Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten. ( J. D. Rockefeller, Milliardär )

Brokerwechsel – Tipps, damit sich´s wirklich lohnt!

brokerwechselBrokerwechsel – Tipps, damit sich´s wirklich lohnt!

Für Anleger führt kein Weg am Wertpapierdepot vorbei. Bei einem Broker eröffnet, werden hierüber alle Zu- und Abgänge im Portfolio gebucht. Wertpapierbroker spielen damit eine zentrale Rolle, wenn es um den Zugang zur Börse geht. Aber: Nicht immer sind Anleger mit ihrer Entscheidung zufrieden. Die Kosten für Transaktionen sind höher als angenommen oder es hat sich das Anlageprofil verändert. Egal, welche Gründe der Auslöser sind: In der Praxis wird regelmäßig über den Brokerwechsel nachgedacht. Wie kann dieser Schritt gelingen – ohne gleich wieder eine Enttäuschung zu erleben?

Auf die eigenen Ansprüche fokussieren

Der neue Broker soll in erster Linie eines sein: billig! Diese Aussage ist genauso richtig wie falsch. Prinzipiell muss vor der eigentlichen Suche nach einem neuen Broker klar sein, welche Anforderungen im Mittelpunkt stehen. Hier entscheiden in erster Linie individuelle Rahmenbedingungen.

Liegt der Fokus auf Börsen in der EU oder wird vornehmlich in Asien und den USA gehandelt? Welche Rolle spielen spekulative Elemente – wie zum Beispiel CFDs? Sind eventuell sogar Anlagen wie ETF-Sparpläne interessant? Fragestellungen wie diese sind der erste Schritt im Brokerwechsel.

Depotgebühren: Hohe Differenz bei den Orderkosten

Plattformen wie brokervergleich.net weisen immer wieder darauf hin – und trotzdem passiert dieser Fehler immer wieder. Gerade Einsteiger in den Aktienhandel lassen sich von Depotführungsgebühren blenden.

Favorisiert wird immer das Depot, welches auf diese Gebühr verzichtet. Dabei muss bei einem Brokerwechsel die Höhe der Orderkosten eine nicht minder große Rolle spielen. Hintergrund: Etabliert haben sich hier Festpreis- und Provisionsmodelle.

Letztere sind häufig so gestaltet, dass Anleger eine Mindestprovision je Order zahlen bzw. bei höherem Ordervolumen einen prozentual berechnete Provision. Der Nachteil: Häufiges Traden mit höheren Transaktionssummen wird teuer. Bei 4,95 Euro Grundprovision und 0,30 Prozent Provision kostet eine Order von 10.000 Euro 30 Euro.

Tipp: Broker mit niedrigen Provisionen können – auch wenn Depotführungsgebühren verlangt werden – für Anleger, die nur sporadisch handeln, eine interessante Alternative sein.

Handelsplätze und Assets

Broker bieten heute einen breiten Zugriff auf verschiedene Handelsplätze im In- und Ausland sowie den Handel mit verschiedenen Assets (von Aktien über Fonds bis CFDs und Forex). Allerdings gilt auch hier die Devise, dass „kein Ei“ dem anderen gleicht.

Die Wertpapierbroker lassen bei

  • den ausländischen Börsen,
  • dem OTC Handel oder
  • den Handelsinstrumenten

deutliche Unterschiede erkennen.

Aus Sicht des Anlegers ergibt sich damit für den Brokerwechsel natürlich die Frage, welcher Anbieter den Vorzug erhält? Diese Frage führt zum eingangs postulierten Grundsatz, dass zuerst die „Marschrichtung“ festgelegt und dann der Brokervergleich daran orientiert wird.

Kosten für den Depotübertrag

Wertpapiere lassen sich heute kostenlos zwischen Aktiendepots übertragen. Dieser Grundsatz ist nur die halbe Wahrheit. Inländische Wertpapiere, die zwischen Brokern im Inland transferiert werden, verursachen beim Übertrag keine Kosten.

Die Situation für im Ausland verwahrte Wertpapiere sieht anders aus. Hier muss sich der Anleger einfach im Klaren darüber sein, dass der Übertrag Entgelte nach sich ziehen kann. Der Blick in die AGB des abgebenden bzw. empfangenden Brokers ist unerlässlich, um hier keine Überraschung zu erleben.

Wertpapiere im Transfer nicht handelbar

Dieser Hinweis fällt leider immer wieder unter den Tisch: Solange sich ein Wertpapier beim Brokerwechsel im Transfer befindet, hat der Anleger keinen Handlungsspielraum. Heißt am Ende, dass das Wertpapier nicht verkauft werden kann.

Eine Tatsache, die natürlich niemand gern hört. Für den Kauf eines Wertpapiers ist der Transfer nicht dramatisch, da die Position einfach ins neue Depot gebucht werden kann. Bricht der Kurs einer im Transfer befindlichen Position ein, muss der Depotinhaber damit leben.

Tipp: Mittlerweile existiert eine einschlägige Rechtsprechung hinsichtlich der Dauer eines Übertrags der Wertpapiere bei Brokerwechsel. Zwei bis vier Wochen Zeit sollte den Broker gegeben werden, mitunter ist der Prozess auch schneller abgeschlossen.

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One Response to “Brokerwechsel – Tipps, damit sich´s wirklich lohnt!”

  1. kaunlaran sagt:

    Bei einem brokerwechsel sollte man schon das Preisverzeichnis genau studieren und die eigenen Anlagepräferenzen im Hinterkopf haben.
    Es gibt broker, bei denen der Handel zwar preiswert ist, die dafür aber jede Dividendenzahlung von ausl. Wertpapieren mit einer Gebühr belegen. Bei der quartalsweisen Ausschüttung von US-Gesellschaften mindert so etwas die Rendite deutlich.

    Wer Schweizer Papiere hält, sollte auf jeden Fall einen Blick auf die Kosten für einen „tax-voucher“ werfen. Auch da reicht die Spannbreite von Null bis xx €.

    Wer US-REITS im Depot hat, erlebt u.U. eine andere Überraschung. Zu Beginn des neuen Jahres werden von den Gesellschaften die Ausschüttungen in Dividenden und Kapitalrückzahlungen aufgeteilt. Manchen broker hier übernehmen das und erheben auf die Kapitalrückzahlung keine (anrechenbare) Quellensteuer. Der dadurch höhere Soli ist zu verschmerzen, aber anders sieht es aus, wenn dieser Teil der Ausschüttung als „Kapitalmaßnahme“ behandelt und mit einer Gebühr belegt wird (war bei mir beim sbroker der Fall).

    Kostenlose Konten in Fremdwährung werden auch nicht überall angeboten. Wer darauf Wert legt, muß danach gezielt suchen.

    Man muß schon wissen, was man will und trotzdem sind Kompromisse meist unumgänglich. Die eierlegende Wollmilchsau scheint es – jedenfalls für mich – nicht zu geben.

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