Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten. ( J. D. Rockefeller, Milliardär )

Abgeltungssteuer auf dem Prüfstand? Die SPD will diese abschaffen.

steuernIch habe gerade wieder die neueste Hiobsbotschaft auf diversen Nachrichtenseiten gelesen. Während einige Finanzblogger (auch ich) von einer Anhebung der Abgeltungssteuer von aktuell 25 Prozent in den nächsten Jahren auf 30 Prozent bis 35 Prozent vermuten, so will die SPD die Abgeltungssteuer abschaffen.

Nachfolgend der Link zum Artikel: SPD will Abgeltungssteuer abschaffen

Ihr Ende scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Nach Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) fordert jetzt auch Thomas Oppermann die Abschaffung der Abgeltungssteuer. „Wir wollen die gleiche steuerliche Behandlung für Kapital und Arbeit“, betonte der Chef der SPD-Bundestagsfraktion gegenüber der dpa.

Die Abgeltungssteuer wurde 2009 eingeführt und hat sich angeblich im Kampf gegen die Steuerflucht bewährt. Auf Kapitalerträge wie Dividenden, Zinsen und anderen Kapitalerträgen werden pauschal 25 Prozent Steuern erhoben.

Die Problematik wird sein, dass Kleinsparer wieder mehr zahlen müssen und es weiter erschwert wird ein Vermögen aufzubauen bzw. für das Rentenalter vorzusorgen. Hierfür bietet die Bundesregierung keine geeignete Lösung an. In den USA kann man jedoch in speziellen Konten (IRA,RIA) steuerfrei für das Rentenalter vorsorgen. Es fallen keine Steuern auf die Dividendeneinnahmen an, so lange das Geld von diesen Konten nicht entnommen wird.

Hier in Deutschland werden viele Kleinsparer mit geringen Einkommen einen individuellen Steuersatz meist von über 25 Prozent haben. Somit wäre dies ein Minus-Geschäft für den Kleinsparer in Deutschland.

Wie ist Deine Meinung zur Abgeltungssteuer? Hat der Staat wirklich ein Interesse, dass wir uns eine private Rente – unabhängig vom Finanzwesen – aufbauen können? Irgendwie scheint das nicht der Fall zu sein.

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11 Responses to “Abgeltungssteuer auf dem Prüfstand? Die SPD will diese abschaffen.”

  1. Oliver sagt:

    Das wirklich schlimme an der Geschichte ist, einige fordern von Kapitaleinkünften auch Renten-, Krankenversicherungs-, Pflegeversicherungs-, usw. -beiträge abzuziehen.

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  2. Sanja sagt:

    Es wäre natürlich für den Sparer super toll wenn sie abgeschafft wird. Aber ich fürchte die Kluft zwischen Arm und Reich wird dadurch auch höher. Steuerlich gesehen sind die Einnahmen nicht gerade die höchsten. Wenn man die Abgeltungssteuer abschaffen würde, müsste man nur die Tabak und Alkoholsteuer um 1-2% erhöhen und das Geld wäre fast schon wieder drin.
    Deswegen ist die Idee von separaten Konten eine Interessante Möglichkeit. Oder aber auch nicht komplett abschaffen, sondern nur senken.

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  3. Alexander sagt:

    Das Schlimmste was einem Staat passieren kann, sind mündige Bürger. Daher hat er durchaus Interesse, diese klein zu halten, denn dann sind sie von ihm abhängig.

    Ich glaube nicht, dass die Quellensteuer in der jetzigen Form abgeschafft wird, denn dann heist es wieder zurück zum Halbeinkünfteverfahren. Das würde unsere Steuerverwaltung maßlos überfordern. Ich habe ja ziemlich viele US-Aktien, dann werde ich wohl zweimal im Jahr Urlaub in den Staaten machen und das Ganze von der Steuer absetzen. *g

    Wäre es nicht einfacher, die Quellensteuer anzuheben? Natürlich ohne den Freibetrag zu erhöhen! So 30 -35 % wären für die raffgierigen Aktionäre doch locker zu bezahlen. Die Arbeit machen die Banken automatisch und alles wird gut.

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  4. Zunächst mal stellt sich ja bereits bei der ’normalen‘ Abgeltungssteuer die Frage, wie oft denn das Einkommen der Bürger besteuert werden soll. Da ich meine Aktien bereits von versteuertem Einkommen erwerbe, stellt für mich die Abgeltungssteuer schon die erste Doppelbesteuerung dar.

    Der typische deutsche Kleinsparer wird von der Diskussion kaum beeinflusst werden. Da bleibt man bei Sparbuch, Bausparvertrag und maximal Tagesgeld.

    Der (deutsche) Staat hat grundsätzlich immer ein Interesse an Kontrolle und Lenkung, außerdem wollen Lobbygruppen bedient sein (wie die Versicherungen bei der Riester-Rente). Der deutsche Staat geht im Gegensatz zur US-Regierung erst gar nicht davon aus, dass sich seine Bürger selbständig um ihre Altersvorsorge kümmern wollen.

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  5. Elmar sagt:

    Ich sehe das genau so, wie wirtschaftswaise: ich zahle bereits auf mein Einkommen Steuer, die Abgeltungssteuer ist eine Doppelbesteuerung.

    Für alle Anleger, die verstärkt auf passives Einkommen aus Anlagen setzen, bedeutet das einen enormen Einschnitt. In vielen Fällen dürften damit bis zu weiteren 20% der Dividendenerträge auf Grund der Steuer wegfallen.

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    • Finanzielle Freiheit sagt:

      @Elmar: Das ist richtig und sehe ich auch so. Das Einkommen ist schon besteuer und die Abgeltungssteuer ist eine Doppelbesteuerung. Jedoch egal welche Steine mit der Staat in Zukunft noch in den Weg legt, ich werde diese Strategie einfach Jahr für Jahr weiter ausbauen. Gibt es Alternativen?

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      • Alex sagt:

        @Elmar @Markos: Ich denke nicht, dass es sich um eine Doppelbesteuerung handelt. Die Abgeltungssteuer wird nur auf Kapitalerträge fällig und somit auf zusätzliche Einnahmen (Wertzuwachs, Dividenden, etc.) aus dem Besitz von Aktien. Es fällt (zum Glück) keine generelle MWSt o.ä. von z.B. 20% bei Aktienkauf an und bereits besteuertes Einkommen (sprich Anschaffungskosten) werden nicht besteuert, eventuelle Verluste gegengerechnet.

        Ich finde es richtig, dass Steuern auf Kapitalerträge gezahlt werden müssen. Nüchtern betrachtet verstehe ich auch nicht warum Einkommen aus Kapital einem geringeren Steuersatz unterliegen sollten als Einkommen aus geleisteter Arbeit; vor allem unter dem Gesichtspunkt sozialer Gerechtigkeit (Millionenerbe vs. Zeitarbeiter).

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  6. Elmar sagt:

    @ Markos: meiner Meinung nach ist unsere Form von Altersvorsorge alternativlos. Die Strategie beibehalten und das Depot immer weiter ausbauen, ist wohl das einig sinnvolle, was man tun kann. Die Entwicklung der Einnahmen zeigt es ja deutlich (wenn bei mir auch nur nur in kleinem Maße).

    @ Alex: Es ist für mich auch ok Steuern zu zahlen. Ob die einzelnen Steuern nun sinnvoll erscheinen, oder auch nicht. Die Abgeltungssteuer war aber schon vor Jahren ein geeignetes Instrument, um mehr Geld in die Staatskasse zu spülen. Und nichts anderes wäre eine Anhebung der Abgeltungssteuer.
    Der Unterschied zwischen Einnahmen aus Arbeit bzw Kapital ist definitiv vorhanden, allerdings ist es für jemanden wie mich (kein Millionenerbe!) ein probates Mittel, mit meinen Ersparnissen einen finanziellen Grundstock aufzubauen. Und hier sind die 25% Abgeltungssteuer bereits ausreichend schmerzhaft. 🙁

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  7. Martin sagt:

    Also die SPD kann ja erst einmal vorschlagen was sie will. Momentan und gerade bei den Gestalten in der Parteispitze halte ich es für gut möglich, dass die SPD gar nicht zum regieren kommt..

    Grundsätzlich halte ich Steuern auf Kapitalerträge auch für richtig, aber absolut nicht so wie es hier in D läuft. Die pauschale Abgeltungssteuer trifft den Kleinsparer, gerade aufgrund des viel zu niedrig angesetzten Freibetrags, ungleich härter als den Privatier/ Millionär.

    Ich würde auch steuerfreie Altersvorsorge-Depots wie in den USA befürworten. Nur fürchte ich, dass daran für unsere Versicherungs-Lobby einfach zu wenig zu verdienen ist und es daher in der beeinflussbaren Politik nicht einmal angedacht wird.

    Wenn also die jetzige Abgeltungssteuer erhöht wird, müsste eigentlich der Freibetrag deutlich erhöht werden. Und ich rede da von ca. € 8.000-10.000 für Singles.

    Zur Gerechtigkeit des Halbeinkünfteverfahren (welches ich nie erlebt habe) in Bezug auf die Besteuerung von Erwerbseinkommen und reinem Kapitaleinkommen, kann ich mich Mangels Info’s hierzu nicht äußern.

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  8. Veit sagt:

    Es gab einmal einen Freibetrag pro Jahr von 6100 DM bzw. halbiert nach EUR Einführung pro Person. Auch waren Aktien bzw. Investmentfonds die länger als 6 Monate gehalten wurden Spekulationssteuerfrei. Später wurde diese auf 1 Jahr ausgeweitet und dann ganz abgeschafft. Selbst Zinserträge unter 10 EUR auf dem Sparbuch werden mittlerweile besteuert. Die waren als Kleingeld steuerfrei. Nun will man sogar den kleinen Freibetrag von 800 EUR abschaffen. Und diese unsinnige SPD Riester-Rente ist die blanke Geldverbrennungsmaschine, wenn man nicht gerade die Kinderfreibeträge nutzen kann. Auch die VWL Vermögensbildung wurde nie angepasst. Die Einkommensgrenze ist praktisch so niedrig, das heute immer weniger in den staatlichen Zuschuß kommen. Die Grenze liegt schon seit einigen Jahrtausenden bei 17900 EUR für Bausparen und 20000 EUR für Aktienfonds Jahreseinkommen. Das dürfte so beim Existensminimimum sein und damit spart sich der Staat die Förderung.
    Was ist das für eine unsoziale Politik geworden… Von wegen Soziale Marktwirtschaft, bestimmt nicht für die breite Arbeitnehmerschaft….!

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  9. Andreas sagt:

    Das Kapitalerträge geringer besteuert werden als Arbeitseinkommen ist ein Märchen. Diese Verkürzung ist der reine Populismus.
    Als Aktionär bin ich Miteigentümer an einem Unternehmen, demnach Unternehmer. Die Gewinne werden auf Unternehmensebene besteuert (Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer). Das was übrig bleibt sind die Dividenden. Diese werden nun nochmal mit 25% Abgeltungssteuer belegt. Da kommt man so auf ca. 48% Steuern!

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