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Private Altersvorsorge ausserhalb der Eurozone:ist das möglich?

Nachfolgend ein Gastbeitrag von Dr. H. Rölle aus Buchholz - Experte zum Thema Aktiendividenden in Kanada, Australien, Norwegen und Brasilien.

Dr.H.Rölle Unternehmensberatung-Aktiendividenden in CAD,AU,NO,BRL
Rehweg 18,21244 Buchholz/Nh,T.04187-7168
Web:www.Roelle-Buchholz.de

Private Altersvorsorge ausserhalb der Eurozone:ist das möglich?
Obwohl die Politiker immer noch so tun sie könnten den Euro retten,hat das Volk schon längst verstanden,was droht:eine Währungsreform.Eine Sitzung über neue Eurorettungsschirme,Verhandlungen über private und/oder staatliche Gläubigerverzichte jagt die andere.Die Flucht ins Gold hat schon längst eingesetzt und der Goldpreis ist ins Unermessliche seit 2003 gestiegen.Gold war in den letzten 10 Jahren die beste Kapitalanlage,obwohl durch diese unproduktive Kapitalanlage das Geld der Volkswirtschaft entzogen wird..Die Lebens-u.Rentenversicherer haben einen Anlagenotstand.Der Zinssatz für deutsche Staatsanleihen unter 10 Jahren Laufzeit ist auf unter 2% gefallen.Der Garantiezins für Lebensversicherungspolicen liegt nun bei 1.75%.Die amtliche Inflationsrate liegt zwischen 2.5-3.00% p.a.Der Leitzins in der Eurozone liegt bei 1.00% und wird von dem neuen EZB Präsidenten Mario Draghi vermutlich noch auf 0.5% abgesenkt.Die staatlich angepriesese Riesterrente kommt ins Gerede.Inzwischen ist längst klar,dass man 85 Jahre alt werden muss,um nur sein Kapital nominal zurückzuerhalten und 100 Jahre,um auch noch eine Verzinsung zu erhalten.Es ist sicher,dass man nicht einmal den Kaufkraftwert der eingezahlten Prämien zurückerhält.Eine Zurückholung der eingezahlten Riesterbeiträge ist nicht möglich.

Die Notenbanken der Eurozone und der USA wollen durch eine finanzielle Repression die Staatsschulden mithilfe eines negativen Realzinses abwerten.Der Präsident der US-Notenbank Bernanke hat bereits angekündigt,dass diese Niedrigzinspolitik noch bis mindestens 2014 fortgesetzt werden soll.Es spricht viel dafür,dass es ab 2012 einen permanenten Eurorettungsschirm ESM geben wird und dass die nicht mehr wettbewerbsfähigen Euro PIIGS Staaten der südlichen Peripherie durch weitere Kredite aus dem Eurorettungsfonds über Wasser gehalten werden sollen.Deutschland ist der größte Nettozahler in der Eurozone mit einem Anteil von ca.27%.Deutschland kann die EZB nicht daran hindern,für weitere Hunderte von Milliarden € marode Staatsanleihen der PIIGS Staaten im Sekundärmarkt aufzukaufen,weil die Stimmenmehrheit bei den Nehmerländern liegt.

Verfassungsbeschwerden namhafter Volkswirtsschaftsprofessoren gegen die Eurorettungsschirme brachten bisher nichts.Im Bundestag gibt es keine Partei,welche die Beendigung dieses Euroretttungswahnsinns in ihrem Parteiprogramm hätte.Die SPD will in ihrem Wahlprogramm für die Bundestagswahlen 2013 die Banken als die Wurzel allen Übels hinstellen.Dabei waren es doch gerade die staatlich geführten Landesbanken,welche die größten Zocker an den Kapitalmärkten waren und mithilfe irischer Zweckgesellschaften US-Hypothekenpapiere zweifelhafter Bonität mit hohen Krediten aufkauften unter skrupellloser Ausnutzung der staatlichen Gewährträgerhaftung.Aufgrund dieser für Kapitalanleger sehr ungünstigen Rahmenbedingungen in der Eurozone ist eine Überlegung angebracht,wo man Kapital hochverzinslich ausserhalb der Eurozone anlegen kann.

Wenn man sich die Kreditbonität der G7 Staaten ansieht,dann hat nur Kanada ausserhalb der Eurozone ein AAA Kreditrating von Standard&Poors.Kanada ist nach Russland der zweitgrößte Flächenstaat der Erde Kanada hatte bis zur Finanzkrise 2008 einen ausgeglichenen Staatshaushalt mit Null Neuverschuldung und will bis 2015 wieder einen ausgeglichenen Staatshaushalt haben.Kanada hatte 2008 keine Bankenkrise und keine Hypothekenkrise.Bei kanadischen Hypotheken haftet man persönlich und man kann sich nicht durch Senden der Hausschlüssel an die finanzierende Bank wie in den USA von seinen Hypothekenschulden verabschieden(Gingle Mail)..Nach Prof.Jeremy Siegel von der Wharton School of Finance(Autor des Buches:Stocks for the long run),welche die Performance von Aktien von 1871-2001 untersucht hat,haben Aktien in diesem Zeitraum eine Anlagerendite nach Abzug der Inflationsrate von +6.8% erbracht gegenüber+ 1.7% für Anleihen und –0.4% für Gold.Das Wichtigste an seinen Feststellungen war jedoch,dass Aktien mit Dividendenwiederanlage die beste Performance haben und dass der Dividendenanteil an der Anlagerendite von Aktien bis auf 90% ansteigt je länger der Betrachtungszeitraum ist.

Was die meisten Leute nicht wissen:Kanada hat die Börse mit den meisten monatlich zahlenden Dividendentiteln.In Deutschland gilt das Jahresdividendenregime.Wenn eine Jahresdividende von 5% nach 2 Quartalen im Folgejahr gezahlt wird,dann hat der kanadische Aktienanleger mit Monatsdividende im laufenden Jahr eine Dividendenrendite von 5.25%,weil das Kapital im Durchschnitt ein Jahr früher bezahlt wird.Am besten wird diese Dividendenstrategie durch Beispiele verdeutlicht.

1 Beisp MacDonalds Dividende gegenüber A&W Revenue Royalties Fund(TSX AW.UN)
A&W ist nach MacDonalds die zweitgrößte Schnellrestaurantkette in Kanada mit 737 Franchisenhmern bis Jahresende 2011.A&W existiert schon seit 1920 und hat in 2011 22 neue Franchisenehmer in den Franchisepool aufgenommen.A&W hat keine Schulden und fast keine Betriebskosten,da alle Investitionen für Grundstücke,Gebäude und Restauranteinrichtung und Betrieb von den Franchisenehmern aufgebracht werden müssen.A&W ist einer der wenigen Income Trusts(Anlagevehikel ohne Körperschaftsteuerbelastung),welche trotz Einführung der SIFT-Tax(Körperschaftsteuer ab 01.01.2011) die Monatsdividende von 10.60 Cents auf 11.70 cents CAD erhöht hat.A&W hat am 09.02.2012 beim Kurs von 21.55 CAD eine Dividendenrendite von 6.50%.Im Vgl.dazu hat MacDonalds beim Kurs von 100,24 USD und Jahresdividende von 2.80 USD eine Dividendenrendite von 2.80%.MacDonalds hat die letzte Quartalsdividende von 0.61 auf 0.70 USD erhöht,was einer Steigerung von 14.75% entspricht.Wenn man die MacDonalds Dividende mit diesem Prozentsatz weiter hochrechnet,käme man erst nach 7 Jahren Haltedauer auf die Dividendenrendite von A&W.Bei A&W kann man mit den Zusatzdividenden wieder neue Aktien von A&W nachkaufen und erhält dadurch einen Dividendenmultiplikator.

2.Beisp:RIO TINTO vs.Labrador Iron Ore Royalty Corp LIF.UN.TSX
RIO TINTO gehört zu den drei weltgrößten Bergbaukonzernen mit 77000 Beschäftigten in 40 Ländern.Die RIO TINTO Aktie hat einen Kurs von 60,24 USD und eine Jahresdividende von 1.07 USD und eine Dividendenrendite von 1.70%.Im Vgl.dazu steht Labrador Iron Ore Royalty Corp (LIORC)in Labrador City,welche mit 15% an der Iron Ore Company of Canada(IOC)beteiligt ist.Die anderen Aktionäre sind 59% RIO TINTO und 26% Mitsubishi.Zusätzlich zur Aktiendividende erhält der LIORC Aktionär eine Royalty Fee von 7% vom Umsatz und 10cents je Tonne verkauftes Eisenerz.Im Jahr 2011 zahlte LIORC eine Barausschüttung von 3.375 CAD je Aktie,was bei einem Kurs von 38.15 CAD am 09.02.2012 einer Dividendenrendite von 8.84% entspricht.Für 2012 wird von CIBC eine Bardividende für LIORC von 4.89 CAD vorausgesagt,was einer Dividendenrendite von 12.81% entsprechen würde.Man kann mit dem Kauf von RIO die Dividendenrendite von LIORC niemals aufholen.

3.Beisp:Goldbarrenkauf vs Investmentfonds Horizons Alpha  Goldproducers HEP:TSX
Am krassesten ist der Performanceunterschied bei nicht börsennotierten Edelmetallanlagen gegenüber börsennotierten Edelmetallstillhalterfonds.Durch die sich ständig verschärfende Staatsschuldenkrise der USA und Europas wächst die Gefahr einer weiter zunehmenden Monetarisierung der Staatsschulden durch die FED und EZB.Es ist daher verständlich,dass risikobewusste Anleger die Kaufkraft ihres Vermögens durch Investitionen in physisches Gold erhalten wollen.Der Nachteil von physischem Goldbesitz ist,dass damit kein lfd.Einkommen erzeugt wird und dass man voll den Preisturbulenzen an den Goldmärkten ausgesetzt ist.Der Gedanke liegt nahe,ein Anlagevehikel zu suchen,durch das man indirekt Gold besitzt (über Goldminenaktien) und gleichzeitig ein Einkommen erzielt.HEP ist an 15 verschiedenen Goldminengesellschaften beteiligt.Der Fonds betreibt das Stillhaltergeschäft,d.h.es werden Stillhalteroptionen(CALLS)an den einzelnen Goldminenaktein verkauft und die vereinnahmten Stillhalterprämien werden nach Abzug von 0.65% Verwaltungskosten p.a.an die Gesellschafter monatsweise ausgeschüttet.Im Jahr 2011 erzielte dieser Fonds eine Barausschüttung von 1.26 CAD auf Jahresbasis,wobei der Fonds aber erst im April das Börsendebut zu 8.60 CAD begann..Bezogen auf diesen Ausgabepreis war die Dividendenrendite 14.66%.Unter Berücksichtigung eines Kursverlusts von 8,14% auf die Goldmienaktien wg.des Goldpreisrückgangs um 20% im IV Quartal 2011 war die Gesamtrendite dennoch 8.69% auf Jahresbasis gerechnet.Das Anlagerisiko dieses Stillhalterfonds ist auf jeden Fall wesentlich geringer als der reine Goldbarrenkauf,weil auch dann zweistellige Dividendenrenditen erwirtschaftet werden,wenn der Goldpreis stagniert oder fällt.–.

Fazit:Die Dividendenstrategie ist der Anlagestategie durch Kursgewinne Rendite zu erzielen wesentlich überlegen.

Hamburg/Buchholz,den 09.Feb 2012 - Dr.H.Rölle

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