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Die richtige Dividendenstrategie

In den letzten 12 Monaten habe ich mich oft gefragt, was die richtige Dividendenstrategie ist. Wo beginnt die Spekulation bei einem Aktienkauf und ab welchem Zeitpunkt definiert man den Aktienkauf als Geldanlage. Als Anleger sollte man zwischen längerfristigen Dividenden und spekulativen Kursgewinnen sehr genau differenzieren.

Wenn man eine Aktie kürzer als ein Jahr hält, dann macht man dies aus Spekulationsgründen und wenn man eine Aktie länger als ein Jahr hält, dann ist es eine Geldanlage. Als Value Investor ist die spekulative Strategie unwichtig, da ich die Aktien in meinem Dividenden Depot als Langfristanlage zur Finanziellen Freiheit betrachte. Ab einer Haltedauer von über fünf Jahren spielt der Einstieg kaum noch eine Rolle.

Ausgeschüttete Dividenden die wieder angelegt werden über 5 Jahre (und länger), können vieles wettmachen an Verwerfungen die in der Zwischenzeit an den jeweiligen Aktienmärkten bestehen. Man sollte die Dividende definitiv nicht zu 100% verkonsumieren. z.B. für Urlaub und Shoppen verwenden. Die Dividende sollte gleich wieder in die jeweilige Aktie investiert werden, oder in neue Aktienpositionen.

Bei meiner Dividendenstrategie erwerbe ich nur neue Aktienanteile von bestehenden US Blue Chips Aktienpositionen. Bei Aktienpositionen um die es sich um keine US Blue Chip Position handelt, investiere ich maximal einmalig 2.000 bis 2.500 EUR, da die Dividendenrendite p.a. meistens deutlich über 10% p.a. liegt.

Bei der Altersvorsoge mit soliden Dividendenaktien ist der Zinseszinseffekt bei wiederangelegten Dividenden ein ganz wichtiger Punkt. Gerade in Zeiten wie diesen werden Dividenden immer wichtiger und rücken zunehmends wieder deutlich in den Fokus von Anlegern & Investoren. Die jüngsten Kursverluste aus dem August 2011 haben sogar ihr Gutes.

Die Dividenden die in diesem Jahr 2012 ausgezahlt werden (sei es DAX30 Unternehmen, oder Dow Jones Unternehmen), werden wohl weniger stark fallen als die Kurse. Im Gegenzug zum fallenden Aktienkurs und gleichbleibender Dividendenrendite, wird die Dividendenrendite steigen. Viele meiner einmaligen Aktienkäufe von US Aktien nach dem August 2011 Crash, befinden sich mit weiter über 20% im Gewinn und zahlen mehr als 8% p.a. an Dividende.

8 Responses to “Die richtige Dividendenstrategie”

  1. erikh sagt:

    Mit der richtigen Strategie gebe ich Dir Recht… das ist tatsächlich nicht immer leicht, aber mit Aktien die jährlich eine gute Rendite abwerfen, kann man ein gutes Geschäft machen… von US Blue Chips habe ich bisher nix gehört, klingt aber interessant. Wie kommt man da dran? Grüße

    • wp_admin sagt:

      Wenn ich das richtig sehe, dann beschäftigst Du Dich auf Deiner Webseite nur mit den Dividenden der DAX30 Unternehmen für 2012, oder?

      • erikh sagt:

        Hallo,

        ja das ist richtig… ist für mich momentan das interessanteste… bin aber auch grad erst gestartet… ich schau mich auch mal am amerikanischen Markt um und werde die Themen sicherlich bald erweitern.. sehr spannend zu sehen, dass sich nach der ganzen Pleite in den vergangenen Jahren doch mal etwas in die richtige Richtung bewegt… irgendwelche Insider Tipps 🙂

        Grüße

  2. Rico sagt:

    Immer wieder vergessen wird bei der Dividenden-Strategie leider die Frage, für wen sie tatsächlich nützlich ist? Ich persönlich denke, dass du mit einer Strategie viel Rendite durch Steuern und Transaktionskosten verschwendest. Wie handhabst du das? Hast du irgendeine Übersicht, wieviel steuern du auf deine Ausschüttungen bezahlst? Ich denke, wenn du in Werte mit hoher Kursrendite investieren würdest, könntest du deutlich bessere Ergebnisse erreichen — zumal du derzeit ja noch nicht auf die Auszahlung angewiesen bist.

    Meiner Meinung nach gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder heißt das Ziel ein Vermögen aufzubauen oder man einen hohen Cashflow (also regelmäßige Auszahlungen) zu erreichen.

    Für Fall 1 muss man die Dividenden wieder reinvestieren um von Zinseszinseffekt zu profitieren. Allerdings fallen bei der Ausschüttung Steuern und bei der Reinvestition Transaktionskosten an. Zum Aufbau von Vermögen ist die Strategie also überhaupt nicht geeignet! Hier wäre es besser, Werte zu wählen, die eine hohe Kursrendite vorweisen.

    Wer hohe regelmäßige Ausschüttungen erreichen will, hat normalerweise schon ein Vermögen und sucht nun nach sicheren Quellen für die Finanzierung des Lebensunterhaltes. In diesem Fall macht die Strategie sehr wohl Sinn!

    In der letzten Zeit kann man immer wieder Lesen, dass Sparer sich über die Dividendenstrategie ein Vermögen aufbauen wollen. Die ganzen Rechnungen vernachlässigen aber oft Steuern und Kosten und sind daher nicht zielführend! Eine detaillierte Beispiel-Rechnung habe ich selbst einmal gemacht: http://erfolgreich-sparen.blogspot.de/2012/04/warum-die-dividenden-strategie-der.html

    Was denkst du dazu? Wo ist der Knackpunkt?

    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Rico: „Wer hohe regelmäßige Ausschüttungen erreichen will, hat normalerweise schon ein Vermögen und sucht nun nach sicheren Quellen für die Finanzierung des Lebensunterhaltes.“ <-- Das ist mein Ziel. Ich brauche die Dividenden nicht reinvestieren, da sie schon fast meinen Mietanteil decken. Ich möchte mein Vermögen gut anlegen und ich denke mit diesem Dividenden Depot - was ich weiter ausbauen werde, gehe ich den richtigen Schritt. Wie gesagt habe ich einen Verlustvortrag und somit bekomme ich am Ende des Jahres die Kapitalertragssteuer auch wieder erstattet. Ich habe 12 Jahre an der Börse hinter mir, mit Kurssteigernden Aktien und ich fahre mit der Dividendenstrategie viel besser und kann "ruhiger" schlafen.

    • Jexter sagt:

      Hi Rico folgendes habe ich in deinem Blog gepostet,

      mit einer Sache hast du Recht. Es ist vorteilhafter das (Gesamt)Kapital am Ende versteuern zu lassen als jedes Jahr auf den Dividenden Anteil Steuern bezahlen zu müssen.

      Doch:
      1. Es gibt nunmal nicht ein Unternehmen, dass Aktien mit und ohne Dividende anbietet!
      2. Einige Studien zeigen, dass ein Unternehmen mit regelmäßiger Dividende meist auch eine überdurschnittliche Rendite aufweist
      3. Selbst bei ETF´s die man als Ausschüttung/Theaurierend wählen kann werden die Ertäge auch bei dem Thesaurierenden jährlich versteuert!

      4. Der für mich wichtigste Punkt!
      Der Psychologische Effekt ist nicht zu unterschätzen, wen man regelmäßige Dividenden erhält ist man motivierter mehr Geld zu investieren.
      Außerdem hält man mit regelmäßigen Dividenden ein langfrist Strategie länger durch.
      Vorallem in Baisse Phasen hat man noch das Argument mit den Dividenden die man erhält.

      Noch ein Aspekt aus dem Buch „Überlegen Investieren“ hier sind Dividenden sogar ein Rendite Turbo!

      http://books.google.de/books?id=Ey5_1fcXA_0C&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false
      Kapitel 10 S 158 – 173

      Ich finde so pauschal sollte man Dividenden nicht ablehnen 😉

      Anmerkung am Rande Steuern falllen in Höhe von 26,375% oder 28 % an. Deine 50% machen einen Anleger ja richtig Angst 😀

      • Rico sagt:

        Hi Jexter, auch hier nochmal kurz die Antwort 🙂

        Über die genannten Punkte kann man durchaus diskutieren. Psychologisch würde ich dir auf jeden Fall recht geben, was die Wahl der Aktien anhand des Kriteriums Dividende angeht, würde ich aber sagen, dass sie kein sinnvolles Krtierium für das Ziel „Vermögensaufbau“ darstellt. Für das ZIel „Cashflow sichern“ aber durchaus.

        Dass Dividenden-Papiere eine höhere Rendite erreichen halte ich persönlich für ein Gerücht. Verlässlich ist einzig die Information, dass die Steuern auf die Ausschüttung dein Anlagevermögen mindern und sich damit garantiert negativ auf das Endvermögen auswirken. Ob die Rendite aber höher oder niedriger ist, weiß man erst im Nachhinein. Für diese „Prognose“ ist die Dividende kein verlässlicher Indikator

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