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Aufbau eines Dividenden Depot Portfolios mit 5.000 € Startkapital

Die meisten Leute fragen mich, wie soll ich ein Dividenden Portfolio mit geringen Kapital starten? Mit der Startsumme von 5.000 € könnt ihr über die Jahre ein grosses Dividenden Depot aufbauen. Es ist nur wichtig, dass man damit überhaupt anfängt. Schiebt man den Start eines Dividenden Depots eine Woche nach hinten, kann es auch schnell gehen und es ist wieder ein Jahr vorbei und man hat keine Dividenden Einnahmen erzielt.

Schritt 1:
Der erste Schritt ist der umfangreichste Schritt um laufend Dividenden Einnahmen zu erzielen. Ihr müsst ein Depot bei einem Direktbroker beantragen. Ich bin seit fast 10 Jahren sehr zufriedener Kunde der Comdirect Bank.

Schritt 2:
Aufgrund der Ordergebühren ist es wichtig immer erst ab 2.000 € freien Kapital eine neue Aktienposition für das Dividenden Depot zu kaufen. 2 Punkte sind wichtig:

  • Aktien die weiterhin ihre Dividenden gleichbleibend zahlen und sogar von Jahr zu Jahr erhöhen
  • Aktien aus verschiedenen Sektoren kaufen.

Schritt 3:
Erstelle einen Dauerauftrag vom Girokonto zu Deinem Wertpapierkonto. Dies ist einer der wichtigsten Punkte um langfristig monatlich/quartalsweise hohe Dividendenzahlungen zu bekommen. Während die ersten Dividendenzahlungen auf Deinen Wertpapierkonto gutgeschrieben werden, zahlst Du mit Deinem Dauerauftrag einen festen monatlichen Betrag von Deinem Girokonto (Gehaltskonto) gleich nach dem 01. des Monats einen Betrag per Dauerauftrag auf Dein Wertpapierkonto ein. Sobald 2.000 € zur Verfügung stehen, ist es Zeit sich davon wieder eine neue Dividenden Aktienposition zu kaufen.
Schritt 4:
Alle gutgeschriebenen Dividenden sollten sofort wieder verwendet werden um neue Aktienpositionen zu kaufen. In den ersten Monaten werden die Dividendengutschriften nicht sehr viel sein, um z.B. ein gutes Abendessen zu bezahlen. Wichtig ist das fortlaufende Reinvestieren der Dividenden in neue Dividendenaktienpositionen.
Schritt 5:
Sobald 2.000 € auf Deinem Wertpapierkonto zur Verfügung stehen, sollte eine neue Aktienposition gekauft werden. Wichtig ist eine hohe Diversifikation der Aktienpositionen im Dividenden Depot vorzunehmen. 20-30 Aktienpositionen sollten es schon sein und wichtig in unterschiedlichen Branchen investieren.
Schritt 6:
Quartalsweise sollte man sich jede Aktienposition anschauen. Hat sich die Dividendenausschüttung pro Quartal/Monatlich geändert? Wird die Dividendenausschüttung evtl. sogar angehoben? Wie sieht es mit der Gewinnentwicklung des Unternehmens aus?
Schritt 7:
Durch das Kontinuierliche reinvestieren der Dividenden Einnahmen und das Sparen einer festen Summe pro Monat, wird über die Jahre Dein Passives Dividenden Einkommen stark steigen.

Aufbau Dividenden Depot Portfolio mit 5000 € Startkapital

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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38 Responses to “Aufbau eines Dividenden Depot Portfolios mit 5.000 € Startkapital”

  1. Jexter sagt:

    Für Leser, die ihr Depot einfacher aufbauen wollen also ohne einzelne Aktien zu kaufen (sei es aus Zeit / Wissens gründen oder der annahme, dass man mit Stock-Picking den Markt auf dauer nicht schlagen kann)

    Empfehlen sich ETF´s vorallem von iShares da hier die meisten ausschüttend sind (meist vierteljährlich)

    So bildet man einen kompletten Index ab (es gibt auch Dividenden Indizes) und kann die Ausschüttungen genauso wie oben beschrieben wieder reinvestieren
    Das hat vorallem zwei vorteile man muss nicht ständig die Unternehmen beobachten und man hat kein Totalverlustrisiko wie bei Einzeltitel

    Hier kann ich noch den Onlinebroker Flatex empfehlen da man hier ab 1.000 € im außerbörslichen Handel für 0 € handeln kann.

    So kann sich jeder schon mit kleinen Kapital ein sehr gut gestreutes Depot aufbauen und auch von Dividenden profitieren

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Jexter: Von ETF’s bin ich wieder weg. Hatte ich 3 Jahre lang ausprobiert. Durch meine maximal Investitionssumme pro Aktie minimiere ich schon den Totalverlust. Du musst auch dazu schreiben, dass auch bei ETF’s geringfügige jährliche Gebühren anfallen.

      • Jexter sagt:

        Jeder muss seine Strategie an der Börse finden die zu ihm passt

        Stimmt die Gebühren habe ich nicht erwähnt liegen im schnitt ca. bei 0,4 % im Jahr, im vergleich zu aktiven Fonds sehr günstig.

        Ich wollte deiner Anleitung nur etwas vervollständigen für die Anleger die sich mit ETF´s wohler fühlen. Nicht jeder hat die Zeit, Lust oder das Wissen einzelne Aktien auszuwählen.

        • Finanzielle Freiheit sagt:

          @Jexter: Klar hat nicht jeder lust und die Zeit sich mit Aktien zu beschäftigen. Ob nun Aktien, oder ETFs oder Fonds – in Deutschland gibt es gar nicht so viele Leute die ein Aktiendepot haben?

          • Jexter sagt:

            Genau deshalb auch mein Tipp mit ETF´s, da es die Hemmschwelle in Aktien zu investiert stark senkt.
            Da zur Auswahl einzelner Aktien schon mehr Einarbeitung in die Materie nötig ist.

            Ob als Einzeltitel oder als ETF´s es gibt keine Alternative zu Investitionen in Aktien!

            Mein Tipp zu den ETF´s war nur eine Ergänzung. Natürlich ist auch die Auswahl einzelner Titel eine gute Strategie.
            Kam vllt in den vorherigen Kommentaren nicht so rüber?

            Die Mehrheit der Anleger ist leider eher vorsichtig und geht damit in die viel riskanteren! Produkte, die nach Abzug der Inflation und Kosten nahezu immer ein Verlust Geschäft bedeuten.
            Bausparverträge, Kapitallebensversicherung, Riester Prdoukte, überteuerte aktive Fonds etc. sind nur gute Geschäfte für die Leute die diese Produkte verkaufen

          • Finanzielle Freiheit sagt:

            @Jexter: Kam in den vorigen Kommentaren nicht so rüber 😉 Ich habe auch eine Rürup Rente. Allerdings zahle ich da nur 150 EUR pro Monat ein. Ist ein kleiner Baustein für meine Rente. Den grössten Baustein schaffe ich mir gerade mit den Dividenden Einnahmen und irgendwann in Zukunft auch die Selbstgenutze Immobilie.

    • Arthur Dent sagt:

      @Jexter:

      Das wohlgrößte psychologische Problem bei der Aktienanlage geht auch aus deinem Artikel hervor: Es geht bei der Geldanlage nicht darum Mr. Market, dich, Lt Uhura oder sonst irgendwen zu schlagen.

      Es ist kein Wettbewerb und es geht nur darum, für dich als Anleger eine Strategie zu finden mit der du subjektiv auskömmliche Renditen erzielst. Da ich nicht zu denen gehöre, die mit Mr. Market tanzen wollen, sind Dividenden genau das richtige. Denn die kommen nicht aus seiner Tasche!

  2. Mike sagt:

    Sehr schöner Artikel. Danke.

    Ich hab sogar mein comdirect-Verrechnungskonto in ein Girokonto umgewandelt, auf das mein monatliches Gehalt eingeht, per Dauerauftrag geht der Betrag X (mein monatliches Budget) auf mein altes Konto ab, damit der Rest vollständig investiert werden kann! 😉

    Ich will jetzt aber mal LYNX antesten, das scheint mir gebührentechnisch recht sinnvoll zu sein, was US-Aktien, usw. angeht. Hier mal der Link: http://www.lynxbroker.de/

    Was meinst Du dazu?

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Mike: So habe ich das auch gemacht. Meinen Dividenden werden auf meinem Comdirect Girokonto ausgezahlt und somit ist die Differenz zu meinem monatlichen Mietanteil nur noch sehr gering und das macht sich sehr deutlich bemerkbar. Ein US Broker kommt für mich nicht in Frage, weil ich auch mal 1-2 Monate ohne Projekt bin und dann bin ich definitiv auf die Dividenden Zahlungen angewiesen.

  3. willi sagt:

    Ich bin bei interactive brokers. eine überweisung von dort auf mein Konto kostet ca. 6 Euro. Ist also kein Problem.

  4. Rico sagt:

    Ich weiß nicht, ob 2000 Euro je Aktie für den Start die richtige Basis sind. Woran orientiert sich der Wert? Gerade bei 5000 Euro verstehe ich die Logik dahinter nicht. Ich fände es cleverer mit kleineren Positionen zu beginnen und sich nicht auf nur zwei Werte zu beschränken. Welche soll man da wählen?

    Zudem würde mich interessieren, wie die Reinvestition aussieht? Werden die nächsten 2000 Euro in einen neuen Wert investiert oder die vorhandenen Positionen aufgestockt?

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Rico: Jeder Kauf kostet aber Gebühren und man will ja die Kaufgebühren durch die Dividenden Einnahmen schnell wieder reingeholt haben, also muss man schon eine entsprechende Summe investieren. Ich denke jeder muss sich die Gebührenstruktur seines Online Brokers anschauen.

      Bzgl. Reinvestition: Irgendwann hat man alle Werte im Depot, die man gerne hätte und dann werden die bestehenden Werte im Depot einfach mit neuen Stk. aufgestockt.

  5. HL217 sagt:

    Hallo Markos,

    Ich denke, dein Artikel ist sehr hilfreich, wenn man noch keine wirkliche Strategie gefunden hat.
    Ich habe aber eine kurze Frage:
    Ist dir der Einstandspreis egal? Ich meine, kaufst du die Aktien zu jedem Preis?

    Gruß
    HL217

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @HL217: Der Einstandspreis ist mir nicht egal. Ich schaue mir die Dividenden History der letzten Jahre an, dass Dividenden Payout Ratio und wo sich der Kurs aktuell in der 52 Wochen Range befindet und dann zum schluss natürlich noch den 5-10 Jahres Chart und dann entscheide ich über einen Kauf. Klar ist der Artikel nur für Leute gedacht die noch keine wirkliche Strategie haben. Ich habe ja schon im Internet Ein Blog gefunden, der meine Strategie 1:1 kopiert. 😉

  6. Investor sagt:

    Hi !
    Mir gefallen deine Stragien sehr gut. Sie ähnelt meiner Dividenden-Stragie sehr.
    Was du vlt nocht genauer erklären müsstest (vorallem für Anfänger), du schreibst, man sollte die Dividenden sofort wieder reinvestieren. Andererseits sagst du man sollte nicht unter 2000€ Aktienpositionen aufbauen. Da am anfang die monatlichen Dividenden ca. 10-30€ sein werden lohnt sich ein Kauf von neuen Aktien kaum (Gebühren etc.). D.h man sollte die Dividende auch am Anfang sammeln und am Ende des Jahres auf das Wertpapier Konto überweisen und mit einer 2000€ Position reinvestieren.
    LG aus Österreich

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Investor: Danke für Deinen Tip. Ich werde meine Strategie noch mal in einem gesonderten Blog Post erläutern. Meine REITs Positionen sind sogar immer weit unter 2.000 €.

  7. Restart sagt:

    Toller Blog. Danke
    Der letzte Eintrag zum Thema ist schon etwas älter aber das paßt zu meiner Aktienauszeit. Jetzt forsche ich neu und stelle fest, dass es Neuigkeiten / Produkte gibt.
    Meine Situation paßt zum Beitrag: Startkapital 5.000€
    Broker: ING-DiBa
    Meiner Meining nach rentiert sich die Anlage in Bluechips ab 1.000 € (9,90 € Gebühr=1%) Bei Dividenden von 4-5% und Abzug der Inflation immer noch im Plus. Interessant bei DiBa ist der gebührenfreie Sparplan in die DAX-Werte bis 31.12.2014 ab 50€/Monat. Das ermöglicht jedem Starter zu splitten (jederzeit kostenlos zu ändern). So können auch die anfänglich geringen Dividenden kostengünstig reinvestiert werden. Und selbst zum Jahresende 2013 gibt es interessante Werte die man zur langfristigen Anlage betrachten sollte. Etwa Allianz und MunichRe sind Nahe ihrem Buchwert je Aktie schütten, seit Jahren hohe Dividenden aus und haben ein KGV unter 10. Weltmarktführer mit Milliardengewinnen pro Jahr und einem Monopol/Mautbrücke wie Warren Buffet es nennt. Beispiel Oderflut: in der Folge steigen die Beiträge dauerhaft und viele Risikogebiete werden nicht mehr versichert. Dazu vom Staat bestimmte Pflichtversicherungen. Weitere Werte bei denen ich noch warte / beobachte sind: Daimler, Hugo Boss, TOTAL, Sanofi,Royal Dutch Shell

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Restart: Danke für Deinen Kommentar. Sicherlich kann man auch kostengünstig mit anderen Online Brokern den Aufbau eines Dividenden Depots starten. Nicht nur DiBa. 😉

  8. Restart sagt:

    PS: Für Starter mit DivStrategie ist die Steuer anfangs zu vernachlässigen. 801€ Freibetrag/Jahr bei 5%Dividende setzt ein Kapital von 16.000€ voraus. Also ohne Angst vor der Steuer anfangen. Kursgewinne sind ja erst bei Realisierung / Verkauf anzusetzen und wer die Nerven besitzt und die DivStrategie konstant verfolgt verkauft so schnell nicht. Denn der Zinseszinseffect schlägt erst richtig nach 10 Jahren zu. Und selbst wenn ich 1000€ Einkünfte aus Div und Gewinnen erziele, freue ich mich. Mir bleiben nach Steuern noch 945€ zum investieren. Good Luck for all

  9. Björn sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für den interessanten Artikel.

    Ich wusste gar nicht, dass man mit Dividenden auch ein gutes passives Einkommen aufbauen kann.

    Nun weiß ich mehr und auch wie man Schritt für Schritt vorgeht.

    Gruß

    Björn

  10. Restart sagt:

    Hallo zusammen

    Kurze Halbjahresbilanz:
    Du hattest Recht: “ Es gibt auch andere Onlinebroker“ 😉
    Habe zu DAB ewechselt. Ich kann dadurch günstiger diversifizieren.
    Bei Eröffnung 20 Freetrades; normale Gebühr 7,95€; in DAB BestPrice 4,95€.
    Aller Anfang ist schwer, die Nerven sind noch nicht trainiert und Lehrgeld wird noch gezahlt ( Ich hoffe es zahlt sich aus)
    Wie gesagt Start Jan 2014 mit 4.500.-€
    Ende Juni14: 9 Aktien / 5.500.-€ investiert im Plus mit 208.-€ / DivEinnahmen 204,74€ akt. Div.Rendite 3,76%
    😉 Die Rentenversicherung hat in die Kugel geschaut und „verspricht“ mir nach akt. Stand im Jahr 2042: 248.-€/Monat brutto 😮
    Das kann ich besser!! Ziel dieses Jahr: 1,5 Monatsrenten als Div-Einnahmen 2014
    Danke nochmal für deine Aktienvorstellungen. Bin so auf Werte gestoßen die ich gar nicht kannte. Hab im Mai etwas Turbo in Richtung regelmäßige Einnahmen eingelegt: Prospect Capital gekauft und Seadrill nachgekauft (bis vor ner Woche mein bester Wert) Was mich wundert: Habe meine 1.Div von Seadrill bekommen aber kpl. NETTO – 40St. a 0,731€= 29,25€. Hast du ne Erklärung/ziehen die die QSt am Ende vom Jahr ab???

    Good Luck beim Investieren und Div-Earning

  11. Restart sagt:

    Danke
    Bermuda als Firmensitz wußte ich, aber wegen Börse Oslo /Norway habe ich verschiedene Meinungen gehört.
    😉 Soll mir recht sein. Also echter Turbo im Depot. Bis zur KSt hab ich noch 2-3 Jahre.

    MfG

    • MS sagt:

      Du hast sie doch sicher nicht in Norwegischen Kronen in Oslo gekauft, oder? Und wenn, dann hat das nur Auswirkung auf die Orderkosten Deines Brokers. Du hast sie sicher in Euro in DE gekauft.
      In Oslo findet zwar der Hauptumsatz in NOK statt, aber dabei ist Oslo nur das Secondary Listing (http://www.seadrill.com/investor-relations/faqs). Primary Listing, also die Hauptnotierung ist an der NYSE in USD. Das sind keine ADRs sondern reguläre Aktien.
      Übrigens wird SDRL in dem aktuellen WiWo-Artikel gerade empfohlen: http://goo.gl/HLokcO

      MS

  12. Restart sagt:

    Nein hab ich nicht. Über Lang&Schwarz in €. Also paßt das. Bin am überlegen ob ich bei den guten Nachrichten aufstocke. ??
    Darf aber noch weiter fallen um meinen BEP (26,10€) nicht nach oben zu ziehen. Die Gewichtung wäre für den Anfang krass.
    Aktuell Invest 13,31% / erw. Anteil am Div-Ertrag 2014 von 22,5%
    Danke für den Link, stimmt optimistisch.

  13. Koray sagt:

    Ich finde diese Vorgehensweise sehr interessant. Hatte nie Dividenden in Betracht gezogen, weil mir Aktien sehr riskant erscheinen.
    Ich bin seit Jahren Kunde bei der Comdirect und baue mir gerade ein Depot ausschließlich mit Fonds auf (Sicherheit). Ich investiere aber eher Kleinbeträge, mtl. unter 100€, manchmal mehr, da mir nicht mehr zur Verfügung steht. Außerdem bin ich gerade auch dabei einige Kredite zu tilgen. Ich frage mich allerdings zwei Dinge:
    1. lohnt es sich meine Fonds aufzulösen und in Richtung Dividenden zu gehen?
    2. Ich habe keine 5000€, kann ich auch mit 2000€ beginnen?

    • MS sagt:

      @Koray

      auch bei den preisgünstigsten Online-Brokern muss man sich eine vernünftige Relation von Investment zu Gebühren überlegen. Ich denke, Du beziehst jetzt immer die Fondsanteile klassisch gegen Ausgabeaufschlag. Das ist bei kleinen Summen noch sinnvoll. Wenn man also 100 Euro als Fondsanteile von der KAG (Deka, DWS usw.) erwirbt, dann bekommt man Anteile netto für beispielsweise 95 Euro bei 5% Ausgabeaufschlag. Wenn Du einen normalen Kauf mit Brokergebühren im Direkthandel bei Flatex vornimmst, dann kostet das 5,90.
      Klassikfonds mit Ausgabeaufschlag sind Mist und obsolet, aber in so einem Fall von kleinen Sparbeträgen sinnvoll.
      Erste hat der Schuldenabbau! Der Hals muss aus der Schlinge.
      Theoretisch kannst Du auch mit 2000 Euro anfangen. Flatex verlangt z.B. 1000 Euro Mindesteinlage bei Depoteröffnung. Aber es ist nicht unbedingt sinnvoll. Ich würde die Sparsumme (so viel wie geht) auf ein Tagesgeldkonto regelmäßig überweisen, bis mal ca. 2000 Euro drauf sind, also ohne die Fonds zu liquidieren. Dann würde ich ein Depot eröffnen mit günstigen Gebühren (DAB, Flatex …). Bei Flatex muss man beachten, dass man bei Auslandsdividenden Gebühren zahlt. Flatex also nur, wenn man Werte mit einem DE vor der ISIN halten will. ETFs gehen auch. Auf meine ETFs von iShares mit LU oder IE zahle ich keine Gebühren, weil es als Fondsertragsausschüttung gilt, und nicht als Dividende.

      Das würde ich Dir dann empfehlen, erstmal ETFs mit Ausschüttungen (quartalsweise) >5% zu nehmen (2 a 1000 Euro?).

      Na ja, wichtig ist, einen Anfang zu machen und ein Ziel zu verfolgen. Viel Glück!

      MS

  14. Lex sagt:

    Zufällig bin ich auf die Seite gestoßen und zufällig „berate“ ich einen Bekannten, der genau vor dieser Situation steht.
    5.000 € Startkapital und möchte mehr als am Tagesgeld, Kapital wird auch nicht benötigt. Ganz wichtig. Es sollen Positionen á 1.500 € gekauft werden, die Gebühr liegt da unter 1% und spielt langfristig keine Rolle. Die ersten 2 Werte sind Freenet und McDonalds. Ein dritter Wert soll Konsumerbereich werden, P&G oder J&J.

    @Koray
    2.000 € sind schon knapp. Wenn du im Monat 100 oder 150 € sparen kannst, kauf erst mal einen Wert, bis genug Kapital für den nächsten Wert da ist.
    Man kann auch 2 Werte a 1.000 € kaufen, die Gebühr von dann ca. 1,5% fällt einmalig an. Hat den Vorteil, das man 2 Werte hat und sich an das Ganze „gewöhnen“ kann. Ich hab auch sehr lange gebraucht, mit Verlustphasen am Aktienmarkt umzugehen.
    Ich betreibe das Spiel nun knapp 18 Jahre, inzwischen liege ich bei 6.300 € Dividende im Jahr – Tendenz steigend. Die ersten 5-6 Jahre waren aber psychologisch schon sehr hart. Mit der Zeit findet man Vertrauen in sein Konzept, inzwischen bin ich ziemlich gelassen.

    Viel Erfolg und Durchhalte-„Vermögen“

  15. Chris sagt:

    Meine Mindestpositionsgröße, also wieviel Geld ich in eine Order stecke, liegt auch bei >1000€. Darunter investiere ich nicht.

    Grundgedanke dahinter ist einfach, die Gebühren möglichst kleinzuhalten, als Ziel einfach unter 1 Prozent. Und wenn man jetzt mal ins Kostenregister seines Onlinebrokers schaut, kann man sich ja ausrechnen was das bedeutet.
    Bei der Comdirect, wo ich zum Beispiel bin, kostet die Order bekannter Standartwerte 6,45€ (also bei 1000€ Order einen Transaktionsverlust von 0,645%). Bei einer Order von nur 500€ wäre man schon mit dem Doppelten über der Grenze.

    Für den „totalen Einsteiger“ würde ich aber doch vielleicht zum Anfang eher zu Dividenden-ETFs anstatt einzelnen Aktien raten ? Klar, die kosten etwas Gebühr dazu, aber solang man nichts „aussergewöhnliches“ will gibt es von den großen Anbietern ETFs mit unter 0,3-4 % TER, was ich im Rahmen angemessen finde für den Vorteil der schnellen Diversifikation.
    Jemand der nur 5000€ hat, könnte sich so statt fünf einzelnen Unternehmen (oder gar nur 2einhalb, wenn mans eng nimmt) mit ETFs sich gleich tausend Firmen ins Depot holen. Beispielsweise einen für US-Dividendenaktien, einen für EAFE-Titel, und einen für Emerging Markets. Dazu noch ein Aggregate Bond ETF und man ist für den Anfang schonmal vernünftig diversifizert aufgestellt.

    Das wichtigste ist aber, das muss eben besonders hervorgehoben werden (sogar noch wichtiger als jetzt die reine Titelauswahl), das konstante intervallische Einzahlen mit Spar-Raten (Direktabbuchung vom Gehaltskonto ist das beste zum Durchhalten), sowie das Re-Investieren angesammelter Dividenden. Nur so lässti sich der Zinseszins-Effekt für lange Sicht ins Rollen bringen und für einen arbeiten lassen. Deswegen ist es auch falsch, oder zumindest etwas irreführend, bei den Ausschüttungen (in der Aufbauphase) von einem „Zusatzeinkommen“ zu sprechen, denn die erste Zeit sieht man davon praktisch nichts konkret – man soll es ja gerade nicht verkonsumieren, sondern wieder reinstecken und laufen lassen.

    Am Anfang hatte ich ja auch nur Erträge in Zehner-Größen. Hätte ich die rausgenommen und für irgendwelche Ladeneinkäufe ausgegeben, wären das auf lange Sicht auch immer nur zehn Euro geblieben. Da ich sie aber immer reinvestiert habe, sind die Ausschüttungen mittlerweile im Hunderter-Bereich. Und so weiter machen, bis in ein paar Jahren die Dividenden gar in den Tausender-Höhe rauskommen. Dann werd ich wohl auch schon so alt sein, dass man daran denken könnte, einen Teil davon nun wirklich mal zum Leben zu benutzen.

  16. Michael sagt:

    Da ich ebenfalls Fan von Dividenden bin habe ich auf meiner Webseite eine Art Dividenden-Sparplan-Rechner umgesetzt 😉

  17. Rüdiger sagt:

    Hallo zusammen,
    ich habe mal eine Frage zum Thema Dividendenportfolio. Kann mir jemand erklären, was der Vorteil eines passiven Einkommens aus Dividendenzahlungen gegenüber der Vermietung einer Immobilie ist? Beide Strategien benötigen eine hohes Kapital, um finanzielle Freiheit zu erlangen. Bei Immobilien habe ich den Instandhaltungsaufwand, bei Dividendenportfolios die Aktienanalyse, Auswahl, Portfolioverwaltung, etc.
    Aus meiner Sicht liefert ein passives Einkommen aus Mieteinnahmen einen sichereren Einkommensstrom als Dividenden, die ja auch schwanken oder aussetzen können. Deshalb wäre meine Frage, warum Ihr Euch explizit für ein passives Dividendeneinkommen entschieden habt?

    Vielen Dank!

    • Arthur Dent sagt:

      @Rüdiger: Ganz einfach. Persönlich denke ich, dass das Risiko das ein Mieter eher eine Miete nicht mehr zahlen kann größer ist als die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktionäre einer soliden Firma die Dividende selber reduzieren.

      • Finanzielle Freiheit sagt:

        @Arthur: Denke auch, dass das Risiko größer ist, dass ein Mieter eher eine Miete nicht zahlt .. als ein Dividenden Aristokrat seine Dividendenzahlung zu 100% streicht.

  18. Frank sagt:

    Hallo Markos,

    Dein Projekt gefällt mir sehr gut.
    Ich habe bisher nur ein Dividendendepot mit deutschen Werten (bei flatex).
    Ich würde auch gerne US Werte aufnehmen, allerdings würde ich aufgrund der Gebühren dies nicht bei flatex tun. Ich hatte schon das Internet durchsucht, aber irgendwie nur halbe Antworten gefunden. Deswegen hätte ich mal eine Frage an Dich, wie so eine Order im Detail aussieht, was die Gebühren etc. betrifft (nehmen wir Deinen Broker als Bsp.).

    Ich kaufe 100 Aktien der Firma XY zu jeweils 100 USD. Wird der Kaufbetrag dann zum aktuellen Kurs von meinen Euros abgezogen?

    Jetzt schüttet die Firma 1 USD/Aktie Dividende aus. Wird diese auch wieder aktuell in Euro umgerechnet?

    Wieviel kommen von diesen 100 USD Dividende bei mir an? Habe leider das DBA noch nicht verstanden, Quellensteuer etc.

    Und wie hoch sind die Gebühren insgesamt? Muss ich erst 3 Jahre Dividenden bekommen, damit sich das lohnt?

    Vielleicht magst Du ja auch einen Artikel dazu verfassen, wenn es nicht zu umständlich ist. Mich würde einfach mal sehr interessieren, was und wieviel ich planen müsste, um die US Werte in Angriff zu nehmen.

    Wünsche allen noch einen schönen Sonntag,
    Frank

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Frank: Danke für Deinen Kommentar. Das sind wirklich „basic“ Fragen. Vielleicht können Dir andere Leser meines Blogs Deine Fragen beantworten, da ich bedingt durch den Hausbau nicht so viel Zeit habe.

  19. kim sagt:

    Hallo,

    Ich erkenne nicht, nach welchen Kriterien ausgewählt wurde und ob es nicht brauchbare ETF gäbe.

    Danke für einen Blog über das Thema.

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