jedes Jahr in Dein Portfolio?
  • Wie viel Startkapital sollte man Deiner Meinung nach mitbringen, um sein erstes Portfolio aufzubauen.

Antwort:
Aktuell werden Ausschüttungen reinvestiert. Ganz klar. Ich bin aktuell auf die Dividenden Ausschüttungen nicht angewiesen. Das Ziel ist natürlich meine persönliche „Finanzielle Freiheit“. Ab 1.000€ Netto pro Monat an Dividenden Einnahmen, würde ich es aber nicht mehr so verbissen ansehen, da ich mit meinem Internet Einkommen (Passives Einkommen) von ~ 1.000€ Netto eigentlich die Finanzielle Freiheit bereits erreicht habe.

In guten Jahren versuche ich ca. 20.000€ bis 25.000€ in mein Dividenden Depot zu investieren. Um den Grundstein für sein Dividenden Depot zu legen, reicht schon eine Investition von 1.500€ in eine Aktie die eine monatliche Dividende ausschüttet.

Wenn man dann sieht, dass jeden Monat die Dividende auf dem Girokonto (passiv) gutgeschrieben wird, dann will man dieses natürlich steigern und muss am Ball bleiben. Meiner Meinung nach reichen also 1.500€ als erstes Investment.

Frage:
Welchen Broker verwendest du? Du hast sehr viele ausländische Aktien. Hier kann es unter Umständen auch zu größeren Transaktionskosten führen!? Vielleicht kannst du mir hier auch eine Empfehlung geben.

Antwort:
Ich verwende den Online Broker „comdirect“. Die Transaktionskosten spielen für mich keine Rolle. Es geht ja hier um den langfristigen Anlagehorizont von > 10 Jahre.

9 Responses to “Meine Dividenden Aktien Depot Strategie”

  1. Willi sagt:

    1. Hast Du Dir bei der Anzahl der Aktien kein Limit gesetzt. Deine Streuung ist ja jetzt schon beachtlich. Willst Du nicht irgendwann Aktien mit denen du sehr zufrieden bist aufstocken? Für die Blogleser ist das natürlich positiv, da Du immer neue Aktien vorstellst.

    2. Du bist bei comdirect. Wenn ich das richtig sehe, wird von den Dividenden erst einmal nur die amerikanische Quellensteuer von 15% einbehalten. Richtig? Hast Du Dir schon Gedanken gemacht, wie Du am Ende des Jahres bei der Steuererklärung die Doppelbesteuerung vermeidest? Ich mache mich da gerade schlau und habe gelesen, dass man dies mit einer erhöhten Werbungskostenpauschale verrechnen kann. Hast Du da Erfahrungen?

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      zu 1) Bei der Anzahl kein Limit ! Aktien mit denen ich sehr zu frieden bin und bei denen es sich um US Blue Chips handelt, werde ich aufstocken nach und nach. z.B. Altria performt in meinem Depot sehr gut.

      zu 2) Ja nur die 15% Quellensteuer werden einbehalten. Das ist richtig. Die Steuererklärung macht mein Steuerberater. Damit muss ich mich also nicht beschäftigen.

  2. Jupp sagt:

    Mal eine ganz andere Frage:
    die Dividenden werden doch in USD oder CAD gutgeschrieben. Verlangt comdirect Gebühren für die Umwandlung in EUR? Oder hast Du ein Fremdwährungskonto?

  3. Sebastian S. sagt:

    Hallo,
    erstmal vielen Dank für die vielen Infos. Finde den Blog echt klasse!

    Ich habe da eine Frage bzgl. der Absicherung des Depots. Vielleicht wurde das in anderen Kommentaren schon geklärt, konnte aber bis jetzt noch nichts finden.

    Was machst du bei einem Crash? Lässt du es weiterlaufen und siehst es eher positiv, weil man dadurch günstiger nachkaufen kann oder hast du da einen anderen Plan (Umstrukturierung, Stop- Loss, etc.)?

    Viele Grüße

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Sebastian: Ich werde kontinuierlich nachkaufen – auch bei einem Crash. Habt ihr alle so eine Angst vor einem Crash? Da kann man doch günstig nachkaufen nach dem Crash.

  4. Andreas sagt:

    Hallo,

    Bin bei comdirect, flatex und td-ameritrade. Hier ein Vergleich:

    Flatex / BIW:
    – positiv: 5,90€ flat auserbörslich, viele Fonds ab 1000€ kostenlos, ETF nicht mehr…
    – negativ: BIW erhebt Gebühren bei ausl. Dividenden (nur Aktien)
    – empfehlenswert für Trader, Lanfristanleger in Deutsche Aktien und allen Fonds / ETF.

    Comdirect:
    – positiv: keine Gebühren bei Dividenden. Einfach und günstig zum überweisen ins Ausland. (Netbank zb. verlangt für Ausl.-Überw. ein schriftl. Formular). Gute telef. Beratung. Kompetent mit Quellensteuern, bieten entspr. Service an und raten ab, wenn sich etwas nicht lohnt.
    Für Währungsumrechnungen nutzt comdirect die CoBa Kurse. Suchen nach „commerzbank devisenkurse“. Keine weiteren Gebühren für die Umrechnung.
    – empfehlenswert für Langfristanleger in allem.

    Td-ameritrade:
    positiv: Währungsdiversifikation, günstiger Zugang zur Nasdaq / NYSE und somit vielen unbekannten ausl. Aktien. Reichhaltige ETF Auswahl mit flat Angeboten. Optionen auf viele ETF und Handel sehr einfach. Researchtools und Apps ungleich besser vgl. mit deutschen Brokern. Non resident aliens zahlen keine Quellensteuer bei US-Papieren (W-8BEN Formular).
    Negativ: Überweisung 7,50€ + $20 bei OUR, aber fix. Also besser grosse Summen überweisen.
    – empfehlenswert für ausl. Aktien, ETFs (SPDR, PowerShares…), US-Papier-Trader.

    Die Angaben und Empfehlungen sind nicht vollständig und entsprechen im Wesentlichen meiner Nutzung.

    Alle deutschen Broker haben mit den USA ein Doppelbesteuerungsabkommen, sodass stets 15% Quellensteuer einbehalten werden.

  5. kim sagt:

    Ihr plant ja scheinbar die Dividendenzahlungen fest ein.
    Was passiert, wenn welche ausbleiben?
    Oder plant Ihr ein Puffer ein?

    Liebe Grüße

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Kim: Durch die Dividenden-Aktien die von Jahr zu Jahr ihre Dividendenzahlungen zwischen 5-10% p.a. anheben, kann man schon mit einem festen Dividendeneinkommen pro Monat/Jahr rechnen. Den Puffer sollte man auf jeden Fall haben, wenn man nicht mehr aktiv arbeiten geht.

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